Immer wieder inspiriert und beeindruckt
bin ich von zuckerwattes konsequent geführtem Traumtagebuch (hier nur ein Beispieleintrag) und wie ich so sinniere, fiel mir doch der allererste Traum überhaupt ein, an den ich mich erinnern kann. Ich werde wohl drei oder vier Jahre alt gewesen sein. Es ist ja überhaupt interessant, wenn man sich überlegt, bis wohin man zurückschreiten kann in der Erinnerung. Von wo ab das Bewusstsein wirklich einsetzt. Vorher war man ja nur ein krähendes Etwas mit körperlichen Bedürfnissen. Ab der ersten Erinnerung, dem ersten erinnerten Traum wird es ernst.
Inwiefern, hab ich allerdings nie ergründet.
Jedenfalls mein erster erinnerter Traum war ein Alptraum und spielte - wo sonst - in der Schlosserwerkstatt meines Vaters. Ein fürchterlich düsteres, von Öl und Antirostspray durchtränktes Gelass, das immer hätte umgebaut werden sollen. Zu einem Wohnzimmer. Damals hing noch eine uralte Drehmaschine unter der Decke, die über riesige beigefarbene Keilriemen (?) lief. Das ganze Haus bebte, wenn gedreht wurde.
Dabei habe ich das nie als bedrohlich empfunden, es war ja meine zweite Heimat. Ich durfte Giftflaschen sortieren, Nägel einschlagen, Werkzeug sortieren, Skizzenblocks bekritzeln, mit diesen flachen, breiten Zimmermannsbleistiften, die mit dem Messer geschärft werden.
Also weiß der Deibel, wieso ich darüber alpträumte.
Die Werkstatt wurde von einem anderen Mann gekapert, mein Vater war weit und breit nicht mehr in Sicht. Er stellte Eisenkäfige mit dicken Gitterstangen darin auf und ich fragte mich, zu welchem Zweck. Und vor allem nahm ich wohl schon als Kind wahr, dass das hier nicht die ursprüngliche Bestimmung der Werkstatt, sondern eine Zweckentfremdung war. Nun gut, in diesen Käfigen also hielt er bunte Wellensittiche. Grüne, blaue vor allem sind mir in Erinnerung. Und ich dachte noch: Was ist das für ein Scheißkerl, setzt die Vögel da rein.
Aber der Hammer kam erst noch. Er nahm vor meinen Augen einen Packen Zeitungspapier, zündete ihn an und warf das brennende Papier zu den Vögeln in den Käfigen, die daraufhin elendig umkamen.
Das war wohl mein erster Alptraum in meinem ganzen Leben.
Im Nachhinein, entschlüsselt, interpretiere ich das so, dass ich diese verdammte Werkstatt hätte renovieren lassen sollen, einen Durchbruch zur Küche hin machen und ein geschmackvolles Loft darin einrichten sollen.
Dann hätten aber wiederum die Schwalben keine Nistmöglichkeit mehr, für die jedes Frühjahr extra Türen und Fenster geöffnet werden. Wenn das Frühjahr besonders kalt geraten ist, wird auch mal fürsorglich geheizt/der Ofen angezündet.
Merkwürdigerweise passen die schwarz-weißen Schwalben hervorragend da hinein.
Die bunten Exoten dagegen in Käfigen geschlagen und ausgeräuchert, eben nicht.
Hm.
Inwiefern, hab ich allerdings nie ergründet.
Jedenfalls mein erster erinnerter Traum war ein Alptraum und spielte - wo sonst - in der Schlosserwerkstatt meines Vaters. Ein fürchterlich düsteres, von Öl und Antirostspray durchtränktes Gelass, das immer hätte umgebaut werden sollen. Zu einem Wohnzimmer. Damals hing noch eine uralte Drehmaschine unter der Decke, die über riesige beigefarbene Keilriemen (?) lief. Das ganze Haus bebte, wenn gedreht wurde.
Dabei habe ich das nie als bedrohlich empfunden, es war ja meine zweite Heimat. Ich durfte Giftflaschen sortieren, Nägel einschlagen, Werkzeug sortieren, Skizzenblocks bekritzeln, mit diesen flachen, breiten Zimmermannsbleistiften, die mit dem Messer geschärft werden.
Also weiß der Deibel, wieso ich darüber alpträumte.
Die Werkstatt wurde von einem anderen Mann gekapert, mein Vater war weit und breit nicht mehr in Sicht. Er stellte Eisenkäfige mit dicken Gitterstangen darin auf und ich fragte mich, zu welchem Zweck. Und vor allem nahm ich wohl schon als Kind wahr, dass das hier nicht die ursprüngliche Bestimmung der Werkstatt, sondern eine Zweckentfremdung war. Nun gut, in diesen Käfigen also hielt er bunte Wellensittiche. Grüne, blaue vor allem sind mir in Erinnerung. Und ich dachte noch: Was ist das für ein Scheißkerl, setzt die Vögel da rein.
Aber der Hammer kam erst noch. Er nahm vor meinen Augen einen Packen Zeitungspapier, zündete ihn an und warf das brennende Papier zu den Vögeln in den Käfigen, die daraufhin elendig umkamen.
Das war wohl mein erster Alptraum in meinem ganzen Leben.
Im Nachhinein, entschlüsselt, interpretiere ich das so, dass ich diese verdammte Werkstatt hätte renovieren lassen sollen, einen Durchbruch zur Küche hin machen und ein geschmackvolles Loft darin einrichten sollen.
Dann hätten aber wiederum die Schwalben keine Nistmöglichkeit mehr, für die jedes Frühjahr extra Türen und Fenster geöffnet werden. Wenn das Frühjahr besonders kalt geraten ist, wird auch mal fürsorglich geheizt/der Ofen angezündet.
Merkwürdigerweise passen die schwarz-weißen Schwalben hervorragend da hinein.
Die bunten Exoten dagegen in Käfigen geschlagen und ausgeräuchert, eben nicht.
Hm.
ElsaLaska - 30. Jan, 01:08







