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    <title>Elsas Nacht(b)revier : Rubrik:Melancholia</title>
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    <dc:publisher>ElsaLaska</dc:publisher>
    <dc:creator>ElsaLaska</dc:creator>
    <dc:date>2025-06-03T09:17:12Z</dc:date>
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    <title>Elsas Nacht(b)revier</title>
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    <title>Ein Familiengeheimnis</title>
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    <description>Ich war schon etwas älter, vermutlich Mitte Zwanzig, als meine Mama mir von der Evakuierung erzählte. &lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der schlimmsten Jahre des Zweiten Weltkrieges war sie selbst ein kleines Mädchen von vielleicht zehn, elf Jahren. Ihr Vater, mein Großvater, war im Widerstand gewesen. In meiner Familie gab es keine Nazis, die meisten waren stolz auf ihr SPD-Parteibuch. Meine direkten Ahnen hatten noch Parteibücher aus der Gründungszeit dieser Partei. &lt;br /&gt;
Meine Familie, im direkten Sinne also die Großväter,  hatte also keine Erblast mit sich herumzuschleppen, was mich, nachdem wir in der Schule ausführlich das Dritte Reich behandelt hatten, doch sehr erleichterte. Natürlich gab es den einen oder anderen Verwandten, der damals bei Familientreffen auf meine Nachfragen erläuterte, es sei ja nicht alles schlecht gewesen, die berühmte Autobahn meinend. Nun gut, das gehörte zum Narrativ, ich war nicht zufrieden damit, aber immerhin hatte ja der entsprechende Verwandte diese Zeit erlebt - und ich nicht. Es war die Zeit, als man noch nicht in Sippenhaft geraten konnte wegen solcher, natürlich völlig unreflektierter,  Äußerungen.  &lt;br /&gt;
Aber ich will auf die Evakuierung zurückkommen. Meine Großmutter lebte damals mit meiner Mutter und deren Geschwistern direkt am Rheinufer, in der Nähe einer strategisch bedeutsamen großen Brücke, die auch fleißig bombardiert wurde. Der Vater meiner Mutter befand sich gerade in Kriegsgefangenschaft in Frankreich, er hatte Glück im Unglück, denn er wurde dort als Bediensteter des Bürgermeisters relativ gut behandelt und hat aus jener Zeit die Gewohnheit stets beibehalten, aus einer boule genannten Schüssel Milchkaffee zu frühstücken und sich gegen vier oder fünf Uhr eine Flasche Cote du Rhone zu öffnen. Mein Großvater war ein wunderbarer Mann, ein Jäger und dabei Tierfreund. Meine Mutter wuchs praktisch mit kleinen Kitzen und Wildschweinchen auf, die er in Obhut genommen hatte. Und er prügelte sich mit den Dorfnazis, aber das war natürlich vor meiner Zeit.&lt;br /&gt;
Jedenfalls also, aufgrund der Bombenangriffe wurde die Mutter meiner Mutter und die Familie evakuiert, und zwar ins Mainfränkische bei Aschaffenburg. &lt;br /&gt;
Und da kam die junge Frau, deren Mann in Frankreich zunächst als verschollen galt, mit sechs kleinen Kindern auf einem LKW an. Eines davon war meine Mutter. Und vor dem LKW hatten sich lauter wackere Mainfranken versammelt und schrien und pöbelten und spuckten die Kinder an. Meine Familie galt wegen der Nähe zu Frankreich nämlich als &quot;Stockfranzosen&quot;.&lt;br /&gt;
(Ich will damit nichts gegen Mainfranken gesagt haben, es war halt einfach nun mal so.)&lt;br /&gt;
Und als es endlich irgendwie möglich war, von diesem LKW runterzukommen, bekamen sie ein Quartier bei mainfränkischen Bauersleuten zugewiesen. Die nun wiederum waren so bösartig und machten der Mutter meiner Mutter das Leben so unendlich schwer, dass eines Tages meine Mama ihre Mutter suchen ging, sie war nicht mehr aufzufinden. &lt;br /&gt;
Meine Mama hat ihre Mutter letztlich gefunden: Auf dem Dachboden des Hauses, auf einem Stuhl stehend und sich eine Schlinge um den Hals legend. &lt;br /&gt;
