Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila



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Aktuelle Veröffentlichungen

"Ökumene mit Herzblut" - Besuch bei der griechisch-orthodoxen Gemeinde in MA-Luzenberg. In: Die Tagespost vom 8.9.2016.

"Eine orthdoxe Insel im Schwarzwald" - Auftakt zur Sommerserie Orthodoxie in Deutschland. Besuch bei der russisch-orthodoxen Gemeinde in Baden Baden. In: Die Tagespost vom 18. August 2016

"Die, welche uns den Gott des Todes predigen wollen" - Übersetzung eines Blogartikels von Kardinal Duka aus dem Tschechischen. In: Die Tagespost vom 13. August 2016

"Konvertiten" In: Die Tagespost vom 26. Juli 2016

"Teresa von Avila: Es gibt keinen Grund". In: Die Tagespost vom 23. Juni 2016

Rezension "Johannes Gschwind: Die Madonna mit dem geneigten Haupt". In: Die Tagespost vom 28. April 2016

Rezension "Peter Dyckhoff: Die Gottesmutter mit den drei Händen". In: Die Tagespost vom 21. April 2016

"Jacobus Voragine und seine Legenda Aurea Ausgabe lateinisch-deutsch". In: Die Tagespost vom 24. März 2016

"Ignatius jenseits von Legende und Vorurteil. Der Bericht des Pilgers und die Ignatius-Biografie von Pierre Emonet". In: Die Tagespost vom 19. Januar 2016

"Schicksalhafte Lektüre Die Taufkirche von Edith Stein in Bergzabern, wo ihr Weg der Heiligkeit begann" In: Vatican-Magazin Januar 2016

"Selbst ein Stein würde bersten. Interview mit Karam Alyas, Flüchtling aus Nordirak." In: Die Tagespost vom 4. Dezember 2015

"Am Ursprung eines stabilen Kerneuropa Gisela von Bayern und Stefan von Ungarn: Ein heiliges Paar, das zu Staatsgründern wurde" In: Vatican-Magazin Dezember 2015

"Hier wird nach Wahrheit gesucht. Ein Interview mit dem Konvertiten, Kampfkünstler und Schauspieler Michel Ruge." In: Die Tagespost vom 13. November 2015

"Leibhaftig, nicht als Symbol? Ein ungeschickter Priester: Das Blutwunder von Walldürn und die elf „Veroniken“ - In: Vatican-Magazin November 2015

"Martha und Maria in einer Person. Elisabeth Münzebrocks Porträt der Teresa von Avila" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2015

"Das Meisterwerk: Mann und Frau, die einander lieben." Zur Heiligsprechung der Eltern der hl. Thérèse von Lisieux. In: Vatican-Magazin Oktober 2015

"Glückssucher, Gelehrter und Vorbild. Ein gelungenes Porträt des heiligen Augustinus. In: Die Tagespost vom 27. August 2015"

"Hervorragende Brückenbauer. Ein Interview mit Simon Jacob, ZOCD u. Initiator des Project Peacemaker" In: Die Tagespost vom 21. August 2015

"Eine Tugend für Kämpfernaturen: Johannes Stöhr und die Tugend der Geduld." In: Die Tagespost vom 27.Juli 2015

"Wachen und Beten für die Welt. Ein Besuch bei den Trappistinnen auf dem pfälzischen Donnersberg." In: Die Tagespost vom 17. Juni 2015

"Ein Apostel der Armen: Der selige Paul Josef Nardini und seine Grabkapelle in Pirmasens" In: Vatican-Magazin Juni-Juli 2015

"Von der Tänzerin zur Ordensschwester. Irmgard Fides Behrendt Flucht aus dem Osten." In: Die Tagespost vom 8. Mai 2015

"Es ist eine simple Sache, zu lieben. Interview mit Torsten Hartung zu seiner Konversion." In: Die Tagespost vom 8. April 2015

"Meine Mutter stirbt an ALS" In: Christ und Welt - Beilage der "ZEIT", Ausgabe 17-2015

"Don Bosco und Maria Mazzarello" In: Vatican-Magazin April 2015

"Eine profunde Menschenkennerin. Zum dritten Band der Briefe Teresas von Avila" In: Die Tagespost vom 1. April 2015

"Katholisches Welttheater. Paul Claudel: Der seidene Schuh" In: Die Tagespost vom 19. März 2015

"Einbruch des Übernatürlichen. Michail Bulgakov: Der Meister und Margarita" In: Die Tagespost vom 7. März 2015

"Ganz Ohr für die Stimme des Herrn. Ein Kartäuser: Die Große Stille" In: Die Tagespost vom 3. März 2015

"An der Hand der großen Teresa". Eine Auswahl von Internetseiten zum 500. Geburtstag T. von Avilas. In: Die Tagespost vom 17. Februar 2015.

"Vom Krieg zum Frieden. Wie das Gefängnis für Torsten Hartung zum Tor der Gnade wurde." In: Die Tagespost vom 10. Februar 2015 (Buchbesprechung)

"Das Leben Jesu betrachten Ein Gespräch mit Pater Norbert Lauinger SAC vom Apostolatshaus in Hofstetten" In: Die Tagespost vom 31. Januar 2015

"Das Gebet ist die Drehscheibe des Christseins- Das Lebensbuch des heiligen Theophan des Einsiedlers bietet Einblick in den geistlichen Reichtum der Orthodoxie" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Digitale Karte des Ordenslebens - Das „Jahr der Orden“ im Internet und den sozialen Medien" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Eine Katakombenheilige im Exil Das Weinstädchen Morro d‘Alba in den Marken mit den Gebeinen der römischen Märtyrerin Teleucania." In: Vatican-Magazin Januar 2015

"Starke Frauen - Wenn Widerstand gegen herrschende Strukturen zur geistlichen Pflicht wird. Prophetinnen und Mahnerinnen in der Kirche." In: Die Tagespost vom 16. Dezember 2014

Auf Columbans Spuren. Eine unkonventionelle Pilgerreise." In: Die Tagespost vom 13. Dezember 2014

"Geistliche Paare: Der heilige Paulinus von Nola und seine Therasia" In: Vatican-Magazin Dezember 2014

"Die zeitlose Kunst des Sterbens. Nicht nur Hospizhelfer werden Peter Dyckhoffs Betrachtungen schätzen." In: Die Tagespost vom 20. November 2014

"Mystikerin des Apostolats. Mit Teresa von Avila Zugänge zur Spiritualität der Unbeschuhten Karmeliten finden" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2014

