Dämonisch.
Der Skandal um Vaticanleaks legt mittlerweile, nach der Verhaftung des päpstlichen Majordomus und Kammerdieners Paolo Gabriele nicht mehr nur den Judas-Vergleich nahe, sondern geht allmählich in Richtung Altes Testament.
Während es im Februar noch darum ging, Gerüchte über den baldigen Tod Benedikts XVI. zu schüren und Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone wegen Misswirtschaft zu belasten, oder schlicht, insomma, die römische Kurie im absoluten Zustand des Chaos befindlich zu charakterisieren, richten sich spätestens seit Erscheinen des Nuzzi-Buches "Sua Santità - Le carte segrete di Benedetto XVI." vor etwas mehr als einer Woche die Attacken klar gegen die Person des Heiligen Vaters. Zumindest die Quelle Nuzzis scheint man jetzt mit der Verhaftung von Paolo Gabriele dingfest gemacht zu haben, in seinem Appartment wurden Fotokopien genau jener Briefe Benedikts gefunden, die auch im Nuzzi-Buch als Faksimile abgedruckt zu sehen sein sollen.
Kurz nachdem die Bombe mit der Verhaftung des Kammerdieners geplatzt war, meldeten sich flugs und wie nach einem Generalstabsplan einer oder auch verschiedene weitere Maulwürfe per Interview in der italienischen Presse zu Wort.
Man wolle dem Heiligen Vater nur helfen! Ihn schützen. Alles geschehe natürlich und das versteht sich ja von selbst, im Namen der Wahrheit.
Nun, wenn die Wahrheit eines NICHT ist, dann schizophren. Und wenn man beispielsweise dieses Interview hier ist, das auch in englischer Sprache vorliegt, dann bekommt man ungefähr einen Begriff davon, wie schizophren diese Leute sein müssen - unabhängig davon, ob die Dinge, die darin behauptet werden, nun richtig sind oder nicht.
Ein Beispiel:
>>Who are they? Who are you?
"There are those opposed to the Secretary of State, Tarcisio Bertone. And those who think that Benedict XVI is too weak to lead the church. And those who think that this is the time to step forward. So it's become everyone against everyone else. It's war and you no longer know which side anyone is on."<<
Das ist so unbeschreiblich dumm, dass man es nicht mehr fassen kann. Tarcisio Bertone wird im Dezember diesen Jahres 78 Jahre alt. Was auch immer man ihn anlastet, er steht kurz vor der Verrentung. Papst Benedikt ist 85 Jahre alt. Ich sage es ungern, aber es kann jeden Tag mit ihm vorbei sein. Dann haben wir sowieso einen anderen Papst.
Und wer denkt, er würde zurücktreten wegen dieses traurigen - oder vielleicht vielmehr dämonischen - Spektakels, das ihm eine Handvoll Leute da liefern, die in seinem eigenen Laden beschäftigt sind, soll mal aufpassen, dass er sich da nicht verspekuliert hat.
Es geht diesen Leuten nicht um Wahrheit. Das ist lediglich der aufgesetzte Pathos von kleinen Kriminellen. Sie lieben auch nicht die Kirche, wie sie ständig beteuern, sondern sie gleichen Cham, dem einen der drei Söhne Noahs, der lachte, als er die Blöße seines Vaters sah.
Das Ziel ist deshalb nicht einfach die Demontage von Tarcisio Bertone oder des Pontifikats von Benedikt XVI. Das Ziel ist die Zerstörung der Kirche, ja des Glaubens selbst. Nach den brandenden Wogen des Missbrauchsskandal nun also ausgemachte Niedertracht und beispiellosen Hochverrat im Innern des Schiffes Petri. Die Geschichte wiederhole sich nicht, sagt man. Diese hier wiederholt sich schon seit zweitausend Jahren.
Gilbert Keith Chesterton hat einmal gesagt, dass es schon immer so ausgesehen habe, als sei der christliche Glaube (und mit ihm die Heilige Mutter Kirche) vor die Hunde gegangen. Aber am Ende war es immer der Hund, der starb.
