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Was vom Tage ...

Dienstag, 24. November 2009

Braut des Lammes

hat einen wunderschönen Eintrag geschrieben, in dem sie uns an ihren Kindheitserinnerungen teilhaben lässt.
Er hat mich sehr beeindruckt. Leseempfehlung!

[Das "Wir sind nichts!" hat mich erst irritiert, aber es ist natürlich die Zugehörigkeit zu einer Konfession bzw. einem Glauben gemeint.]

Vortrag des Priesternetzwerkes

zum Umbau der Seelsorgestrukturen in den deutschsprachigen Diözesen mit Blick auf die Fakten, die Folgen sowie Lösungsvorschlägen. Etwas lang, aber absolut empfehlenswert, wenn man sich ein Bild machen möchte. Vielleicht in Häppchen à 10 Minuten und Unterbrechungen anschauen, wenn man keine ganze Stunde am Stück Zeit hat.

Montag, 23. November 2009

Die "schockierenden Meldungen"

zum Thema "Neue Erkenntnisse zu Wachkomapatienten" wecken Erinnerungen.

Damals entbrannte ein fürchterlicher Streit im Land, weil ein italienisches Gericht dem Willen von Vater Englaro stattgegeben hatte, Eluana bei lebendigem Leib verhungern und verdursten zu lassen.
Es gibt sicherlich eine wertneutralere Sprachregelung dafür, aber ich habe gerade keine Lust, sie zu benutzen.
Schon damals, in der Hochphase des Streites, sagte der Hl. Vater bei einem Angelus:
Nur mit dem Zeugnis von Nächstenliebe und Zuwendung könne man auf menschliche Weise auf Schmerz und Todeskampf reagieren.
[Wobei Wachkomapatienten sich ja eben gerade nicht in der Agonie befinden, sondern zumeist völlig gesund sind.]
Was eigentlich eine menschliche Selbstverständlichkeit sein sollte, wird jetzt mit riesigen medizinischen Studien und natürlich vehementem journalistischen In-die-Bresche-Springen von SpON so aufserviert, als sei es eine vollständig neue, unerhörte und allseits überraschende Tatsache, dass diese Menschen ja noch bei Bewusstsein sind oder das wenigstens gar nicht ausgeschlossen werden könne.
Ich mache mir nicht die Mühe, die tendenziöse Berichterstattung herauszusuchen, die dagegen noch während des Eluana-Streites unters Volk gebracht wurde. Ich habe einige Artikel gelesen, in denen vehement bestritten wurde, Wachkomapatienten hätten noch irgendeine Regung, in denen der Vater stärker bemitleidet wurde als die Tochter, die er durch einen Gerichtsbeschluss zum Tod verurteilte.
Dagegen hob sich dieser Artikel noch als halbwegs ausgewogen ab.
Für weiteres Nachdenken bei mir, wie ich zugebe, denn ich wusste über Wachkoma auch nicht viel mehr als alle anderen, sorgte dann dieser Artikel einer kleinen regionalen Zeitung, der natürlich kaum sonstige Beachtung fand: Wachkomapatienten reagieren auf Hund.
(Dankenswerterweise von einem fleißigen Kommentator verlinkt.)

Wieder hat der Hl. Vater eine Wahrheit formuliert, die eigentlich auf der Hand liegt. Dabei geht es nicht darum, Angehörige zu verurteilen, die angesichts einer solchen Situation an ihre Grenzen kommen und nicht mehr weiter wissen oder sich zu einer Entscheidung getrieben fühlen, die sie letztlich auch nicht glücklich machen kann.
Es geht darum, aufzuzeigen, was der einzige vernünftige Weg ist, mit solchen Schicksalsschlägen umzugehen. Das Zeugnis der Liebe und des Mitempfindens, der Treue und der Geduld.
Wir sollten Respekt und Hochachtung haben vor allen leidenden und liebenden Menschen, die ihre Angehörigen im Wachkoma selbstverständlich und auf Kosten der eigenen Lebensqualität NICHT im Stich lassen. Patientenverfügungen haben ihre Grenzen, wie man angesichts dieser Berichte vielleicht spüren mag.
Der Verweis darauf, dass in solchen "locked-in"-Patienten Jesus Christus selbst vor uns liegen mag ("Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben, ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; denn ich war krank und ihr habt mich besucht"), erübrigt sich vermutlich in Zeiten wie diesen aber doch nicht.