"Was die Mumien erzählen. Die Bruderschaft vom guten Tod und die Chiesa dei Morti in Urbania" In: Vatican-Magazin November 2014

"Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz. Die unbeschuhte Reformerin und ihr Vater, der „doctor mysticus“" In: Vatican-Magazin Oktober 2014

"Gottvertrauen als Balsam und Ansporn. Carlo Maria Martinis spirituelles Vermächtnis" In: Die Tagespost vom 4. September 2014

"Unter den Märtyrern der Gegenwart. Soon Ok Lee hat die Haft in einem nordkoreanischen Straflager überlebt und zum christlichen Glauben gefunden." In: Die Tagespost vom 16. August 2014

"Zeugen monastischer Kultur. Seit 20 Jahren gibt es das Netz cluniazensischer Stätten im Schwarzwald." In: Die Tagespost vom 17. Juli 2014

"Franziskus-Effekt in Umbrien. Steigende Pilgerzahlen in Assisi und eine Friedensmission im Heiligen Land." In: Die Tagespost vom 12. Juni 2014

"Im Bunker fing alles an. Franco de Battaglia schildert die Anfänge der Fokolarbewegung." In: Die Tagespost vom 5. Juni 2014

"Eine Oase der Stille-nicht nur für Zweifler. Zum 850. Todestag der hl. Elisabeth von Schönau" In: Vatican-Magazin Juni_Juli 2014

"Sie zum Lächeln zu bringen wird unser aller Lieblingsbeschäftigung" Buchbesprechung Sandra Roth: Lotta Wundertüte. In: Die Tagespost vom 24. Mai 2014

"Gelungene Ouvertüre. Der Postulator Johannes Pauls II. hat eine lesenswerte Papstbiografie vorgelegt." In: Die Tagespost vom 24. April 2014

"Kloster Wittichen und die selige Luitgard" in: Vatican-Magazin Mai 2014

"Clemens Brentano und die selige Anna Katharina Emmerick" in: Vatican-Magazin April 2014.

"Wohltuend für Seele, Geist und Körper Der heilige Ulrich von Zell und sein „durch Wunder berühmtes Grab“ im Schwarzwald" In: Vatican-Magazin März 2014

"Spiritualität der Heiligen. Bischof Paul-Werner Scheele stellt Glaubenszeugen aus allen Zeiten vor." In: Die Tagespost vom 27. Februar 2014

"Hinaus in die Randgebiete der menschlichen Existenz. Der hl. Vinzenz von Paul und die heilige Louise de Marillac." In: Vatican-Magazin Februar 2014.

"Blind geboren - Doch dann geschah das Wunder. In jener Zeit, als das Christentum aufzublühen begann: Die heilige Odilie auf dem Mont Sainte-Odile im Elsass." In:Vatican-Magazin Januar 2014.

"Römische Geschichte einmal anders." Rezension zu Ulrich Nersingers Buch "Die Gendarmen des Papstes." In: Die Tagespost vom 7. Januar 2014

"Die Bärin wies den Weg. Die heilige Richardis und Unsere liebe Frau in der Krypta in Andlau." In: Vatican-Magazin Dezember 2013

"Schatten auf der Soldatenseele". In: Die Tagespost vom 3. Dezember 2013

"Über den Brenner nach Rom. Ein neuer Pilgerführer mit Etappenheiligen." In: Die Tagespost vom 28.10.2013

"Eine neue Idee von Liebe - Der Troubadour Jaufré Rudel und seine ferne Prinzessin." In: Vatican-Magazin Oktober 2013

"Zeigen, dass sie ein Werkzeug Gottes war. Die Neuausgabe der Vita der heiligen Hildegard." In: Die Tagespost vom 17. September 2013.

"Licht ihres Volkes und ihrer Zeit". Die Lektüre ihrer Briefe eignet sich in besonderer Weise, um die hochbegabte Menschenführerin Hildegard von Bingen kennenzulernen. In: Die Tagespost vom 17. September 2013

"Eine Art intensivierte Straßenpastoral" - ein Gespräch zum Jahr des Glaubens mit dem Augustiner-Chorherrn und Bloggerkollegen Hw. Alipius Müller. In: Die Tagespost vom 24. August 2013

"Das flammende Siegel des hl. Ignatius. Die Eremo delle Carceri bei Assisi" In: Vatican-Magazin August-September 2013

"Mehr als exotische Aussteiger. Ein Buch gibt Einblicke in das Leben moderner Eremiten." In: Die Tagespost vom 11. Juli 2013

"Geistliche Vitaminspritzen. Gesammelte Johannes-Perlen aus einem reichen Leben." In: Die Tagespost vom 4. Juli 2013

"Das entflammte Herz. Die Ewigkeit als Maß: Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal." In: Vatican-Magazin Juli 2013

"Und Christus berührte das kranke Bein. Wie der heilige Pellegrino von Forlì zum Patron der Krebskranken wurde." In: Vatican-Magazin Juni 2013

"Ida Friederike Görres und Joseph Ratzinger - die tapfere Kirschblüte und ihr Prophet in Israel." In: Vatican-Magazin Mai 2013

"Kein Maß kennt die Liebe" - über die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern und das Jubiläumsjahr in Kloster Hegne. In: Die Tagepost vom 20. April 2013.

"Liebe, Wahrheit, Schönheit-das gesamte Pontifikat Benedikts XVI." - Die Buchbesprechung zu A. Kisslers Buch "Papst im Widerspruch." Online hier.

"Zuversicht statt Zweifel. Bologna und die heilige Katharina."In: Die Tagespost vom 13. April 2013

"Und in dir wird man einst die Herrlichkeit Gottes sehen" über die heilige Katharina von Bologna. In: Vatican-Magazin März-April 2013

"Schutzschirm für die Gemeinschaft. Christoph Müllers Einführung in die Benediktsregel" In: Die Tagespost vom 7. März 2013

"Fritz und Resl: Gottes Kampfsau und Jesu Seherin" In: Vatican-Magazin Februar 2013 anlässlich des 130. Geburtstags von Fritz Michael Gerlich.

"Jakub Deml-Traumprosa, die vom Jenseits erzählt" In: Die Tagespost vom 9. Februar 2013

"Der Tod ist nicht relativ" In: Die Tagespost vom 7. Februar 2013

"In heiligen Sphären. Mensch und Welt lassen sich nicht entsakralisieren" In: Die Tagespost vom 5. Februar 2013

"Die tapfere Heilige, die nicht sterben wollte Die Märtyrerin Cristina und das Blutwunder von Bolsena." In: Vatican-Magazin Januar 2013

"Alles andere als Rettungsroutine. Aus den Schätzen der Kirche schöpfen: Warum Beichte und Ablass ein Comeback verdient haben." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Leitsterne auf dem Glaubensweg. Katholische Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Neuevangelisierung." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Das Netz der virtuellen Ewigkeit.Tod und Gedenken im Internet." In: Die Tagespost vom 29. November 2012.

