Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

"Amongst our weaponry are such diverse elements as fear, surprise, ruthless efficiency, an almost fanatical devotion to the Pope, and nice red uniforms!" [Monty Python.]



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Aktuelle Veröffentlichungen

"Die Vollblutfrau, die den Erlöser liebte: Kronzeugin des Osterereignisses: Die Geschichte von Jesus und Maria Magdalena." In: Vatican-Magazin April 2012

"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

"Die virtuelle Engelsburg hat standgehalten" in: Die Tagespost vom 22. März 2012

"Die Sowjets traten, rissen, schlugen, brannten - aber immer wieder haben die Litauer ihren Kreuzeshügel aufgebaut". In: Vatican-Magazin März 2012

"Katholische Bloggerszene stiftet Ehe" Interview mit Phil und Hedda in: Die Tagespost vom 13.März 2012

Und Du wirst mal Kardinal!" Prags Erzbischof verkörpert das Durchhaltevermögen der tschechischen Christen. In: Die Tagespost vom 18. Februar 2012

"Wo Liebe ist, ist Eifersucht nicht weit: Alfons Maria de Liguori und Schwester Maria Celeste Crostarosa, Gründer des Redemptoristenordens". In: Vatican-Magazin Ausgabe Februar 2012

Neue Kolumne über geistliche Paare: "Mann-Frau-Miteinander-Kirchesein" In: Vatican-Magazin Ausgabe Januar 2012

Unsagbar kostbare Göttlichkeit - Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Gaben der Heiligen Drei Könige. In: Die Tagespost vom 5. Januar 2012

"Wo die Pforten des Himmels offen sind. Loreto in den italienischen Marken". In: Vatican-Magazin Dezember 2011

"Ein Schatz, der fast zu groß für diesen Erdball ist". In: Liebesbriefe für die Kirche. Hrsg. Noe, Biermeyer-Knapp. Bestellbar hier.

Der Papst meines Lebens - Vatican-Magazin spezial zum Papstbesuch

Norcia - der Geburtsort des heiligen Benedikt: "Als sich der Erdkreis verfinstert hatte" In: Vatican-Magazin August-September 2011

In englischer Übersetzung online hier: When the world had darkened<

Der Vatikan und die Blogger - Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Poetische Pilgerorte-Reisen ins mystische Mittelitalien. Erschienen im MM-Verlag.


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Why catholic

Dienstag, 1. Mai 2012

Eine wunderbare Predigt

von Kardinal Brandmüller von vergangenem Sonntag in Rom.

Nur ein Auszug:

>>Das tägliche Gebet um die Gnade des Glaubens ist unter den heutigen gesellschaftlichen, kulturellen Verhältnissen ungleich notwendiger geworden als es zu einer Zeit war, wo es in Gesellschaft und Kultur noch mancherlei Stützen für den Glauben des Einzelnen gab. Nun steht nur noch jeder für sich. Vor allem Ihr, junge Bundes- und Kartellbrüder, werdet notwendigerweise feststellen, dass Euer jugendlicher, durch schöne religiöse Erlebnisse beflügelter Glaube ins Wanken geraten kann, wenn religiöse Erfahrungen und Gefühle gleichsam austrocknen. Aber gerade dann erst beginnt ein reifer, solider Glaube. Das ist natürlich keineswegs ein Spazierweg unter Palmen und strahlendem Himmel.

Der Glaubende sieht sich mehr und mehr der alle Kategorien und Begriffe sprengenden Wirklichkeit Gottes gegenüber, die sein Verstehen, sein Vorstellungsvermögen zumal hoffnungslos überfordert. Je weiter der Christ auf dem Weg des Glaubens vorausschreitet, desto mehr erkennt er – wie dies auch Mutter Theresa von Kalkutta erfahren hat – dass dieser Weg durch Dunkel, Dürre und Kälte führt. Glauben, das ist auch einem Blindflug zu vergleichen, bei dem der Pilot ohne Bodensicht lediglich auf die Instrumente angewiesen ist.

Dies alles durchzuhalten, auf diesem Weg unverzagt voranzuschreiten, ist ohne die Gnade Gottes unmöglich. Darum ist das tägliche Gebet um die Gnade des Glaubens geistlich überlebenswichtig.<<

Ganze Predigt hier.

