Kongress Freude am Glauben und Dialogprozess
Zeitgleich mit dem Kongress "Freude am Glauben" des Forums deutscher Katholiken in Aschaffenburg, von dem ich bereits berichtet habe - und zwar hier und hier - dem Papstbesuch im Libanon mit großartigen Impressionen und begeisterten Gläubigen (auffallend übrigens, dass bei den Messen kaum Handkommunion zu sehen war, das scheint in Nahost gar nicht üblich zu sein, sondern eher so eine mitteleuropäische Spezialität - was sagt mir das?) fand auch das zweite Dialogwochenende in Hannover statt, zu dem das Forum der deutschen Katholiken ebenfalls zwei Vertreter entsendet hatte.
Zum Verlauf des Dialogwochenendes hören wir vom manchmal ungeduldigen Herrn Erzbischof Zollitsch:
>>Mannheim hat bereits einiges in Bewegung gebracht, und seitdem haben wir diese neu entdeckte Gesprächskultur weiterentwickelt und an vielen Themen intensiv gearbeitet. Jetzt in Hannover war es uns wichtig, den Blick stärker nach außen zu richten, in die Gesellschaft hinein. Und das ist in sehr vielen Gesprächsrunden gut gelungen. Das zeigen auch die Selbstverpflichtungen am Schluss. Da finden wir viele Punkte, in denen es sehr konkret um den Dienst am Menschen geht, etwa um Alte, Arme, Kranke und Behinderte. Oder um die Würde des Menschen, um den Schutz des Lebens, um Gerechtigkeit, Ökologie ...<< Ganzes Interview mit EB Zollitsch hier.
Wie gut gelungen dieses großartige Stück Dialogprozess wieder ist, können wir auf Peter Winnemöllers Blog hier nachlesen. Dort wird auch aus einem Artikel auf katholisch.de zitiert:
>>Nur einmal gab es Buhrufe. Der Frankfurter CDU-Politiker Bernhard Mihm, den das konservative “Forum Deutscher Katholiken” entsandt hatte, war ins “Debatten-Aquarium” gesprungen und gegen den Strom geschwommen. Bei Themen wie Ehe und Sexualität müsse die Kirche genau wie bei Fragen der Gerechtigkeit und des Friedens sich auch gegen den gesellschaftlichen “Mainstream” stellen. “Wir sind der Wahrheit verpflichtet, nicht der Gesellschaft.” Zustimmung gab es dafür keine. “Die wahren Gläubigen vor Ort denken anders”, kommentierte ein Pfarrer und erhielt Applaus. Eine laute Kontroverse war unerwünscht in Hannover, Harmonie war das Programm. Auch kein Bischof störte diese Atmosphäre.<<
Wir nehmen zur Kenntnis, dass ausgerechnet von der Fraktion, die mir jahrein jahraus mit dem Genöle von wegen "Wir wollen doch aber einander nicht das Katholischsein absprechen*wimmer*" kommt, nun gestatet wird, wer wahrhaftig glaubt und was der wahrhaft Glaubende so denkt.
Der Dialogprozess, ein großflächig und langfristig angelegtes Projekt zur Unterscheidung der Geister. Herzlichen Dank, lieber Herr Erzbischof. Das Geld hätte man wohl besser in Projekte zur Neuevangelisierung gesteckt als in diese versuchsschismatische Veranstaltungsserie.
Zum Verlauf des Dialogwochenendes hören wir vom manchmal ungeduldigen Herrn Erzbischof Zollitsch:
>>Mannheim hat bereits einiges in Bewegung gebracht, und seitdem haben wir diese neu entdeckte Gesprächskultur weiterentwickelt und an vielen Themen intensiv gearbeitet. Jetzt in Hannover war es uns wichtig, den Blick stärker nach außen zu richten, in die Gesellschaft hinein. Und das ist in sehr vielen Gesprächsrunden gut gelungen. Das zeigen auch die Selbstverpflichtungen am Schluss. Da finden wir viele Punkte, in denen es sehr konkret um den Dienst am Menschen geht, etwa um Alte, Arme, Kranke und Behinderte. Oder um die Würde des Menschen, um den Schutz des Lebens, um Gerechtigkeit, Ökologie ...<< Ganzes Interview mit EB Zollitsch hier.
Wie gut gelungen dieses großartige Stück Dialogprozess wieder ist, können wir auf Peter Winnemöllers Blog hier nachlesen. Dort wird auch aus einem Artikel auf katholisch.de zitiert:
>>Nur einmal gab es Buhrufe. Der Frankfurter CDU-Politiker Bernhard Mihm, den das konservative “Forum Deutscher Katholiken” entsandt hatte, war ins “Debatten-Aquarium” gesprungen und gegen den Strom geschwommen. Bei Themen wie Ehe und Sexualität müsse die Kirche genau wie bei Fragen der Gerechtigkeit und des Friedens sich auch gegen den gesellschaftlichen “Mainstream” stellen. “Wir sind der Wahrheit verpflichtet, nicht der Gesellschaft.” Zustimmung gab es dafür keine. “Die wahren Gläubigen vor Ort denken anders”, kommentierte ein Pfarrer und erhielt Applaus. Eine laute Kontroverse war unerwünscht in Hannover, Harmonie war das Programm. Auch kein Bischof störte diese Atmosphäre.<<
Wir nehmen zur Kenntnis, dass ausgerechnet von der Fraktion, die mir jahrein jahraus mit dem Genöle von wegen "Wir wollen doch aber einander nicht das Katholischsein absprechen*wimmer*" kommt, nun gestatet wird, wer wahrhaftig glaubt und was der wahrhaft Glaubende so denkt.
Der Dialogprozess, ein großflächig und langfristig angelegtes Projekt zur Unterscheidung der Geister. Herzlichen Dank, lieber Herr Erzbischof. Das Geld hätte man wohl besser in Projekte zur Neuevangelisierung gesteckt als in diese versuchsschismatische Veranstaltungsserie.
ElsaLaska - 17. Sep, 13:58






















Kirche ist mehr …
"An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen", versichert uns die Hl. Schrift. Manchmal dauert das aber etwas …
Für etwas zeitnahere Erkenntniswünsche nennt das gleiche Buch die "Früchte des Geistes" - und die Meister(Innen) des geistlichen Lebens versichern, dass diese ausgezeichnet zur Unterscheidung der Geister geeignet sind.
Wie gesagt: ich war nicht in Hannover, also kann ich auch über die von dort mitgenommenen geistigen Früchte nichts sagen; ich war in Aschaffenburg und kann deshalb authentisch bezeugen, dass all das, was man dort über das Anders-Sein von Kirche lernen konnte, mich - und erkennbar sehr viele andere auch- mit Freude und Friede erfüllt.
Da ist eine Kirche vor Augen gestellt worden, die nicht vom Blick nach innen - oder meinetwegen auch außen lebt, sondern eine, die vom Blick auf Christus geprägt ist. Und man konnte ihre Schönheit ahnen … was für die genannte Erfahrung bedeutsam ist! – Da wirkt die Harmonie einer sich gegenseitig auf die Schulter klopfenden katholischen "Elite" einfach nur schal … und auch eine entsprechend gelenkte Kontroversdiskussion erscheint nicht eben spritzig …
Man wird aber letzten Endes doch "die Zeit der Ernte" abwarten müssen - vielleicht ist das ähnlich wie mit dem Phänomen "Medjugorje" ? Bis dahin beten wir weiter um die Gabe der Erkenntnis, die der Hl. Geist auf flehentliches Bitten schenkt.