"Der Friede auf Erden fängt zwischen Männern und Frauen an. Marias "Fiat" und Josefs "Serviam". Engel führten sie zum außergewöhnlichsten Ehebund der Weltgeschichte. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Der Marathon-Mann" - mein Porträt von S. E. Bischof Tebartz-van Elst. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Versperrter Himmel, öffne dich!" Über die Wallfahrt der totgeborenen Kinder zu Unserer lieben Frau von Avioth. In Vatican-Magazin November 2012.

"Ein französischer Vorläufer des heiligen Franziskus - zum 800. Todestag des Hl. Felix von Valois." In: Die Tagespost vom 3. November 2012

"Die Macht der Mystikerinnen" anlässlich der Heiligsprechung von Anna Schäffer. In: Die Tagespost vom 20. Oktober 2012

"Was für eine Frau!" Zur Vereinnahmung der hl. Hildegard von Esoterikerin und Feministinnen. In: Die Tagespost vom 9. Oktober 2012

Über den Kapuzinerpater Martin von Cochem zu seinem 300. Todestag. In: Die Tagespost vom 29. September 2012

"Die Kirche-ein Krimi?" in: Die Tagespost vom 30. August 2012.

"Wieder gefragt: Exorzismus!" in: PUR-Magazin September 2012

"Mir ist das Brevier wichtig geworden!" Ein Interview mit dem evang. Pfarrer Andreas Theurer, der in die katholische Kirche eintreten wird. In: Die Tagespost vom 14. August 2012

"Im Vorhof des Himmels" Die hl. Edith Stein und ihr Seelenführer, der Erzabt von Beuron. In: Vatican-Magazin August-September 2012

"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

Der Cammino di San Francesco-Heiligtümer im Rieti-Tal. In: PUR-Magazin Juli.

Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

"Mehr als Dinkel und Kräuter: Ein Kernkraftwerk des Heiligen Geistes - die hl. Hildegard von Bingen" In. Vatican-Magazin Juni-Juli 2012

"Wie eine lodernde Feuersäule Die heilige Veronika Giuliani" In: Vatican-Magazin Mai 2012

"Die Vollblutfrau, die den Erlöser liebte: Kronzeugin des Osterereignisses: Die Geschichte von Jesus und Maria Magdalena." In: Vatican-Magazin April 2012

"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

"Die virtuelle Engelsburg hat standgehalten" in: Die Tagespost vom 22. März 2012

"Die Sowjets traten, rissen, schlugen, brannten - aber immer wieder haben die Litauer ihren Kreuzeshügel aufgebaut". In: Vatican-Magazin März 2012

"Katholische Bloggerszene stiftet Ehe" Interview mit Phil und Hedda in: Die Tagespost vom 13.März 2012

Und Du wirst mal Kardinal!" Prags Erzbischof verkörpert das Durchhaltevermögen der tschechischen Christen. In: Die Tagespost vom 18. Februar 2012

"Wo Liebe ist, ist Eifersucht nicht weit: Alfons Maria de Liguori und Schwester Maria Celeste Crostarosa, Gründer des Redemptoristenordens". In: Vatican-Magazin Ausgabe Februar 2012

Neue Kolumne über geistliche Paare: "Mann-Frau-Miteinander-Kirchesein" In: Vatican-Magazin Ausgabe Januar 2012

Unsagbar kostbare Göttlichkeit - Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Gaben der Heiligen Drei Könige. In: Die Tagespost vom 5. Januar 2012

"Wo die Pforten des Himmels offen sind. Loreto in den italienischen Marken". In: Vatican-Magazin Dezember 2011

"Ein Schatz, der fast zu groß für diesen Erdball ist". In: Liebesbriefe für die Kirche. Hrsg. Noe, Biermeyer-Knapp. Bestellbar hier.

Der Papst meines Lebens - Vatican-Magazin spezial zum Papstbesuch

Norcia - der Geburtsort des heiligen Benedikt: "Als sich der Erdkreis verfinstert hatte" In: Vatican-Magazin August-September 2011

In englischer Übersetzung online hier: When the world had darkened<

Der Vatikan und die Blogger - Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Poetische Pilgerorte-Reisen ins mystische Mittelitalien. Erschienen im MM-Verlag.


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Mutter Angelica, R.I.P

Die Gründerin des erfolgreichen US-amerikanischen katholischen Fernsehsenders EWTN ist an Ostersonntag in hohem Alter von 93 Jahren verstorben. Mutter Angelica gehörte den Franzikaner-Klarissen von der ewigen Anbetung an.

Ein Zitat von ihr machte vor einigen Jahren auch die Runde in den diversen Blogs.

>>Ich habe die Nase voll von eurer liberalen Kirche ... eurem ichbezogenen Gebet, eurer erdhaften Spiritualität. Ich habe die Nase voll von euren "Aufbrüchen", denn das erste, was von einem solchen Auf-Bruch zurückbleibt, ist ein Loch, in das wir alle hineinfallen. Ich habe die Nase voll von euren Theologen, die nichts anderes tun, als spalten und zerstören... Sie wissen, wie schrecklich schweigsam wir loyalen Katholiken in all diesen Jahren gewesen sind...wir haben eure Ansichten über Gott nun dreißig Jahre lang [fünfzig sind es jetzt, mit Kirche 2011 - Anm. Elsa] runtergeschluckt. Ihr habt keinen Gott, kein Dogma, keine Glaubenslehre und keine Autorität. Ich empöre mich über eure Versuche, den Katholizismus der Kleinen, Armen und Älteren zu zerstören. Eure Katechismen sind so verwässert, dass sie nichts anderes mehr besagen, als "liebe deinen Nächsten". Nein, zuerst muss man Gott lieben! Ihr habt mitgeholfen, dieses Land heidnisch werden zu lassen, weil ihr keine Spiritualität besitzt, die anziehend ist.<<

Jaja, auch andere Katholikinnen können ranten. Sogar Ordensschwestern.
Kalinka (Gast) - 28. Mär, 13:46

Danke!

So ist es.

Schuld sind immer die anderen. Besonders, wenn die anderen "Liberale" sind.

Danke, dass Sie uns zum Osterfest 2016 an dies ur-christliche Basic erinnert haben.