Montag, 30. April 2012

Hier

stimmt die Zelebrationsrichtung, würde ich doch mal sagen :-)

bildschirmfoto-2012-04-27-um-15-41-412

[Via Johannes Roger Hanses und via catocon.]

Sonntag, 29. April 2012

And now to something ....

vietnam-feldmesse

FELDMESSE in Vietnam um 1966, Zelebrant Father Bruno Mosotti.
Teilnehmer: Capt. Bill Carpenter (barfuß) und Angehörige der 101. Airborne-Division.

Samstag, 28. April 2012

15. Februar 1380 - An Raimund von Capua (Mit Kopie an die kfd ...)

[Aus der beliebten Reihe: Mann-Frau-partnerschaftlich Miteinander-Kirchesein.
Die hl. Caterina von Siena:]

>>Im Namen des gekreuzigten Jesus Christus und der lieben Jungfrau Maria.

Liebster und teuerster Vater in Christus, dem geliebten Jesus! Ich, Caterina, Dienerin und Magd der Diener Jesu Christi, schreibe Euch in seinem kostbaren Blut. Ich möchte Euch - wie es ja Eure Pflicht ist - als eine neu errichtete Säule im Garten der heiligen Kirche sehen und als einen treuen Bräutigam der Wahrheit. Dann wird meine Seele sich glücklich preisen. Ich möchte nicht, daß Ihr Euch wegen irgendeiner Widrigkeit oder Verfolgung zurückzieht, sondern Euch vielmehr darüber freut. Denn im Ertragen beweisen wir unsere Liebe und Standhaftigkeit, und nur so machen wir dem Namen Gottes alle Ehre, anders nicht.
Jetzt, liebster Vater, ist die Zeit, wo wir das eigene Ich mit seinen Wünschen ganz zurückstellen müssen. So haben es die ruhmreichen Arbeiter gemacht, die mit großer Liebe und Sehnsucht bereit waren, ihr Leben hinzugeben: sie haben diesen Garten unter demütigem und beharrlichem Gebet mit Blut begossen und bis zum Tod alles ertragen. Seht also zu, daß ich Euch nicht furchtsam sehen muß und daß Euch nicht auch noch der eigene Schatten Angst einjagt! Seid vielmehr ein mutiger Kämpfer und schüttelt das Joch des Gehorsams, das Euch der Papst auferlegt hat, niemals ab. Tut auch im Orden alles, was Euch für die Ehre Gottes förderlich erscheint, denn das sind wir der Güte Gottes schuldig, und nur dazu hat sie uns bestellt. Seht doch, wieviel Not es heute in der heiligen Kirche gibt und wie man sie überall im Stich läßt! So hat es auch die Wahrheit selbst geoffenbart, wie ich Euch in einem anderen Brief geschrieben habe. Und so wie die Braut allein und verlassen dasteht, so ergeht es auch ihrem Bräutigam.

[ ... ]

Nun bitte und beschwöre ich Euch, Vater und Sohn, der Ihr mir anvertraut wurdet von jener lieben Mutter Maria: wenn Ihr hört, dass Gott das Auge seiner Barmherzigkeit auf mich richtet, dann erneuert Euer Leben. Entledigt euch jeder sinnlichen Neigung und werft Euch in dieses Schiff der heiligen Kirche! Seid im Umgang mit den Menschen immer vorsichtig. In Eurer wirklichen Zelle könnt Ihr nur wenig verweilen, die Zelle Eures Herzens aber sollt Ihr immer bewohnen und sie immer bei Euch tragen. Ihr wißt ja, wenn wir uns darin eingeschlosse haben, können uns die Feinde nichts anhaben. Jeder Dienst aber, den Ihr zu verrichten habt, soll auf Gott ausgerichtet und in seinem Sinne geordnet sein. Schließlich bitte ich Euch, laßt Euer Herz in einer heiligen und wahren Klugheit heranreifen. Euer Leben soll in den Augen der Weltleute vorbildlich sein. Paßt Euch aber nie den Lebensgewohnheiten der Welt an. Erneuert und vervollkommnet in Euch jene Großmütigkeit gegen die Armen und die Liebe zur freiwilligen Armut, wie Ihr sie immer gehabt habt. Laßt sie frisch bleiben in echter und vollkommener Demut. Werdet durch kein Amt und durch keine Würde, die Gott Euch etwa zuteil werden läßt, nachlässig, sondern dringt vielmehr immer tiefer ein in das Tal der Demut und stärkt Euch am Tisch des Kreuzes. Dort holt Euch die Kraft für die Seele! Umarmt wie eine Mutter das demütige und beständige Gebet, verbunden mit heiliger Nachtwache. Zelebriert jeden Tag die heilige Messe, außer Ihr seid durch eine Notfall verhindert. Flieht müßige und leichtsinnige Gespräche! Zeigt im Reden und im ganzen Benehmen einen reifen Charakter. Legt ab jede Verzärtelung gegen Euch selbst und jede sklavische Furcht! Denn nicht solcher Menschen braucht die Kirche, sondern sie braucht solche, die streng sind mit sich selbst, mit ihr aber Mitleid haben.

