Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila



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Aktuelle Veröffentlichungen

"Ökumene mit Herzblut" - Besuch bei der griechisch-orthodoxen Gemeinde in MA-Luzenberg. In: Die Tagespost vom 8.9.2016.

"Eine orthdoxe Insel im Schwarzwald" - Auftakt zur Sommerserie Orthodoxie in Deutschland. Besuch bei der russisch-orthodoxen Gemeinde in Baden Baden. In: Die Tagespost vom 18. August 2016

"Die, welche uns den Gott des Todes predigen wollen" - Übersetzung eines Blogartikels von Kardinal Duka aus dem Tschechischen. In: Die Tagespost vom 13. August 2016

"Konvertiten" In: Die Tagespost vom 26. Juli 2016

"Teresa von Avila: Es gibt keinen Grund". In: Die Tagespost vom 23. Juni 2016

Rezension "Johannes Gschwind: Die Madonna mit dem geneigten Haupt". In: Die Tagespost vom 28. April 2016

Rezension "Peter Dyckhoff: Die Gottesmutter mit den drei Händen". In: Die Tagespost vom 21. April 2016

"Jacobus Voragine und seine Legenda Aurea Ausgabe lateinisch-deutsch". In: Die Tagespost vom 24. März 2016

"Ignatius jenseits von Legende und Vorurteil. Der Bericht des Pilgers und die Ignatius-Biografie von Pierre Emonet". In: Die Tagespost vom 19. Januar 2016

"Schicksalhafte Lektüre Die Taufkirche von Edith Stein in Bergzabern, wo ihr Weg der Heiligkeit begann" In: Vatican-Magazin Januar 2016

"Selbst ein Stein würde bersten. Interview mit Karam Alyas, Flüchtling aus Nordirak." In: Die Tagespost vom 4. Dezember 2015

"Am Ursprung eines stabilen Kerneuropa Gisela von Bayern und Stefan von Ungarn: Ein heiliges Paar, das zu Staatsgründern wurde" In: Vatican-Magazin Dezember 2015

"Hier wird nach Wahrheit gesucht. Ein Interview mit dem Konvertiten, Kampfkünstler und Schauspieler Michel Ruge." In: Die Tagespost vom 13. November 2015

"Leibhaftig, nicht als Symbol? Ein ungeschickter Priester: Das Blutwunder von Walldürn und die elf „Veroniken“ - In: Vatican-Magazin November 2015

"Martha und Maria in einer Person. Elisabeth Münzebrocks Porträt der Teresa von Avila" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2015

"Das Meisterwerk: Mann und Frau, die einander lieben." Zur Heiligsprechung der Eltern der hl. Thérèse von Lisieux. In: Vatican-Magazin Oktober 2015

"Glückssucher, Gelehrter und Vorbild. Ein gelungenes Porträt des heiligen Augustinus. In: Die Tagespost vom 27. August 2015"

"Hervorragende Brückenbauer. Ein Interview mit Simon Jacob, ZOCD u. Initiator des Project Peacemaker" In: Die Tagespost vom 21. August 2015

"Eine Tugend für Kämpfernaturen: Johannes Stöhr und die Tugend der Geduld." In: Die Tagespost vom 27.Juli 2015

"Wachen und Beten für die Welt. Ein Besuch bei den Trappistinnen auf dem pfälzischen Donnersberg." In: Die Tagespost vom 17. Juni 2015

"Ein Apostel der Armen: Der selige Paul Josef Nardini und seine Grabkapelle in Pirmasens" In: Vatican-Magazin Juni-Juli 2015

"Von der Tänzerin zur Ordensschwester. Irmgard Fides Behrendt Flucht aus dem Osten." In: Die Tagespost vom 8. Mai 2015

"Es ist eine simple Sache, zu lieben. Interview mit Torsten Hartung zu seiner Konversion." In: Die Tagespost vom 8. April 2015

"Meine Mutter stirbt an ALS" In: Christ und Welt - Beilage der "ZEIT", Ausgabe 17-2015

"Don Bosco und Maria Mazzarello" In: Vatican-Magazin April 2015

"Eine profunde Menschenkennerin. Zum dritten Band der Briefe Teresas von Avila" In: Die Tagespost vom 1. April 2015

"Katholisches Welttheater. Paul Claudel: Der seidene Schuh" In: Die Tagespost vom 19. März 2015

"Einbruch des Übernatürlichen. Michail Bulgakov: Der Meister und Margarita" In: Die Tagespost vom 7. März 2015

"Ganz Ohr für die Stimme des Herrn. Ein Kartäuser: Die Große Stille" In: Die Tagespost vom 3. März 2015

"An der Hand der großen Teresa". Eine Auswahl von Internetseiten zum 500. Geburtstag T. von Avilas. In: Die Tagespost vom 17. Februar 2015.

"Vom Krieg zum Frieden. Wie das Gefängnis für Torsten Hartung zum Tor der Gnade wurde." In: Die Tagespost vom 10. Februar 2015 (Buchbesprechung)

"Das Leben Jesu betrachten Ein Gespräch mit Pater Norbert Lauinger SAC vom Apostolatshaus in Hofstetten" In: Die Tagespost vom 31. Januar 2015

"Das Gebet ist die Drehscheibe des Christseins- Das Lebensbuch des heiligen Theophan des Einsiedlers bietet Einblick in den geistlichen Reichtum der Orthodoxie" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Digitale Karte des Ordenslebens - Das „Jahr der Orden“ im Internet und den sozialen Medien" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Eine Katakombenheilige im Exil Das Weinstädchen Morro d‘Alba in den Marken mit den Gebeinen der römischen Märtyrerin Teleucania." In: Vatican-Magazin Januar 2015

"Starke Frauen - Wenn Widerstand gegen herrschende Strukturen zur geistlichen Pflicht wird. Prophetinnen und Mahnerinnen in der Kirche." In: Die Tagespost vom 16. Dezember 2014

Auf Columbans Spuren. Eine unkonventionelle Pilgerreise." In: Die Tagespost vom 13. Dezember 2014

"Geistliche Paare: Der heilige Paulinus von Nola und seine Therasia" In: Vatican-Magazin Dezember 2014

"Die zeitlose Kunst des Sterbens. Nicht nur Hospizhelfer werden Peter Dyckhoffs Betrachtungen schätzen." In: Die Tagespost vom 20. November 2014

