Das Zölibat ist frauenfeindlich.
Ich habe das zwar nicht aus erster Hand mitbekommen, was die ehemalige taz-Redakteurin Milka ... Keine Ahnung, wie der Name nochmal genau war. Also die Dame, die bei Plasberg heute Abend in der Runde saß - behauptet hatte. Ist aber egal.
Einen solchen flachen Einwurf zum Zölibat kann man natürlich nur bringen, wenn man nicht weiß, dass die Einführung der zölibatären Lebensweise damals die erste Frauenbewegung der ganzen Menschheitsgeschichte in die Gänge brachte. Ich spreche vom antiken Rom und der neuen religiösen zölibatären Bewegung, die das Frühchristentum mit sich brachte und Frauen endlich von der Sklaverei befreite, irgendwelchen feisten Senatorensäcken Knaben gebären zu müssen und ihre Töchter oder behinderten Kinder auf Geheiß ihres Mannes in der Wildnis auszusetzen.
Aber ich brauche gar nicht in die Tiefen der Geschichte abzutauchen, die katholische Kirche hat genügend Frauen vorzuweisen, Frauen übrigens, die weitaus entspannter, selbstbewusster und lockerer sind als diese ganzen Wichtigheimerinnen, die meinen, irgendwelche Postulate vorbringen zu müssen, die der gesamten Frauheit zum Heil gereichen nach ihrem Gutdünken und der Freiheit, die sie für sich veranschlagen, aber anderen nicht zugestehen möchten.
Aber eigentlich geht es mir nicht darum. Eigentlich geht es mir um die Not unserer Priester.
Auch sie werden missbraucht. Von einer entfesselten, undifferenzierten und aufgehetzten Öffentlichkeit. Genauso wie es eben nicht nur missbrauchende Familienväter, Sportlehrer und Homosexuelle gibt, genausowenig gibt es auch generell und per se missbrauchende Priester. Aber das verleumderische Pauschalurteil der Öffentlichkeit ist gefällt. War übrigens schon gefällt, bevor die Jesuitenskandale anfingen, von den sich als intellektuell und aufgeklärt und differenziert denkenden, besonders elitär und vom Pöbel abgehoben fühlenden Zeitgenossen.
Die katholische Kirche hat schon immer gewusst, dass sowohl die Gefahr für den einzelnen Priester da ist, ein Verbrechen zu begehen, als auch die Möglichkeit einer haltlosen anonymen Verleumdung. Eben darum gerade waren ja die alten Beichtstühle so strikt mit Barrieren ausgestattet. Die moderne Pastoral befand das als irgendwie unmenschlich und unwürdig oder vorkonziliar, meinetwegen, und die meisten Beichstühle jetzt haben also leider leider keine Barriere mehr. Wohlgemerkt, früher hat man gewusst, warum eine solche Sperre nötig ist. Um den Abstand zu gewahren. Jetzt ist kein Abstand mehr da und es bricht mir wirklich fast das Herz, wenn ich nun das Zeugnis eines Priesters lese, der sich aus mir völlig nachvollziehbaren Gründen kaum noch traut, in dem modernen barrierefreien Beichtstuhl die Beichte von Kindern und Jugendlichen abzunehmen, weil er Angst hat vor böser Nachrede.
Ja, so weit haben wir es gebracht. Und das ist wirklich ein Witz. Eine völlig übersättigt pornografisierte Gesellschaft sexualisiert und kriminalisiert mit ihren Zwangsvorstellungsprojektionen - verunmöglicht so die genuine Aufgabe der unbefangenen Kinder- und Jugendseelsorge, die sich ehrlich und ohne Scheiß-Cohn-Bendit-Hintergedanken den Menschen öffnen und widmen wollte und will. Die großartige Dinge leistete und leistet: Kriminelle Jugendliche sozialisieren, Straßenkinder in der Dritten Welt aufklauben und versorgen, Schulen bauen, gegen Drogen kämpfen, unterrichten wollen. Kinderärzte und Gesundheitsvorsorge in arme Länder bringen, die die meisten dieser selbstgerechten Wohlstandspflunzen nicht mal dem Namen nach kennen.
Und die, die am lautesten gegen die katholischen Priester schreien, die schrauben klammheimlich am Jugendschutzalter herum und denken über "herrschaftsfreien" Sex auch für und natürlich mit Kleinkindern nach. Am liebsten aus der Dritten Welt, weil das billiger ist. Und natürlich straffreier.
Die katholische Kirche ist nicht mehr glaubwürdig?
Eine Gesellschaft, in der sich irgendwelche fetten Typen in den Bumsbomber nach Bangkok setzen und einander wissend angrinsen, weil sie es sich LEISTEN können und es halbwegs sozial kompatibel abgewunken wird, kleine Mädchen und Jungs zu ficken, ist nicht mehr glaubwürdig. Eine Gesellschaft, in der ein Paolo Pinkel osteuropäische Sexsklavinnen konsumieren, an Mitglieder des Bundestages weiterreichen und sich dazu noch das Hemd vollkoksen kann, um hinterher im "Spiegel" mir einen über die Moral des Papstes was zu sermonieren, ist nicht mehr glaubwürdig.
Verfolgt die missbrauchenden Priester gnadenlos, als seien sie der Leibhaftige. Aufklärung, Strafanzeigen, Laiisierungen, mir egal. Alles, was nötig.