[...]

Ich werde die Ewige Wahrheit bitten, die ganze Fülle der Gnaden und Gaben, die sie noch meiner Seele zugedacht hätte, über Euch auszugießen, damit Ihr Lichter seid, die auf den Leuchter gestellt sind. Ich bitte Euch, erfleht mir vom ewigen Bräutigam die Gnade, den Gehorsam gegen ihn mutig zu vollenden und daß er mir meine vielen Sünden vergibt. Und Euch bitte ich um Verzeihung für allen Ungehorsam, alle Ehrfurchtslosigkeit und Undankbarkeit, allen Schmerz und alle Bitterkeit, die Euch bereitet habe und Euch gegenüber mir zuschulden kommen ließ; auch für den geringen Eifer, den ich in bezug auf unser Seelenheil hatte. Und ich bitte um Euren Segen.

[...]

Seid nicht traurig, daß wir körperlich voneinander getrennt sind. Wenn mir auch Eure leibliche Gegenwart großen Trost bringen würde, so tröstet und freut es mich doch noch mehr, wenn ich sehe, wie Ihr Euch fruchtbringend einsetzt für die heilige Kirche. Und jetzt bitte ich Euch noch inständiger: Strengt Euch für sie an, denn sie braucht es mehr denn je. Und keiner Verfolgung wegen trennt Euch voneinander, außer mit Erlaubnis unseres Herrn, des Papstes. Tröstet Euch im lieben Christus Jesus und vertreibt jegliche Bitterkeit!
Weiter sage ich nichts mehr.
Bleibt in der heiligen und zärtlichen Liebe Gottes1
Geliebter Jesus! Jesus, unsere Liebe!<<

[Caterina von Siena: Sämtliche Briefe. An die Männer der Kirche I. Verlag St. Josef.]

Donnerstag, 26. April 2012

Pro multis.

Ja, ich habe es auch mitbekommen, aber bisher noch nichts dazu gebloggt, weil mir nichts Kompetentes eingefallen ist, noch nicht mal was Inkompetentes, wie zum Beispiel der Frankfurter Rundschau hier in diesem Artikel.

Deshalb hier also der Hinweis auf das Schreiben des Heiligen Vaters an die deutschen Bischöfe im Wortlaut.

Und ein Zitat aus einem Artikel von Paul Badde für Die Welt dazu:

>>Aus einem Konflikt zwischen Rechtgläubigen und Häretikern hat der Papst die Debatte nun also auf jene Ebene zurück geholt, wo sie hingehört. Das ist der Bereich der Philologie. Gegen die Gefahr ideologisierter Aufladungen der Übersetzung dieser entscheidenden Passage hat er vor Jahren schon folgendes formuliert: "1. Jesus ist gestorben, um alle zu erlösen. Dies zu leugnen ist keine christliche Haltung. 2. Gott lässt in seiner Liebe dem Menschen die Freiheit, das Heil abzulehnen, und einige tun dies. 3. Die Information, nach dem im Hebräischen der Ausdruck 'die vielen' gleichbedeutend sei mit dem Ausdruck 'alle', erweist sich … als nebensächlich, da in diesem Fall kein hebräischer, sondern ein lateinischer Text übersetzt werden muss – und zwar ein Text der römischen Liturgie, dessen direkter Bezug ein griechisches Original ist. << Ganzer Artikel hier.

Montag, 23. April 2012

Heilig-Rock-Wallfahrt Trier 2012

Leider konnte ich ja nicht teilnehmen, um die ökumenischen Bemühungen von Bischof Ackermann nicht zu konterkarieren ... Nein, also im Ernst, ich war nicht in Deutschland zu dem Zeitpunkt.

