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Frank (Gast) - 26. Jun, 22:40

Obwohl ich die Gedanken der Dame nachvollziehen kann, vergleicht sie meiner Meinung nach Äpfel mit Birnen. Sicher gibt es den einen oder anderen Misstand in deutschen Bistümern, der Fall der Piusse ist aber eine ganz andere Sache. Ich habe in dieser Angelegenheit eher die Frage, warum nicht wesentlich härter gegen sie vorgegangen wird. Der Bruderschaft sollte endlich ein wirklich eindeutiges Ultimatum gesetzt werden, vollständig zur Kirche zurückzukehren. Ansonsten sollten alle Mitglieder der FSSPX und auch alle die ihre Messen besuchen exkommuniziert werden.

Der Kommentar von Spaemann ist ehrlich gesagt Schrott (wo er doch sonst so schlaue Sachen von sich gibt). Z.B. der Vergleich mit der Orthodoxen Kirche hinkt gewaltig, denn dabei geht es um eine eigenständige Kirche. Die FSSPX ist nur ein Haufen Spalter, die sich auf ihren Ungehorsam noch gewaltig was einbilden.

ElsaLaska - 26. Jun, 22:51

Okay - nur das mit dem Ultimatum geht ja so nicht. Mit Aufhebung der Ex wurden Gespräche und Dialoge angekündigt, jedenfalls vom Hl. Vater. Die FSSPX haben sich meiner Ansicht nach durchaus bereit gezeigt, mit dem deutschen Episkopat in Gespräche einzutreten, das wurde verweigert - mit der Begründung, es sei Sache des Hl. Stuhls. D'Accord! Dann soll es aber auch Sache des Hl. Stuhls SEIN!
Was sich in Sachen Rom-FSSPX tut, entzieht sich meiner Kenntnis, irgendwann wird sicherlich irgendwas mal konkret passieren.
Das liegt aber nicht in den Händen der FSSPX, die müssen schön brav auf ein Angebot warten.
Es war klar, dass die Ex aufgehoben wurde, nicht um sofort wieder ein Ultimatum stellen zu können, sondern um überhaupt eine Basis zu schaffen, miteinander zu reden.
Derweil muss man sie aber in Deutschland nicht behandeln wie Lepröse.
Und wenn jemandem derzeit in der Kirche dringendst ein Ultimatum gestellt werden sollte, dann ist der, mit Verlaub, nicht unter den FSSPX zu suchen.
str - 29. Jun, 08:15

Ich wüßte nicht, daß mit den SSPXlern milde umgegangen würde. Ist denn die Exkommunikation von WirSindKirche oder von antikirchlichen Hetzern wie Hans Küng auch nur in Erwägung gezogen worden. Wurde irgendein Drewermann-Hörer mit Exkommunikation bedroht, St. Michael in Schweinfurt mit dem Interdikt belegt?

Die Briefeschreiberin bringt doch ein schlüssiges Argument: sie argumentiert, den SSPX-Priester sei doch nichts vorzuwerfen. Das Problem daran ist nur: es stimmt nicht. Ja, bei der SSPX tut man nichts vom genannten - dagegen nimmt sich diese Gruppe aber Freiheiten bei Lehre und Disziplin heraus, ist mithin schismatisch und teilweise häretisch. Daß ist nicht nichts.

Und warum sollte der Vergleich mit der Orthodoxen Kirche hinken? Was ist denn eine "eigenständige Kirche" - so viel ich weiß gibt es nur eine Heilige Katholische und Apostolische Kirche. Der Unterschied ist nur, daß mit den getrennten Ostkirchen gerade keine Versöhnungsverhandlungen anstehen.

Zum Thema Priesterweihen der SSPX: meiner Meinung nach haben die SSPX-Bischöfe das Recht, Priester für ihren Bereich zu weihen (im Gegensatz zu Bischofsweihen). Es wäre ein Zeichen der Ernsthaftigkeit bei der Versöhnung gewesen, nun dieses Recht nicht zu nutzen. Daß sie das nicht tun, daraus mag man seine Schlüsse ziehen. Aber himmelschreiend ist das nicht. (Die Kapelle in Fulda dagegen ist ohnehin unausweichlich - hier Vorwürfe zu erheben ist absurd.)

Aber sollte wir uns nicht auch wenigstens ein stückweit mitfreuen, daß hier Priester geweiht werden? Sicherlich auf verengtem Raum und nicht unbedingt mit der besten Ausbildung, aber immerhin!

Spalter, die sich auf ihren Ungehorsam noch was einbilden - gilt das nicht für alle Schismatiker und Häretiker?

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