Elsas Nacht(b)revier

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Aurelius - 22. Sep, 03:07

1. falsch
2. wahr
3. unbestimmt
4. wahr
5. unbestimmt

steppenhund - 22. Sep, 10:37

tadellos:)

Ich bevorzuge trotzdem die Tests, wo es heißt "nicht alle Grampfen waren Grumpfen, aber jeder Grimpf ist ein Grampf."
Das mit den Heiligen und den Märtyrern löst in mir Aversionen aus. Aber natürlich hängt es davon ab, bei wem ich mich bewerbe.
sumuze - 22. Sep, 13:36

naja, wohl eher knapp ausreichend bis mangelhaft

1. unbestimmt (wenn alle H. M. sind, sind sicherich auch einige H.M.)
2. unbestimmt (darüber sagt die Präposition nichts aus)
3.korrekt
4. unbestimmt (auch darüber sagt die Präposition nichts aus
5.korrekt

(nun, um 3:07..)
steppenhund - 22. Sep, 15:17

ad 1) da geht es um die Begriffsbestimmung "einige". Wenn "einige" "Nicht-alle" sind (semantisch gesehen), so teilt sich die Menge der Heiligen in zwei disjunkte Teilmengen auf. Die Menge der Heiligen, welche Märtyrer waren, und die Menge der Heiligen, welche keine waren.
Es geht nur um die Frage, ob "einige" auch wirklich "alle" sein können. In der Mathematik ist dies eindeutig auszuschließen.
Da gibt es die Begriffe "alle", "fast alle", "mindestens einer" und "keiner".
"Einige" ist eine Zusammenfassung von fast alle (= alle mit Ausnahme einer endlichen Anzahl) und mindestens einer.
-
Auf die anderen gehe ich jetzt nicht ein. Vermutlich handelt es sich um eine unterschiedliche Interpretation der deutschen Sprache und nicht so sehr um ein Logikproblem:)
wasserfrau - 22. Sep, 15:30

@Aurelius

ich seh es wie du, außer dass ich 2. unbestimmt finde.

...und ich finde sowas eigentlich lustig...
sumuze - 22. Sep, 15:40

@steppenhund

Wenn etwas 'für alle' gilt, gilt es auch 'für einige',
wenn etwas 'für einige' gilt, kann es 'für alle' gelten oder auch nicht.
Die Bereichsangaben 'einige' und 'alle' werden jedoch in der Tat umgangssprachlich disjunkt verwendet. "Einige rauchen" impliziert dann locker, daß andere nicht rauchen. Das ist aber daraus keineswegs zu schließen.
Setzt du aber 'einige' mit 'nicht-alle' gleich, trifft zu, was du annimmst.
"In der Mathematik ist dies eindeutig auszuschließen." ist ein schöner und mutiger Satz, dem einige jedoch nicht zustimmen werden. Das 'Einige' würden diese mit 'Es gibt mindestens ein..' übersetzen.
zuckerwattewolkenmond - 22. Sep, 15:53

@Sumuze:

Würde ein Wissenschaftler einige, nicht alle, Heilige aus einem Sack ziehen, feststellen, dass diese Märtyrer sind und daraus die Behauptung ableiten, alle Heilige seien Märtyrer, würden ihn einige Kollegen, vielleicht auch alle, aber mit Sicherheit keine Heiligen, ziemlich mit Dreck bewerfen. ;o)
sumuze - 22. Sep, 16:59

@zuckerwattewolkenmond

(was für ein schöner Name!)
das, was du so akkurat beschreibst, nennt sich 'Stichprobenverfahren' oder auch 'Signifikanztest' und ist das tägliche Brot der empirischen Wissenschaften, die dafür zwar nicht mit Dreck, aber mir Meriten beworfen werden... *lol*
zuckerwattewolkenmond - 22. Sep, 17:27

@Sumuze:

Stimmt. Aber soweit mir bekannt ist, wird selbst bei Signifikanztests eine Fehlerwahrscheinlichkeit berechnet, deren Faktor letztendlich bestimmt, ob eine Hypothese als belegt gilt oder nicht, und um als belegt zu gelten bedarf es wohl vor allem auch noch einiger Versuchsdurchführungen mehr. ;o)
sumuze - 22. Sep, 17:58

@zuckerwattewolkenmond

Nö.
Es wird eine theoretische Verteilung angenommen (Normal, t-, Poisson usw.) und dann geschaut, wie wahrscheinlich das Stichprobenergebnis unter dieser Annahme ist. Ist es unter 5% oder 1%, gilt die Abweichung als signifikant. Die angenommene Verteilungsform selbst kann nicht geprüft werden, wird daher meistens unterschlagen oder als 'üblich' hingenommen. (Poisson für seltene, Normal für häufige Ereignisse, t- für Leute, die etwas mehr von Mathematik verstehen)

Das ist der moderne Schamanismus, der Brücken und Börsen einstürzen läßt und Sarkophage notwendig macht. Wissenschaft eben.
steppenhund - 22. Sep, 18:10

@sumuze

Gratulation. Ich gebe mich geschlagen. Rein mathematich muss ich dir recht geben. Ich selbst würde einige auch eher mit "es gibt mindestens ein ..." übersetzten. Das ist in der Menge nach oben offen und kann bis "alle" gehen, worauf ja einige Beweise fußen.
Allerdings geht die Mathematik von einem Ursprung aus und verwendet diese Phrase, wenn noch nicht bekannt ist, wieviele es in Wirklichkeit sein werden.
Im vorliegenden Fall sind alle Heiligen bekannt und auch alle, die als Märtyrer gelten. Wenn hier die Anzahl auf "einige" eingegrenzt wird, müsste man annehmen, dass "alle" explizit ausgeschlossen ist. Rein logisch ist es das aber nicht.
Früher habe ich mich da noch mit den Mathematik-Assistenten herumgestritten und manchmal sogar recht behalten. Heute ziehe ich mich zurück und sage nur mehr, dass es ein besch.. Test ist, weil einige Vorbedingungen unbekannt sind. Und wenn wir das dann untersuchen, stellt sich die Frage, was ein Märtyrer ist. Ein wirklicher, ein von der Kirche zu solchem erklärter, oder etwas anderes.
-
Genau aus diesen Unbestimmtheiten setzt sich aber mein Berufsleben zusammen und da verdiene ich jede Menge Geld damit, dass sich die Leute nicht einmal über solche Fragestellungen einig sein können. Solange mit solchen Beispielen Personen rekrutiert werden, brauche ich mir wenigstens über meinen Job keine Sorge machen.
zuckerwattewolkenmond - 22. Sep, 21:55

@Sumuze:

Gut, dann wäre damit ja auch meine Hypothese belegt, die ich hier schon einmal äußerte, dass Mathematik völlig unlogisch ist. *gg*

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