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Gibt es CDU-Stammwähler

unter den Leserinnen und Lesern, die heuer NICHT CDU wählen werden?
Z. B. wegen der Papstrüge der Bundeskanzlerin?
wasserfrau - 6. Sep, 23:19

Keine Ahnung. Es gibt ja den wahl-o-mat der Bundeszentrale für politische Bildung, zum Beispiel verlinkt auf der Spiegel-Online-Seite, also verlinke ich ihn jetzt nicht mehr, findet jede/r auch so, der/die will... Und da kann ich machen was ich will, die CDU landet bei mir immer auf dem letzten Platz.
CDU-Stammwähler waren mir immer ein Rätsel, das anscheinend nicht gerade kleiner wird.

Olifant22 - 6. Sep, 23:31

Vergeben und vergessen ...
Ich oute mich hier jetzt einfach mal als JU-Mitglied!

virtualmono - 7. Sep, 00:16

Soso...

Meint Ihr das hier etwa wirklich ernst?

*gnihihi*
virtualmono - 7. Sep, 00:12

Tut mir leid - gerade die CDU stand für mich noch nie als wählbare Alternative zur Debatte (davon abgesehen haben es alle anderen "etablierten" natürlich auch vergeigt).

Sarah (Gast) - 7. Sep, 07:22

Gibt es mich,....

mir ist das schwarze Parteibuch mehr oder weniger in die Wiege gelegt worden und für mich stand diese Wahl auch nie zur Diskussion, aber seit Frau Merkel und Frau von der Leyen hatte sich das etwas abgekühlt und seit Fau Merkel meinte sie müßte den Papst erziehen und immer noch Kanzlerkandidatin bleibt, kann ich sie nicht mehr wählen, auch wenn ich jetzt wieder zu hören bekommen werde, das es keine Alternativen gibt....
Sarah (Gast) - 7. Sep, 07:23

Natürlich: Gibt es, mich und nicht Gibt es mich :-)))

ja, mich gibt es ;-))))

@Sarah

Letzteres kann ich bestätigen.....
Johannes (Gast) - 7. Sep, 09:56

Bei dem Wort

CDU-Stammwähler zucke ich ja schon zusammen. Obwohl es wahr ist, daß ich in den letzten Jahren vorwiegend CDU gewählt habe. Sicher ist bei denen nicht alles perfekt. Aber wer sich z.B. über Schavans Initiative in Sachen Embryonenschutzgesetz ärgert, sollte nicht vergessen, daß die Mehrheit der CDU-Fraktion gegen die eigene Ministerin gestimmt hat. Ich hab ja schon alles durch SPD (1972 ff.) Grüne (1978 ff.) FDP (1998 ff.) ich habe ja in so manchem Parteivorstand gesessen, manches Amt bekleidet, die Suche nach der perfekten Partei führt in die Irre. Gäbe es eine christlichere Partei als die CDU, die nicht als Sekte einzustufen wäre, und für die die Stimmabgabe nicht sinnlos wäre, ich würde sie wählen. Aber es wird sie wohl auf absehbare Zeit nicht geben. Wer nicht CDU wählt, muß sich vor Augen halten, daß er damit Guido Westerwelle, Gregor Gysi, Petra Roth, Oskar Lafontaine, Volker Beck und was dergleichen Gruselgestalten noch mehr sind, stärkt. Bei den Sozen finden sich übrigens weit weniger Gruselgestalten als bei den "Kleinen". Die richtigen Horrortypen - Beck, Westerwelle, Roth, Lafontaine - finden sich ausschließlich bei den "Kleinen".

Balver - 7. Sep, 10:30

Der Stamm der CDU

Höchst interessant, dass die CDU nach wie vor ihre Wähler hinterm Ofen hervorlockt. Der SPD gelingt das wohl nicht mehr.

Was ist aber heute noch vom Stamm der CDU übrig? Die letzten Ausführungen meines Ministerpräsidenten lassen mich aufhorchen.

Imrahil (Gast) - 7. Sep, 10:39

Find ich gut

daß die CDU bei mir nicht auf dem Stimmzettel steht, so daß ich mir darüber an sich keine Gedanken zu machen brauche. Ich werde vermutlich ihre Schwesterpartei wählen, weil ich neben anderen Dingen auch davon überzeugt bin, daß eine starke Position der CSU gegenüber der CDU einiges Schlimmeres verhindern kann.

