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Aktuelle Veröffentlichung im November-Heft Vatican-Magazin, S. 35, über die Beinhäuser von Alken und Hallstatt: Über allem aber triumphiert der Überwinder von Sünde und Tod.

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Freitag, 23. Oktober 2009

Noch ne Revo ...

Es muss doch irgendeine Art der spirituellen Selbstverteidigung gegen hingemurkste Kumba-Ya-Messen geben, dachte ich mir heute auch noch bei diesem Eintrag von Sponsa Agni, okay, die geschilderte Messe war Kumba Ya frei, aber ich ärgere mich zum Beispiel auch seit ich katholisch bin über die Kalamitäten, in die man gerät, wenn man davon überzeugt ist, dass Mundkommunion die für einen selbst einzig mögliche und richtige Art ist, die Kommunion zu empfangen. Der Austeilende ist da manchmal nämlich anderer Meinung. Sponsa Agni spricht in ihrem Eintrag gar von "Ekel". Was ich davon halte, brauche ich gar nicht ausführen.
Wie oft dachte ich schon: Komm, lass es. Mach es dir einfach, lass es dir doch in die Hand geben, dann fällst du nicht auf. [Hat nie funktioniert, weil ich es einfach nicht KANN. Innerer Widerstand.]
Genau diese Art von, ich nenne es einfach mal Versuchungen, ist es, die mich auch bei einer nicht angemessen zelebrierten Messe verzweifeln lassen. Ob es "schlimm" ist, die Liturgie nicht wie vorgeschrieben auszuführen ist mir dabei zweitrangig. Viel schlimmer ist es, wenn mich allerheftigste Emotionen in der Bank befallen. Denn das Blöde ist ja, niemand rechnet damit, dass man in eine katholische Messe geht und GARKEINE katholische Messe gefeiert wird.
Also ich jedenfalls nicht, aber ich bin wohl noch nicht abgebrüht genug, um bei den ersten Anzeichen aufzustehen und hinauszugehen. So sitze ich dann also da, die Hände vors Gesicht geschlagen, um den armen Priester vor meinen Torpedoblicken zu schützen, die ihn auf der Stelle tot umfallen lassen würden. Noch schlimmer wird es, wenn ich das dringende Bedürfnis habe, in Tränen auszubrechen. Das ganze emotionale Kaleidoskop.
Zwei Tage lang habe ich mir ernsthaft überlegt, ob mein Ego noch zu groß ist. Vielleicht bin ich nicht demütig genug? Andere Christen in anderen Teilen der Welt können nichtmal Messe feiern, haben keine Kirche etc ...
Ich bin wirklich bemüht, zuerst immer bei mir nach Ansätzen zu einer Verbesserung zu suchen. Nur: Ich habe es ja nicht in der Hand. ICH für meinen Teil gehe ja nur in die Messe, weil ich in eine Messe gehen will. Wenn dann keine gefeiert wird, die den Namen verdient, und ich deswegen Zustände kriege ist das zwar keine Glanzleistung, aber immerhin habe ich mir einmal das Verständnis für die Eigenart der Messe hart erarbeiten müssen. Ansonsten hätte ich auch protestantisch bleiben können.
Damit wir uns richtig verstehen: Ich sitze da nicht mit dem Messbuch und streiche die Stellen an, die vergessen, verändert, ersetzt wurden, und beschließe dann, einen biblischen Wutanfall zu bekommen. Nein, ich sitze da und erwarte eine katholische Messe, freue mich darauf, kriege irgendetwas aufserviert und deswegen, ganz ohne Vorsatz und eigenes Zutun, irgendwann einen roten Kopf und dazu auch noch ein schlechtes Gewissen. Obwohl das wer ganz anders haben sollte.
[Im Übrigen scheint es mir ein spezifisches Problem deutscher Messen zu sein. Die Italiener können zwar auch rumspinnen, aber sie neigen hinsichtlich des Ablaufs der Messe normalerweise nicht dazu.]
Ich möchte also die Messe besuchen und freue mich darauf, und komme manchmal (natürlich nicht immer) heraus, und könnte ein Kettensägenmassaker veranstalten. Die nächste Überlegung war zwangsläufig: So, mir reicht es jetzt, das kann es doch nicht sein. Am Besten gehe ich nur noch in die Alte Messe.
Ich will aber eigentlich öfter in die Messe gehen, und Alte Messe ist alles momentan, nur nicht öfter. Und immer ein Stück weit zu fahren, hier wie in Italien [wo es Deo gratias die phantastischen Francescani dell'Immacolata in Campocavallo gibt.]
Mit dem Priester darüber reden, dass mir seine letzte Messe aber gar nicht so gut "gefallen" hat?
Schon. Nur sehe ich nicht ein, wieso ich ihm erklären muss, dass er seinen Job bitteschön gescheit machen soll - vermutlich sieht er es auch ganz anders, weil den kfd-Frauen hat gerade diese Messe so supergut gefallen. Dann find mal Argumente. Ich bin nicht die Kongregation für Liturgie und Gottesdienstordnung. Leider.
Die einzige Möglichkeit zur spirituellen Selbstverteidigung, die mir in diesem Stadium des Nachdenkens einfiel, war, deutsche Gemeindemessen nur noch bekleidet mit einem weißen T-Shirt zu besuchen [also nicht nur T-Shirt, auch noch Hose oder Rock dazu natürlich], auf dem vorne drauf steht:

