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Aktuelle Veröffentlichung im November-Heft Vatican-Magazin, S. 35, über die Beinhäuser von Alken und Hallstatt: Über allem aber triumphiert der Überwinder von Sünde und Tod.

Aktuelle Veröffentlichung in:
Wenn Er anklopft. 12 Bekehrungs-geschichten, herausgegeben von B. Kerz, MM-Verlag

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zuckerwattewolkenmond - 5. Jun, 10:20

Ich weiß gar nicht,

warum dich das so aufregt. Egal ob er nun auferstanden ist oder nicht, war doch schon seine Art zu leben ein Wunder und ebenso die Botschaft, die er zu Lebzeiten verkündet hat. Das allein ist so großartig, daß ich auf die ganzen Heilungswunder dazu und die Auferstehung auch gerne verzichten kann. Die Auferstehung ist ja im Grunde eine reine Zugabe, die dazu geführt hat, daß bis heute jeder Jesus kennt, aber ihn immer darauf zu reduzieren, ist ja tatsächlich so etwas wie ein Auferstehungswahn. (Mir gefällt das Wort. *gg*) Rein spekulativ ist dabei die Frage, ob die Menschen in diesem Maße Jesus und seiner Botschaft auch geglaubt hätten, wenn ihn die Frauen friedlich in seinem Grab vorgefunden hätten. Aber es lohnt sich, darüber nachzudenken.

creature - 5. Jun, 11:42

ich erinnere mich an meine katholische erziehung:
strenge, verschlossene, lustfeindliche nonnen.
im religionsunterricht und vom pfarrer wurden nur ängste geschürt, gott als eifersüchtiger, zorniger alter der alles sieht und nur drauf aus ist zu bestrafen, ich als geborener sünder der das leben nur zur prüfung bekommen hat, krankheit, unwetter, unfälle haben etwas mit mir zu tun, zu wenig gottesfurcht.
der sinn des lebens besteht darin schmerzen mit geduld zu ertragen um danach in den himmel zu gelangen, je größer der schmerz, desto mehr himmel.
über jesus wurde immer nur das über wassergehen, tote erwecken, am kreuz genagelt sein gesprochen.
später dann, als ich selbst unbeeinflusst das neue testament gelesen hab entdeckte ich erst was jesus gesagt hatte, er war ein ganz großer lehrer der uns ein gefühl für die schöpfung vermitteln wollte, siehe die bergpredigt.
ob er nun auferstanden ist, über wasser gegangen oder tote erweckt ist mir egal, darum gehts ja gar nicht!
ElsaLaska - 5. Jun, 13:02

@zucker und auch creature

>aber ihn immer darauf zu reduzieren, ist ja tatsächlich so etwas wie ein Auferstehungswahn.>
Darum geht es ja nicht. Es geht um einen theologischen Sachverhalt: Das christliche Credo. Das besteht ja nicht in der Litanei: Und er ist auferstanden und er ist auferstanden und er ist auferstanden, sondern es fasst zusammen, was Christen glauben bezüglich Gott dem Vater, Gott dem Sohn und dem Heiligen Geist. Die Auferstehung ist dabei Bestandteil des Credo. Wenn ich als Theologe nicht in der Lage bin, die Auferstehung darzustellen in meiner Lehre, dann bin ich absolut auf dem falschen Platz. Wenn ich dazu noch die Auferstehung leugne als befände sich das gesamte Christentum schon seit zweitausend Jahren auf einem gigantischen LSD-Trip, warum bin ich dann überhaupt Theologe geworden?
Aber es ist egal. Ich rege mich nicht auf. Ich schreibe mir einfach was vom Herzen und denke mir danach: Solo Dios basta.
zuckerwattewolkenmond - 5. Jun, 20:28

Also ich finde,

wenn der Theologie schon im allgemeinen der Stellenwert einer Wissenschaft zugeschrieben wird, dann sollte man ihr auch die gleichen Freiheiten wie einer Wissenschaft einräumen, nämlich alte Prämissen zu hinterfragen. Wenn sich Einstein oder sonst ein genialer Wissenschaftler stur an die Prämissen seiner Vorgänger geklammert hätte nach dem Motto - es kann einfach nicht falsch sein, es darf einfach nicht falsch sein -, wären wohl kaum grundlegende neue Erkenntnisse entstanden.
ElsaLaska - 5. Jun, 20:48

Ich sehe deinen Standpunkt, Zucker, und es wird auch viel hinterfragt auf Theologenseite, für meinen Geschmack langsam auch etwas zu viel. Es ist nicht Aufgabe der Theologie, ein Christentum ohne Gott oder ohne Auferstehung zu gestalten, gewiss nicht. Dann würde sie nämlich ihrer Aufgabe als "Rede von Gott" nicht mehr gerecht werden. Reden von Gott bewegt sich im Christentum selbstverständlich auf der geoffenbarten Wahrheit der Hl. Schrift. Man kann dies beklagen, man kann darüber diskutieren, ob es Theologie auch außerhalb davon geben kann, das ist vielleicht auch sehr interessant.
Dieses Fach hat Grenzen. Bevor man sich aber aufmacht, und sich über diese hinwegsetzt, sollte man erstmal versuchen, ädaquat die Mitte zu denken. Und wenn ich gar nicht an das Christentum glaube, kein Christ bin, wozu bin ich dann Theologe? Um meine eigene Privatoffenbarung des nichtleeren Grabes zu zimmern? Dann wäre ich wohl besser Laienprediger einer Freikirche geworden oder Sektenchef.

Das ist einfach meine Auffassung zur Theologie, ich mag damit auch nicht völlig richtig liegen.

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