Hier eine kleine Nachlese, ein durchaus selbstkritischer - Survival-Eintrag von Johannes:

>>Am 21. April bin ich Bischof Ackermann begegnet. Freundlich hat der Ortsbischof die erschienenen Wallfahrer der Ecclesia-Dei-Gemeinschaften begrüßt. In korrekter inclusive language begrüßt er umständlich die "Pilgerinnen und Pilger", obwohl unter den zahlreichen Damen sicher keine war, die sich von der grammatikalisch ebenso korrekten politisch aber unkorrekten Ansprache "Liebe Pilger" "ausgeschlossen" gefühlt haben dürfte. Feministinnen dürften keine vor Ort gewesen sein, Ex-Feministinnen schon eher, und denen (ich hatte die Gelegenheit zu einem Kurzinterview) geht das grammatikalisch barocke "Anbiedermeier" moderner Prälaten (ich zitiere!) "tierisch auf die Nüsse".<< Ganzer Eintrag hier.

Und ein Artikel von Katrin Krips-Schmidt aus der Tagespost dazu zur Feier der Ecclesia-Dei-Gemeinschaften und der Zelebration im außerordentlichen Ritus mit Kardinal Brandmüller und 2.500 Pilgern:

>>Pater Axel Maußen, der Distriktobere für den deutschen Sprachraum der Priesterbruderschaft St. Petrus, die neben dem Institut Christus König und Hoherpriester und dem Institut Sankt Philipp Neri verantwortlich war für die Organisation, machte den Pilgern eine besondere Freude, als er eine Botschaft des Heiligen Vaters verlas. Papst Benedikt spendete seinen apostolischen Segen durch die Hand Kardinal Brandmüllers und gewährte allen Teilnehmern einen vollkommenen Ablass, nachdem der Trierer Bischof im Vorfeld der Heilig-Rock-Wallfahrt aus ökumenischen Gründen auf die Beantragung eines solchen Ablasses verzichtet hatte.<<
Ganzer Artikel hier.

Montag, 16. April 2012

Noch ein Text zum Tage.

Von Stephan Rochow.
Ein Ausschnitt:

>>In den letzten Jahren habe ich in der Katholischen Kirche immer wieder Menschen kennengelernt, denen es so unendlich schwer fällt, katholisch zu sein. Menschen, die Strukturdebatten bis zum Erbrechen führen und beim Glauben furchtbar einsilbig werden. Sie alle meinen, unsere Kirche hat ihre Faszination auf die Menschen verloren.

Ich kann darüber nur mitleidig lächeln. Wenn eine Kirche es schafft, einen verbohrten und hasserfüllten Neonazi zur Umkehr zu bewegen, dann muss sie etwas ausstrahlen. Dann muss sie faszinierend sein. Zumindest für mich hat sie ihre Faszination von damals nicht eingebüsst.<<

Zum ganzen bewegenden Bekenntnis einer radikalen Konversion hier auf seinem Blog.

Dienstag, 10. April 2012

Wer die Osternachtliturgie

im Petersdom gesehen hat, der hat unvergessliche Bilder gesehen. Die Osternachtliturgie ist natürlich immer gleich, aber jedes Jahr irgendwie anders, dabei immer noch tiefer und noch berührender. Und dann natürlich der Heilige Vater in seiner ganzen Zartheit und hingebungsvollen Demut.

Wer sie nicht gesehen hat, kann heute in Die Tagespost einen ebenso atmosphärischen wie gut recherchierten, informativen Artikel dazu lesen:

>>Der Glaube ist die wahre Aufklärung. Zehntausende feierten das österliche Triduum mit Papst Benedikt in der Heiligen Stadt. Von Armin Schwibach.<<

Sonntag, 8. April 2012

Die Predigt des Heiligen Vaters in der Osternacht.