"Mystikerin des Apostolats. Mit Teresa von Avila Zugänge zur Spiritualität der Unbeschuhten Karmeliten finden" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2014

"Was die Mumien erzählen. Die Bruderschaft vom guten Tod und die Chiesa dei Morti in Urbania" In: Vatican-Magazin November 2014

"Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz. Die unbeschuhte Reformerin und ihr Vater, der „doctor mysticus“" In: Vatican-Magazin Oktober 2014

"Gottvertrauen als Balsam und Ansporn. Carlo Maria Martinis spirituelles Vermächtnis" In: Die Tagespost vom 4. September 2014

"Unter den Märtyrern der Gegenwart. Soon Ok Lee hat die Haft in einem nordkoreanischen Straflager überlebt und zum christlichen Glauben gefunden." In: Die Tagespost vom 16. August 2014

"Zeugen monastischer Kultur. Seit 20 Jahren gibt es das Netz cluniazensischer Stätten im Schwarzwald." In: Die Tagespost vom 17. Juli 2014

"Franziskus-Effekt in Umbrien. Steigende Pilgerzahlen in Assisi und eine Friedensmission im Heiligen Land." In: Die Tagespost vom 12. Juni 2014

"Im Bunker fing alles an. Franco de Battaglia schildert die Anfänge der Fokolarbewegung." In: Die Tagespost vom 5. Juni 2014

"Eine Oase der Stille-nicht nur für Zweifler. Zum 850. Todestag der hl. Elisabeth von Schönau" In: Vatican-Magazin Juni_Juli 2014

"Sie zum Lächeln zu bringen wird unser aller Lieblingsbeschäftigung" Buchbesprechung Sandra Roth: Lotta Wundertüte. In: Die Tagespost vom 24. Mai 2014

"Gelungene Ouvertüre. Der Postulator Johannes Pauls II. hat eine lesenswerte Papstbiografie vorgelegt." In: Die Tagespost vom 24. April 2014

"Kloster Wittichen und die selige Luitgard" in: Vatican-Magazin Mai 2014

"Clemens Brentano und die selige Anna Katharina Emmerick" in: Vatican-Magazin April 2014.

"Wohltuend für Seele, Geist und Körper Der heilige Ulrich von Zell und sein „durch Wunder berühmtes Grab“ im Schwarzwald" In: Vatican-Magazin März 2014

"Spiritualität der Heiligen. Bischof Paul-Werner Scheele stellt Glaubenszeugen aus allen Zeiten vor." In: Die Tagespost vom 27. Februar 2014

"Hinaus in die Randgebiete der menschlichen Existenz. Der hl. Vinzenz von Paul und die heilige Louise de Marillac." In: Vatican-Magazin Februar 2014.

"Blind geboren - Doch dann geschah das Wunder. In jener Zeit, als das Christentum aufzublühen begann: Die heilige Odilie auf dem Mont Sainte-Odile im Elsass." In:Vatican-Magazin Januar 2014.

"Römische Geschichte einmal anders." Rezension zu Ulrich Nersingers Buch "Die Gendarmen des Papstes." In: Die Tagespost vom 7. Januar 2014

"Die Bärin wies den Weg. Die heilige Richardis und Unsere liebe Frau in der Krypta in Andlau." In: Vatican-Magazin Dezember 2013

"Schatten auf der Soldatenseele". In: Die Tagespost vom 3. Dezember 2013

"Über den Brenner nach Rom. Ein neuer Pilgerführer mit Etappenheiligen." In: Die Tagespost vom 28.10.2013

"Eine neue Idee von Liebe - Der Troubadour Jaufré Rudel und seine ferne Prinzessin." In: Vatican-Magazin Oktober 2013

"Zeigen, dass sie ein Werkzeug Gottes war. Die Neuausgabe der Vita der heiligen Hildegard." In: Die Tagespost vom 17. September 2013.

"Licht ihres Volkes und ihrer Zeit". Die Lektüre ihrer Briefe eignet sich in besonderer Weise, um die hochbegabte Menschenführerin Hildegard von Bingen kennenzulernen. In: Die Tagespost vom 17. September 2013

"Eine Art intensivierte Straßenpastoral" - ein Gespräch zum Jahr des Glaubens mit dem Augustiner-Chorherrn und Bloggerkollegen Hw. Alipius Müller. In: Die Tagespost vom 24. August 2013

"Das flammende Siegel des hl. Ignatius. Die Eremo delle Carceri bei Assisi" In: Vatican-Magazin August-September 2013

"Mehr als exotische Aussteiger. Ein Buch gibt Einblicke in das Leben moderner Eremiten." In: Die Tagespost vom 11. Juli 2013

"Geistliche Vitaminspritzen. Gesammelte Johannes-Perlen aus einem reichen Leben." In: Die Tagespost vom 4. Juli 2013

"Das entflammte Herz. Die Ewigkeit als Maß: Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal." In: Vatican-Magazin Juli 2013

"Und Christus berührte das kranke Bein. Wie der heilige Pellegrino von Forlì zum Patron der Krebskranken wurde." In: Vatican-Magazin Juni 2013

"Ida Friederike Görres und Joseph Ratzinger - die tapfere Kirschblüte und ihr Prophet in Israel." In: Vatican-Magazin Mai 2013

"Kein Maß kennt die Liebe" - über die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern und das Jubiläumsjahr in Kloster Hegne. In: Die Tagepost vom 20. April 2013.

"Liebe, Wahrheit, Schönheit-das gesamte Pontifikat Benedikts XVI." - Die Buchbesprechung zu A. Kisslers Buch "Papst im Widerspruch." Online hier.

"Zuversicht statt Zweifel. Bologna und die heilige Katharina."In: Die Tagespost vom 13. April 2013

"Und in dir wird man einst die Herrlichkeit Gottes sehen" über die heilige Katharina von Bologna. In: Vatican-Magazin März-April 2013

"Schutzschirm für die Gemeinschaft. Christoph Müllers Einführung in die Benediktsregel" In: Die Tagespost vom 7. März 2013

"Fritz und Resl: Gottes Kampfsau und Jesu Seherin" In: Vatican-Magazin Februar 2013 anlässlich des 130. Geburtstags von Fritz Michael Gerlich.