Wie es ihr gelang, ihre Mutter in letzter Sekunde von dieser Tat abzuhalten, hat sie mir nicht erzählt. &lt;br /&gt;
Aber es gelang ihr und sie hat diese Geschichte ihren Geschwistern niemals erzählt. &lt;br /&gt;
Nur mir. &lt;br /&gt;
Und ich erzähle es hier. &lt;br /&gt;
Denn die Gemeinheit der Menschen, insbesondere, wenn sie als Pöbel in Massen auftreten, aber auch sonst, wenn ihnen Schutzbedürftige übergeklappert werden, die nicht aus ihrer Region stammen, ja, es handelte sich doch schließlich um Deutsche, ist unvorstellbar. &lt;br /&gt;
Gäbe es nicht das Christentum, der Glaube an den Erlöser, der Glaube an die Liebe und die Hoffnung, an das Gute, das Wahre und das Schöne - die Welt wäre rettungslos verloren. &lt;br /&gt;
Der Mensch ist des Menschen Wolf - daran hat sich jedoch leider auch seit Christi Geburt nicht viel geändert.</description>
    <dc:creator>ElsaLaska</dc:creator>
    <dc:subject>Melancholia</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2016 ElsaLaska</dc:rights>
    <dc:date>2016-02-20T15:04:00Z</dc:date>
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    <title>Eine Elegie auf Syrien</title>
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    <description>Ich wünschte, ich hätte eine Möglichkeit, euch die Herrlichkeit, Pracht und Schönheit von Dimasq, wie es war, als ich dort gewohnt hatte, zu zeigen. Die wunderschönen Begegnungen mit Angehörigen aller Religionen, die dort einmal friedlich beisammen lebten. Die Impressionen, wenn am Abend die Muezzin zum Gebet riefen und es von den Hängen um die Stadt widerhallte, hundertfach. &lt;br /&gt;
Die Holzkäfige vor den Häusern mit den singenden Kanarienvögeln darin. Die Fröhlichkeit und Sicherheit der christlichen Gemeinden dort, deren wunderschöne Frauen ihr Haar ohne Schleier trugen.&lt;br /&gt;
Die verstümmelten Bettler, denen ich gerne Münzen in ihren Becher warf. Achtlos, bis ein Gefährte sagte: Du darfst nicht einfach weitergehen- er will dich doch segnen dafür! So lernte ich, den Segen abzuwarten,welchen der greise Bettler auf mich herabrief, denn es war doch das, was seine Würde bewahrte: Dem Geber etwas schenken zu können, ohne selbst etwas zu besitzen - den Segen Gottes, in einer umständlichen Litanei, die ich erst lernen musste, abzuwarten. Ich kannte das ja nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunsthandwerker und ihre Werkstätten, die Holz mit Perlmuttintarsien belegten und traumhafte Möbelstücke schufen. Ich wünschte, ich könnte euch den Geschmack des Hummus vom Kiosk an der Ecke beibringen, den wir uns für Pfennige zum Abendbrot holten, schmackhaft verziert mit wahren Pfützen von köstlichem Olivenöl, Spezereien, Gurken, Tomaten, Peperoni. Jeder Abend - ein Festmahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wünschte, ich könnte euch die Städte Homs und Halab zeigen, wie ich sie noch sehen durfte.&lt;br /&gt;
Es ist gut, dass ich es nicht zeigen, euch es nicht sehen machen kann.&lt;br /&gt;
Ihr könntet nicht mehr aufhören zu weinen.</description>
    <dc:creator>ElsaLaska</dc:creator>
    <dc:subject>Melancholia</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2016 ElsaLaska</dc:rights>
    <dc:date>2016-02-09T23:01:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elsalaska.twoday.net/stories/1022545097/">
    <title>Le vent nous portera</title>
    <link>http://elsalaska.twoday.net/stories/1022545097/</link>