ElsaLaska - 28. Mär, 21:15

@Kalinka

Da müssen Sie sich schon bei Mutter Angelica beschweren - ich habe nur zitiert.
Es gab übrigens aus meiner Sicht weitaus Schlimmeres heuer zum Osterfest, als ein uraltes Zitat einer Schwester, die es immerhin geschafft hat, aus dem Nichts einen heute sehr erfolgreichen katholischen Fernsehsender aufzubauen.
Supersansa (Gast) - 28. Mär, 21:33

ratloser Rant.

Naja, die gute Mutter Anjelica vereinnahmt die Kleinen, Armen und Älteren auch ganz schön für sich; ich kenne auch aus diesen Gruppen sehr liberale Christen. Und Katholiken, deren Ausrichtung sie stört, in Bausch und Bogen Gott + Glaubenslehre abzusprechen, nope, finde ich viel zu arrogant.

Was mich hingegen interessiert, ist dieses "Ihr habt mitgeholfen, dieses Land heidnisch werden zu lassen..." - interessiert mich sehr, weil ich diesen Vorgang hin zu einer postchristlichen Gesellschaft bei jungen Menschen gut mitverfolgen kann und ich diesen Verlust an kulturellen Wurzeln und ethischer Positionierung sehr problmatisch finde. Ich bin mir nicht sicher, ob daran wirklich das liberale Christentum schuld ist - schon meine Großeltern waren trotz religiöser Sozialisation als Erwachsene nicht mehr gläubig, genauso meine Eltern. Dabei gab es damals in ihren Gemeinden von Liberalisierungstendenzen keine Spur. Was wesentlich besser "saß", war religiöses WISSEN, das ja, aber Gläubigkeit - nein. Ich frage mich, ob echte Gläubigkeit nicht zu jeder Zeit ein Minderheitenprogramm war und die meisten sich einfach nur an Bräuche angepasst haben (Sonntagspflicht etc.). Nicht, dass es nicht quasi automatisch gut für die Leute gewesen wäre, sich einmal pro Woche hinzusetzen und an Transzendentes zu denken; aber intensive, selbstgewählte Gläubigkeit muss das nicht gewesen sein.
Vielleicht ist auch momentan einfach der Zug für die christliche Glaubenslehre abgefahren. Ich selbst, mit, wie ich denke, überdurchschnittlichem religiösen Wissen und Interesse und einer noch z. T. religiösen Sozialisation, kann mit der reinen GESCHICHTE (Jesus Sohn Gottes starb für unsere Sünden) rein gar nichts anfangen. Wirklich nicht, und nicht mangels Bemühen. Wie sollen da ganze Jahrgänge an jungen und mittelaltern Leuten, die nicht mehr religiöse sozialisiert sind und im Alltag wenig Kontakt mit "der Kirche" haben, da einen tragfähigen religiösen Zugang finden? Das Bedürfnis nach Spiritualität wäre ja da (siehe unsägliche Engelkarten, esoterischer Dingens usw.), aber was immer die Kirche zu erzählen hat, trifft kaum auf Ohren, die hören können.
Momentan wirken gerade bei vielen jungen Menschen mit sicherer familiärer Bindung und einem festen Freundeskreis noch die Verlockungen der Konsumgesellschaft sinnstiftend; und die, die in einer Krise sind, ungebunden und ungehalten, treffen, wenn sie Pech haben, auf die wahnsinnigen radikalen Muslime, die offenbar einen authentischen und anziehenden Glauben zu bieten haben. Fatal.

Ich habe eine winzige Tochter, der ich gerne in einpaar Jahren einen religiösen Zugang ermöglichen würde. Es erscheint mir wie ein sehr schwieriges Unterfangen.

ElsaLaska - 28. Mär, 22:11

@supersansa

Sie sprechen da etwas an, das durchaus wichtig ist.
Ich habe mir mein religiöses Wissen - also jedenfalls, was den Katholizismus betrifft größtenteils selbst erarbeitet. Zum anderen weiter unten noch.

Was viele schon lange in der katholischen Kirche - in Deutschland - beklagen, ist die fehlende Katechese, also die fehlende Glaubensvermittlung. Das ist kein Erfindung von mir, sondern das wird rundheraus auch von Leute beklagt, die als Religionslehrer und soweiter tätig sind.
Wenn mal Unterweisungen kommen, dann sind sie im üblichen pastoralen Neusprech von völliger Unverbindlichkeit, schwammig bis blumig. Schön.
Aber was Sie zu Recht anmerken: Junge Leute suchen Verbindlichkeit. Das ist auch keine Erfindung von mir, sondern religionswissenschaftlich untersucht worden. Da haben Sie das Geheimnis, warum junge Menschen zum Islam konvertieren: Dort herrscht allergrößte Verbindlichkeit - die deutschen Kirchen bieten dagegen einen Allerweltssprech an und unverbindliche Floskeln zur Klimarettung etc.
Sie werden also mit Ihrer Tochter selbst arbeiten müssen. Dazu gehört vielleicht, nur als Idee, regelmäßiges Vorlesen aus einer kindergerechten Bibel, zum Beispiel von "Kirche in Not". Das Beibringen und das Auswendiglernen der Grundgebete wie Vater Unser, Glaubensbekenntnis und natürlich Psalm 23. So einfache Sachen wie ein kurzes Morgengebet sprechen und den Tag an Gott übergeben, gemeinsames Gebet vor der MAhlzeit und Dankgebet nach der Mahlzeit, ein gemeinsames Abendgebet vor dem Zubettgehen.
Alle Dinge, die ich unterwiesen bekam, habe ich als Kind in meiner evangelischen Konfession gelernt bekommen, wir hatten einen sehr altmodischen Pfarrer, der uns nur abschreiben und auswendig lernen ließ, und natürlich das Kleid des Josef malen oder den Jona im Walfisch. Oder die dreißig Silberlinge aus Alu ausschneiden und in unser Lernheft kleben. Das klingt überhaupt nicht zeitgemäß, aber alles, was ich damals gelernt habe, das "sitzt" heute noch und ich kann, nach einer sehr langen esoterischen Phase in meinem Leben, immer noch darauf zurückgreifen. Falls Sie Katholikin sind, natürlich könnten Sie Ihrem Kind auch den Rosenkranz beibringen, man muss ja nicht gleich alle fünf Gesätze beten - eines beten lernen reicht ja vorerst. Wenn das nicht gut ankommt, dann vielleicht es mit etwas anderem probieren. Sie sind da selbst gefordert - und es zählt auch natürlich Ihr Vorbild - was Sie vorleben, das nimmt Ihr Kind auch auf.
Das soll nicht belehrend klingen, es waren nur meine Ideen aus dem Impuls heraus.
Supersansa (Gast) - 29. Mär, 15:29

