Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

"Amongst our weaponry are such diverse elements as fear, surprise, ruthless efficiency, an almost fanatical devotion to the Pope, and nice red uniforms!" [Monty Python.]



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"Der Tod ist nicht relativ" In: Die Tagespost vom 7. Februar 2013

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"Die Macht der Mystikerinnen" anlässlich der Heiligsprechung von Anna Schäffer. In: Die Tagespost vom 20. Oktober 2012

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"Die Kirche-ein Krimi?" in: Die Tagespost vom 30. August 2012.

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"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

Der Cammino di San Francesco-Heiligtümer im Rieti-Tal. In: PUR-Magazin Juli.

Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

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"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

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Einladung zur Pressekonferenz [für mitlesende Kollegen]

Termin: Dienstag, 29. Januar 2013
Beginn: 11:30 Uhr
Ort: Hotel Nikko Düsseldorf, Immermannstraße 41, 40210 Düsseldorf

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
am 30. Januar wird Mohammed Mursi auf Einladung des Bundeskanzleramtes in Berlin eintreffen und die Bundesregierung besuchen. Als Präsident der Arabischen Republik Ägypten ist Mursi der wichtigste Repräsentant eines Staates, in dem Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind. Besonders betroffen sind religiöse und ethnische Minderheiten, Frauen und Konvertiten.

Welche Verantwortung trägt die deutsche Regierung, wenn sie mit einem Staat kooperiert, in dem Christen und andere Minderheiten marginalisiert und Frauen entrechtet werden? Wohin bewegt sich die Arabische Republik Ägypten heute? Wie ist es um die Rechte von Frauen in Ägypten bestellt? Was erwarten die Menschenrechtsverteidiger von der deutschen und europäischen Politik? Wir laden Sie herzlich zu unserer Pressekonferenz in Düsseldorf ein.

Ihre Gesprächspartner sind:

Prof. Fouad Ibrahim, Professor für Sozialgeographie
Bedrohte Minderheiten in Ägypten unter besonderer Berücksichtigung der Kopten und Nubier

Pfarrer Boules Shehata, koptisch-orthodoxe Gemeinde Düsseldorf
Die Situation der Kirchen unter Präsident Mohammed Mursi

Medhat Klada, Präsident der "European Union of Coptic Organisations for Human Rights”
Unterdrückung der koptischen Minderheit

Fairouz Tutte, ägyptische Frauenrechtsexpertin
Frauenrechte in Ägypten unter der Präsidentschaft von Mohammed Mursi

Martin Lessenthin, Sprecher des Vorstandes der IGFM
Ägypten auf dem Weg in die Islamische Republik – Forderungen der Menschenrechtsverteidiger an die deutsche und europäische Politik

Anmeldungen dazu bitte bei der IGFM vornehmen.
Saladin (Gast) - 26. Jan, 21:08

Ihr wisst aber schon, dass Mubarak 30 Jahre lang Diktator von Ägypten war und Menschenrechtsverletzungen unter seinem Regime an der Tagesordnung waren? Und der ganze Westen hat Mubarak 30 Jahre lang unterstützt.

Seitdem Ägypten mit Mohammed Mursi endlich einen demokratisch gewählten Präsident hat, entdeckt man in Deutschland urplötzlich die Menschenrechte in Ägypten wieder, für die man sich die 30 Jahre zuvor kaum interessiert hat. Nur weil Mursi und gläubiger Muslim ist und kein säkularer Diktator.

Il capitano - 26. Jan, 21:52

Wen oder was Deutschland gerade entdeckt, kann und will ich nicht beurteilen, denn ich bin nicht Deutschland, so wie Sie, lieber Saladin, bestimmt nicht der Sultan von Kairo sind. Herr Mursi darf doch der westlichen Welt dankbar sein, da diese ihn anerkennt, mit ihm verhandelt und nach Berlin einlädt. Lieben muss man ihn hierzulande dennoch nicht, weil unter seiner demokratischen Führung

a) die Anerkennung des Staates Israel irgendwo in den Sternen steht, da bisher ausgeblieben,
b) die religiöse Minderheit der Christen, hauptsächlich die Kopten, mehr Probleme hat als zuvor.