    <description>Rosenmontagszüge in Essen, Mainz, Duisburg, Münster und Hagen wegen Sturmwarnung abgesagt. Essen und Mainz wollen auf 13. März nachverlegen - richtig, das ist der Wahlsonntag in Rheinland-Pfalz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ermittlungen wegen Volksverhetzung gegen &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-02/wasungen-thueringen-erfurt-karneval-plage-balkan-express?wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.dskshare.link.x&amp;amp;utm_medium=sm&amp;amp;utm_source=facebook_zonaudev_int&amp;amp;utm_campaign=facebook_referrer&amp;amp;utm_content=zeitde_dskshare_link_x&quot;target=&quot;_blank&quot;&gt;Motivwägen in Bayern und Thüringen&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardemädchen in Trainingsanzügen statt Uniform und kurzen Röckchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jou. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein &lt;a href=&quot;https://www.youtube.com/watch?v=-0VrG2xCb00&quot;target=&quot;_blank&quot;&gt;Lied zum Tage&lt;/a&gt;.</description>
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    <dc:date>2016-02-07T20:55:00Z</dc:date>
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    <title>Gebetsbitte</title>
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    <description>Ich darf die Lesergemeinde um ihr adventliches Gebet für einen kleinen afghanischen Flüchtlingsjungen bitten, der in Deutschland mein Nachbar hätte werden sollen, aber nun Halbwaise geworden ist und vom Jugendamt betreut wird, wie ich gerade auf Nachfrage von Italien aus erfuhr.&lt;br /&gt;
Vermutlich kann seinem Vater, dem mutmaßlichen Mörder seiner Mutter, ein Gebet auch nicht schaden.</description>
    <dc:creator>ElsaLaska</dc:creator>
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    <dc:date>2015-11-29T14:25:00Z</dc:date>
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    <title>Meeresschildkröte</title>
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    <description>Zu meiner Überraschung - und meinem Leidwesen - entdeckte ich heute beim Strandspaziergang eine verendete, ziemlich große Meeresschildkröte. Ich kenne diese Tiere eigentlich nur aus dem Zoo oder aus Filmen über tropische Gewässer - da lag sie vor mir im Sand. Ich weiß nicht, was mit ihr geschah, ich wusste nichtmal, dass diese Tiere in diesen Gefilden beheimatet sind, man konnte noch eingetrocknetes Blut aus ihren Nasenlöchern erkennen.&lt;br /&gt;
Damit war für mich natürlich der erholsame Spaziergang am Meer beendet. Lieber wäre es mir gewesen, man hätte sie noch irgendwie zurückstupsen und ihr helfen können. Aber sie war schon tot. &lt;br /&gt;
Und manchmal kommt die Welt eben zu dir, auch wenn du sie gerade hattest aussperren wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;500&quot; alt=&quot;meeresschildkroete&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/elsalaska/images/meeresschildkroete.jpg&quot; height=&quot;375&quot; /&gt;</description>
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    <dc:date>2015-11-28T21:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elsalaska.twoday.net/stories/1022502856/">
    <title>#Noussommesunis</title>
    <link>http://elsalaska.twoday.net/stories/1022502856/</link>
    <description>Was für ein Hohn, wenn man schaut, wie sich Leute die Köpfe im Nachgang zu den Terrorakten verbal einschlagen.&lt;br /&gt;
Nein, der Westen ist nicht &quot;unis&quot;, er ist weiter weg davon, als er jemals war.&lt;br /&gt;
Man dachte immer, wenn irgendeine Katastrophe mal passiert, rücken die Menschen wohl wieder zusammen. &lt;br /&gt;
Nichts von alldem. &lt;br /&gt;
Wie weit sind wir schon heruntergekommen.</description>
    <dc:creator>ElsaLaska</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2015 ElsaLaska</dc:rights>
    <dc:date>2015-11-15T23:23:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elsalaska.twoday.net/stories/1022469810/">
    <title>Euthanasie-Gedenkstätte bei Klingenmünster (Südpfalz)</title>
    <link>http://elsalaska.twoday.net/stories/1022469810/</link>
