Elsas Nacht(b)revier

Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen. [Douglas Adams]

elsalaska[at]tiscali[punkt]it

Bullshitter sind angehalten, die recyclebaren bullshit bags zu benutzen und nicht den Kommentarbereich. Danke.


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Was vom Tage ...

Freitag, 2. Mai 2008

Wien plant Kampagne

um das angeschlagene Image Österreichs zu retten: Vorab-Fotoserie einer neuen Reisebroschüre auf Welt-Online.

[via blog.glaubenssache.net]

Donnerstag, 1. Mai 2008

*lotet die Stimmung aus*

Ausgehend von Harkis Plädoyer für die Todesstrafe dachte ich mir, wollen doch mal schauen ... Die Abstimmung ist geheim, selbst wenn ich eure Ips oder was weiß ich scännen könnte - ich kann es nicht und lege auch keine Ehrgeiz darein. Und also tue ich es auch nicht, abgesehen davon, dass man es wahrscheinlich eh nicht kann. Hier also die Umfrage, wahrscheinlich nach den Kriterien empirischer Sozialforschung völlig unzureichend formuliert, aber wollen doch mal sehen. Das Ergebnis interessiert mich einfach.

Todesstrafe für Josef?
Menschen wie der Inzest-Vater von Amstetten oder der Kidnapper und Missbraucher von Frau Kampusch haben die Todesstrafe verdient.

JA
NEIN

  Resultate

ElsaLaska, 01:57h.


PS: Bei eventueller Fehlermeldung beherzt nochmal klicken bis es klappt.
PPS: Wie ich im Twoday-Hilfenet gelesen habe, besteht bei Umfragen auf twoday-net leider keine Möglichkeit, sie für Nicht-Eingeloggte nutzbar zu machen. Warum, weiß ich leider auch nicht. Ich hätte sie gerne für alle Leser geöffnet.

Mittwoch, 30. April 2008

GE-NERVT.

Vom Wetter. Ich wollte eigentlich eine hübsch heidnische (?) Maibowle* zaubern mit meinem üppigst wuchernden Waldmeister et al. und den Abend im Freien verbringen - und jetzt sintflutartige Regenfälle, eisige Kälte und überhaupt ... Mach ich es mir eben mit der "Kurzgefassten Verteidigung der Heiligen Inquisition" von H.C. Zander hinterm warmen Ofen gemütlich.
Und komm morgen wenigstens frühs raus zum Himmelfahrts-Gottesdienst. ...

lt. Wikipedia wurde Maiwein allerdings erstmals in einem Kloster dokumentiert, um 854.

Sonntag, 20. April 2008

Gotteslästerung?

Sorry, wenn ich abwinke. Gotteslästerung als "Delikt" ist immer nur der müde Versuch, jemanden Anonymen gegen sich aufzubringen, und je mehr sowieso alles erlaubt ist, so desto mehr mögen sich die selbsternannten Gotteslästerer mit ihrem miefigen Spind beschäftigen ... Es gibt allerdings Gotteslästerer, die nehme ich ernst, und die wissen, um was es geht.




Und das sind die, die Gott in seine Arme aufnehmen wird, wenn es einmal so weit sein wird. Und selbst wenn ich nichts weiß, aber das eine weiß ich.
Weil die Liebe siegen wird.

Freitag, 4. April 2008

Sind religiöse Frauen dumm? Die Gretchenfrage aus religionswissenschaftlicher Sicht.

Dr. Blume vom Religionswissenschaftsblog beantwortet diese provokant gestellte Frage in einem lesenswerten Beitrag auf dem Wissenslog.

Warum nur habe ich das Gefühl, dass seine Thesen irgendwie so gar nicht in die beliebte gender Forschung passen wollen ...

Die Madonna in den Erdbeeren

lautet der bezaubernde Titel eines bezaubernden gotischen Gemäldes - ich liebe Gotik natürlich.

pf_vierge© Kunstmuseum Solothurn


Deshalb weise ich gerne auf die derzeit in Straßburg laufende Ausstellung mit dem äh, einfallsreichen Namen "Straßburg 1400" hin, die noch bis zum 6. Juli im Musée de l*oeuvre Notre Dame zu sehen ist.