"Jakub Deml-Traumprosa, die vom Jenseits erzählt" In: Die Tagespost vom 9. Februar 2013

"Der Tod ist nicht relativ" In: Die Tagespost vom 7. Februar 2013

"In heiligen Sphären. Mensch und Welt lassen sich nicht entsakralisieren" In: Die Tagespost vom 5. Februar 2013

"Die tapfere Heilige, die nicht sterben wollte Die Märtyrerin Cristina und das Blutwunder von Bolsena." In: Vatican-Magazin Januar 2013

"Alles andere als Rettungsroutine. Aus den Schätzen der Kirche schöpfen: Warum Beichte und Ablass ein Comeback verdient haben." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Leitsterne auf dem Glaubensweg. Katholische Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Neuevangelisierung." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Das Netz der virtuellen Ewigkeit.Tod und Gedenken im Internet." In: Die Tagespost vom 29. November 2012.

"Der Friede auf Erden fängt zwischen Männern und Frauen an. Marias "Fiat" und Josefs "Serviam". Engel führten sie zum außergewöhnlichsten Ehebund der Weltgeschichte. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Der Marathon-Mann" - mein Porträt von S. E. Bischof Tebartz-van Elst. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Versperrter Himmel, öffne dich!" Über die Wallfahrt der totgeborenen Kinder zu Unserer lieben Frau von Avioth. In Vatican-Magazin November 2012.

"Ein französischer Vorläufer des heiligen Franziskus - zum 800. Todestag des Hl. Felix von Valois." In: Die Tagespost vom 3. November 2012

"Die Macht der Mystikerinnen" anlässlich der Heiligsprechung von Anna Schäffer. In: Die Tagespost vom 20. Oktober 2012

"Was für eine Frau!" Zur Vereinnahmung der hl. Hildegard von Esoterikerin und Feministinnen. In: Die Tagespost vom 9. Oktober 2012

Über den Kapuzinerpater Martin von Cochem zu seinem 300. Todestag. In: Die Tagespost vom 29. September 2012

"Die Kirche-ein Krimi?" in: Die Tagespost vom 30. August 2012.

"Wieder gefragt: Exorzismus!" in: PUR-Magazin September 2012

"Mir ist das Brevier wichtig geworden!" Ein Interview mit dem evang. Pfarrer Andreas Theurer, der in die katholische Kirche eintreten wird. In: Die Tagespost vom 14. August 2012

"Im Vorhof des Himmels" Die hl. Edith Stein und ihr Seelenführer, der Erzabt von Beuron. In: Vatican-Magazin August-September 2012

"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

Der Cammino di San Francesco-Heiligtümer im Rieti-Tal. In: PUR-Magazin Juli.

Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

"Mehr als Dinkel und Kräuter: Ein Kernkraftwerk des Heiligen Geistes - die hl. Hildegard von Bingen" In. Vatican-Magazin Juni-Juli 2012

"Wie eine lodernde Feuersäule Die heilige Veronika Giuliani" In: Vatican-Magazin Mai 2012

"Die Vollblutfrau, die den Erlöser liebte: Kronzeugin des Osterereignisses: Die Geschichte von Jesus und Maria Magdalena." In: Vatican-Magazin April 2012

"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

"Die virtuelle Engelsburg hat standgehalten" in: Die Tagespost vom 22. März 2012

"Die Sowjets traten, rissen, schlugen, brannten - aber immer wieder haben die Litauer ihren Kreuzeshügel aufgebaut". In: Vatican-Magazin März 2012

"Katholische Bloggerszene stiftet Ehe" Interview mit Phil und Hedda in: Die Tagespost vom 13.März 2012

Und Du wirst mal Kardinal!" Prags Erzbischof verkörpert das Durchhaltevermögen der tschechischen Christen. In: Die Tagespost vom 18. Februar 2012

"Wo Liebe ist, ist Eifersucht nicht weit: Alfons Maria de Liguori und Schwester Maria Celeste Crostarosa, Gründer des Redemptoristenordens". In: Vatican-Magazin Ausgabe Februar 2012

Neue Kolumne über geistliche Paare: "Mann-Frau-Miteinander-Kirchesein" In: Vatican-Magazin Ausgabe Januar 2012

Unsagbar kostbare Göttlichkeit - Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Gaben der Heiligen Drei Könige. In: Die Tagespost vom 5. Januar 2012

"Wo die Pforten des Himmels offen sind. Loreto in den italienischen Marken". In: Vatican-Magazin Dezember 2011

"Ein Schatz, der fast zu groß für diesen Erdball ist". In: Liebesbriefe für die Kirche. Hrsg. Noe, Biermeyer-Knapp. Bestellbar hier.

Der Papst meines Lebens - Vatican-Magazin spezial zum Papstbesuch

Norcia - der Geburtsort des heiligen Benedikt: "Als sich der Erdkreis verfinstert hatte" In: Vatican-Magazin August-September 2011

In englischer Übersetzung online hier: When the world had darkened<

Der Vatikan und die Blogger - Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Poetische Pilgerorte-Reisen ins mystische Mittelitalien. Erschienen im MM-Verlag.


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Freitag, 3. April 2015

Bischof Theophan der Einsiedler: Über das Kreuz [II]

>>Lasst uns die verschiedenen Kreuze, die es gibt, nacheinander nun ein wenig beschauen und uns darüber klar werden, wie es ein jedes von ihnen zu tragen gilt, auf dass es nicht als Last zum Verderben, sondern als Kraft zu Erlösung und zum Heil gereicht.
Der Kreuze sind viele, und zwar von dreierlei Art: Zur ersten Art gehören die äußerlichen Kreuze, die aus Nöten und Kümmernissen bestehen und überhaupt aus allerlei bitterem Schicksal unseres Erdenwandels zusammengesetzt sind. Zur zweiten art gehören die innerlichen Kreuze, die ihren Ursprung in dem Tugendkampf besitzen, den wir wider die Lüste des Fleisches und Leidenschaften der Seele führen. Zur dritten Art schließlich gehören die geistlich-gnadenhaften Kreuze, die uns auferlegt werden von Gott, wenn wir uns vollkommen Seinem Willen ausgeliefert haben<<

Aus: Klaus Kenneth (Hrsg.): Lebensbuch des Bischofs Theophan der Einsiedler. Vom Gebet und vom Tragen des Kreuzes. Paulus Verlag

Dienstag, 31. März 2015

Bischof Theophan der Einsiedler: Über das Kreuz [I]