Maria Magdalena (Gast) - 7. Sep, 10:48

Ja, mich gibt's auch

Nun, da wir "neulich" ins Bayerische umgezogen sind (der Kinder wegen - hier sind die Schulen einfach besser), kann ich die CDU nicht mehr wählen. Abgesehen davon ist mir die Alternative CSU auch lieber, zumal "mein" Abgeordneter auch die CDL unterstützt.

ElsaLaska - 7. Sep, 21:21

Ja ich kenn dich ja auch schon :-)

Und verlink dich gleich in meiner völlig unorganisierten Linkliste ...
Hasemann (Gast) - 8. Sep, 15:26

Wegen Merkel-Kritik am Papst...

... hab ich mein CDU-Parteibuch zurückgegeben.
Eigentlich nicht wegen ihrer Kritik, sondern weil mich ihre hinterherige Pseudo-Entschuldigung und ihre vorherige Uninformiertheit (und das als Kanzlerin) entsetzt hat.
Olifant22 - 8. Sep, 20:43

Immerhin setzen sich CSU und CDU FÜR den Schutz von Ehe und Familie ein, zumindet mehr als SPD und Konsorten.
Und Frau Roths verbaler Angriff auf Bischof Mixa sollte auch nicht vergessen werden!

str (Gast) - 9. Sep, 10:28

Da kann ich, Elsa, leider nicht mit dienen.

Von Hause aus wäre ich SPD-Stammwähler, obwohl ich diese erst bei einer, meiner ersten Bundestagswahl gewählt habe (das Leid jener, die im echten Superwahljahr 1994 erst 17 waren).

Dann um eine damals mögliche sozialliberale Koalition mit einem bioethischen Durchmarsch zu verhindern Grün (was ich aber heute bedaure) und das letzte Mal Union.

Und das waren auch schon die derzeit existierenden, wählbaren Großparteien. Meine Stimme bei einer Kleinpartei wegzuwerfen (und da gäbe es ohnehin nur wenige die theoretisch wählbar wären) bin ich nicht bereit.

Und auch diesmal war es wieder die Union, einmal wegen ihrer relativ größeren Widerständigkeit in bioethischen Fragen, aber auch weil die SPD unter ihrer Regierungsbeteiligung sichtlich leidet (da sie ja die ihr ureigene Politik zugunsten der Arbeiter nicht umsetzen kann und stattdessen in Liberalisierungsprojekten ersatzbefriedigt. Damit dominiert sie zwar die Regierung, was aber weder glücklich noch beim Wähler populär macht.)

Frau Merkel und Frau von der Leyen (und die Exekutorin Schawan, die schon in Ba-Wü ja kein gutes Bild abgegeben hat) sind in der Tat die besten Argumente gegen die Union - allerdings wäre die Alternative das die schlimmste Justizministerin seit Otto Thierack.

Und ich kann mich ja immer darauf hinausreden, daß ich ja nicht die Merkelsche CDU sondern die Schwesterpartei gewählt habe.

adam wacht (Gast) - 10. Sep, 12:28

Zugegebenermaßen auch früher nicht

Wahlen in einem säkularen Staat sind für Christen eine Herausforderung. Wir leben als Minderheit in einer pluralistischen Gesellschaft. Um unter diesen Bedingungen christliche Positionen durchsetzten zu können, brauchen wir Bündnisse – und dass wir mit unseren Verbündeten nicht in allen Fragen übereinstimmen, dürfte klar sein.
Um der größeren Klarheit willen erscheint es manchmal einfacher, eine kleine Partei mit einem klaren Profil zu bilden und diese dann in eine Koalition zu führen. In der Bundesrepublik wurde schon relativ früh eine andere Strategie gewählt: Die CDU – ursprünglich als christliche Partei gegründet - bildete relativ schnell ein Sammelbecken unterschiedlicher konservativer Strömungen, in der diejenigen, für das Christentum mehr ist als ihre kulturelle Prägung, schnell eine Minderheit wurden.
Parallel dazu engagierten sich andere Christen in anderen Parteien, in denen sie Chancen sahen, bestimmte christliche Werte und Positionen besser zu vertreten als in der CDU.
Gleichwohl gehen immer noch viele Menschen davon aus, dass es zwischen christlichen Positionen und der Programmatik der CDU eine relativ große Schnittmenge gibt. Man könnte also vermuten, dass die Wahl der CDU bei den Bundestagswahl 2009 (wie bei anderen Wahlen) christliche Werte in unserer Gesellschaft fördert.
Aber nichts könnte falscher sein als das.
Denn es kommt hierfür nicht in erster Linie auf das Programm an einer Partei an, sondern auf die Wirkung ihrer Entscheidungen in der Gesellschaft.