    <description>Nein, ich bin nicht in das dortige Pfalzklinikum eingeliefert worden, ich hatte lediglich einen Ausflug auf die Burg Landeck gemacht, die sich oberhalb des Geländes des Pfalzklinikums befindet. &lt;br /&gt;
Dann entdeckte ich das Schild &quot;Gedenkstätte&quot;, auf der Straßenseite gegenüber des Klinikums. &lt;br /&gt;
Neugierig geworden besuchte ich das Mahnmal, welches von den meisten Besuchern der Süddeutschen Weinstraße eher links liegen gelassen wird. &lt;br /&gt;
Ich hielt dort eine Gedenk- und Gebetsminute für die über 2.000 Opfer von Euthanasie im Dritten Reich ( genauer, in den Jahren 1940-1945) ab, die in der psychiatrischen Einrichtung des Klinikums Klingenmünster beseitigt wurden. Und zwar, weil, wie die Inschrift der Gedenktafel formuliert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;... sie krank, schwach, oder einfach anders waren.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verließ das Gelände dann, weil ich spürte, wie in mir die Verzweiflung darüber hochstieg, dass in vielen Staaten Europas mittlerweile auf dem gesetzlichen Wege versucht wird, Menschen, die krank, schwach oder einfach anders sind, zu euthanasieren. &lt;br /&gt;
Und niemand scheint sich mehr groß etwas dabei zu denken ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;450&quot; alt=&quot;Klingenmuenster&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/elsalaska/images/Klingenmuenster.jpg&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>ElsaLaska</dc:creator>
    <dc:subject>Melancholia</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2015 ElsaLaska</dc:rights>
    <dc:date>2015-08-29T17:33:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elsalaska.twoday.net/stories/1022447715/">
    <title>Der erste Geburtstag in meinem Leben</title>
    <link>http://elsalaska.twoday.net/stories/1022447715/</link>
    <description>an dem ich meiner Mutter nicht &quot;DANKE!&quot; sagen kann. &lt;br /&gt;
An dem keine Karte mich erreicht mit einem Lippenstiftkuss-Abdruck von ihr, der erste Geburtstag, an dem sie mich auch nicht anrufen wird, meistens ja erst am Tag darauf, weil sie mich einfach den Tag wirklich in Ruhe genießen lassen wollte, und erst hinterher fragte: Was hast du unternommen? Geht es dir gut? Was gab es zu essen?&lt;br /&gt;
Als ich noch ein kleines Kind war und noch zu Hause wohnte, hat sie zuweilen 7 (in Worten: sieben!) Erdbeerkuchen gebacken. &lt;br /&gt;
Mitte Juni war Erdbeerenzeit. &lt;br /&gt;
Ich fand ja immer, Geburtstage sind keine persönlichen Jubiläen. Sie gehören eigentlich der Frau, die für dich im Kindbett lag und dich unter Schmerzen gebar. Sie gehören deiner Mutter, nicht dir selbst. &lt;br /&gt;
Andererseits ist es natürlich eine Form des Erwachsenwerdens. Wir sind erst dann wirklich erwachsen, wenn wir weder Mutter noch Vater mehr haben. Dieser Fall ist also bei mir nun eingetreten. &lt;br /&gt;
Ich bin nicht erwachsener geworden. &lt;br /&gt;
Nur viel, viel trauriger.</description>
    <dc:creator>ElsaLaska</dc:creator>
    <dc:subject>Melancholia</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2015 ElsaLaska</dc:rights>
    <dc:date>2015-06-16T21:31:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elsalaska.twoday.net/stories/1022443085/">
    <title>Ich bin traurig.</title>
    <link>http://elsalaska.twoday.net/stories/1022443085/</link>
    <description>Heute auf dem Friedhof mit dem Vater von Alexander ins Gespräch gekommen. &lt;br /&gt;
Das Grab von Alexander ist in der benachbarten Reihe zum Grab meines Vaters, das jetzt auch das Grab meiner Mutter geworden ist. &lt;br /&gt;
Seine Geschichte habe ich &lt;a href=&quot;http://elsalaska.twoday.net/stories/1022222727/&quot;target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; mal notiert. Aber sie stimmt nicht ganz. &lt;br /&gt;