>>Mir sei es ferne, mich einer Sache zu rühmen, außer allein des Kreuzes unseren Herren Jesus Christus, "durch welchen mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt", sagt der heilige Apostel Paulus (Gal 6,14). Wie mag das sein, dass der heilige Apostel zu einer solchen Einstellung gelangt ist, in der er sich nichts anderem mehr rühmen will als nur des Kreuzes Christi? Das Kreuz ist allerlei Kummer und Angst und Erniedrigung,wie kann man sich dessen rühmen? Und doch rühmt er sich seiner und mit ihm die anderen Apostel und überhaupt alle Kreuzesträger! Wieso kommen sie dazu? Wie lässt sich die Tatsache erklären, dass die gottweisen Männer fähig waren, die tiefe Bedeutung des Kreuzes zu erfassen, dass sie fähig waren, es zu achten und sich sogar zu rühmen, dass sie gewürdigt worden waren, es zu tragen?
Der Grund dazu ist folgender: Statt Enge sahen sie in ihm Weite, statt Bitternis sahen sie Lieblichkeit und Süße, statt Entehrung und Erniedrigung sahen sie Ruhm und Glorie. Darum vermochten sie sich seiner zu rühmen wie jemand anderes, der stolz ist auf irgendeine prachtvolle Auszeichnung. O, wenn doch der Herr auch uns eine solche Einsicht und Gesinnung gäbe, damit wir die Kraft des Kreuzes recht verstehen und empfinden und anfangen mögen, uns seiner zu rühmen! Über die Bedeutung des Kreuzes lässt sich in aller Kürze Folgendes sagen: Der Herr hat das Heilswerk unserer Erlösung durch seinen Kreuzestod vollzogen. Am Kreuz hat er den Schuldschein unserer Sünden zerrissen. Durch das Kreuz hat er uns mit Gott, demVater versöhnt undhat auf uns alle Gnadengaben und himmlische Segnungen herabgeführt. Doch das bezieht sich auf das Kreuz des Herrn an sich. Denn jeder von uns wird nicht anders seiner heilbringenden Kraft teilhaftig, als dass er sein eigenes Kreuz erkennt und es geduldig auf sich nimmt. Das eigene Kreuz eines jeden überträgt, wenn es sich mit dem Christuskreuz vereinigt, die Kraft des Letzeren auf uns und wird für uns eine Art Kanal, durch den sich vom Kreuz Christi her, wie aus einer Quelle, alle guten und vollkommenen Gaben über uns ergießen. Daraus wird ersichtlich, dass unsere eigenen Kreuze im Heilswerk der Erlösung ebenso unerlässlich sind wie das Christuskreuz. So gesehen ist ein jeder Christ von allen Seiten von Kreuzen umgeben, damit er es nicht nötig hat, sich auf der Suche nach einem anzustrengen und nicht fern bleibt von der heilbringenden Kraft des Kreuzes Christi. Man kann es so ausdrücken: Suchst du nach dem Weg, so schweife nicht umher in der Ferne, richte deinen Blick in die Nähe, nach innen, betrachte dein Kreuz, richte dich nach ihm aus und trage es, wie es sich gebührt, in Übereinstimmung mit dem Christuskreuz - und du wirst zum Heil gelangen. <<

Aus: Klaus Kenneth (Hrsg.): Lebensbuch des Bischofs Theophan der Einsiedler. Vom Gebet und vom Tragen des Kreuzes. Paulus Verlag

Mittwoch, 11. März 2015

Katharina von Siena über die Geduld

>>Im Namen des gekreuzigten Herrn Jesus Christus und der lieben Maria. Liebster Bruder in Jesus Christus! Ich, Katharina, unnütze Dienerin, bestärke und segne dich und lade dich ein zu einer sanften und heiligsten Geduld; denn ohne Geduld können wir Gott nicht angenehm sein. Daher bitte ich dich, die Waffe der Geduld aufzunehmen, damit du die Frucht deiner Bedrängnisse erhalten kannst. Und wenn es dir sehr hart erscheint, so viele Schwierigkeiten zu ertragen, erinnere ich dich an ein dreifaches, damit du alles geduldiger ertragen kannst. Vor allem möchte ich, dass du nachdenkst über die Kürze der Zeit, die zur Verfügung steht, wirklich, sei nicht sicher, ob du den morgigen Tag erleben wirst. Wir können in Wahrheit sagen: Wir haben nicht die vergangene Not und auch nicht die, welche kommen wird, sondern nur diesen Augenblick in der Zeit, groß wie ein Punkt, in dem wir leben. Deshalb sollten wir wahrhaft geduldig aushalten, denn die Zeit ist so kurz. Das zweite, an das ich erinnern muss, ist die Frucht zu bedenken, die aus dem Leiden kommt. Der heilige Paulus sagt ja, dass die Leiden dieser Zeit nicht zu vergleichen sind mit dem Lohn der höchsten Herrlichkeit (Röm 8,18). Das dritte ist, den Schaden zu erwägen, den diejenigen erleiden, die die Schwierigkeiten mit Zorn und Ungeduld ertragen, dieser Schaden führt bei ihnen dann zu ihrer ewigen Strafe.<<

