Ver-un-glückt.
Dass Alois Glück nicht nur enorm langweilige Reden hält, ist ja gottseidank nicht mein Problem, sondern dasjenige der begeisterten Zuhörer vom ZdK. Dass es ihm an Esprit und Eloquenz mangelt, ist zwar ein schlechtes Aushängeschild für die angebliche Vertretung der deutschen katholischen Laien, die er als Vorsitzender des ZdK für sich in Anspruch nehmen möchte, aber es kann ja auch nicht jeder ein Cicero oder ein Bernhard von Clairvaux sein.
Dass er hin und wieder auch richtig peinlich sein kann, auch daran habe ich mich gewöhnt. Man muss ja eh ein bisschen bluna sein, als Katholik in Deutschland. Auch das nicht mein Problem - daneben bewundere ich aber die Menschen wirklich, die es schaffen, trotz des alltäglichen Gremienaffentheaters ernsthaft noch in die katholische Kirche in Deutschland eintreten zu wollen. Soweit, so business as usual.
Mit dieser Äußerung hier, die er neulich in der ARD zur Feier der außerordentlichen Form des römischen Ritus im Rahmen des Katholikentags gemacht hat, muss ich allerdings die Grundsatzfrage stellen:
„Aber es wäre im Rahmen des Katholikentags in keinem Fall im Programm, denn es geht hier nicht um die Frage Latein oder Deutsch, sondern dahinter steht ein ganz anderes Verständnis von Volk Gottes, ein ganz anderes Verständnis von Eucharistiefeier, und insofern geht es hier nicht um die Art, wie man singt oder in welcher Sprache man betet, das ist eine Absage, eine bewusste Absage an das Zweite Vatikanische Konzil und deshalb hätte es bei uns hier keinen Platz im Katholikentagsprogramm.“ Übernommen von hier.
Sicherlich ist der Informationsfluss zwischen Bonn und Rom nicht der beste, selbst in Zeiten des Internet. Sicherlich liegt auch noch vieles im Argen bei der Rezeption der Konzilsdokumente, obwohl sie ja frei zugänglich überall im Internet herumstehen.
Sicherlich kann man mal in der Öffentlichkeit was sagen, was nicht ganz so hunderpro hinhaut. This goes without saying.
Aber abgesehen davon, dass die eine AO-Messe durchaus im Programm zu finden waren, ich meine, es war Seite 378 sogar, ein freundlicher Leser wies mich extra drauf hin.
Also abgesehen davon, frage ich mich allmählich, ob es überhaupt sinnvoll ist, einen Vorsitzenden eines katholischen Gremiums zu haben, das diesen exorbitanten Anspruch auf breite und demokratisch organisierte Vertretung der katholischen Laien Deutschlands hat, der ganz offensichtlich von der katholischen Lehre nur so ein paar ungefähre Anmutungen zu besitzen scheint.
Ich meine, warum nehmen wir nicht gleich Margot Käßmann, Clemens Bittlinger oder den Zentralrat der Muslime? Die Vertretung der Baha'i, falls es sowas gibt? Günter Grass? Oder Eva Herman, zum Beispiel? Die Super-Nanni? Oder Olli Dittrich?
Dann würden wir uns wenigstens ein bisschen besser unterhalten fühlen, bei gleichbleibend hohem Peinlichkeitsfaktor.
Dass er hin und wieder auch richtig peinlich sein kann, auch daran habe ich mich gewöhnt. Man muss ja eh ein bisschen bluna sein, als Katholik in Deutschland. Auch das nicht mein Problem - daneben bewundere ich aber die Menschen wirklich, die es schaffen, trotz des alltäglichen Gremienaffentheaters ernsthaft noch in die katholische Kirche in Deutschland eintreten zu wollen. Soweit, so business as usual.
Mit dieser Äußerung hier, die er neulich in der ARD zur Feier der außerordentlichen Form des römischen Ritus im Rahmen des Katholikentags gemacht hat, muss ich allerdings die Grundsatzfrage stellen:
„Aber es wäre im Rahmen des Katholikentags in keinem Fall im Programm, denn es geht hier nicht um die Frage Latein oder Deutsch, sondern dahinter steht ein ganz anderes Verständnis von Volk Gottes, ein ganz anderes Verständnis von Eucharistiefeier, und insofern geht es hier nicht um die Art, wie man singt oder in welcher Sprache man betet, das ist eine Absage, eine bewusste Absage an das Zweite Vatikanische Konzil und deshalb hätte es bei uns hier keinen Platz im Katholikentagsprogramm.“ Übernommen von hier.
Sicherlich ist der Informationsfluss zwischen Bonn und Rom nicht der beste, selbst in Zeiten des Internet. Sicherlich liegt auch noch vieles im Argen bei der Rezeption der Konzilsdokumente, obwohl sie ja frei zugänglich überall im Internet herumstehen.
Sicherlich kann man mal in der Öffentlichkeit was sagen, was nicht ganz so hunderpro hinhaut. This goes without saying.
Aber abgesehen davon, dass die eine AO-Messe durchaus im Programm zu finden waren, ich meine, es war Seite 378 sogar, ein freundlicher Leser wies mich extra drauf hin.
Also abgesehen davon, frage ich mich allmählich, ob es überhaupt sinnvoll ist, einen Vorsitzenden eines katholischen Gremiums zu haben, das diesen exorbitanten Anspruch auf breite und demokratisch organisierte Vertretung der katholischen Laien Deutschlands hat, der ganz offensichtlich von der katholischen Lehre nur so ein paar ungefähre Anmutungen zu besitzen scheint.
Ich meine, warum nehmen wir nicht gleich Margot Käßmann, Clemens Bittlinger oder den Zentralrat der Muslime? Die Vertretung der Baha'i, falls es sowas gibt? Günter Grass? Oder Eva Herman, zum Beispiel? Die Super-Nanni? Oder Olli Dittrich?
Dann würden wir uns wenigstens ein bisschen besser unterhalten fühlen, bei gleichbleibend hohem Peinlichkeitsfaktor.
ElsaLaska - 24. Mai, 17:33





















Kann denn ein Blinder.......?
Ich bekomme eine ungefähre Ahnung davon wie groß die Grube sein muss, wo die Blinden hinter den Blinden hinein stürzen.