Wenn nach Ihrem Verständnis die Demokratie darin gipfelt, dass Mehrheiten über Minderheiten nach Belieben herrschen, ohne Letztere in ihren Ansinnen und Befindlichkeiten überhaupt nur zu betrachten, dann ist Präsident Mursi ein wahrer Vorzeige-Demokrat und wir desinteressierten Deppen des Westens sollten tunlichst unsere vorlauten Klappen halten und schweigend dabei zusehen - und gegebenenfalls gar finanzieren - wie Andersgläubigen, Frauen und Konvertiten der Hals umgedreht wird.
ElsaLaska - 27. Jan, 23:23

@Saladin

Nein, wir sind gerade soeben aus der Eischale geschlüpft bzw. von Alpha Centauri eingeflogen worden, wir haben uns natürlich, insbesondere hat sich die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte bislang nie Gedanken von derart spannender und differenzierter Tragweite, wie Sie sie uns heute hier quasi in einer Weltpremiere vortragen, jemals gestellt.

*ironiemodus aus
Saladin (Gast) - 28. Jan, 00:26

Ich meine einen Satz wie:"Welche Verantwortung trägt die deutsche Regierung, wenn sie mit einem Staat kooperiert, in dem Christen und andere Minderheiten marginalisiert und Frauen entrechtet werden?"

Wieso fällt denen eine solche Fragestellung erst im Jahr 2013 ein, nachdem alle deutschen Regierungen das Mubarak-Regime von 1981 bis 2011 unterstützt haben? Welche Verantwortung tragen die deutschen Regierungen für 30 Jahre Folter, Verfolgung und Morde unter Mubarak in Ägypten?

Deswegen klingt es für mich schon sehr nach Doppelmoral. Wo nun der böse Mursi gewählt wurde, ein Muslimbruder, da fallen einem in Deutschland uuuurplötzlich wieder die Menschenrechte ein, über die man 30 Jahre in Ägypten immer hinweggesehen hat. Und dann wundert man sich, dass man in der islamischen Welt den Westen moralisch nicht ernst nimmt.

Die Frauen in Ägypten sind auch nicht entrechtet in Ägypten.
ElsaLaska - 28. Jan, 00:38

@Saladin.

Nö. Natürlich sind die Frauen nicht entrechtet. Nur, wenn du als Westler deine Frau an die Hand nimmst und ihr einen Kuss auf die Backe gibst in der ägyptischen Öffentlichkeit, hach, wie kann man nur sich so selbst vergessen in einer fremden Kultur, in der man sich gefälligst anzupassen hat, so wie all die anderen hier auch bei uns, dann kriegst du als Mann hin und wieder Prügel in der Öffentlichkeit. Ist doch was.
Christliche ägyptische Frauen dagegen werden nur verschleppt, vergewaltigt und zwangskonvertiert.
Auch das war leider ALLES ironisch formuliert, aber ist dennoch beklagenswerterweise wahr.

Anderes Thema: Ich weiß nicht genau, wie lange es das Internationale Institut für Menschenrechte schon gibt, vermute aber, lange genug, dass sie schon bei Mubarak mal hin und wieder ne Pressemitteilung machten, was denn eigentlich grade so los sei?
Gehen Sie doch mal auf deren Seite und schauen Sie selbst nach. Sie sind doch ein mündiger und kritischer Bürger, wie ich sehe.
Il capitano - 28. Jan, 00:47

Ja, die Ägypter sind heute natürlich zufriedener als unter Mubarak. Deshalb stehen sie auch gegen Mursis System auf. Sie fühlen sich derart wohl unter ihrer neuen Regierung, dass sie während der Nacht ihre Häuser nicht mal mehr verlassen möchten und deshalb um den Ausnahmezustand gebeten haben.