Katharina von Siena an Benincasa di Giacomo

Donnerstag, 5. März 2015

Cyprianus: Ep. ad Fortunatum

>>Paulus sagt:"Die Leiden dieser Zeit sind nicht zu vergleichen mit der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns offenbar werden wird (Röm 8,18). Wer sollte sich also nicht nach Kräften bemühen, um zu einer so großen Herrlichkeit zu gelangen, dass er ein Freund Gottes wird, dass er sich stets mit Christus freut, und dass er nach den irdischen Zwängen und Qualen göttliche Belohnungen empfängt? Wenn es für weltliche Soldaten ehrenvoll ist, nach dem Sieg über den Feind triumphierend in die Heimat zurückzukehren, wie viel würdiger und größer ist die Ehre, wenn man nach dem Sieg über den Teufel triumphierend in das Paradies zurückkommt, und dorthin den Siegespreis zu bringen, wo Adam als Sünder vertrieben worden ist, und Gott eine angemessene Gabe darzubringen, einen unversehrten Glauben und eine unerschütterliche Kraft des Geistes, ein strahlendes Lob der Hingabe, ihn zu begleiten, der gekommen ist, den Sieg über die Feinde zu erringen, an seiner Seite zu sein, wenn er kommen wird um zu richten, um Miterbe Christi zu sein, den Engeln gleichgestellt, um mit den Patriarchen, den Aposteln, den Propheten sich am Besitz des himmlischen Reiches zu erfreuen? Welche Verfolgung könnte solche Überlegungen auslöschen? Welche Quälereien könnten sie überwinden? Ein starker und in religiösen Betrachtungen gefestigter Geist hat Bestand, und der Mut bleibt unerschüttert gegenüber allen Schrecken des Teufels und Drohungen der Welt, wenn ihn der sichere und feste Glaube an das Zukünftige festigt. Bei den Verfolgungen wird die Erde verschlossen, doch der Himmel steht offen; der Antichrist droht, Christus aber beschützt; der Tod wird verhängt, doch die Unsterblichkeit folgt; dem Getöteten wird die Welt genommen, dem Auferweckten das Paradies verliehen; das zeitliche Leben wird ausgelöscht, jedoch das ewige wiederhergestellt. Welch eine Würde und Gewissheit bedeutet es, freudig von hier zu scheiden, ehrenvoll wegzugehen bei Unterdrückungen und Ängsten? In einem Augenblick die Augen zu schließen, mit denen man die Menschen und die Welt sah, und sie gleich wieder zu öffnen, um Gott und Christus zu schauen? Welche Schnelligkeit, so glücklich wegzugehen? Du wirst schnell von der Erde genommen, um in das Himmelreich versetzt zu werden. <<

Cyprianus + 258

Sonntag, 30. März 2014

Kardinal Ratzinger über die Theologie der Befreiung

>>Dass es in Lateinamerika in erschreckendem Maß Unterdrückung, ungerechte Herrschaft, Konzentration von Besitz und Macht in wenigen Händen und Ausbeutung der Armen gab, war unbestritten und unbestritten damit, dass Handlungsbedarf bestand. Und da es sich um mehrheitlich katholische Länder handelte, konnte kein Zweifel sein, dass hier die Kirche Verantwortung trug und der Glaube sich als Kraft der Gerechtigkeit bewähren musste. Aber wie eigentlich? Da schien nun Marx der große Wegweiser zu sein. Er habe nun die Rolle übernommen, die im 13. Jahrhundert Aristoteles zugekommen war, dessen vorchristliche (also "heidnische") Philosophie zu taufen war, um Glaube und Vernunft in die rechte Beziehung zueinander zu bringen. Wer aber Marx ( in welchen neomarxistischen Variationen auch immer) als den Vertreter der Weltvernunft aufnimmt, der nimmt nicht einfach eine Philosophie, eine Vision über Herkunft und Sinn des Daseins an, sondern der übernimmt vor allem eine Praxis. Denn diese "Philosophie" ist wesentlich eine "Praxis", die erst "Wahrheit" schafft, nicht eine solche voraussetzt. Wer Marx zum Philosophen der Theologie macht, der übernimmt den Primat des Politischen und der Wirtschaft, die nun die eigentlichen Heilsmächte (und, wenn falsch angewendet, Unheilsmächte) sind: Die Erlösung des Menschen geschieht in solcher Sicht durch die Politik und die Wirtschaft, in der die Gestalt der Zukunft bestimmt wird. Dieser Primat der Praxis und der Politik bedeutete vor allem, dass Gott nicht als "praktisch" einzustufen ist. Die "Realität", auf die man nun einzugehen hatte, war allein die materielle Realität der geschichtlichen Gegebenheiten, die zu durchschauen und auf die richtigen Ziele hin mit den dafür angemessenen Mitteln umzugestalten war, wozu unerlässlich auch die Gewalt zählte. Die Rede von Gott gehört in dieser Sicht weder zum Bereich des Praktischen noch zu dem der Realität. Man musste sie - wenn schon - verschieben, bis das Wichtigste getan sein würde. Es bliebt die Gestalt Jesu, die nun freilich nicht mehr als der Christus erschien, sondern als die Verkörperung aller Leidenden und Unterdrückten und als deren Stimme, die zum Umbruch, zur großen Veränderung ruft. Das Neue an dem Ganzen war, dass das Programm der Weltveränderung, das bei Marx nicht nur atheistisch, sondern auch antireligiös gedacht ist, nun mit religiöser Leidenschaft gefüllt wurde, sich auf religiöse Grundlagen stützte: eine neu gelesene Bibel und eine Liturgie, die als symbolischer Vorvollzug der Revolution und als Bereitung für sie gefeiert wurde.
Man muss es zugeben: Das Christentum war mit dieser merkwürdigen Synthese wieder in die Öffentlichkeit der Welt getreten und eine "epochale" Botschaft geworden. Es verwundert nicht, dass die sozialistischen Staaten dieser Bewegung freundlich gegenüber standen. Bemerkenswerter ist, dass auch in den "kapitalistischen" Ländern die Befreiungstheologie das Hätschelkind der öffentlichen Meinung war, dem zu widersprechen geradezu als Versündigung gegen die Menschlichkeit und Menschheit angesehen wurde, auch wenn man die praktischen Anweisungen im eigenen Bereich natürlich nicht angewendet sehen wollte, weil man ja bereits bei einer gerechten Sozialordnung angekommen sei.
....
Das eigentliche und tiefste Problem der Befreiungstheologien sehe ich in dem faktischen Ausfall des Gottesgedankens, der natürlich auch (wie angedeutet) die Gestalt Christi grundlegend verändert hat. Nicht als ob man Gott geleugnet hätte - beileibe nicht. Er wurde nur für die "Realität", der man sich zuwenden musste, nicht gebraucht.<<

Joseph Kardinal Ratzinger: Einführung in das Christentum. Aus dem Vorwort zur Neuausgabe 2000.