Vielen DAnk für den Input, Elsa, ich habe meine alte Kinderbibel schon wieder startklar gemacht, sehe mir auch mit meiner Kleinen Kirchen an und erkläre dies und jenes - aber natürlich muss das alles recht unauthentisch bleiben, weil ich eben nicht katholisch bin.
Ich wollte aber gar nicht meine eigene Situation in den Vordergrund spielen, sondern nur als Beispiel nehmen - wenn die Eltern selbst nicht katholisch sind und kein katholisches Umfeld mehr existiert (und sei es nur im Sinne einer gemeinsamen Kultur, nicht ernsthaft gelebten Religion), dann ist es schwierig, religiöses Wissen oder auch religiöses Prägungen an die nächste Generation zu vermitteln. Und wenn diese Generation erwachsen ist, sich der Pool an religiösem Wissen und religiösen Vorbildern weiter verkleinert, ist man irgendwann beim Minderheitenprogramm. Siehe Ex-DDR.
Dafür ist die umgebende Kultur mittlerweile wirklich toxisch - ich habe das bei meinem älteren Kind als Teenager erlebt; da ging es nur mehr flächendeckend um Statussymbole, soziales Engagement oder gar religiöses Engagement hatten völlige Exotenstatus. Die totale Oberflächlichkeit, und wenn ein Jugendlicher in so einer Peer Group ist, geht in Puncto religiöse Offenheit kaum mehr was. Vielleicht in 10, 20 Jahren wieder.
Imrahil (Gast) - 29. Mär, 16:55

Ich würd statt der kindgerechten Bibel eine Originalbibel (EÜ oder Herder... also nicht unbedingt eine altertümliche Übersetzung) hernehmen.

Das verstehn die Kinder schon, und es hat den Flair, daß es das Original ist, wie bei den Erwachsenen...
Imrahil (Gast) - 29. Mär, 17:02

>>dann ist es schwierig, religiöses Wissen oder auch religiöses Prägungen an die nächste Generation zu vermitteln.

Deswegen ist das eigentlich (trotz allem) eine Sache für den Schulunterricht.

Warum? Ganz einfach: weil im Schulunterricht Extemporalien geschrieben, Dinge auswendiggelernt und Noten vergeben werden. So einfach ist das...

(Daß es "nur um Statussymbole" geht, scheint mir irgendwie nicht so... war wenigstens in meiner Jugend, die allerdings auch schon ein paar Jahre her ist. Vielmehr hatten gerade Statussymbole etwas Anrüchiges - deren Fehlen allerdings auch: wie man's macht, macht man's verkehrt, wenn man nicht den Dreh heraus hat; und wie man's macht, macht man's richtig, wenn man den Dreh heraushat - so könnte man das beschreiben. Es ging darum, zu der mehr oder minder großen Elite derer zu gehören, die den relativ schwer definier- und kaum lernbaren Dreh heraushatten. Das wurde damals von den wohlmeinenden Erziehenden kritisiert, wird mittlerweile aber unter dem Titel "Sozialkompetenz" hochgelobt.)
Supersansa (Gast) - 29. Mär, 20:35

@Imrahil

- Kinderbibel: von der Schönheit der Sprache ist eine "Erwachsenenversion" sicher nicht zu toppen, aber als Kind habe ich die Bilder meiner Kinderbibel geliebt. Sie soll also aus nostalgischen Gründen erst mal zum Einsatz kommen.

- Schulunterricht: ich bin ja beruflich recht nahe dran; Religionsunterricht an "meinem" Gymnasium (und das steht nicht im gottlosen Osten) ist kaum Katechese; zumindest nicht strukturiert. Da geht's recht viel um Wie-fühlen-wir-uns-damit-Themen allgemeiner Natur (Umeltzerstörung, Sex, Tod, Weltreligionen...was halt sonst nirgendwo reinpasst). Dass da Fachwissen getestet wird, läuft dem momentanen Hype um die Kompetenzorientierung ziemlich entgegen (das betrifft alle Fächer). Ich würde mir davon nicht zu viel versprechen. Tut mir leid, das so sagen zu müssen.

-Statussymbole: witzigerweise war's in meiner Jugend (damals, als wir noch nichts hatten usw. etc.) so, dass bis zur Mittelstufe Statussymbole wie bestimmte Buntstiftmarken über den Rang in der Mädchenhierarchie entschieden. Später hat sich das relativiert, ich war an einer recht elitären Schule, in der man sich auf seine intellektuellen Fähigkeiten und die private Leseliste recht viel einbildete; die Lektüre von "Der Name der Rose" zählte mehr als der Besitz bestimmter Jeansmarken. Aber das ist lange her und sicher nicht der Normalfall heute. Bei meinem Sohn ging's in der Peer Group jedenfalls massiv um coole Handies, Kleidermarken, Computerspielgadgets usw. Ein Graus - obwohl es natürlich auch andere Cliquen gibt, die nicht ganz so oberflächlich-materialistisch drauf sind.
ElsaLaska - 29. Mär, 20:51

@Imrahil und supersansa

ich sehe das ganz undogmatisch. Ich konnte schon vor der ersten Klasse lesen und eines der wenigen Bücher im Hause war die Lutherbibel. Also habe ich die Lutherbibel gelesen. Ich liebe sie noch heute. Merkwürdigerweise habe ich die ganzen "problematischen" Stellen im Alten Testament bestens verstanden, aber Jesus war mir irgendwie ungeheuerlich - bitte um Nachsicht, ich war erst drei oder vier Jahre alt - der wollte ja von mir, dass ich Vater und Mutter verlassen solle und gegen seine eigene Mama war er häufig auch recht wortkarg und sogar schroff. Das hat mich leider in meinem Verhältnis zu Jesus sehr lange geprägt, wie gesagt, ich war ja noch ganz ganz klein, von daher - man kann Kindern eine "echte Bibel" durchaus zumuten, aber ich würde es nicht machen, ich würde was nehmen mit schönen Bildern auch, und natürlich die Lektüre begleiten und anleiten. Das haben meine Eltern nicht gemacht - was kein Vorwurf im Nachhinein an sie ist, sie konnten ja nicht wissen, was los war, ich habe das still gelesen und es war nicht das große Thema in der Familie, wir hatten andere Sorgen. Also Begleitung ist ganz wichtig und gegen eine vernünftige Kinderbibel - kein Pillepalle - ist nichts einzuwenden.
Imrahil (Gast) - 29. Mär, 21:13

tja ich hatte eine Kinderbibel - eine mE vernünftige (die von Elmar Gruber), aber eben doch unverkennbar kindgerecht aufgemacht... und fand es immer sehr sehr schick, wenn ich irgendwo mal an den Originaltext kam.