Ich habe seinen Vater gegrüßt, der gerade die Kieselsteine an der Umrandung etwas zusammenfegte. &lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, wieso, aber ziemlich unbeholfen, sagte ich: &quot;Das ist immer so schön. Mit den Blumen.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ja. Schön. Schön war er, und jung war er auch&quot;, kam die Antwort mit russischem Akzent. &lt;br /&gt;
&quot;Das denke ich auch jedes Mal, wenn ich sein Bild sehe.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Es sollte nicht sein, dass Eltern ihr Kind begraben müssen. Umgekehrt soll es sein.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Das ist schlimm.&quot; Was soll ich auch sagen, der Verlust dieses Mannes wiegt ungleich schwerer als meiner. &lt;br /&gt;
Vielleicht hätte ich besser geschwiegen, aber ich wollte die Geschichte erfahren. Also frage ich:&lt;br /&gt;
&quot;Was ist denn passiert?&quot; Man sollte nicht fragen, wenn man die Antwort lieber nicht wissen will. &lt;br /&gt;
Der Vater bückt sich, um noch ein paar Steinchen zusammenzulesen und in Ordnung zu bringen. &lt;br /&gt;
&quot;Kosovo.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Er war im Kosovo?&quot;, frage ich mich hörbarem Entsetzen in der Stimme, denn das wusste ich nicht. &lt;br /&gt;
&quot;Ja. Kosovo.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Er ist im Kosovo gefallen?&quot; - Was für eine blöde Frage, denke ich, aber ich dachte immer, es sei ein Unfall bei irgendeiner &quot;normalen&quot; Übung gewesen. &lt;br /&gt;
&quot;Ja. Kosovo.&quot; &lt;br /&gt;
Wenigstens sage ich nicht &quot;Wie schrecklich!&quot; oder so einen Mist, sondern nur noch: &lt;br /&gt;
&quot;Das tut mir leid. Das tut mir sehr leid.&quot; &lt;br /&gt;
Ich bin so erschüttert über diese für mich neue Tatsache, dass mir nicht einmal ein Abschiedsgruß einfällt. Einen schönen Sonntag kann ich schließlich schlecht wünschen. &lt;br /&gt;
&quot;Gut, also&quot;, sage ich nun wirklich völlig tölpelhaft und drehe mich um und gehe davon. &lt;br /&gt;
Natürlich ist überhaupt nichts &quot;gut&quot;, man sagt das nur so dahin zum Abschluss eines Gespräches. &lt;br /&gt;
Vielleicht laufen solche Gespräche sowieso grundsätzlich immer schief.</description>
    <dc:creator>ElsaLaska</dc:creator>
    <dc:subject>Melancholia</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2015 ElsaLaska</dc:rights>
    <dc:date>2015-06-07T19:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elsalaska.twoday.net/stories/1022431074/">
    <title>Anrufen II</title>
    <link>http://elsalaska.twoday.net/stories/1022431074/</link>
    <description>Ich bin heute am Telefon vorbeigelaufen und habe es einfach aus der Station genommen. Mammas Nummer in Deutschland ist noch eingespeichert. Wider besseres Wissen habe ich die Nummer wählen und ein Mal klingeln lassen, nur ein Mal. Und mir vorgestellt, wie sie abnimmt und mit ihrem süßen, fröhlichen  &quot;Hallooo!?&quot; sich meldet. Als sie noch sprechen konnte.  &lt;br /&gt;
Um mir ein Kochrezept zu erklären, um zu erzählen, wie es ihren Pflanzen geht, um mir zu erzählen, wie das Wetter ist und wie es dem adoptierten Igel und den blöden Katzen geht. Ob sie abends aus war, und was sie gegessen hat. &lt;br /&gt;
All so was halt. &lt;br /&gt;
Aber ich wusste ja  - niemand wird abnehmen. &lt;br /&gt;
Niemals mehr. &lt;br /&gt;
Also habe ich nach ein Mal klingeln aufgelegt.</description>
    <dc:creator>ElsaLaska</dc:creator>
    <dc:subject>Melancholia</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2015 ElsaLaska</dc:rights>
    <dc:date>2015-05-12T19:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://elsalaska.twoday.net/stories/1022421484/">