Maulkorb von links

Der klassische Maulkorb von rechts benutzt ja Paulus (haben wir aber mittlerweile in Güte geklärt). Daneben gibt es auch noch den klassischen Maulkorb von links. Und der lautet "Sie schaden der Kirche!".
Passierte mir anlässlich der "Katechismus für Bittlinger"-Aktion. Beide Strategien berufen sich auf eine höhere Autorität.
Der klassische Maulkorbverpassungs-Versuch von links hat mir so gut gefallen, dass ich damals auch einen eigenen Eintrag dazu schrieb. Jetzt hab ich ihn wieder ausgegraben. Ich bin mal auf "Kirche" angesprungen, auch wenn ich vermute, im Rückblick, dass da hätte stehen müssen "Sie schaden der Ökumene":

Neulich erhielt ich einen spirituellen Impuls.
Per Mail. Es gibt ja solche Online-Services, bei denen man sich anmelden kann und man bekommt jeden Tag ein Wort aus der Hl. Schrift, eine Meditation über eine Heiligenvita oder ein Gleichnis aus den Evangelien etc. zugeschickt. Als spirituellen Impuls für den Tag. Nun hatte ich mich zwar nirgendwo angemeldet, aber den spirituellen Impuls bekam ich trotzdem. Ich erhalte oft spirituelle Impulse, ohne danach gefragt zu haben. Seit neuestem sogar von Katholiken.
Ob mir nicht klar sei, dass ich der Kirche schade.
Nanu, wunderte ich mich, ist es denn um die katholische Kirche schon so schlecht bestellt, dass ein mittelmäßiges Weib wie ich ihr schaden kann? Um was für ein prekäres, fragiles Gebilde muss es sich wohl dabei handeln, wenn es aufgrund meiner schieren Existenz schon anfängt, zu beben und zu wackeln?
Ich will aber ganz ehrlich sein. Ich hab nicht "fragiles Gebilde" gedacht, sondern "Was soll das denn für eine Kirche sein, der ich kleines Licht schaden könnte? Eine Kirche von Rehpinschern?".
So konnte es nicht gehen, das war der falsche Ansatz, aber die richtige Richtung. Denn offenbar gibt es verschiedene Kirchenbilder und meins ist, so fand ich durch weiteres, tiefes (und möglichst unpolemisches) Nachdenken heraus, literarisch überhöht.
Wenn die Kirche die Braut Christi ist, dann denke ich an eine edle Frau aus einem Jugendstilgemälde, hochbeinig, feinknochig, mit üppigem Haar und in einem goldenen Kleid, und nicht an eine gendermainstreamende Gremiumsvorsitzende in einem Hosenanzug wie Angela Merkel.

Wenn die Kirche ein Gebäude ist, dann denke ich an die Kathedrale von Chartres, Notre-Dame, den Dom von Florenz oder auch an die Christi-Verklärungskirche von Kischi, und nicht an einen 70er Jahre Bau aus Waschbeton mit abgehängten Decken, Glockenturm aus schiefwinkligen Betonstreifen und einer Kreuzesplastik aus Stacheldraht über dem Volksaltar.

Wenn die Kirche die Menschen sind, dann denke ich an Apostel, Jünger, Heilige, Mystikerinnen, Gottesnarren, große bekehrte Sünderinnen und Sünder, mutige Märtyrer und feige Soldaten Christi (und umgekehrt), hassende Liebende und liebende Hassende, Mütter und Väter, Asketen und Häretiker, Wüstenväter und Straßenbahnschaffner, KZ-Insassen und LKW-Fahrer, Ehebrecherinnen und Pharisäer, und das alles polyglott und international. Und nicht an deutsche Verwaltungsfachangestellte und Sozialarbeiter.