Während es im Februar noch darum ging, Gerüchte über den baldigen Tod Benedikts XVI. zu schüren und Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone wegen Misswirtschaft zu belasten, oder schlicht, insomma, die römische Kurie im absoluten Zustand des Chaos befindlich zu charakterisieren, richten sich spätestens seit Erscheinen des Nuzzi-Buches "Sua Santità - Le carte segrete di Benedetto XVI." vor etwas mehr als einer Woche die Attacken klar gegen die Person des Heiligen Vaters. Zumindest die Quelle Nuzzis scheint man jetzt mit der Verhaftung von Paolo Gabriele dingfest gemacht zu haben, in seinem Appartment wurden Fotokopien genau jener Briefe Benedikts gefunden, die auch im Nuzzi-Buch als Faksimile abgedruckt zu sehen sein sollen.
Kurz nachdem die Bombe mit der Verhaftung des Kammerdieners geplatzt war, meldeten sich flugs und wie nach einem Generalstabsplan einer oder auch verschiedene weitere Maulwürfe per Interview in der italienischen Presse zu Wort.
Man wolle dem Heiligen Vater nur helfen! Ihn schützen. Alles geschehe natürlich und das versteht sich ja von selbst, im Namen der Wahrheit.
Nun, wenn die Wahrheit eines NICHT ist, dann schizophren. Und wenn man beispielsweise dieses Interview hier ist, das auch in englischer Sprache vorliegt, dann bekommt man ungefähr einen Begriff davon, wie schizophren diese Leute sein müssen - unabhängig davon, ob die Dinge, die darin behauptet werden, nun richtig sind oder nicht.
Ein Beispiel:
>>Who are they? Who are you?
"There are those opposed to the Secretary of State, Tarcisio Bertone. And those who think that Benedict XVI is too weak to lead the church. And those who think that this is the time to step forward. So it's become everyone against everyone else. It's war and you no longer know which side anyone is on."<<
Das ist so unbeschreiblich dumm, dass man es nicht mehr fassen kann. Tarcisio Bertone wird im Dezember diesen Jahres 78 Jahre alt. Was auch immer man ihn anlastet, er steht kurz vor der Verrentung. Papst Benedikt ist 85 Jahre alt. Ich sage es ungern, aber es kann jeden Tag mit ihm vorbei sein. Dann haben wir sowieso einen anderen Papst.
Und wer denkt, er würde zurücktreten wegen dieses traurigen - oder vielleicht vielmehr dämonischen - Spektakels, das ihm eine Handvoll Leute da liefern, die in seinem eigenen Laden beschäftigt sind, soll mal aufpassen, dass er sich da nicht verspekuliert hat.
Es geht diesen Leuten nicht um Wahrheit. Das ist lediglich der aufgesetzte Pathos von kleinen Kriminellen. Sie lieben auch nicht die Kirche, wie sie ständig beteuern, sondern sie gleichen Cham, dem einen der drei Söhne Noahs, der lachte, als er die Blöße seines Vaters sah.
Das Ziel ist deshalb nicht einfach die Demontage von Tarcisio Bertone oder des Pontifikats von Benedikt XVI. Das Ziel ist die Zerstörung der Kirche, ja des Glaubens selbst. Nach den brandenden Wogen des Missbrauchsskandal nun also ausgemachte Niedertracht und beispiellosen Hochverrat im Innern des Schiffes Petri. Die Geschichte wiederhole sich nicht, sagt man. Diese hier wiederholt sich schon seit zweitausend Jahren.
Gilbert Keith Chesterton hat einmal gesagt, dass es schon immer so ausgesehen habe, als sei der christliche Glaube (und mit ihm die Heilige Mutter Kirche) vor die Hunde gegangen. Aber am Ende war es immer der Hund, der starb.
ElsaLaska - 28. Mai, 19:33





