Das einzige, was mir überhaupt nicht gefällt, ist, dass man es in der EUROPASTADT Straßburg offenbar nicht nötig hat, gleichwertige Führungen in deutscher Sprache (die finden nämlich nur an Sonntagen statt, und auch nur in einer ganz allgemeinen Fassung) oder wenigstens einen Katalog auf Englisch, wenn schon nicht auf Deutsch zur Ausstellung beizugeben.
Das ist ziemlich peinlich.

Wenigstens hat es für eine deutsch-französische Homepage gelangt.

stras1400_catalogue

Dienstag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr
Freier Eintritt Dienstagabend von 18 bis 21 Uhr
Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Am Montag ist das Museum geschlossen

Mittwoch, 2. April 2008

Entsagung.

In den 90ern habe ich darüber nachsinniert, wie Leuten aus dem ehemaligen Ostblock wohl unsere Fleischtheken und Supermärkte erscheinen müssen. Ich kannte das Phänomen selbst recht gut, wenn ich länger in Russland war und dann wieder heimkam.
Und jetzt geht es mir selbst so. Obwohl ich eigentlich aktuell nicht in irgendwelchen Mangelgebieten war. Aber wenn ich in die nächste Großstadt fahre, erschlägt es mich regelmäßig: Diese trilliarden von Geschäften, die mit ihren Produkten und Waren aus allen Nähten platzen und deshalb auch noch die Bürgersteige belegen müssen. Dass man so etwas wie Apfelschorle fertig gemischt kaufen kann und viele das sogar müssen, und es dazu noch tausend verschiedene fertige Apfelschorle-Marken gibt.
Wozu?

Aber es gibt ja auch eintausendmillionen einfache WÄSSER, man muss ja gar nicht so weit gehen und sich einen fertigen Apfelschorle kaufen (diesen Wunsch habe ich noch nie gehegt, ganz ehrlich. Noch nie).
In der Unibibliothek habe ich heute Alarm ausgelöst.
Das liegt daran, dass kein Mensch mehr schnallt, wo er wie was und in welcher Reihenfolge tun soll, um einen simplen Ausleihvorgang abzuschließen.
Und in den Lesesälen sitzen sie alle, alle alle. Die sind voll. Nur sitzt überhaupt niemand mehr vor Büchern. Jeder sitzt vor seinem Notebook. Und seinem fertigen Apfelschorle.
Ich komme mir vor wie übriggeblieben aus dem letzten Jahrhundert.

Montag, 31. März 2008

Aber die einzig wirklich wichtige Nachricht

des Tages ist: Die erste Schwalbe ist eingetroffen.
Wer wie ich, den Weg über die Alpen neulich mental und emotional mehr schlecht als recht mit einem Billigflieger (der übrigens sehr komfortabel war und für die Turbulenzen ja nun auch nichts konnte) bewältigt hat, der steht staunend und bewundernd vor der Tatsache, dass heute gleich nach dem Mittagessen auf der Antenne am Hausdach gegenüber die erste Schwalbe zwitschernd ihre Sondierungen für die sommerliche Bleibe in unserer Werkstatt kundgab.
Mama hat fast geweint vor Rührung.
Außerdem wurden ernste Maßnahmen gegen die Hauskatzen verfügt.
Schließlich ist es ziemlich mies, nach einem anstrengenden Flug über die Alpen, den man mit Mühe und Not überlebt hat, kurz nach der glücklichen Heimkehr von einer bescheuerten Katze aus Langeweile getötet zu werden.
Dazu passte ein Artikel in der Regionalzeitung, der beklagte, dass immer weniger Menschen bereit seien, Schwalben am Haus zu dulden.
Dazu muss ich sagen, dass ein Sommer ohne Schwalben, die uns mit ihrer Flugakrobatik schon oft erfreut haben, keiner ist.
Schwalben gehören dazu. Seit ich ein Kind bin, haben wir diese sommerlichen Hausgenossen Ende März sehnsüchtig erwartet, herzlich willkommen geheißen, wenn das eine oder andere aus dem Nest fiel, aufgepäppelt, mit einer speziellen Leiter versucht, wieder hochzusetzen, mitgelitten und uns mitgefreut, wenn dann die ersten Flugversuche gemacht wurden. Wem die saubere Hausfassade wichtiger ist als Freude und Glück über die Mitkreatur - bitteschön - , der ist ein saurer und freudloser Tropf.