Aber hört auf, unsere integren, opferbereiten, liebevollen und hervorragenden Priester zu demontieren und zu demotivieren.
Und damit ist es mir ganz furchtbar ernst.
Einen solchen flachen Einwurf zum Zölibat kann man natürlich nur bringen, wenn man nicht weiß, dass die Einführung der zölibatären Lebensweise damals die erste Frauenbewegung der ganzen Menschheitsgeschichte in die Gänge brachte. Ich spreche vom antiken Rom und der neuen religiösen zölibatären Bewegung, die das Frühchristentum mit sich brachte und Frauen endlich von der Sklaverei befreite, irgendwelchen feisten Senatorensäcken Knaben gebären zu müssen und ihre Töchter oder behinderten Kinder auf Geheiß ihres Mannes in der Wildnis auszusetzen.
Aber ich brauche gar nicht in die Tiefen der Geschichte abzutauchen, die katholische Kirche hat genügend Frauen vorzuweisen, Frauen übrigens, die weitaus entspannter, selbstbewusster und lockerer sind als diese ganzen Wichtigheimerinnen, die meinen, irgendwelche Postulate vorbringen zu müssen, die der gesamten Frauheit zum Heil gereichen nach ihrem Gutdünken und der Freiheit, die sie für sich veranschlagen, aber anderen nicht zugestehen möchten.
Aber eigentlich geht es mir nicht darum. Eigentlich geht es mir um die Not unserer Priester.
Auch sie werden missbraucht. Von einer entfesselten, undifferenzierten und aufgehetzten Öffentlichkeit. Genauso wie es eben nicht nur missbrauchende Familienväter, Sportlehrer und Homosexuelle gibt, genausowenig gibt es auch generell und per se missbrauchende Priester. Aber das verleumderische Pauschalurteil der Öffentlichkeit ist gefällt. War übrigens schon gefällt, bevor die Jesuitenskandale anfingen, von den sich als intellektuell und aufgeklärt und differenziert denkenden, besonders elitär und vom Pöbel abgehoben fühlenden Zeitgenossen.
Die katholische Kirche hat schon immer gewusst, dass sowohl die Gefahr für den einzelnen Priester da ist, ein Verbrechen zu begehen, als auch die Möglichkeit einer haltlosen anonymen Verleumdung. Eben darum gerade waren ja die alten Beichtstühle so strikt mit Barrieren ausgestattet. Die moderne Pastoral befand das als irgendwie unmenschlich und unwürdig oder vorkonziliar, meinetwegen, und die meisten Beichstühle jetzt haben also leider leider keine Barriere mehr. Wohlgemerkt, früher hat man gewusst, warum eine solche Sperre nötig ist. Um den Abstand zu gewahren. Jetzt ist kein Abstand mehr da und es bricht mir wirklich fast das Herz, wenn ich nun das Zeugnis eines Priesters lese, der sich aus mir völlig nachvollziehbaren Gründen kaum noch traut, in dem modernen barrierefreien Beichtstuhl die Beichte von Kindern und Jugendlichen abzunehmen, weil er Angst hat vor böser Nachrede.
Ja, so weit haben wir es gebracht. Und das ist wirklich ein Witz. Eine völlig übersättigt pornografisierte Gesellschaft sexualisiert und kriminalisiert mit ihren Zwangsvorstellungsprojektionen - verunmöglicht so die genuine Aufgabe der unbefangenen Kinder- und Jugendseelsorge, die sich ehrlich und ohne Scheiß-Cohn-Bendit-Hintergedanken den Menschen öffnen und widmen wollte und will. Die großartige Dinge leistete und leistet: Kriminelle Jugendliche sozialisieren, Straßenkinder in der Dritten Welt aufklauben und versorgen, Schulen bauen, gegen Drogen kämpfen, unterrichten wollen. Kinderärzte und Gesundheitsvorsorge in arme Länder bringen, die die meisten dieser selbstgerechten Wohlstandspflunzen nicht mal dem Namen nach kennen.
Und die, die am lautesten gegen die katholischen Priester schreien, die schrauben klammheimlich am Jugendschutzalter herum und denken über "herrschaftsfreien" Sex auch für und natürlich mit Kleinkindern nach. Am liebsten aus der Dritten Welt, weil das billiger ist. Und natürlich straffreier.
Die katholische Kirche ist nicht mehr glaubwürdig?
Eine Gesellschaft, in der sich irgendwelche fetten Typen in den Bumsbomber nach Bangkok setzen und einander wissend angrinsen, weil sie es sich LEISTEN können und es halbwegs sozial kompatibel abgewunken wird, kleine Mädchen und Jungs zu ficken, ist nicht mehr glaubwürdig. Eine Gesellschaft, in der ein Paolo Pinkel osteuropäische Sexsklavinnen konsumieren, an Mitglieder des Bundestages weiterreichen und sich dazu noch das Hemd vollkoksen kann, um hinterher im "Spiegel" mir einen über die Moral des Papstes was zu sermonieren, ist nicht mehr glaubwürdig.
Verfolgt die missbrauchenden Priester gnadenlos, als seien sie der Leibhaftige. Aufklärung, Strafanzeigen, Laiisierungen, mir egal. Alles, was nötig.
Aber hört auf, unsere integren, opferbereiten, liebevollen und hervorragenden Priester zu demontieren und zu demotivieren.
Und damit ist es mir ganz furchtbar ernst.
ElsaLaska - 25. Feb, 02:18

