SAVE THE LITURGY - SAVE THE WORLD!
Und direkt unter dieser Zeile dann:
SayTheBlackDoTheRed_Horizontal
[Also das Motto unseres geschätzten Father Z. Es gibt auch Kaffeetassen mit diesem Motto, aber wenn ich mit der Kaffeetasse in der Hand zur Kommunion antrete, legen sie mir womöglich noch das Allerheiligste hinein.]

Das Gute wäre, MIR ginge es erheblich besser [also doch noch zuviel Ego, liebe Elsa*gg*], der Priester, der sich zufällig gerade mal an dem Tag an die Rubriken gehalten hat, fühlt sich bestätigt - und derjenige, der es nicht getan hat, hat dann Gelegenheit, nicht nur anlässlich meines Wunsches für Mundkommunion irritiert zu sein. Der Rest der Gemeinde kann womöglich sowieso nur Kumba Ya-Englisch und wird sich also nicht viel dabei denken.

[Gute Lösung?]

Dybart?

Das Hirseproblem.

Patriarch Germanos I. möchte auf seiner Dachterrasse um 730 n. Chr in Konstantinopel gerne einen Vogel füttern (das Rabenproblem klammere ich mal aus). Er streut dazu eine halbe Handvoll Hirse.
Mittlerweile wird das Problem unter Islamwissenschaftlern, Osmanisten, Orientalisten bundesweit diskutiert.
Es lautet: Gab es um diese Zeit in Kleinasien bzw. Griechenland überhaupt schon Hirse?
Miss Eugenie ist skeptisch. Hirse hätte importiert werden müssen. Jetzt hab ich mich selbst einfach mal aufgerafft und "hirseanbau kleinasien" gegoogelt. Und finde folgenden Absatz aus dem Werk "Vorgeschichtliche Botanik der Cultur- und Nutzpflanzen der Alten Welt aufgrund prähistorischer Funde" (was natürlich alleine schon ein Traum-Titel ist):