Samstag, 29. März 2008

Das ist dann die letzte Form der

endgültigen Entmündigung des Bürgers. Verbrämt unter dem Schutzmantel des "selbstbestimmten, würdigen, freiheitlichen Todes".
Wunderschön.
Jeder Henker im Mittelalter war humaner.
Gut, nachdem es nun Automaten gibt, um sexuelle Bedürfnisse, Hunger und Durst, auch das Ersuchen nach Geld zu befriedigen, warum nicht noch ein Automat für das Sterben.
Ich hatte meinen Schülerinnen neulich noch das Fremdwort "Nihilismus" erklärt, aber ich habe es offensichtlich verharmlost. Ich hätte ihnen sagen sollen, dass das keine exotische philosophische Strömung war, sondern genau das ist, womit wir täglich konfrontiert werden.
Ich habe in meinem Leben zwei Hunde einschläfern lassen müssen, die ebenfalls die berühmten zwei Spritzen bekamen.
Jeder Bolzenschuss in die Stirn ist humaner.
Aber das Schöne ist, es wird wieder genug Freiheits- und Würdefanatiker geben, die aus welchen Gründen auch immer (zu feige, selbst Hand an sich zu legen? Angst vor der absoluten körperlichen Vernichtung auf Zuggleisen?) so bescheuert sind, und diesen Automaten promoten.
Aber was lamentiere ich herum. Es ist wundervoll, wenn alles, was machbar ist, gemacht werden kann. Das ist Fortschritt im Namen der Freiheit und Würde des Menschen.
So etwas kann nur Leuten einfallen, die bisher jegliche Konfrontation mit dem Tod tunlichst vermieden haben.

Mittwoch, 19. März 2008

Werbung

Es sollte auch mal festgehalten werden, dass unter allen alkoholfreien Bitters die Marke "Crodino" doch die wohlschmeckendste ist, aber nur mit Eis und einem Stück Orange drin.
Da ich jetzt auch über eine breite Trinkerfahrung mit alkoholfreiem Bier verfüge, ist vielleicht auch der Hinweis auf LIDLs Fink Bräu angebracht. Es schmeckt hervorragend und fast wie echt. Glücklicherweise hilft mir ja der LIDL unten am Meer, damit ich nicht auf vertraute Produkte verzichten muss. Die Mini Berner Würstel zum Beispiel und die Roten Knacker. Außerdem wurde dort heute an der Kasse eine italienischsprachige Denkschrift zu "Ostern für die ganze Familie" verteilt, in der sich auch ausführlichste Hinweise für ein Ostermenü - beginnend mit aperitivo - befanden. Den tiefgefrorenen Merluzzo auf Amarenakirschen als secondo werde ich allerdings nicht nachkochen *brr*. Die penne mit frischen Tomaten und Pfirsichen (primo) klingen jedoch ganz interesssant.
Leider gibt es ja zu Ostern keine frischen Pfirsiche, nichtmal in Italien. So werde ich auf die bewährten Trüffelpappardelle zurückzugreifen. Und Lamm gibt es heuer auch keins. Warum nicht? Weil ich im Städtchen immer an einem Kunstdrucklädchen vorbeilaufe, der seine Eingangstüre mit Hinweisen auf die aktuelle Situation in Tibet und Aufrufen zu vegetarischen Ostern geschmückt hat. Die Frage unter dem Bild eines lieblichen kleinen Lammes, ob denn wohl zu Ostern auch wieder sein Blut fließen müsse, hat mich dazu gebracht, auf bistecca vom Rind umzusatteln. Ja ja, auch nicht besser, ich weiß. Aber blutverschmierte Tibeter plus blutverschmierte Lämmer waren mir einfach zu viel an jenem Tag.

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