Elsas Nacht(b)revier

Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen. [Douglas Adams]

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Sonntag, 22. April 2007

Ich brech zusammen.

Dieser Mitteilung des Literaturcafés entnehme ich, dass das Land Baden Württemberg eine offizielle Vertretung in Second Life hat.
Warum verlagern sich nicht gleich die iranische Regierung, die USA, den Sudan oder Israel nach Second Life?
Es gäbe wesentlich weniger Verdruss auf dieser Welt, wenn die sich alle dort rumschlagen würden.

Im Innern der Kirche

Santa Maria in Portuno liegen an den Wänden frei die Säulen eines antiken Tempels. Ein Schacht führt hinunter bis zu ihrer Basis, zwei Meter tiefer unter dem Fußboden. Der Blick gleitet entlang und weiter durch die Zeit, nach unten, rückwärts. An einer Stelle vor dem Altar ist der Boden ebenfalls geöffnet und mit einem Gitter wieder verschlossen worden, das man betreten kann. Es ist eine aktuelle Ausgrabungsstätte der Universität Bologna. Den Kopf geneigt, die Augen gesenkt, so betrachtet man steinerne Ossuarien, die einst den Tod verschlossen. Jetzt sind sie offen und leer.
Den alten Tod und ein Jahrtausend, oder zwei, man kann sie sehen, doch nur im Hellen und mit niedergeschlagenen Blick. So ist es mit den Menschen und ihrer Geschichte.
Um sie betrachten zu können, muss man sich von den Sternen abwenden.

San Lorenzo in Campo und Montalfoglio

San Lorenzo in C. - Wieder mal ein Betätigungsfeld der Benediktiner, und nicht zum Schaden des Städtchens. Abtei und Basilika wurden im 8. und 9. Jahrhundert auf den Ruinen eines Adonis-Tempels errichtet.
Aus dem Inneren der atemberaubenden Basilika gibt es (noch) keine Bilder, weil gerade Gottesdienst lief (mit Gitarre, EPiano und schrägem Kindergesang) und ich flüchten musste.
In der Krypta wurden bis 1978 die Reliquien des Hl. Demetrius von Thessaloniki aufbewahrt, man hat sie aber "zur großen Zufriedenheit und Dankbarkeit der orthodoxen Glaubensbrüder" wieder nach Griechenland zurückgebracht.

Das ist nicht die Abtei, nur ein unmaßgeblicher und alltäglicher Blick über die Altstadt.:)

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Ein alter Türsturz

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Ein alter Wappenstein mit zwei Schlangen und einem Schild, darunter ein Kapitellchen mal eben so irgendwo in ein Wohnhaus reingebaut, weils vielleicht grad gepasst hatte

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Das ist auch nicht die Abtei, es ist irgendeine andere Kirchentür

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Das ist die Straße, die an der Abtei entlangführt (das Bild hab ich Svashtara, die den Hl. Demetrius als Familienheiligen hat, bereits weiter unten extra gewidmet

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Und dann ging es weiter nach Montalfoglio, von dem man einen Panoramablick haben sollte und das sich als der absolute Geheimtipp erwies. Ich denke, in dem Borgo leben noch ungefähr drei Leute ...

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Und eine Katze ...

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Das ist ein sehr alter Briefkasten an einer uralten Hauswand

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Handyfotografie at its best

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Der zentrale Platz

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Die Türe zur Grundschule

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Loretello und Nidastore

Zwei der neun Castelli von Arcevia.

Loretello, 11./12. Jahrhundert:
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Nidastore, 12. Jh.: Der Name ist eine Zusammenziehung von nido dei astori, Habichtshorst. Nidastore war im Mittelalter ein Zentrum für die Zucht von Habichten für die Jagd. Der Landadel jagte mit den Weibchen, die einfache Bevölkerung mit Habichtsmännchen.

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Hier wurde der grausame Raniero, Neffe des Bischofs von Fossombrone um 1408 herum ermordet, weil er ein gieriger Despot gewesen und reihenweise Bürgerstöchter geschändet haben soll.