Vor allem an die Stellen, die in der Schulbibel ausgelassen waren^^

:-)
Imrahil (Gast) - 29. Mär, 21:15

Liebe @Supersansa,

ich rede natürlich nicht davon, wie der Schulunterricht ist, sondern wie er sein soll... und in der einen von drei Wochenstunden, die in der dritten und vierten Klasse (was sicher als Kommunion- und in der vierten wohl ehemals als Firmvorbereitung gedacht war) der Pfarrer persönlich gegeben hatte, bei mir auch war.
Christoph (Gast) - 29. Mär, 00:08

Die sog. Säkularisierung ist, auch das hat die religionssoziologische Forschung nachgewiesen, ein Megatrend in der nördlichen Hemisphäre, den die Kirchen nicht umdrehen können. Das muss man sehen. Da nützt weder eine "liberale" noch eine "konservative" Ausrichtung was, das sind längst abgestandene Plastikworte, die fast nur noch in der Kirche in Gebrauch sind.

Auch das von "konservativer" Seite gern als Auslöser der Säkularisierung in Verantwortung genommene 'Konzil' hat diese natürlich nicht ausgelöst, sondern allenfalls darauf zu reagieren versucht. Ob gut oder schlecht, darüber wird wohl bis zum Jüngsten Tag gestritten werden.

Die Kirchen werden in absehbarer Zeit keine Volkskirchen mehr sein, was ihnen gut tun wird. Nur als Freikirche, ohne staatliche Privilegien, gewinnt sie wieder missionarische Ausstrahlung. Das sagte auch der letzte Papst sehr hellsichtig in Freiburg.

raimund (Gast) - 29. Mär, 00:30

sind wir nicht alle (ein wenig) wohlstandsverwahrlost...

…in dem Sinne, dass das westliche Leben so angenehm oder herausfordernd, voller Ablenkungen sein kann, dass wir vergessen Gott an die erste Stelle zu setzen, wo er eigtl hingehört.

Wenn dann Infos kommen, dass Islamisten ggf . Atomkraftwerke zum GAU führen wollen - dann auf einmal lernen wir wieder das Beten - zumindest für kurze Zeit.

In meinem beruflichen Alltag erlebe ich immer wieder wie Eltern und Kinder in verschiedenen Grenzsituationen und Verlusterfahrungen, obwohl sie sich selbst als nichtreligiös bezeichnen, doch auf ein Leben nach dem Tod hoffen. Sie hoffen den geliebten gestorbenen Menschen wieder zu treffen.

In welcher Kontinuität durch alle Kulturen hindurch von einem Jenseits ausgegangen wird, das ist beeindruckend. Es gilt m E nach als ein indirekter Gottesbeweis. Und dies könnte uns Grund genug sein, uns Schritt für Schritt ein wenig mehr aufzumachen, das Geheimnis Gottes zu ergründen, ihn kennen zu lernen.

Unser Stolz kann uns davon abhalten.

Mareike Gebhardt (Gast) - 29. Mär, 13:49

@Raimund:

Da ist viel richtiges dran, was Sie schreiben. Es geht uns auf der übersättigten, auf Kosten des südlichen Hälfte lebenden und wirtschaftenden nördlichen Halbkugel schlicht zu gut - jedenfalls in der Breite (natürlich gibt es auch hier Armut), und nicht zuletzt unter denen, für die Glaube und Kirche noch irgenwie eine gewisse Bedeutung haben, auch wenn sie diese vielleicht gar nicht mehr benennen können. Auch die Kirchen, jedenfalls die beiden großen, sind verfettet und verkalkt an ihrem Besitz, ihren (viel zu wenig genutzten) Gebäuden, ihrem ganzen Personal etc.pp.

Not macht zwar nicht einfach gläubig, aber sie lehrt wirklich beten, als erste Voraussetzung zum Gläubigwerden. Die abgedroschen klingende Wendung ist einfach wahr. Es ist dem sog. "modernen Menschen", dem Selbstbestimmung und "Trautes Heim, Glück allein" über alles gehen (also der großen Mehrzahl von uns) nicht mehr plausibel zu machen, weshalb er regelmäßig die Hände fallten sollte. Das hat weder ein Benedikt geschafft, noch schafft es jetzt ein Franziskus, obwohl diese beiden Päpste es auf so verschiedene Art versucht haben. Deshalb gebe ich dem obigen Kommentator @Christoph Recht: Die übermächtige Säkularisierung ist mit den gängigen kirchlichen Mitteln nicht aufzuhalten. Das ist wie wenn sich ein paar einzelne Todesmutige einem heranrollenden Tsunami entgegenstemmen wollten...

Man soll sich nicht Not herbeiwünschen. Aber es täte uns allen, und nicht zuletzt unserer verschütteten Religiosität mehr als gut, wenn der Fetisch des Wachstums auf allen materiellen und teilweise auch immateriellen Ebenen endlich einmal ad absurdum geführt würde. Das wäre Entweltlichung at it's best.
Aber das wird noch lange dauern, wahrscheinlich braucht es erst wieder einen großen Krieg, um da ein Umsteuern herbeizuführen.
Imrahil (Gast) - 29. Mär, 15:15

>>Man soll sich nicht Not herbeiwünschen.

Richtig.

Daß übrigens zum trauten Heim auch die Kirche im Dorf gehört, ist bekannter, als man so allgemein vermutet...

(Ach ja: und, wir leiden auch. Daß wir uns dafür dann angeblich noch zu schämen haben, weil anderen geht's ja materiell schlechter, fungiert als Verstärker, nicht als Dämpfer.)
Supersansa (Gast) - 29. Mär, 15:20

No atheists in foxholes...