    <title>Einmal Fallschirmjäger - ewig Fallschirmjäger</title>
    <link>http://elsalaska.twoday.net/stories/1022421484/</link>
    <description>Großonkel Ernst hat es mit seinen 93 Jahren geschafft - mal wieder. Er hat eine Lungenentzündung überlebt, kam heute nach Hause, liegt zwar jetzt als Pflegefall im Bett und muss gefüttert werden, aber er ist jedenfalls zufriedener als im Krankenhaus, wo er nur stumpf gen Zimmerdecke starrte. Ich sagte: &quot;Hey, du alter Kämpfer, wie sieht es aus? Müssen wir eine Luftlandeoperation machen, du mit deinem Bett, über unserem Lieblingsbiergarten, was? Geben sie dir wenigstens einen Riesling-Schorle?&quot; und strich ihm zärtlich die weißen Haare aus dem Gesicht. Er ist froh, wieder zu Hause zu sein und das merkt man ihm an. &lt;br /&gt;
Auch wenn er nun liegt. &quot;Da kommt ja hin und wieder ein Kamerad, ein Fallschirmjäger, der gibt mir zu essen.&quot; Dahinter bin ich noch nicht gestiegen aber offensichtlich hat sich ein weitaus jüngerer Soldat diesem wundervollen Veteran angenommen und besucht ihn regelmäßig und gibt ihm auch zu essen.  &lt;br /&gt;
Daneben kümmert sich natürlich seine Familie um ihn, die bei ihm wohnt, er ist ja Urgroßvater. &lt;br /&gt;
Doch dass da ein &quot;Kamerad&quot; kommt und nach ihm schaut und wenn nötig sogar füttert, das merkt man, macht ihn besonders glücklich. Ein bisschen genörgelt hat er schon, weil Mamma ohne ihn gegangen ist: &quot;Wieso hat sie mich nicht mitgenommen?&quot; &lt;br /&gt;
Doch heute war er ganz der Alte, ein alter Kämpe, der sich nicht unterkriegen lässt. Gelacht hat er, und meine Hand genommen. Es ist wunderschön zu sehen, wie ein Mensch, der so viele Leben gerettet hat und so viele Tote begraben musste, nun versorgt wird, zu Hause.&lt;br /&gt;
Zu Hause. &lt;br /&gt;
Zu Hause.</description>
    <dc:creator>ElsaLaska</dc:creator>
    <dc:subject>Melancholia</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2015 ElsaLaska</dc:rights>
    <dc:date>2015-04-21T20:01:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://elsalaska.twoday.net/stories/1022406281/">
    <title>Sterbend</title>
    <link>http://elsalaska.twoday.net/stories/1022406281/</link>
    <description>dem Sterben zuschauen&lt;br /&gt;
Tag für Tag&lt;br /&gt;
Alle Tage. Alltag. &lt;br /&gt;
Umschalten. Wegklicken. &lt;br /&gt;
Zur Not. Menschlich.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sterbend&lt;br /&gt;
einem Sterbenden zuschauen&lt;br /&gt;
können nicht einmal Engel. &lt;br /&gt;
Heerscharen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod - ein sanfter, ruhiger Kuss.&lt;br /&gt;
Ein Ort, vielleicht wie früher die Krim.&lt;br /&gt;
Lieblich und verlockend&lt;br /&gt;
vom ewigen Meer umschmeichelt&lt;br /&gt;
behängt mit schweren Trauben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sterben- ein Rückzug ohne schwere Waffen. &lt;br /&gt;
So gewaltig der Durchbruch durch den Geburtskanal&lt;br /&gt;
so leise und heimtückisch das Sterben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es brauchte keinen Mut, den Muttermund zu durchbrechen. &lt;br /&gt;
Eine andere hatte ihn für uns im Verbund der Natur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer war da jemand anderes, &lt;br /&gt;
der fütterte, wickelte und zog groß&lt;br /&gt;
Wofür?&lt;br /&gt;
Dass wir am Ende hilflos dastehen, sterbend, &lt;br /&gt;
und einem Sterbenden zusehen&lt;br /&gt;
und die Not lässt uns nimmer los.</description>
    <dc:creator>ElsaLaska</dc:creator>
    <dc:subject>Melancholia</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2015 ElsaLaska</dc:rights>
    <dc:date>2015-03-12T19:57:00Z</dc:date>
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    <title>Aus der Lebenswirklichkeit der Menschen theologische Erkenntnisse</title>
