Elsas Nacht(b)revier

Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen. [Douglas Adams]

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Es gibt ja eine vatikanische Sternwarte

und zur Zeit läuft gerade ein Symposium unter jesuitischer Leitung zur Entdeckung neuer Planeten außerhalb unseres Sonnensystems mit internationalen Teilnehmern.
Wie man Naturwissenschaft betreiben und dabei an Gott glauben könne, ist derzeit großes Thema (was mich ein wenig verwundert, weil Tendenzen in der modernen theoretischen Physik da sind, die auf rein wissenschaftlicher Basis ein Gotteskonzept nicht mehr zur Gänze ausschließen möchten).
Also die alte Frage: Warum ist da etwas und nicht viel mehr nichts?
Und die Antwort von Pater Funes:
„Die Wissenschaft führt uns zur Frage, warum es dieses Universum mit Milliarden Galaxien gibt und nicht vielmehr nichts. Die Frage nach dem Sinn all dieser Schönheit im Universum kann einen dazu bringen danach zu fragen, wer dies alles erschaffen hat. Wenn einer sein Herz öffnet und seinen Geist, dann denke ich, kann man den Schöpfer all dieser Schönheit erkennen.”

Dass das überhaupt keine Glaubensfrage ist, sondern eine Erfahrung, die man real machen kann, wissen übrigens auch Menschen, die wenigstens nur über eine kurze Zeitspanne Yoga praktiziert haben.
Yoga steht jedem offen, ob Moslem, Hindu, Christ, Jude, Buddhist oder Atheist. Das ist egal. Die Erfahrung des göttlichen Funkens bzw. für Atheisten definiert vielleicht des sogenannten höheren Selbst, der/das in einem wohnt (Sein-Wissen-Glückseligkeit), ist nicht theoretisch zu umschreiben, es ist eine Erfahrung, die man zwangsläufig macht. Deshalb praktiziert man Yoga auch, anstatt es zu glauben.
creature - 2. Jul, 21:51

so ist es, die höchste form des yoga ist meditation, und es wird nicht auf etwas meditiert so wie positiv denken oder so, es ist die versenkung, die wahrnehmung dieser kraft die allem innewohnt und es ist eine reale erfahrung und kein glauben.
das jemand zu erklären der dies nicht erfährt ist unmöglich!

Talakallea Thymon - 5. Jul, 12:51

die physik kann überhaupt keinen gott "entdecken" -- in dem augenblick nämlich, wo gott empirisch wird, verliert er sein gottsein.

an gott kann man immer nur trotzdem glauben, nie darum. und eben weil zu dem begriff eines gottes gehört, daß er nicht empirisch ist, kann keine wissenschaft je mit religion in konflikt geraten. also ist das ganze theater um wissenschaft oder religion ein leeres spektakel. religion und wissenschaft berühren sich gar nicht, können sich nicht berühren. probleme gibt es immer nur dann, wenn sich die religion anheischig macht, gott in die welt zu holen. das ist aber das problem der religion, nicht der wissenschaft.

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