Dieser Ansatz "Not lehrt beten" - so ganz überzeugt mich der nicht, da steckt mir zu viel "do, ut des" darunter: ich bete ja in der Not aus ganz eigennützigen Motiven, damit sie nämlich aufhört. Sehr nachhaltig ist dieser Effekt wohl in den meisten Fällen nicht. Und der westlichen Menschheit jetzt eine Runde Elend zu wünschen, damit sie zum Wahren Glauben finde...ich weiß nicht recht. Ich könnte mir vorstellen, dass im 2. Weltkrieg in Deutschland eifrig gebetet wurde - nach dem Krieg war's dann schnell vorbei damit, da gab es Reise-, Fress- und sonstige Wellen, aber keine belebte Glaubenstradition.
Das spirituelle Interesse ist übrigens ja da, aber NICHT an katholischen Formen. Die Kirche kommt an die Interessierten kaum ran.
Ja, die Entweltlichung wird auf die Kirche in Deutschland zukommen - in Frankreich ist das ja schon passiert. Das hat sicherlich den Charme, dass es einer bewußten Entscheidung bedarf, um zu einer Gemeinde zu gehören, und dass das Gemeindeleben dadurch recht lebendig sein kann, bzw. auch neue Formen gefunden werden können. Auf ARTE gab es kürzlich eine Doku zu Kirchenfinanzierung in FR und DTL. Dort wurde gesagt, dass es in Frankreich Pfarrer gibt, die mit ihem Gehalt von 900 Euro (!) über die Runden kommen, weil sie täglich (!) von Gemeindemitgliedern zum Essen eingeladen werden. Diese Nähe und dieses Teilen von Alltag gibt es hier gar nicht, glaube ich, da ist der Pfarrer eine Art Gemeindeangestellter, den man zu hohen Feiertagen, Kindstauf', Hochzeit udgl. in Anspruch nimmt.
Mareike Gebhardt (Gast) - 29. Mär, 17:40

@Imrahil:

Sie schreiben: "Wir leiden auch." Ich fände es interessant, was Sie damit konkret meinen. So fragwürdig es ist, Leiden gegeneinander aufzurechnen oder irgendwie zu kategorisieren, aber wenn ich die südliche Hemisphäre (wo das Christentum, jedenfalls in Teilen, stark anwächst) mit der nördlichen vergleiche, kann ich bei uns vergleichsweise wenig "Leiden" entdecken. Bei wem zum "trauten Heim" noch die "Kirche im Dorf" dazukommt (und das ist bei den allermeisten ja immer noch so, weil beide großen Kirchen auf Biegen und Brechen versuchen, antizyklisch als Volkskirchen weiterhin bis in den letzten Winkel "präsent" zu sein, bis es quietscht), dann kann ich kein wirkliches "Leiden" bei uns feststellen.

Sicher, man kann an der grassierenden Säkularisierung "leiden". Tun die überzeugten Christen ja auch alle irgendwie. Aber dieses "Leiden" mit dem existentiellen Leiden der Millionen zu vergleichen, die für sich eine menschenwürdige Zukunft nur in der Fremde, nicht mehr in ihrer Heimat sehen, verbietet sich m.E.
Taras Sirko - 29. Mär, 17:49

Die Welt durchlebt einen stetigen Wandel. Auf den Menschen bezogene und auf Gott bezogene Gesellschaften lösen in großen Zeitabständen einander ab (Antike - Mittelalter - Neuzeit - Zukunft?). Auch heute beginnt bei einer wachsenden Zahl von Menschen, getrieben von der Sehnsucht nach Antworten, die Suche nach dem Sinn allen Lebens. Nur profitieren die Kirchen davon lediglich in geringem Maße. Ich sehe daran weniger den Säkularismus als den ‹Schuldigen› an, sondern Marktliberalismus und Kapitalismus. Denn beide haben ein eigenes Heilsversprechen,das sich vom religiösen Heil stark unterscheidet. Die vielbeschworenen Fähigkeiten der Menschen werden immer mehr in den Mittelpunkt gestellt, bisweilen selbst die negativen, und diese befinden sich zunehmend in einem Kontrastverhältnis zu Gott. Sie lösen Ihn quasi ab, machen Ihn praktisch überflüssig, sie lassen den Menschen vom Geschöpf zum Schöpfer aufsteigen, sie schmeicheln ihm wie die Schlange im Garten Eden ;-).

Nein, jetzt folgt keine Pauschalkritik an den bestehenden weltwirtschaftlichen Verhältnissen. Papst Franziskus kann das besser als ich. Es geht mir auch gewiss nicht um Kritik an Besitz oder am Konsumverhalten im eigentlichen Sinne. Zu allen Zeiten strebte der Mensch nach Haus und Hof, nach einem Beutel voller Gold- und Silbermünzen, nach Konsumgütern aller Art. Doch während in diesen religiösen Gesellschaften auch die Neigung zur Nachhaltigkeit und zur Beständigkeit (wozu auch die Weitergabe von materiellen und immateriellen Werten an künftige Generationen gehörte) von einiger Bedeutung war, steht dem heute die Selbstsucht entgegen, daneben dürstet man nach dem ‹perfekten Moment›, und jeder ‹Kick› muss binnen kürzester Frist von einem neuen ‹Kick› übertroffen werden. Doch Gott und Kirchen schaffen keine diesbezüglichen ‹Kicks›.

Säkularismus und Laizismus spielen m.E. nicht die entscheidende Rolle. Immerhin kommen im konsequent laizistischen Frankreich bis zu eine Million Menschen zu Demonstrationen für den Erhalt der traditionellen Familie zusammen, im de jure säkularen Deutschland sind es kaum mehr als 5.000. Als bedeutsamer sehe ich die Entfremdung zur Religion und deren Werten und Traditionen und deren vollständige Ersetzung durch blasse, auf die Belange der einzelnen Glieder einer hemmungslosen Spaß- und Konsumgesellschaft ausgerichtete, irdische ‹Beglückung› an, das Ziel einer Menschheit, die für das Hier und Jetzt lebt, die kein Morgen mehr kennen will.

Wer die Welt nicht mehr als Daseinsraum von verschiedenen Kulturen versteht, sondern sie als einen einzigen Markt begreift, kann das Heilsversprechen einer unverfälschten und dem ‹Moment› unangepassten Religion kaum mehr erkennen. Wer einzig nach Weltoffenheit strebt und kulturell alles mit allem vermischt, erstickt irgendwann in einem kulturfreien Einheitsbrei. Und wenn Kanzlerin Merkel und Kardinal Marx stets exakt das Gleiche sagen, kann man getrost darauf verzichten, einem der beiden zuzuhören.