Montag, 19. August 2013

Zum morgigen Gedenktag des heiligen Bernhard von Clairvaux [IV]

Der letzte Teil meiner kleinen Arbeit.
Hier geht es zu Teil I mit der Einleitung.
2.3 Die dritte Stufe: Ekstase

Durch das ständige Fortschreiten in der Nachfolge Christi, durch anhaltende Lektüre der Hl. Schrift, Gebet und Askese wird die Fähigkeit des Christen wachsen, sich selbst zu überwinden, bei Leclerq heißt es zur „Öffnung auf den ganzen Kosmos“ hin (11).
Kommt zu dieser Selbstüberschreitung noch die göttliche Gnade hinzu, so befindet sich der Glaubende auf der dritten und höchsten Stufe der Gotteserfahrung, die man, wegen des Erlebnisses des Aus-sich-Hinaustretens auch Ekstase nennt .(12)
Der Hl. Bernhard beschreibt die „Ekstase“ als Eingehen des menschlichen Liebens und Wollens in das Lieben und Wollen Gottes „wie ein kleiner Wassertropfen, der in eine Menge Wein fällt“, „wie die Luft, durch die ein Sonnenstrahl fährt“ oder „wie ein glühendes ... Eisen, ganz wie Feuer wird“.(13)

3. Zusammenfassung unter dem Blickwinkel zisterziensischer Spiritualität

Die Hl. Schrift, das Wort Gottes, welches für den Hl. Bernhard eine solch große Rolle spielt, ist für die Zisterzienser auch heute noch das „täglich Brot“ (14), wobei der Umgang mit dem Wort eher mystisch-spirituell als intellektuell sein soll. Durch die geistliche Lesung und in der contemplatio wird Gottes Liebe erfahren, in der inneren Begegnung mit dem Menschen Jesus Christus (Jesusmystik) und die äußere Ausrichtung an seinem Lebensweg in Armut als pauperes Christi antworten die Zisterzienser auf die Liebe Gottes, im Blick auf sein Kreuz, auf Folter und Wunden sollten sie nach Bernhard die Tugend des Gehorsams verinnerlichen (15) , da Jesus Christus sich in den Willen des Vaters ergab. Durch Arbeit, Gebet und Lektüre der Hl. Schrift, Pflege der inneren Gottesbegegnung – und besonders auch der Hingabe an das Kreuz sollte die Überwindung des alten Selbst ermöglicht werden und die Auferstehung eines neuen Menschen, der mit Jesus Christus zum Vater heimgekehrt ist.


(11) Leclerq, S. 175
(12) Diese Bezeichnung halte ich wegen ihrer mittlerweile im alltäglichen Sprachgebrauch fast völlig sexualisierten Bedeutung für mindestens unglücklich; weshalb ich die Bezeichnung unio mystica oder Schauung Gottes vorziehen würde. Auch die semantische Nähe zu Drogenkonsum und –missbrauch (Ecstasy!) schwingt bei diesem Wort mittlerweile mit – und damit kann Ekstase eben auch ohne göttliche Gnade zustande kommen, diese ist doch aber im Bernhardschen Kontext grundlegend.
(13) „O heilige und lautere Liebe! O köstliches und süßes Liebesverlangen! O reine und geläuterte Strebung des Willens! Sie ist gewiss umso lauterer und reiner, je weniger in sie noch etwas Eigenes gemischt ist; sie ist umso süßer und köstlicher, je eindeutiger das, was da erfahren wird, ganz göttlich ist. Derart gepackt zu werden, heißt, vergöttlicht zu werden. Wie ein kleiner Wassertropfen, der in eine Menge Wein fällt, sich scheinbar ganz auflöst, indem er den Geschmack und die Farbe des Weines annimmt; und wie ein glühendes und leuchtendes Eisen ganz wie Feuer wird und seine frühere eigene Form ablegt; und wie die Luft, durch die ein Sonnenstrahl fährt, in die gleiche lichtvolle Klarheit verwandelt wird, so dass sie nicht nur erleuchtet, sondern selbst Licht zu werden scheint: so muss in den Heiligen alle menschliche Liebeskraft auf eine unaussprechliche Weise sich selbst ganz verflüssigen und sich ganz und gar in das Wollen Gottes ergießen. Denn wie anders würde Gott alles in allem sein, wenn im Menschen noch etwas vom Menschen übrigbliebe?“ aus Über die Gottesliebe in: Bernhard von Clairvaux: Rückkehr zu Gott, S. 202+203
14 http://www.kloster-thyrnau.de/Zisterzienserspiritualitaet.shtml
15 ebda.

4. Literatur

Zander, Hans Conrad: Von der frommen Kunst beleidigt zu sein. Eine christliche Handreichung an den Islam. Zürich: Lit-Verlag, 2006.
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie Band II. Mittelalter. 12. Auflage. Köln: Komet Verlag, o. J.
Leclerq, Jean: Bernhard von Clairvaux. Ein Mönch prägt seine Zeit. München: Verlag Neue Stadt, 2005.
Schellenberger, Bernardin (Hg.): Bernhard von Clairvaux: Rückkehr zu Gott. Die mystischen Schriften. Düsseldorf: Patmos-Verlag, 2006.
Internetseiten des Zisterzienserklosters Thyrnau: www.kloster-thyrnau.de, speziell Unterseite: http://www.kloster-thyrnau.de/Zisterzienserspiritualitaet.shtml, abgerufen am 15.10.2008.
Leclerq, Jean, Art. Bernhard von Clairvaux, in: LThK3 (1994), 268-270.

Köpf, Ulrich, Art. Bernhard von Clairvaux, in: RGG4 (1989), 1328-1331.

Zum morgigen Gedenktag des heiligen Bernhard von Clairvaux [II]

Meine kleine Arbeit über den hl. Bernhard und die zisterziensische Spiritualität.
Zur Einleitung zurück geht es hier.