Für Svashtara

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Ich weiß noch

im Krankenhaus, diesmal gehörten wir auch zu denen, die blicklos und weinend durch die Gänge gleiten, als habe ihnen niemand erklärt, wie man Raum greift und einnimmt. Weil da kein Raum mehr ist, keine Zeit, weil da die Uhren angehalten sind. Und doch, der Körper verlangt sein Recht und du wolltest nicht, aber wir mussten, wo doch Vater schon gestorben war, wir hatten ihn doch verlassen zum Sterben und den letzten Kuss, den ich ihm gab, nahm er mit geschlossenen Augen entgegen. Wir sehen uns morgen, Papa-Wenns überhaupt noch morgen wird, so sagte er, um das Kinn schon die grünlichen Schatten des Todes und ich kann doch nichts dafür, dass ich das nicht erkannte. Obwohl ichs erkannte, nicht klug war.
So saßen wir bei einem Kaffee und beschlossen, einer für den anderen und alle für uns, es ist Zeit. Es wird keine Medikamente mehr geben. Keine Infusionen, keinen Schläuche, keine Nadeln, keine Elektroden. Aber die Leute im Café? Mich haben die Leute noch nie gestört, mir sind die Tränen aus den Augen gelaufen ohne sie zu verätzen, damals noch. Wenn ich heute weine, dann steigt mir das Salz in den feinen Kanälen hoch und verbrennt mir die Augäpfel. Es ist merkwürdig, wie eine Zeit, die nicht lange währt, ein Tag, ein halber, zwei? - so alles wegnimmt, wie ein Druckstock, der, im Negativ des Negativs, dass Helle dunkelt, statt umgekehrt.

Es gibt kein Morgen mehr für dich, vielleicht heißt das auch - kein Durst, keine Schmerzen, keine Angst. Ich wünsche es wäre so.
Für dich. Für mich. Und uns.

Auf den Besuch

bei den Kamaldulensern von Fonte Avellana freue ich mich schon seit Wochen. Kein Wunder, wenn man mit einer so schönen Begrüßungsseite auf der Homepage eingestimmt wird. Der Rest der Page ist leider noch in Italienisch, aber es gibt schöne Bilder.
Das Gute ist, es liegt am Berg. Also sollte nichts schiefgehen.

Tue Gutes und rede darüber ...

Weil ich mich immer noch nicht so richtig für diese Brieffreund-im-Todestrakt- Sache entschließen kann, ich neulich beim Surfen wieder auf eines der schönsten Projekte mit Tieren in Deutschland gestoßen bin, dem Tierpark Arche Warder (Greenpeace), und man dort Tierpatenschaften für bedrohte Haus- und Nutztierrassen übernehmen kann, ich schon immer einen Esel haben wollte und stattdessen an einen eseligen Hund geraten bin, werde ich jetzt eine Tierpatenschaft in der Arche Warder für den Poitou-Esel übernehmen. >>
Dieses Foto auf einer privaten Eselzuchtseite/einem Eselhof/was auch immer hat mich eben überzeugt.

Eine Patenschaft für Poitou-Esel im Tierpark Arche Werder kostet 60 Euro im Jahr laut dieser Tabelle auf der Homepage. Es hätte auch ein einmaliger Gratisbesuch drin sein können, anstatt nur einen Abschlag auf den Eintritt, aber ich komme eh nie nach Norddeutschland, also wollen wir mal nicht so sein.

Das hier sind also meine neuen Patenkinder in der Arche Warder:
gruppen-esel

Annäherung an einen Berg [III]

"Vom Monte Conero sind aus dem Turon Biradiolites cornupastoris und aus dem Senon zahlreiche Lepidosyclinen [...], Sideroliten und Orbitoliten bekannt geworden."

Baron Nopcsa, Franz (1932): Zur Geschichte der Adria - Eine tektonische Studie. Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, Band 84. p. 280-316, 3 fig. , 8 pl.

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