Das war ein fruchtbarer Impuls. Vielen Dank dafür.

Sonntag, 22. November 2009

Not my president ...

Und da gibt es also tatsächlich ein Entweder-Oder?

>>Glücks Rhetorik des Dialoges, die diesen Dialog den Kritikern aber sofort zu eigenen Bedingungen diktieren will, beginnt mit einem Satz, der das klarmacht: „Es ist natürlich einfacher, in den Schutzräumen der eigenen Gesinnungsgemeinschaft zu bleiben, als sich in die öffentliche Debatte, die geistigen Auseinandersetzungen und den Wettbewerb unterschiedlicher Wertvorstellungen einzubringen“, sagte der ehemalige bayerische Landtagspräsident, als er von der Kirche Mut zur Vielfalt und weniger Ängstlichkeit vor der modernen Welt einforderte. Für Glück wird es sich in den kommenden Jahren entscheiden, „ob wir eine Kirche werden, die sich auf den heiligen Rest beruft, oder ob wir eine Kirche sind, die weiter mitten unter den Menschen präsent ist“.<<

Aus dem Artikel von Johannes Seibel auf der Tagepost: Aus den Gräben heraus, endlich!

[Ohne Worte]

motu-reloaded

UND

bagger-bene


[Alle Bilder aus der Seitenleiste von Sancte Pater.]

Freitag, 20. November 2009

Das einzige,

was der Macher dieser beeindruckenden Bildershow vergessen hat, ist eine Untertitelung, welche Ordenstracht genau eigentlich zu sehen ist. Und was ist das auf 5:49?



[via Sponsa Agni]

Dienstag, 17. November 2009

"Ich bin noch niemandem begegnet,

der an die Wirklichkeit des Übermenschen geglaubt hätte". Der Philosoph Robert Spaemann im Interview mit dem Rheinischen Merkur. Ein sehr nachdenklich machendes Interview, in dem Spaemann nicht nur auf Dawkins und Sloterdijk eingeht, sondern auch darüber spricht, was der Blick auf Jesus Christus bei ihm verändert hat.
Alles.

Melissa Scarlett

LG007PriestIncenseWeb

ist eine katholische Fotografin/Graphikdesignerin und hat auch das Catholic-Priesthood-Poster im Matrixstil entworfen, das sich links in der Seite bei mir findet.

Für das laufende Priesterjahr hat sie zwei Poster gestaltet, die sie auf ihrer Homepage TrueScarlett.com vorstellt. Eines davon ist dieses hier rechts.

Wer das Matrix-Poster oder eines der beiden Poster zum Priesterjahr in voller Größe haben möchte, kann es auf ihrer HP bestellen.










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Orthpedia - Das orthodoxe Portal.

dilettantus in interrete hat sich gar nicht dilettantisch angestellt und weist auf dem "Thomas sein Abendland"-Blog auf Orthpedia hin, ein Portal, das in bewährter Wiki-Manier in deutscher Sprache über den orthodoxen Glauben informiert, der Schwerpunkt scheint russisch-orthodox zu sein.

Leider mussten die Macher vor ein paar Tagen auch eine hässliche Attacke von Internet-Vandalen überstehen, konnten aber alle Seiten wieder rekonstruieren. Deo gratias!

Im Zusammenhang mit den Arbeiten am Buch tauchte bei mir auch die Frage auf, wie man eigentlich Ikonen genau verehrt. dilettantus hat gerade dazu einen Artikel von Orthpedia zitiert (leider ohne Direktlink dorthin). Ich bin mal ganz faul und zitiere ihn ebenfalls:

>>Wie man eine Ikone küssen soll. Wenn es sich um eine Ikone des Erlösers handelt, küsst man die Füße Christi. Wenn es ein Brustbild ist, werden die Hände geküsst, wenn nur das Antlitz dargestellt ist, z. B. auf dem nicht von Menschenhand geschaffenen Bildnis Christi, wird der Rand des Tuches geküsst, auf dem das Antlitz Christi dargestellt ist. Genauso andächtig küsst man die Ikonen der Gottesmutter und der Heiligen. Das Gesicht des Heilands, der Gottesmutter und der Heiligen darf nicht geküsst werden.