"Die noch heutigen Tags weite Verbreitung der Hirse über Centralasien und weiter westlich hinaus über Persien, Turkestan, Transkaukasien etc. bis nach Südrussland und den Donauländern, berechtigt zu dem Schlüsse, dass wir es in diesen Gebieten mit sehr alten Stätten für Hirseanbau zu thun haben. Was im besonderen Kleinasien betrifft, so haben uns die Alten, wie Herodot, Xenophon, Strabon, Galen u. A. ausführlichere Nachrichten hierüber hinterlassen. Hiernach ist freilich auch anzunehmen,
dass die Israeliten die Hirse gekannt haben mögen. In dem Worte nisman des Jesaias einige Erklärer diese Frucht. — Von Asien aus setzte sich die Hirsekultur höchstwahrscheinlich zu beiden Ufern des Schwarzen Meeres nach Europa fort. Nach dem Berichte des Xenophon lebte zu seiner Zeit an der Südküste dieses Meeres sogar eine thracische Völkerschaft, die wegen ihrer Vorliebe für diese Getreidefrucht den Namen der Melinophagi = Hirseesser führte. Dass auch die Bewohner des übrigen Thracien am Hirsegenuss grossen Geschmack gefunden haben, bezeugen Demosthenes und späterhin Strabon und Plinius. Die thatsächlichen Beweise für den Hirsebau in diesen Gegenden liegen in einem der jüngeren Steinzeit angehörigen Funde aus Coucouteni in Rumänien vor. Noch gegen Ende des 6. Jahrhunderts n. Chr. bauten die im heutigen Rumänien ansässigen Slaven, wie Mauritius berichtet, Rispen- und Kolbenhirse im grossen Umfange an.
[...]
Trotzdem das hohe Alter der Hirse in Kleinasien mehrfach belegt ist, sodass hierüber kein Zweifel bestehen kann, so suchen wir doch vergebens nach einer darauf bezüglichen Angabe bei den homerischen Sängern. Zum ersten Male tritt uns die Pflanze bei Hesiod entgegen; jedoch wollen die Philologen in den betreffenden Stellen spätere Einschiebsel erblicken. Dagegen begegnen wir der Hirse öfters in den Werken der späteren Schriftsteller. Von den Lacedämoniern erzählt Hesychius, dass sie die Kolbenhirse kochten und genossen. Theophrast giebt von der Rispen- und Kolbenhirse eine Beschreibung in seiner Art; Galen nennt das aus Hirse gebackene Brod einen Ersatz für Getreidebrod bei schlechtem Ausfalle der Ernte. Er kennt gleichfalls beide Arten, findet aber die in Kleinasien angebaute Hirse schlechter an Geschmack als die italienische. Trotz dieser immerhin häufigen Erwähnung von Seiten der griechischen Schriftsteller machen alle diese Angaben, wie Körnicke bemerkt, den Eindruck, als ob die Hirse auf der griechischen Halbinsel nie zu allgemeiner Bedeutung gelangt sei, ebensowenig wie dies heute der Fall ist.
"

Daraus lese ich a) die hohe Wahrscheinlichkeit, dass es auch noch im 8. Jahrhundert Hirse in Kleinasien gab, diese aber nie eine große Rolle spielte, da nicht besonders wohlschmeckend, was b) ihre Verwendung als Vogelfutter durchaus rechtfertigen könnte.
Gegenstimmen?
:-)

cantare

Persönliche Vorsätze...
Naja, mit einem Wort: Weniger. Möglichst enthalten...
Zwetschgerich (Gast) - 27. Nov, 15:28
Fastenzeit Advent
Ad Str: 1917 ist nicht ganz richtig. Schon Pius X....
Zwetschgerich (Gast) - 27. Nov, 15:20
Liegekreuz
Hier http://1.bp.blogspot.com/_ QL25W80JzPY/StME5VYqTAI/AA AAAAAAAx4/OC4Mt9JZ9WU/s160 0-h/Erntedank.jpg gibt...
Braut des Lammes (Gast) - 27. Nov, 14:46
"Ab wann die verloren...
"Ab wann die verloren gingen wird nicht gesagt, obwohl...
str (Gast) - 27. Nov, 11:55
Ja, das stimmt. Jeder...
Ja, das stimmt. Jeder Sonntag unterbricht das Fasten....
str (Gast) - 27. Nov, 11:41
Der Süßkram...
Der Süßkram sollte sowieso erst am 25. Dezember...
str (Gast) - 27. Nov, 11:36
Früher (TM) hat...
Früher (TM) hat die adventliche Fastenzeit sogar...
Braut des Lammes (Gast) - 27. Nov, 10:04
@Sarah
Woher hast du denn gehört, dass es einen zweiten...
Birgitt Kerz (Gast) - 27. Nov, 09:44

la bocca

 

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