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Francois Gérard: St. Teresa [d' Avila]



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Aktuelle Veröffentlichung im November-Heft Vatican-Magazin, S. 35, über die Beinhäuser von Alken und Hallstatt: Über allem aber triumphiert der Überwinder von Sünde und Tod.

Aktuelle Veröffentlichung in:
Wenn Er anklopft. 12 Bekehrungs-geschichten, herausgegeben von B. Kerz, MM-Verlag

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Spirituelle Übung.

"Die geistliche Tradition kennt für diesen Zustand ein Wort: die Akedia, diese Mischung von geistlicher Lustlosigkeit, Aggression und Frust. Das ist jemand mit zu viel Saurem, mit zu viel Essig im Salat. Das äußert sich wenn wir schlecht übereinander sprechen. Wie viel Härte gibt es hier unter uns! Frag dich: wen kann ich überhaupt nicht leiden in der Kirche? Welcher Priester ist mir zuwider? Welcher Bischof zu feig? Welche Gruppierung halt ich nicht aus? Wen haben wir schon abgeschrieben? Hier braucht es viele Tränen der Reue. Umkehr, Buße und Vergebung.
Ich bitte sie um eine konkrete Buße: dass sie bis zur nächsten Diözesanversammlung im März, wenn sie über jene Gruppe sprechen, die ihnen am meisten auf den Geist geht, einmal nur gut über sie sprecht. Sich dafür zu interessieren, wo das Gute bei den andern ist, es sehen zu lernen, das Schöne zu sehen. Und vielleicht zu sagen: "Es ist der Herr". Er wirkt. Vielfältig, unterschiedlich, so wie beim Täufer und bei Jesus, doch die Weisheit hat durch all ihre Kinder recht bekommen." [via kath.net]

Endlich habe ich Akedia. Ich lese immer davon, dass schon die Wüstenväter ( und -mütter!) von ihr befallen wurden, und ich dachte mir schon, dass Akedia vielleicht etwas ist, was keiner mehr heutzutage kennt und hat. Also bitte nicht denken, ich fände es jetzt super, unter Akedia zu leiden, natürlich sollen wir sie bekämpfen, aber ein bisschen war ich auch froh, endlich diesen mysteriösen, uralten Mittagsdämon bei mir zu identifizieren, sozusagen als Ritterschlag direkt aus dem Gehäuse des Hl. Hieronymus.
Die Kirchentradition kennt sehr viele Ratschläge zu dieser Diagnose, der Hl. Thomas von Aquin empfiehlt etwa ein Bad und ein Nickerchen. Aber ich will jetzt der Empfehlung folgen und mir überlegen, welche Gruppe in der Kirche mir am meisten auf den Zeiger, die Nüsse, den Senkel geht. Es wär so klasse gewesen, wenn mir die Legionäre Christi, das Opus Dei, die Fokolarbewegung, die Neokatechumenaten granatenmäßig auf den Wecker gingen. Aber leider ... Mir fällt definitiv nur eine einzige Gruppe ein, und von der ist noch nicht ganz raus, ob sie überhaupt noch IN der Kirche sind. Bei der Weisheit-Innehaben bin ich mir auch nicht ganz so sicher, aber komm, wenn wir jetzt schon mittendrin in dem Exerzitium sind:
Ich nehme Wir sind Kirche. (Dass ich "katholische Konvertitinnen" NICHT nehme, war ja wohl klar.)

Gut also. Ich kann Gutes über WiSiKi sagen, dass sie keine Arschlöcher sind. Es gelingt ihnen auch, mangelnde Selbstironie durch unfreiwillige Komik zu ersetzen. Das ist schonmal was, finde ich. Sollte aber noch zu toppen sein. Positiv denken. Als ich heute die Glückwünsche für Frau Käßmann las, kam mir sofort das Bild einer roten Nacktschnecke in den Sinn und das Verb "ranwanzen". Das ist nicht gut. Ich lebe zwar von meinem kreativen Vorstellungsvermögen und meinem spontan bildhaft-assoziativen Denken usw., aber hier ist jetzt was anderes gefragt. Also stelle ich mir WiSiKi als ein kleines, hilfloses, flauschig-kuscheliges Kätzchen vor, oder einen Welpen, der die Hand leckt, die ihn füttert. Das ist schön, mit solch einem Bild kann man sich wohlfühlen.
Wenn man nicht grad akute Akedia hat, jedenfalls. Aber die wird ja jetzt besser. Bei WiSiKi fällt bei mir auch gleich noch die Assoziation "Hass auf den Hl. Vater" ein. Das ist zu lieblos. Also den WiSiKi gegenüber. Ich revidiere also in: "Wir würden uns unter einer BasisKarriere-Frau Käßmann erheblich wohler fühlen als unter einem brillanten, gütigen, gebildeten und sehr weisen Ausnahme-Theologen".
*klopft sich auf die Schulter*.
Was gefällt mir sonst noch an WiSiKi? Ihre vorbildliche Pressearbeit. Und der Bringer ist, sie zerstreiten sich auch nie untereinander. Vermutlich, weil sie so wenige sind. Vielleicht hat der Teufel sie aber auch schon aufgegeben.
Außerdem gefällt mir an WiSiKi auch sehr gut, dass sie alipius zu solch herrlichen Blogeinträgen inspirieren.

[Und nein, ich fand die spirituelle Übung nicht lächerlich. Ich finde sie sogar sehr schön und sehr wichtig. Dass hiermal kein Missverständnis entsteht.]
Astrotante Annie - 28. Okt, 23:04

Und noch eine gute Übung wäre...

... das, was man an anderen so schrecklich findet, als eigene Schattenseiten zu erkennen, die man nach aussen projiziert. Erfahrungsgemäß hat das eine noch größere Reinigungskraft als dieses zwanghafte Positivdenken. ;-)

ElsaLaska - 28. Okt, 23:06

Du meinst, WiSiKi ist nur eine Projektion von mir, das wär ja zu schön *gg*.
nee, weiß schon was du meinst.
Yon (Gast) - 29. Okt, 21:50

Oh Thomas...

wie wunderbar. Nicht: Anbeten, Rosenkränze, Wallfahrten! (Was alles tolle Sachen sind, aber nicht so sehr gegen geistliche Lustlosigkeit helfen...)
Nein, einfach: Schritt zurück. Ausspannen. So schön bodenständig. Und trotzdem eine gute Übung. Man schlafe mal, wenn man sich gerade frusterfüllt ärgert! Ich wette, wenn man das konsequent macht, klappts auch wieder mit dem Beten.

Ich find das total knuffig von ihm.

ElsaLaska - 30. Okt, 22:48

Nix gegen Thomas, aber irgendwie muss ich sagen, blicke ich seit dieser Übung viel gnädiger auf WiSiKi. Im Ernst jetzt. Ich reg mich überhaupt nicht mehr auf.
Soll ich das mal mit als nächstes mit einem Bischof und einem Priester machen?
*grübel

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