Ich möchte das anhand eines Beispiels erläutern. Die CDU nimmt für sich in Anspruch, Familien besonders zu schützen und zu unterstützen. Sie orientiert sich dabei am Leitbild der klassischen Familie, ohne andere, neue Familienformen (z.B. Ein-Eltern-Familien oder Patchworkfamilien) aus der staatlichen Fürsorge auszuklammern. Die aktuelle Auseinandersetzung innerhalb der Partei und mit dem politischen Gegner wird eher darum geführt, ob das Ausmaß und die Form diese Unterstützung ausreichend/angemessen ist – im Grundsatz ist die Unterstützung der Familie unumstritten. Differenzen zu dezidiert nicht-christlichen Gruppierungen gibt es tatsächlich lediglich in der Frage des Leitbildes – wobei offen ist, ob dieses Leitbild jenseits der Propaganda irgendeine Wirkung entfaltet – also reale Auswirkungen auf die Gestaltung der Gesellschaft oder das Leben einzelner hat..

Wirkung hatte jedoch eine ganz andere Entscheidung der CDU, nämlich eine Medienpolitische. Der engagierte Kampf der CDU für die Ergänzung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch private Anbieter hatte durchschlagenden Erfolg: Wir können uns heute eine Gesellschaft ohne RTL, SAT1, MTV usw. kaum noch vorstellen.

Dieser medienpolitische Erfolg, der in der Tat auch eine Bereicherung unserer Kultur zur Folge hatte (ARTE z.B. ist zwar ein öffentlich-rechlicher Sender, wäre aber ohne die Impulse des Privatfernsehens kaum in dieser Form entstanden, und manche Serie im Privatfensehen ((etwa Grey’s Anatomy)) ist um längen intelligenter und unterhaltsamer als ihr öffentlich-rechtliches Pendant (z.B. „In aller Freundschaft“), hatte jedoch eine verheerende Wirkung auf die Familien..

Während das klassische Fernsehen eine Art „modernes Lagerfeuer“ bildete, um dass sich die Familie versammelte, etwas gemeinsam konsumierte und darüber auch kommunizierte, führte die große Vielfalt der neuen Sender mit sehr unterschiedlichen Programmprofilen zu einem Auseinanderbrechen der Familienfreizeit: Familien besitzen heut im Schnitt 2,4 Empfangsgeräte, und die moderne Durchschnittsfamilie verbringt die Freizeit separiert in 3 verschiedenen Zimmern, in denen je ein einsamer Konsument im blauen Licht seines Bildschirmgerätes sitzt.

Und was wird ihm da angeboten? Geistiges Junkfood in jeder Beziehung: Pornographie wird als erfüllte Sexualität verkauft, Magersucht als Schönheitsideal, dysfunktionale und defizitäre Beziehungen werden als neue Familien-Modelle vorgestellt, und das Ganze wird mit jeder Menge Werbung garniert, die suggeriert, das Glück sei kaufbar und Geiz sei geil.

Diese Dauerberieselung mit unerfüllbaren Glücksversprechen hat wahrscheinlich mehr Unheil in mehr Familien gebracht, als jede andere gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahre. Man muss sich nur einmal vorstellen, wie gering die Wirkung eines vernünftigen Ratgebers wie „Lob der Vernuftehe“ von Arnold Retzer ist gegen diesen millionenfach verbreiten Müll, dessen Quintessenz ist, „Du hat ein Recht auf Glück, und du mußt gar nichts dafür tun. Das Universum schuldet Dir das einfach.“

Jetzt könnte man sich einbilden, dass sei ein einmaliger Betriebsunfall – und vor allem verschüttete Milch aus dem vergangen Jahr. Aber auch das ist nur eine freundliche Illusion. Zum einen gibt es bisher innerhalb der CDU keine kritische Reflektion der gesellschaftlichen Wirkung dieser Entscheidung. Wie denn auch – die entsprechenden Lobbys sind ja immer noch aktiv.

Und die nächste Entscheidung von ähnlicher Tragweite steht unmittelbar bevor: Die CDU will das aktuelle Gesundheitssystem, das grottenschlecht ist und ein mühsamer Kompromiss mit der SPD war, kippen – und es durch etwas noch Schlechteres, nämlich Familienfeindlicheres, ersetzen: Die Krankenversicherung sollen auf dem Prinzip der Kopfprämie basieren. Das wäre das Ende der Familienversicherung, wie wir sie kennen: Kinder wären nicht mehr über die Eltern kostenlos mitversichert, sondern müssten gesondert versichert werden. Das bedeutet, dass sich die Krankenversicherungskosten bei einer Familie mit zwei Kindern verdoppeln bis verdreifachen. Wer kann das noch finanzieren?