Ich genieße das Privileg, in zwei Gesellschaften verwurzelt zu sein, die unterschiedlicher nicht sein können. Und so möchte ich eine kleine Episode zum Besten geben: Gestern war mein Geburtstag und ich bekam eine Fülle an Glückwünschen. U.a. gratulierte mir ein russisch-orthodoxer Priestermönch mit Worten, die wie für mich geschrieben wirkten, die punktgenau auf mich zutrafen, obwohl wir uns nicht persönlich bekannt sind. Und er bot mir an, für mich und meine Lieben zu beten. Ich war - und bin noch immer - tief gerührt. Nun war es heute an mir, einem Freund zum Geburtstag zu gratulieren. Seine Antwort bestand nicht aus einem «Vielen Dank», sondern er sagte: «Christus errette dich, Bruder!» Der Letztgenannte gehört übrigens der gehobenen Mittelschicht an, muss nicht darben und leiden, sondern führt ein ganz normales Leben - in einer gedeihlichen Verbindung von Tradition und Moderne, die in keiner Weise irgendeinen Totalverzicht fordert, aber eine gewisse Mäßigung verlangt.

Was immer den Rückzug des Christentums in der westlichen Welt bewirken mag, kann nicht auf eine einzige Ursache gegrenzt werden. Es kommen immer gesellschaftliche und persönliche Gründe zum Tragen. Es wird weiterhin so sein, dass die Liberalen die Konservativen aus den Westkirchen vergraulen - und die Konservativen die Liberalen. Es sei denn, man stellt auf beiden Seiten endlich wieder Gott in den Mittelpunkt!
Imrahil (Gast) - 29. Mär, 20:48

Liebe Mareike Gebhardt,

na alles, an was wir denn so leiden. Leibliche Krankheiten. Seelische Krankheiten. Schicksalsschläge. Das Fehlen von besagtem trauten Heim. Liebeskummer. Echtes Versagen und echte Versagensängste. Pseudo-Versagen und Pseudo-Versagensängste. Fremde Sünden. Eigene Sünden - ja, gerade wenn man und daran daß man "selbst schuld ist", leidet man besonders.

Nur mal so off the top of my head.

Und dann natürlich das, daß man nicht einmal jammern darf, weil uns geht's ja so gut. ("Also sei zufrieden, herrschaftszeiteneinmalnocheins!")

Daß bei uns - ich überspitze - die tägliche Kalorienzufuhr mehr oder minder garantiert ist, ist ja sehr wohl ein Grund zur Dankbarkeit, aber heißt doch nicht, daß wir ein leidensfreies Leben haben!

"In keinem Land habe ich solche Armut gesehen wie in Amerika." (sel. Theresa von Kalkutta, sinngemäß)
ElsaLaska - 29. Mär, 21:41

@Mareike

Ich möchte nicht umfassend auf das Thema "Auch der saturierte Westen leidet" einsteigen, das wäre Stoff für mehrere Seiten.
Aber haben Sie schon einmal afrikanische Kinder glücklich mit drei Erdnüssen spielen gesehen? Und verplärrte kleine Kinder vor Rahmsoße mit Spätzel in einem deutschen Restaurant? Das zum einen. Zum anderen haben wir Zivilisationskrankheiten hier, die die etwas ärmere Hälfte der Welt gar nicht kennt. Ich rede jetzt nicht von Leuten, die sowieso nicht mal Trinkwasser bekommen, sondern einfach bescheidener leben müssen - alle in einem Zimmer schlafen , nicht jeden Tag Fleisch, keine neuen Kleider usw. Sich also einfach bescheiden müssen. Es gibt ja diese Abstufungen.
Wir haben vor allem eine Zunahme von psychischen Krankheiten wie Depressionen und burn-out, weil die Sinnstiftung fehlt, weil Isolation herrscht. Versuchen Sie mal einer Äthiopierin zu erklären, was ein deutsches Altersheim ist - Sie werden scheitern, weil die Äthiopier zwar furchtbar bescheiden bis arm leben müssen, aber ihnen diese Instituion einfach gar nicht begreiflich zu machen ist. Da herrscht dann auch Armut und Leiden bei uns im Westen. Vermutlich hört es ganz auf mit dem Verständnis für uns, wenn dann gesagt wird, aus Leid bzw. Vermeidung desselben müssten wir Alte und Kranke vom Leben erlösen oder Kinder abtreiben. Und genau das IST das Leiden des Westens. Wir kommen vielleicht noch an Wasser aus PET-Flaschen oder aus dem Wasserhahn, aber nicht mehr an das Wasser des Lebens. Da sind die Ärmeren des Planeten häufig - nicht immer - aber noch näher dran.
Mareike Gebhardt (Gast) - 29. Mär, 23:40

@Imrahil / @Elsa

Alles, was Sie beide schreiben, ist richtig. Wer wollte das bestreiten? Aber dennoch bleibt unterm Strich die Frage: warum erleben wir den Beginn (und wir wissen alle, es ist erst der Beginn) einer Völkerwanderung, die nicht aus den spirituell armen nördlichen Weltteil in den spirituell reichen Süden führt, sondern umgekehrt? Das sind ja keine dem puren Materialismus verfallenen Menschen mit Eurozeichen in den Augen, die ihr Leben riskieren, um aus ihren Ländern wegzukommen. Und wenn wir ihnen sagen, welchen geistigen Reichtum sie verlassen und welche geistige Armut sie hier antreffen, hält das erfahrungsgemäß keinen ab.
Hier entscheidet sich, meine ich, die Frage von "Armut" und "Reichtum". Sie ist längst schicksalhaft für unsere Welt. Und auch für unseren Glauben.
Imrahil (Gast) - 30. Mär, 19:07

Warum kommen die Leute, übrigens, worauf oft hingewiesen wurde, in der Regel die dort Reicheren, aus Arabien und tw. Zentralafrika nach Europa (denn darum handelt es sich)?

Dürfte vielschichtig sein. Vielleicht fliehen sie ja unterbewußt doch sogar auch aus dem islamischen Bereich in den christlichen...

Aber: Ein Gutes hat die Armut, man kann von einem besseren Leben im Reichtum träumen. Der Reiche kann(auch wenn manche es versuchen, siehe - nix für ungut - auch einige Kommentare hier) nicht wirklich von einem besseren Leben in Armut träumen, weil Armut halt an und für sich schlechter ist als Reichtum. (Freiwilliger Verzicht ist wieder eine andere Geschichte.)

Wenn sie dann hier sind, sind ja nicht wenige zutiefst enttäuscht, wie auch schon öfters berichtet worden ist.

"Ich sage dir, Momo, es gibt nichts Schlimmeres als Wunschträume, die in Erfüllung gehen." (Girolamo der Erzähler formerly known as Gigi Fremdenführer)
Jürgen (Gast) - 30. Mär, 21:40

@Mareike:

Die Antwort auf Ihre Frage ist sehr einfach: weil Bertolt Brecht recht hatte, der bekanntlich über die conditio humana sagte: "Erst kommt das Fressen, dann die Moral."
Das gilt auch für 99% aller religiösen Menschen.

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