Auf einer Ikone können mehrere Heilige dargestellt sein, es genügt jedoch, sie einmal zu küssen, um die anderen Gläubigen nicht aufzuhalten und den Anstand in der Kirche nicht zu verletzen.

Wenn Sie die Darstellung der Kreuzigung Christi, heilige Reliquien oder eine besonders verehrte Ikone der Gottesmutter küssen, können Sie vorher auch niederknien (Proskynesis). Wenn viele Leute anstehen und es für einen solchen Kniefall keinen Platz gibt, seien Sie nicht enttäuscht: Sie können ein anderes Mal eine Proskynesis machen, jetzt aber verbeugen Sie sich nur in Gedanken bis zum Boden, denn der Herr sieht alles. Wenn sehr viele Menschen vor einer Ikone stehen, bemühen Sie sich, nicht länger als notwendig vor der Ikone zu bleiben. Denken Sie immer an die anderen, welche die Ikone ebenfalls küssen möchten.

Wenn Sie für die Gesundheit Ihrer Verwandten oder Freunde beten wollen, können Sie eine Kerze zu einer beliebigen Ikone des Heilands, der Gottesmutter oder eines anderen Heiligen stellen.

Wenn Sie für die Seelenruhe eines Verstorbenen beten möchten, müssen Sie eine Kerze auf den Tisch für die Verstorbenen (kanun) stellen. Dieser Tisch steht in der Regel im westlichen Teil der Kirche unweit des Eingangs. Auf ihm stehen ein Kreuz (eine Darstellung der Kreuzigung Christi) und viele Kerzen.

Nachdem Sie die heiligen Ikonen verehrt haben, können Sie Bekannte begrüßen und ihnen zum Festtag gratulieren, wenn gerade kein Gottesdienst stattfindet. Es ist aber wünschenswert, dass nur über geistliche und kirchliche Themen gesprochen wird, Irdisches und Alltägliches sollte außerhalb der Kirche bleiben. Wenn Ihnen eine Frage gestellt wird, seien Sie geduldig und helfen Sie. Stören Sie die anderen aber nicht im Gebet, lenken Sie sie nicht vom Gottesdienst ab und verschieben Sie das Gespräch, wenn es möglich ist, auf einen Zeitpunkt nach dem Gottesdienst. <<

Orthpedia ist ein wunderschönes und bereits sehr umfangreiches Projekt; das Surfen dort fördert echte Perlen zutage. Via das Portal wird auch eine Pilgerreise zum Berg Athos angeboten, an der alle ernsthaften Interessierten egal welcher Konfession teilnehmen dürfen (vermutlich aber nur Männer).

cantare

Lieber nerone,
Glaube ist aber doch keine Konsensfrage? Ich entscheide...
ElsaLaska - 24. Nov, 21:22
Ich meine ..
ich weiß, was es IST, das ist ja selbsterklärend....
ElsaLaska - 24. Nov, 21:03
Was ist denn bitte ein...
Was ist denn bitte ein Altarliegekreuz?
ElsaLaska - 24. Nov, 18:37
Die brauchen ihre Bronze...
Die brauchen ihre Bronze ja auch für Ambos, abstrakte...
dilettantus (Gast) - 24. Nov, 18:26
Ja, danke für den...
Ja, danke für den Zuspruch, lieber Zwetschgerich....
ElsaLaska - 24. Nov, 15:01
Danke, Sarah. Das mit...
Danke, Sarah. Das mit eurem Pfarrer tut mir wirklich...
ElsaLaska - 24. Nov, 14:10
Wir sind jetzt auch betroffen...
...und unser Pfarrer muß genau aus solchen Gründen...
Sarah (Gast) - 24. Nov, 13:55
Offene Fragen
Ich frage mich ja eher, was das bei 2:11 ist...
Yiska (Gast) - 24. Nov, 12:12

la bocca

 

attenzione

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