Wem die Zukunft der Familien in diesem Land am Herzen liegt, für den ist die CDU nicht wählbar – jedenfalls nicht auf Bundesebene. Und die FDP natürlich genauso wenig – weil sie in den obengenannten Fragen die gleiche Position vertritt wie die CDU.

Imrahil (Gast) - 10. Sep, 15:50

Ich muß ganz ehrlich zugeben: ich kann mir vielleicht eine Gesellschaft, aber sicherlich nicht eine Rechtsordnung ohne Privatfernsehen vorstellen. Seit ein Privatfernsehen funktechnisch möglich ist, kann es ein nicht-totalitärer Staat eigentlich nicht mehr begründen, warum er das Privatfernsehen nicht in einem geordneten rechtlichen Rahmen zuläßt.

Zu meiner Person: Mit Ausnahme von Fußball und ein paar Serien von sicherlich höherer Qualität als die beschriebenen habe ich vom Privatfernsehen effektiv nichts mitbekommen, und das obwohl meine Geburt lange nach dessen Einführung liegt. Es kommt also wohl auf die Eltern an. Natürlich steht auch nur ein Fernseher im Haus.

Das sage ich nur, weil angeblich wer nicht persönlich mitreden kann, auch nicht argumentieren kann. Nun, ich kann nicht persönlich mitreden. Daß das Privatfernsehen einige Übel verursacht hat, gebe ich gerne zu. Aber eine verantwortungsvolle und in sich stimmige Rechtfertigung dafür, warum es eine Pressefreiheit, aber keine Fernsehfreiheit geben soll, hat mir bislang noch niemand gegeben.

Wenn das, was Du über die Unions-Familienpolitik schreibst, stimmt (und ich glaube auch, daß es stimmt), wäre das definitiv ein Grund, sie zu wählen. Nämlich daß die Union das christliche Familienbild vertritt und wo nicht, da nur um noch Schlimmeres zu verhindern (moralisch muß man diese Haltung selbstverständlich nicht gutheißen).

Die "Kopfpauschale" ist *innerhalb der Logik einer Krankenversicherung* ein sinnvolles Modell, weil die Aufgabe der Krankenversicherung genau das ist, was ihr Name schon sagt: Personen gegen Krankheit versichern. Für eine Umverteilung (das Wort bitte nicht als polemisch, sondern als sachlich verstehen) sind die Steuern und auf Grund der diesbezüglichen Bedeutung des Nachwuchses die Rentenversicherung der bessere Ort.
str (Gast) - 10. Sep, 16:28

Wo steht denn das Privatfernsehen heutzutage auf der Agenda? Welche Partei will es denn abschaffen? Und wenn keine, wie sollte es denn eine Rolle spielen.

Übrigens hat Grey's Anatomy nichts mit deutschem Privatfernsehen zu tun - als es nur die öffentlich-rechtlichen Sender gab, wurden auch schon amerikanischen Serien ausgestrahlt.
Imrahil (Gast) - 10. Sep, 16:56

Das war eine Antwort auf den Beitrag von Adam Wacht. Nichts weiter.
K1JE (Gast) - 15. Sep, 23:36

Habe schon gewählt, per Briefwahl, und zwar CSU. Ich darf als Auslandsdeutscher noch in Bayern wählen.

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Persönliche Vorsätze...
Naja, mit einem Wort: Weniger. Möglichst enthalten...
Zwetschgerich (Gast) - 27. Nov, 15:28
Fastenzeit Advent
Ad Str: 1917 ist nicht ganz richtig. Schon Pius X....
Zwetschgerich (Gast) - 27. Nov, 15:20
Liegekreuz
Hier http://1.bp.blogspot.com/_ QL25W80JzPY/StME5VYqTAI/AA AAAAAAAx4/OC4Mt9JZ9WU/s160 0-h/Erntedank.jpg gibt...
Braut des Lammes (Gast) - 27. Nov, 14:46
"Ab wann die verloren...
"Ab wann die verloren gingen wird nicht gesagt, obwohl...
str (Gast) - 27. Nov, 11:55
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Ja, das stimmt. Jeder Sonntag unterbricht das Fasten....
str (Gast) - 27. Nov, 11:41
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str (Gast) - 27. Nov, 11:36
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Braut des Lammes (Gast) - 27. Nov, 10:04
@Sarah
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Birgitt Kerz (Gast) - 27. Nov, 09:44

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