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    <description>gewinnen - nach der Methode Bischof Bode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kann durchaus funktionieren. Nehmen wir als Beispiel meine Lebenswirklichkeit von heute Nachmittag. In der Fastenzeit wird in der Gemeinde das Allerheiligste zur Stillen Anbetung ausgesetzt. Allerdings ist es Vorschrift, dass mindestens zwei Personen dabei im Gebet wachen sollen. Deshalb trägt man sich in eine Liste ein, die in halbstündige Einheiten aufgeteilt ist über den Tag. &lt;br /&gt;
Eine halbe Stunde beim Herrn einmal die Woche zu verweilen, das sollte eigentlich nicht so ein schwieriger Akt sein. Man braucht, wenn man um 9 Uhr beginnt und um 18 Uhr endet insgesamt 18 Gläubige, wenn jeder eine Stunde macht anstatt eine halbe, sogar nur 9.&lt;br /&gt;
Wenn man manche deutsche Bischöfe so hört, so müsste gerade bei den wiederverheiratet Geschiedenen eine solche Sehnsucht nach dem Allerheiligsten sein, dass sie - die Stille Anbetung ist ja jedem erlaubt - eine solche Veranstaltung glatt stürmen. Aus allen Nähten müsste die Kirche platzen. Wer die Kommunion nicht empfangen kann, aus welchen Gründen auch immer, müsste jubeln über die Chance, dem ausgesetzten Allerheiligsten auf dem Altar wenigstens körperlich nahe zu sein, es betrachten und anbeten zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie groß das Interesse des Otto Normalgemeindegläubigen tatsächlich daran ist, konnte man heute sehen. Am Vormittag, deutlich erkennbar an der Handschrift, ein paar liebe alte Rentner. Für den ganzen Nachmittag hatte sich niemand gefunden, der sich eingetragen hat - auch keine Elternteile mit Erstkommunionkind oder ähnlich -  und so blieb das Allerheiligste zwar ausgesetzt auf dem Altar, aber verhüllt. &lt;br /&gt;
In wie vielen Gemeinden mag das heute oder an einem anderen Tag in der Fastenzeit GENAU SO ausgesehen haben? &lt;br /&gt;
Und welche theologische Erkenntnis lässt sich aus diesem ostentativen Desinteresse am Herrn in seiner Realpräsenz, am Allerheiligsten eben, eigentlich gewinnen? &lt;br /&gt;
Dass es eben doch nur ums sonntägliche &quot;Mitmachen dürfen&quot; bei der &lt;strike&gt;Keks&lt;/strike&gt;Kommunionausteilung geht, und nicht um die ganze Bedeutung der Sache selbst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das scheint mir leider im Moment die naheliegendste und traurige Schlussfolgerung zu sein.</description>
    <dc:creator>ElsaLaska</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2015 ElsaLaska</dc:rights>
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    <title>Ich vermisse dich jeden Tag seither</title>
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    <description>&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;febr20141&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/elsalaska/images/febr20141.jpg&quot; height=&quot;300&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
365 Tage ohne deine Schönheit, deine Kraft, deine Stärke und deine Liebenswürdigkeit. &lt;br /&gt;
Deine Güte, deine Zärtlichkeit, deine Gerechtigkeit. Deinen Mut und deine Tapferkeit.&lt;br /&gt;
365 Tage ohne ein Leben, dass wert wäre, gelebt zu werden.</description>
    <dc:creator>ElsaLaska</dc:creator>
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    <dc:date>2015-02-24T20:54:00Z</dc:date>
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    <title>The harder we fight the higher the wall</title>
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&lt;br /&gt;
LOVE is DEAD in Metropolis. What a waste! The city! A wasting disease!</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2014 ElsaLaska</dc:rights>
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