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Elsas Nacht(b)revier

Francois Gérard: St. Teresa [d' Avila]



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Aktuelle Veröffentlichung im November-Heft Vatican-Magazin, S. 35, über die Beinhäuser von Alken und Hallstatt: Über allem aber triumphiert der Überwinder von Sünde und Tod.

Aktuelle Veröffentlichung in:
Wenn Er anklopft. 12 Bekehrungs-geschichten, herausgegeben von B. Kerz, MM-Verlag

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Kapitel: Zwischen Nichts und Gott. Zitat II.

"Der Weg Luthers und Bach geht in eine "Bannung" der Angst, der Weg Ignatius' von Loyola und Teresas von Avila in das bis zum letzten sich opfernde "Sinken" in die Angst. Das Kennwort der Bannung heißt Heilsgewissheit, - aber eben darum ist diese Heilsgewissheit bei Luther vulkanisch die Eruptivität des "Lutherzorns" und bei Bach wird das Leidenschaftliche der Not und des Dennoch herb und hart zur Starre der Meduse oder gar des Schemas. Es bleibt zuletzt im Schrei, - oder gerade die "Starre des Schema" wandelt sich geheim zu "heiligem Dienst" (wie in der Kunst der Fuge). So zeugt sie für das Kennwort des Sinkens: "Verfüge, wie du willst!" (das dispone als Grundwort bei Ignatius wie bei Theresa): in den bedingungslos fruchtlosen Dienens (wie bei Ignatius) in die tötende Süßigkeit der göttlichen Liebe (wie bei Teresa)."

Erich Przywara, SJ: Humanitas. Der Mensch gestern und morgen.
Ultramontanus (Gast) - 28. Apr, 13:53

Bach als Abziehbildchen?

Salü. Wenn du schreibst "abere eben darum", ist das zumindest schon anitalienisiert. :)

Ansonsten kann ich mit diesen Wortlarven nichts anfangen. Erinnert mich teilweise fatal an mein MuWi-Studium, wenn der Prof wieder zu viel an seinem Kamillentee genippt hatte.

ElsaLaska - 28. Apr, 21:19

Danke für den Hinweis, habs korrigiert *gg*
Przywara ist wirklich nicht jedermanns Sache, aber ich finde den grad wunderbar. Gerade wegen seines wahnwitzigen Stils. So kann heute gar niemand mehr schreiben ...
christian (Gast) - 29. Apr, 13:59

Ich versteh'

nicht recht, was Bach an dieser Stelle zu tun hat. Weil er Luthers Theologie "vertont" hat? Seine ästhetischen Mittel analog der protestantischen Theologie sind?

Dann kann ja diese Theologie nicht so schlecht gewesen sein...

ElsaLaska - 29. Apr, 17:43

Es ging Przywara nicht um gut-schlecht,

sondern um zwei Wege der Angstbewältigung, zwei verschiedene Wege: Den geistesgeschichtlichen Weg der Reformation - die ja mitunter wohl auch nicht nur wegen Tetzel veranstaltet wurde, sondern zum großen Teil auch aus der Lutherischen pathologischen Angst vor dem ungnädigen Gott - und die der Gegenreformation. Bach und Luther stehen für den einen Weg, von Avila und Loyola für den anderen Weg der Angstbewältigung, die P. hier aufzeigen wollte. Er diagnostiziert dabei zwei Wege der Angst, schlussendlich: Den der Angst weg von Gott und den der Angst direkt in Gott hinein, ins "Dein Wille geschehe".
Etwas klarer so?
christian (Gast) - 29. Apr, 18:49

Gut, schon klarer,

ich habe mich nur gefragt:
a) Macht Przywara diese Haltung direkt an Bachs Musik fest? (Es gibt,vielleicht vergleichbar, einen Essay Pavel Florenskys über den Einfluss des Protestantismus auf die westliche Kunst - darin fällt, wie oben, der Begriff "Schematismus", soweit ich mich erinnere...)
b) Ist Bachs Musik also eo ipso reformatorisch, untrennbar mit jener Angst verbunden?
ElsaLaska - 29. Apr, 20:04

Es ist jetzt nicht so

dass Przywara hier das noch weiter und länger elaboriert. Es kommt in diesem kurzen Abschnitt vor, und dann geht er wieder zur Literatur über, die seine Herzensangelegenheit war. Ich würde das deshalb gar nicht so überbewerten oder als dezidierte und umfassende Aussage zu Bachs Musik sehen. Es geht ihm um die Angst, den Menschen zwischen Nichts und Gott. In diesem Absatz aber wohl nur um das Aufzeigen der beiden Möglichkeiten, die sich ihm durch vier sehr kennzeichnende und prägende Personen der Epoche Reformation/Gegenreformation darstellt. (Außerdem kenne ich mich leider mit Musik auch zu wenig aus, um wirklich klar sagen zu können, P. habe diesen oder jenen Aspekt bei Bach gemeint. ) Die Frage zu b) kann ich also nicht beurteilen, ich glaube, darum ging es P. auch nicht, um die Festlegung von reformatorischer und nichtreformatischer Musik. Man muss sich das punktueller und gleichzeitig weiträumiger denken, meine ich.

Ps: Zu sowas hier zum Beispiel zur Kunst der Fuge habe ich einfach überhaupt keinen Zugang, das kapier ich nicht :-)

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