2. Die drei Stufen der Gotteserfahrung bei Bernhard
2.1 Die erste Stufe: consideratio

Für Bernhard geht der Weg zur Gotteserfahrung über drei Stufen: am Beginn steht die consideratio, darauf folgt contemplatio und als dritte und höchste Stufe die Ekstase: „Auf diesem Weg unterscheidet Bernhard drei Stufen, die consideratio, wo der Mensch sammelt und sucht; die contemplatio, in der man in vertrauender Hingabe und Schauung das Wahre ergreift; und die Ekstase, in der wir aus unserem Ich heraustreten und in mystischer Vereinigung uns in Gott verlieren wie ein Tropfen Wasser im Wein.“ (5)
Wir müssen diese drei Stufen näher betrachten, um zu erkennen, dass es Bernhard bei dem, was er unter Gotteserfahrung versteht, nicht um außerordentliche religiöse Verzückung bis hin zu körperlichen Ekstasen geht – etwas, das für die wenigsten Christen erfahr- und erlebbar sein dürfte; und woran sie vielleicht zunächst denken, wenn von „Mystik“ die Rede ist – sondern vielmehr um ein spirituellen Weg, der für jeden gangbar ist, der sich über die conditio humana bewusst geworden, innerlich gekämpft, an der menschlichen Endlichkeit gelitten und angesichts dieser Erfahrung demütig geworden ist (6) .
Dies ist die erste Stufe, consideratio genannt.
„Man muss jedoch diese Deutung weiter fassen: Die religiöse Erfahrung erstreckt sich auch auf das Bewusstsein, das der Mensch von sich selbst und seiner Armseligkeit hat, von seiner ‚Distanz in der Beziehung zu Gott’. Es ist nämlich dieser grundlegende Bewusstwerdungsprozess, der den Ruf nach Gott weckt und der uns für seine Antwort, seinen ‚Besuch’ empfänglich macht. [...] Seine [Bernhard v. Clairvaux’] ganze Theologie ist eine Reflexion [...] über die Grundsituation, über die Erfahrung, die er in sich macht und die sich in jedem Menschen vollzieht.“ (7)
Am Ende dieser ersten Stufe steht aber nicht Verzweiflung über die eigene Unfähigkeit und Armseligkeit, sondern Bußfertigkeit, Demut und Hoffnung – wobei die Demut für Bernhard an erster Stelle steht – auf die Barmherzigkeit und Gnade Gottes. Ist dieser innere Kampf ausgetragen worden, so ist das menschliche Herz bereit, auf der zweiten Stufe, der contemplatio zu verweilen.


(5) Hirschberger, Bd. II, S. 422
(6)„Es gibt kaum etwas Wirksameres und Entsprechenderes, um der Seele diese rechte Demut beizubringen, als dass sie sich einfach im Licht der Wahrheit sieht. Die Voraussetzung dafür ist, dass sie sich nichts vormacht und keinen Betrug im Sinne hat, sondern sich ganz nüchtern selbst in den Blick nimmt und sich nicht von sich ablenken lässt. [...] Denn wie sollte sie nicht in dieser wahren Selbsterkenntnis demütig werden, wenn ihr aufgeht, wie sie von Sünden belastet, von der Schwere ihres sterblichen Leibes niedergedrückt, in irdische Sorgen verstrickt, vom Schmutz fleischlicher Sünde befleckt, blind, gebeugt, schwach, in viele Irrtümer verfangen, tausend Gefahren ausgesetzt, tausend Ängsten ausgeliefert, von tausend Schwierigkeiten beengt, von tausenderlei Argwohn umgeben, von tausend Nöten gepeinigt, zu Fehltritten geneigt und zu Tugenden unfähig ist? [...] Sie wird sich bekehren, sage ich, zu den Tränen, sie wird sich bekehren zum Weinen und Stöhnen, sie wird sich bekehren zum Herrn und sie wird voll Demut rufen: „Heile mich, denn ich habe vor dir gesündigt!“ (Ps 41,5). Und wenn sie sich hinkehrt zum Herrn, wird sie Trost empfangen, weil er der Vater der Erbarmungen und der Gott allen Trostes ist.“ Aus der 36. Predigt über das Hohelied (Cant.) in Bernhard von Clairvaux: Rückkehr zu Gott, S 80+81
(7) Leclerq, Bernhard von Clairvaux, S. 172

Zum morgigen Gedenktag des heiligen Bernhard von Clairvaux [I]

Eine kleine Arbeit von mir über den heiligen Bernhard und die zisterziensische Spiritualität. Wird in Häppchen hier gepostet.

1. Einleitung

"So groß ist die Glorie des heiligen Bernhard, dass die meisten Christen ihn auch als Gründer des Zisterzienserordens verehren. Aber das ist ein frommer Irrtum. Gegründet hat den Zisterzienserorden nicht der heilige Bernhard, sondern der heilige Robert. Das war ein ganz bescheidener und somit ganz unbekannter Heiliger", schreibt der Journalist Hans Conrad Zander launig und nicht zu Unrecht (1) . Gegründet wurde der Zisterzienserorden von Robert von Molesmes (um 1029-um 1111) als Reformorden, der sich ganz der Hingabe an die Hl. Gottesmutter Maria verschrieben hatte und zurückkehren wollte zur unverfälschten Regel des Benedikt von Nursia und einer strengeren, asketischeren Lebensform. Weg von allem Überfrachteten und Überladenen wollte man, zurück zur ursprünglichen benediktinischen Regel; Arbeit und Gebet und vor allem die evangelischen Räte - Armut, Keuschheit und Gehorsam - sollten wieder im Vordergrund stehen. Dass der Hl. Bernhard die Reformbestrebungen erst richtig in Gang setzte und die zisterziensische Spiritualität durch seine Predigten und Schriften entscheidend geprägt hat, ist jedoch unbestritten. Zu den beiden Säulen der benediktinischen Regel, ora et labora – Gebet und Arbeit - , tritt noch eine dritte hinzu, die Lesung der Hl. Schrift.
"Eigentlich lässt sich die Art und Weise, Zisterzienserspiritualität zu leben, kurz in drei Worten zusammenfassen, die auch heute noch ihre Gültigkeit haben: Gebet […], Lectio divina […] und Arbeit. Oratio, lectio und labor." (2)

Dass die Lesung der Hl. Schrift eine große Rolle in der Lebensordnung der Zisterzienser spielt, lässt sich ebenfalls auf Bernhard zurückführen: Seine theologische Arbeit bestand größtenteils aus der Auslegung der Hl. Schrift, insbesondere in seiner Interpretation des Hohenliedes, bei der er sich an Origenes und seiner allegorischen Methode orientierte (3) . Für Bernhard war die Hl. Schrift nicht alleine das Wort Gottes, sondern vielmehr auch ein „Schatz gesammelter Erfahrungen“ (4) mit Gott und Glaube. Hierauf konnte er den zentralen Begriff seiner Theologie, die religiöse bzw. Gottes-Erfahrung entwickeln.

[Weiter mit Stufe Eins der drei Stufen der Gotteserfahrung: consideratio]


1 Zander, S. 3
2 http://www.kloster-thyrnau.de/Zisterzienserspiritualitaet.shtml
3 Köpf in RGG4, 1330
4 ebda.

Mittwoch, 3. Juli 2013

Als unsere Bischöfe noch Dichter waren

Erzbischof Hillin von Trier an Hildegard von Bingen:

Hillin, durch die Gnade Gottes demütiger Diener, Knecht und - obwohl unwürdig - Erzbischof von Trier, wünscht der geliebten Schwester Hildegard, sie möge dem Lamm, ihrem Bräutigam, folgen wohin immer es geht.

