auf kreuz.net ist im Unterschied
zu diesen beklagenswerten Missständen ja GANZJÄHRIG Fasnacht.
Aber
in Fatima haben sie ja NOCH schlimmere Probleme als ihr.
Als ob dort öffentlicher Geschlechtsverkehr vollzogen worden oder Kinder geschlachtet worden wären.
Wisst ihr was? Nagelt doch eure Kirchen einfach zu! Reformiert euren Glauben! Besinnt euch doch auf eure Ursprünge: Versammelt euch wieder in Kellergewölben und Katakomben. Da können dann wenigstens nicht irgendwelche Protestanten oder gar Konfessionslose hereingelatscht kommen und schon gar keine Hindus oder andere Leute, die eventuell noch an Gott glauben.
Wo kommen wir schließlich hin, wenn jeder, der an Gott glaubt gemeinsam mit anderen, die an Gott glauben, an einem heiligen Ort betet.
ElsaLaska - 20. Feb, 23:39
Pirmin trödelte gerne bei der Arbeit. Seit drei Monaten sammelte er mit einem mechanischen Greifarm die Zigarettenpäckchen, Müsliriegelfolien, Chipstüten aus Alu und Hamburgerverpackungen auf. Vor zwei Jahren hatten sie ihm bei Eichberger & Söhne gekündigt - der Betrieb werde aufgelöst, nein, kein Konkurs, eine ganz normale Abwicklung sei es. Geld für eine Abfindung wäre aber nicht da, man bedauere. Pirmin hatte fast sein ganzes Arbeitsleben bei Eichberger & Söhne Schrauben sortiert. Am Fließband. 32 Jahre lang. Ohne zu trödeln. Deshalb nahm er sich dieses Recht jetzt heraus. Er konnte sowieso nicht so schnell Abfall auflesen, wie ihn andere wieder hinwarfen. Und für einen Euro die Stunde konnte niemand von ihm Stachanowsche Höchstleistungen auf dem Gebiet der Müllaufsammlung erwarten.
An und für sich gefiel ihm seine neue Arbeit. Nach über dreißig Jahren in der schäbigen Industriehalle noch aus den Zeiten des Wirtschaftsaufschwungs, unter dem bläulichen Neonlicht ewig schwirrender und surrender Röhren, genoss er es zutiefst, jeden Tag an der frischen Luft zu sein. Bei Wind und Wetter, Sonnenschein und Regen lief er seine Strecke ab. Die Tour bot landschaftliche Abwechslung, es gab kaum Steigungen.
Um die Mittagszeit, das hatte er sich selbst so ausgeknobelt, erreichte er die landschaftlich reizvollste Stelle, einen Bachlauf mit Bank, auf der er sein mitgebrachtes Vesper verzehrte: Ein Wurstbrot mit Senf oder Meerrettich und zwei hartgekochte Eier mit Salz sowie eine Flasche Malzbier. Alles von seiner Mutter, bei der Pirmin immer noch lebte, sorgfältig in Butterbrotpapier eingewickelt und gekennzeichnet. Ein "L" stand für Leberwurst, ein S für "Schwartenmagen" und ein "LY" für Brot mit Lyoner drauf.
Helga Brockmann hatte sich zeit ihres Lebens darum bemüht, ihrem einzigen Sohn sowohl erfreuliche als auch unerfreuliche Überraschungen zu ersparen.
ElsaLaska - 19. Feb, 08:12
das Letzte vom Letzten, Unterschichteninternet.
Nicht wegen des Fassenachthemas, ich hab nix gegen Fassenacht, sondern weil es ein absolutes Unding ist, für ein Medium, das informieren möchte (?), eine solche Gräuel zu schalten.
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Es geht eigentlich um einen Artikel über einen Lektor für Fremdsprachen. Das Drumherum lässt einem den Morgenkaffee hochsteigen. Glückwunsch für diesen Internetauftritt, liebe taz.
ElsaLaska - 19. Feb, 08:02