Ich frage mich allen Ernstes, wo im heutigen Ägypten eine Verbesserung zu sehen ist. Heute foltern eben andere Leute weiter. Und weder Elsa Laska noch ich sind 'der Westen'.
ElsaLaska - 28. Jan, 00:54

Äh nein, ich bin gewiss nicht "der Westen".

Allerdings muss ich mich stark verwundern, wieso der schlichte Hinweis auf eine PRESSEKONFERENZ des IGFM auf dermaßen anwürfige - "IHR WISST ABER SCHON ....?" Kommentare stößt, die einem unterstellen, man sei ja quasi blöde geboren und hätte nichts dazu gelernt.
Herr Saladin, Sie sind bestimmt jünger als ich, wissen es nicht besser, aber werden auch irgendwann einsehen, dass der Rest der Welt nicht nicht gelernt hatte.
Drum vergebe ich Ihnen.
*frisch gebeichtet und dazu auch noch im Petersdom*
Saladin (Gast) - 28. Jan, 14:29

Präsident Mursi ist demokratisch gewählt und die neue Verfassung wurde in einer Volksabstimmung beschlossen. In Deutschland ist der Präsident nicht vom Volk gewählt und die Verfassung auch nicht. Nur mal zum Vergleich.

Vergewaltigung und Mord an Christen sind in Ägypten natürlich strafbar und wird viel härter bestraft als in Deutschland. Und eine Zwangskonversion gibt es im Islam grundsätzlich nicht.

Leider kommt es auch in Ägypten gelegentlich zu Auschreitungen gegenüber Christen. So wie es auch in Deutschland gelegentlich zu Auschreitungen gegen Muslime kommt. Das gibt es in jedem Land, auch wenn es gesetzlich verboten ist und bestraft wird.

Die Frauen in Ägypten sind nicht entrechtet. Man sollte auch nicht vergessen, welche Stellung Frauen in Deutschland noch vor 50 Jahren hatten. Schlechter ist die Stellung von Frauen in Ägypten nicht.
ElsaLaska - 28. Jan, 14:33

@Saladin

>>Vergewaltigung und Mord an Christen sind in Ägypten natürlich strafbar und wird viel härter bestraft als in Deutschland. Und eine Zwangskonversion gibt es im Islam grundsätzlich nicht.

Leider kommt es auch in Ägypten gelegentlich zu Auschreitungen gegenüber Christen. So wie es auch in Deutschland gelegentlich zu Auschreitungen gegen Muslime kommt. Das gibt es in jedem Land, auch wenn es gesetzlich verboten ist und bestraft wird.<<

Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich jetzt vor Lachen über Ihre Statements vom Stuhl fallen.
Il capitano - 28. Jan, 14:54

Da kann man wirklich nur noch lachen. Demokratie ist kein Wert an sich, sondern ist nur in Verbindung mit Rechtsstaatlichkeit und der Wahrung der Grund- und Bürgerrechte eine vernünftige Gesellschaftsform. Ansonsten wäre es demokratisch, wenn die Mehrheit sich einig ist, Minderheiten zu versklaven, zu foltern oder zu töten.

Was Sie hier von sich geben, Saladin, könnte auch ein Diktator sagen - zumal die meisten Despoten (oder ihre Väter oder Großväter) irgendwann mal demokratisch gewählt wurden.

Wann gab es übrigens hierzulande Ausschreitungen gegen Muslime?
ElsaLaska - 28. Jan, 15:02

@Saladin

Ehrlich .... Lesen Sie bitte einfach mal hier

http://elsalaska.twoday.net/stories/232603662/

nach, und es ist unter Mursi eher noch schlimmer geworden. Massenhafte Folter, Mord, Vergewaltigung und all das steht für Christen in Ägypten an der Tagesordnung, verstehen Sie? Jeden Tag!