Weil es der Weisheit Gottes, die "das Schwache in der Welt erwählt, um das Starke zu beschämen" (1 Kor 1,27), gefallen hat, sich in deiner Jungfräulichkeit eine angenehme Wohnung zu erwählen, hat sie das Licht ihrer Gnade im Geist des Rates und eines umfassenden Wissens freigiebig auf dich ausgegossen. Durch diesen Erguss des Lichtes wollte sie - wie ich glaube - durch deine Vermittlung , ehrwürdige und in aufrichtiger Liebe zu umfangende Mutter, auch den Geist anderer zu besserem und dem Heil nahe kommenderem Streben anregen und erleuchten.

Es bleibt dir also, geliebte Jungfrau Christi, die Ranken des wahren Weinstocks, unter dessen Schatten du ruhst und dessen Frucht deinem Gaumen süß und willkommen ist ... weit hinein in dieses stürmische Meer auszubreiten und den süßen Geschmack des himmlischen Trankes, der dich berauscht, um Gewinn der Seelen bereitwillig überallhin zu leiten. Was du umsonst empfangen hast, gib umsonst weiter, damit du nicht etwa beschuldigt wirst, du wolltest die zum Nutzen der Nächsten entzündete Leuchte unter dem Scheffel verbergen.
So bitte ich dich, heilige Mutter, mit allen, die zum Hafen deiner Tröstung ihre Zuflucht nehmen, auf die Hoffnung gestützt, mein Verlangen überreich erfüllt zu sehen; ja ich bitte und beschwöre dein mütterliches Herz in reiner Liebe: Lass ein paar Tropfen aus jenem Weinkeller des Königs, dessen Überfülle dich schon in diesem Leben wundersam trunken macht, durch den Überbringer dieses Schreibens brieflich auf mich Sünder träufeln, sowohl um dessentwillen, der dir diese Fähigkeit verliehen hat, als auch zur Bestätigung der erfahrenen Wahrheit, die ein ungewisses Gerücht über die dir vom Himmel eingegossene Gnade gewissen Ohren zuträgt. Jener aber, der das gute Werk in dir begonnen hat, möge es im Leben der Lebenden vollenden.

Ein Auszug aus der Antwort Hildegards an Hillin:

Die Weisheit lässt sich hören und spricht: Jetzt ist eine elende Zeit weibischen Charakters. Oh, oh, Adam war ein ungewöhnliches Zeugnis für alle Gerechtigkeit und die Wurzel jeglichen Menschensamens. Danach erhob sich in seinem Geschlecht ein männlicher Geist, der sich zu drei Gruppen entwickelte, wie ein Baum, der sich in drei Äste verzweigt. Die erste Gruppe verhielt sich folgendermaßen: Die Söhne Adams wählten unter ihren Möglichkeiten. In der zweiten aber erhoben sich die Menschen zu verwegenem Menschenmord. In der dritten jedoch taten sie hinsichtlich der Götzenbilder und anderer Irrtümer, was sie wollten.

Jetzt ist dieser Baum verdorrt, sodass die Welt von vielen Gefahren heimgesucht ist. Diese Zeit betrifft nämlich den Moment, wo die erste Frau dem ersten Mann Anlass zur Verführung war. Dennoch besitzt der Mann größere Kräfte, als die Frau sie aufbringen kann. Die Frau aber ist eine Quelle der Weisheit und Ursache vollkommener Freude. Diese Anlagen bringt der Mann zur Vollendung.

Aus: Hildegard von Bingen. Werke Band VIII: Briefe. Epistolae. Herausgegeben von der Abtei St. Hildegard, Eibingen. Beuroner Kunstverlag.

Samstag, 2. März 2013

Ida Friederike Görres: Im Winter wächst das Brot

>>Ich muss wieder einmal den alten Möhler zitieren, er drückt es unübertreffbar aus: "Nur vom Ganzen her kann der, der das Ganze schuf, erkannt werden, weil Er sich nur dem Ganzen offenbarte. Wie soll Ihn der Einzelne erkennen? Dadurch, daß er, obschon er das Ganze nicht sein, es doch in großem Gemüte, mit Liebe umfassen kann. Obschon er das Ganze nicht ist, ist doch das Ganze in ihm; und er erkennt, was das Ganze erkennt."
Dieses Ganze ist die Kirche, und nur sie.
Du weißt ja, wenn ich "Kirche" sage, meine ich niemals bloß die Katholiken, was so heute unter diesem Namen herumquirlt.
Nein danke, dem Verein allein anzugehören - ich weiß nicht, ob mir das der Mühe wert wäre. "Kirche" ist für mich immer und unbedingt das Großgebilde, das geheimnisvolle Lebewesen, das in den Tagen der Apostel wurzelt und den Jüngsten Tag erleben wird; die einzige, die uralte Zeitgenossin des HERRN und Seiner ersten Jünger, die seither ununterbrochen mit dem Lebendigen und Erhöhten lebt, wie in einer Ehe, laut Korintherbrief. Sie weiß wirklich, von wem sie redet und darum darf man ihr zuhören. Darum kann kein Mensch ihr einreden, daß ihr Lebens-Gefährte, Christus gestern, heute und ewig! - ein unbestimmter Schatten aus verstorbenen Gehirnen sei. In ihrem Gedächtnis und Bewußtsein schmelzen die tausend Teil-Ansichten, Erinnerungen, Erfahrungen, Deutungen zusammen zu einer ungeheuren Geheimnisgestalt, einem Antlitz, das wir meinen, wenn wir "Christus" sagen.<<

cantare

sofort dachte ich an...
der bei dem großen Beben von 1915 in einer Kirche...
Cassian (Gast) - 25. Aug, 07:41
hab an Dich vorhin gedacht,...
hab an Dich vorhin gedacht, als ich Nachrichten sah...
fbtde - 24. Aug, 22:38
Das Wetter...
... lässt wie jedes Jahr zu wünschen übrig....
Marco Gallina (Gast) - 11. Aug, 16:46
Lange nicht mehr hier...
doch freue ich mich sehr, daß es diesen Blog...
Arminius (Gast) - 29. Jul, 20:23
Lebenszeichen
Ein Lebenszeichen für uns Besorgten wäre...
Theodred (Gast) - 21. Jul, 21:36

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