Elsas Nacht(b)revier

Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen. [Douglas Adams]

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Friedhofsbesuch

Mit la nonna und den beiden kleinen Enkelinnen. Italienische Friedhöfe erkennt man meistens an den riesigen alten Pinien und Zypressen drumrum. Armando hat kein eigenes Familienhäuschen, wie ich gehofft hatte, sondern liegt in der Wandreihe, er hat ein elektrisches ewiges Licht leuchten und eine Vase voller Blumen, ich habe ihm frische gebracht und eine richtige Kerze. Außerdem ist ein schönes Farbfoto von ihm angebracht, wie hier überhaupt üblich. Er liegt in der obersten Reihe und man muss mit der Leiter zu ihm hochklettern. Für die Mädchen ist das natürlich kein Problem. Und als ich dann hochsoll, ist es soweit, ich spürte es schon die ganze Zeit aufsteigen: Ich muss also heulen. Glücklicherweise ist dies ja ein Land, in dem Gefühle zeigen wichtig und richtig ist. Die Mädchen reichen mir ein Papiertaschentuch, wie sie überhaupt sehr sehr umsichtig geworden sind, als ob sie wüssten, dass es für die Erwachsenen immer viel schwerer ist, als für sie. Sie füllen auch die benachbarten Blumenvasen um Armandos Grabplatte herum und tauschen trockene Blumen aus. Am Ende kehren sie sogar noch den Boden vor der Grabreihe. Und die ganze Zeit wird sich ohne Unterlass bekreuzigt und für den nonno gebetet. Und zwar machen die Italiener das Kreuz so, dass sie ihre Fingerkuppen nach der letzten Bewegung küssen, was eigentlich zauberhaft aussieht und nicht ganz so gravitätisch wirkt wie das deutsche Kreuzschlagen.
Als ich glücklich wieder zuhause bin, muss ich wieder weinen. Ich wollte ihn mir ja abgewöhnen, diesen Gedanken, weil er zu nichts führt und einfach nichts bringt, aber da ist er dann halt doch: Warum musste ein so guter und liebenswerter Mann wie Armando sterben? Die blöden Schweine, hat man manchmal den Eindruck, sterben nie.

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