WO bitte gibt es in Deutschland, immerhin einem demokratischen Rechtsstaat, der sich nicht gerade im Bürgerkriegartigen Zustand befindet, denn "Ausschreitungen gegen Muslime"?
Aus welchen Medien beziehen Sie eigentlich Ihre Weisheiten?
Gibt es bei Ihnen kein freies Internet? Dann informieren Sie sich mal bitteschön über Christenverfolgung in Nahost, insbesondere Ägypten, insbesondere unter MURSI.

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2012-12/25405984-kauder-beklagt-christenverfolgung-in-aegypten-003.htm
Saladin (Gast) - 29. Jan, 16:02

Ich erinnere nur an die NSU-Morde an Muslimen oder den Mord an einer Muslima in einem Gerichtssaal. Es gibt viel rechtsextreme Gewalt gegenüber Muslimen. Es gibt sogar mehrere anti-muslimische Parteien, die in Deutschland zu Wahlen antreten und offen agitieren. Und es herrscht eine anti-muslimische Grundstimmung in Teilen der deutschen Bevölkerung. Es ist zum Beispiel erwiesen, dass Jugendliche mit muslimisch klingenden Namen selbst bei guten Zeugnissen kaum zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden.

Für alles das kann natürlich der Präsident Gauck nichts. So wie auch Präsident Mursi nichts dafür kann, wenn es in Ägypten gelegentlich zu Übergriffen auf Christen kommt. Mord, Vergewaltigung, Sachbeschädigung etc. sind in Ägypten Straftaten, ebenso wie in Deutschland. Leider gibt es immer Menschen, die sich nicht an Gesetze halten.
Il capitano - 29. Jan, 16:19

In Deutschland werden Menschen, die Muslime ermorden, zur Rechenschaft gezogen. In Ägypten werden Menschen, die zum Christentum Konvertierte ermorden, nicht bestraft. In Deutschland räumt das Grundgesetz allen Menschen die gleichen Rechte ein, Muslime, die hierzulande ein Verbrechen anzeigen, werden seitens der Polizei nicht bedroht oder aus der Polizeistation gejagt. In Ägypten herrscht hingegen mittlerweile verfassungsmäßig die islamische Rechtssprechung, die alle Nicht-Muslime rechtmäßig zu Menschen zweiter und dritter Klasse entwertet. Das kann nicht verglichen werden mit der Skepsis einiger Deutscher gegenüber muslimisch klingenden Namen. Auch nicht mit den schändlichen Morden der NSU. Außerdem erfolgen Übergriffe von Muslimen auf Christen in Ägypten nicht gelegentlich, sondern sie sind mittlerweile blutiger Alltag.
dumbo (Gast) - 29. Jan, 18:45

Frauenrechte in Ägypten?

http://www.handelsblatt.com/politik/international/massenvergegwaltigung-auf-dem-tahrir-platz-platz-des-schreckens/7700094.html

Herr Saladin sagt jetzt bestimmt, das kann schon mal vorkommen und sind halt unglückliche Einzelfälle ...

Dann möge er diese Stelle besonders beachten:
>>Sexuelle Belästigung ist in Ägypten extrem verbreitet, egal ob die Frauen verschleiert oder unverschleiert sind. Die häusliche Gewalt in den Familien ist hoch. Und besonders an Feiertagen, wenn die meisten jungen Männer in den Straßen herumhängen, häufen sich die Übergriffe. Viele junge Mädchen trauen sich an Festtagen nicht mehr auf die Straße, zu hoch ist ihnen das Risiko. Die Polizei aber schaut weg, ermittelt wird fast nie jemand.<<

Was Herr Saladin sagt, interessiert mich aber auch erst an zweiter Stelle, ich hätte doch schon lieber gewusst, was Herr Mursi dazu sagt.

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