>>Das eigentlich bedrohliche Dunkel für den Menschen ist es doch, daß er zwar die greifbaren materiellen Dinge sehen und untersuchen kann, daß er aber nicht sieht, wohin die Welt geht und woher sie kommt. Wohin unser eigenes Leben geht. Was das Gute und was das Böse ist. Das Gottesdunkel und das Wertedunkel ist die eigentliche Bedrohung unserer Existenz und der Welt überhaupt. Wenn Gott und die Werte, der Unterschied von Gut und Böse dunkel bleiben, dann sind alle anderen Erleuchtungen, die uns ein so unglaubliches Können ermöglichen, nicht nur Fortschritte, sondern zugleich Bedrohungen, die uns und die Welt gefährden. Wir können heute unsere Städte so grell erleuchten, daß die Sterne des Himmels nicht mehr sichtbar sind. Ist das nicht ein Bild für die Problematik unserer Aufgeklärtheit? Wir wissen und können in den materiellen Dingen unerhört vieles, aber was darüber hinausgeht, Gott und das Gute, vermögen wir nicht mehr zu identifizieren. Deshalb ist der Glaube, der uns das Licht Gottes zeigt, die wahre Aufklärung, ist Einbruch von Gottes Licht in unsere Welt, Öffnung unserer Augen für das wirkliche Licht.

Liebe Freunde, noch einen Gedanken über Licht und Erleuchtung möchte ich am Ende hinzufügen. Die Kirche stellt in der Osternacht, der Nacht der neuen Schöpfung, das Geheimnis des Lichts mit einem ganz eigenen, sehr demütigen Symbol dar: mit der Osterkerze. Dies ist ein Licht, das vom Opfer lebt. Die Kerze leuchtet, indem sie sich selber verbrennt. Sie gibt Licht, indem sie sich selber gibt. So stellt sie auf wunderbare Weise das österliche Geheimnis Christi dar, der sich gibt und so das große Licht schenkt. Als zweites können wir bedenken, daß das Licht der Kerze Feuer ist. Feuer ist Kraft der Gestaltung der Welt, Macht der Verwandlung. Und Feuer gibt Wärme. Auch hier wird wieder das Geheimnis Christi sichtbar. Christus, das Licht, ist Feuer, ist Flamme, die das Böse verbrennt und so die Welt und uns selber umgestaltet. „Wer mir nahe ist, ist dem Feuer nahe“, lautet ein Wort Jesu, das uns Origenes überliefert hat. Und dieses Feuer ist zugleich Wärme, nicht kaltes Licht, sondern Licht, in dem die Wärme und die Güte Gottes auf uns zukommen.<< Ganze Predigt hier.

Samstag, 7. April 2012

Surrexit Dominus vere - Alleluia!

[Weil ich nicht weiß, ob ich nach der Vigil noch zum Bloggen komme, wünsche ich schon einmal mit diesem Eintrag von letztem Jahr alles Gute und Gottes reichen Segen. Die Predigt von letztem Jahr ist es nämlich durchaus wert, nochmals gelesen zu werden.
Wir dürfen umso mehr gespannt sein, was der Heilige Vater uns nachher während der Vigil (21 Uhr bis 24 Uhr) zu sagen hat.]

FraAngelicoNolimetangereConventodiSa
Allen Leserinnen und Lesern ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Aus der Predigt des Heiligen Vaters in der Osternacht 2011:

>>Nun kann man fragen: Ist es wirklich wichtig, in der Osternacht auch von der Schöpfung zu sprechen? Könnte man nicht mit den Ereignissen beginnen, in denen Gott den Menschen ruft, sich ein Volk bildet und seine Geschichte mit den Menschen auf der Erde schafft? Die Antwort muß lauten: nein. Die Schöpfung wegzulassen, würde bedeuten, die Geschichte Gottes mit den Menschen selbst mißzuverstehen, sie zu verkleinern, ihre wahre Größenordnung nicht mehr zu sehen. Der Radius der Geschichte, die Gott gestiftet hat, reicht bis zu den Ursprüngen, bis zur Schöpfung hin. Unser Glaubensbekenntnis beginnt mit den Worten: „Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.“
Wenn wir diesen Anfang des Credo weglassen, wird die ganze Heilsgeschichte zu eng und zu klein. Die Kirche ist nicht irgendeine Vereinigung, die sich um die religiösen Bedürfnisse der Menschen kümmert, aber eben ihr beschränktes Vereinsziel hat. Nein, sie bringt den Menschen in Berührung mit Gott und so mit dem Ursprung aller Dinge. Deshalb geht Gott uns als Schöpfer an, und deswegen tragen wir Verantwortung für die Schöpfung. Unsere Verantwortung reicht bis auf die Schöpfung hin, weil sie vom Schöpfer herkommt. Nur weil Gott das Ganze geschaffen hat, kann er uns Leben geben und unser Leben führen. Das Leben im Glauben der Kirche umfaßt nicht nur einen Bereich von Empfindungen und Gefühlen und vielleicht von moralischen Verpflichtungen. Es umfaßt den Menschen ganz, von seinem Ursprung her und auf die Ewigkeit hin. Nur weil die Schöpfung Gott gehört, können wir bis ins Letzte auf ihn bauen. Und nur weil er Schöpfer ist, kann er uns Leben in Ewigkeit geben.
[...]
So sagt uns also der Schöpfungsbericht: Die Welt ist Produkt der schöpferischen Vernunft. Und er sagt uns damit: Am Anfang aller Dinge stand nicht das Unvernünftige, das Unfreie, sondern der Ursprung aller Dinge ist die schöpferische Vernunft, ist die Liebe, ist die Freiheit. Hier stehen wir vor der letzten Alternative, um die es im Disput zwischen Glaube und Unglaube geht: Ist die Unvernunft, das Unfreie und der Zufall der Ursprung aller Dinge, oder ist der Ursprung des Seins Vernunft, Freiheit, Liebe? Gilt der Primat der Unvernunft oder der Vernunft?
Um diese Frage geht es letztlich.
Als Gläubige antworten wir mit dem Schöpfungsbericht und mit Johannes: Am Anfang steht die Vernunft. Am Anfang steht die Freiheit.
Deshalb ist es gut, ein Mensch zu sein. Es ist nicht so, daß in dem sich ausdehnenden Universum am Ende in irgendeinem kleinen Winkel des Alls zufällig auch eine Art von Lebewesen entstand, die denken kann und versuchen kann, Vernunft in der Schöpfung zu finden oder in sie hineinzubringen. Wäre der Mensch nur ein solches Zufallsprodukt der Evolution irgendwo am Rand des Alls, dann wäre sein Leben sinnlos oder gar eine Störung der Natur. Aber nein – die Vernunft ist zuerst, die schöpferische, die göttliche Vernunft. Und weil sie Vernunft ist, hat sie auch Freiheit geschaffen, und weil Freiheit mißbrauchbar ist, darum gibt es auch das Schöpfungswidrige; darum zieht sich gleichsam ein dicker dunkler Strich durch den Bau des Universums und durch das Wesen des Menschen. Aber diesem Widerspruch zum Trotz bleibt die Schöpfung als solche gut, bleibt das Leben gut, weil am Anfang die gute Vernunft, die schöpferische Liebe Gottes steht. Darum ist die Welt erlösbar.<<

Ganze Predigt hier.

cantare

noch einen Hölderlin,...
An die Unerkannte (gekürzt) Kennst du sie, die...
Johannes (Gast) - 16. Mai, 17:37
Auf dem Film aus N-R....
Auf dem Film aus N-R. wimmelt es geradezu von BloggerkollegInnen.
johannes (Gast) - 16. Mai, 07:48
Hw. Jolie rockt!
Und das sage ich gern jedem, der es hören will....
Gertie (Gast) - 15. Mai, 22:43
Schade, dass sie den...
Schade, dass sie den hochwürdigsten Herrn Prälat...
sophophilo (Gast) - 15. Mai, 22:23
Hölderlin Nachtisch???...
Hölderlin Nachtisch??? Aber dennoch, gern ;-)...
L. A. (Gast) - 15. Mai, 21:14
Traurig schön. Oder...
Traurig schön. Oder schön traurig.
Il capitano (Gast) - 15. Mai, 20:15
schnief!
und zum Nachtisch bitte einen Hölderlin.
Johannes (Gast) - 15. Mai, 19:43
@ Gast es stimmt!
Ich habe hier neben mir eine Printausgabe des Programms...
Ester (Gast) - 15. Mai, 19:26
Schade
Oh schade. Wäre sehr gern bei der heiligen Messe...
Johannes (Gast) - 15. Mai, 18:37
Tja, so isses.
Eine heilige Messe als "geistliches Angebot" (stimmt...
@Ester (Gast) - 15. Mai, 18:37
@all
Ja wirklich herzlichen Dank allen für die schöne...
ElsaLaska - 15. Mai, 17:20
Beuys versucht auf durchsichtige...
Beuys versucht auf durchsichtige Weise, die Rede vom...
Damian (Gast) - 15. Mai, 17:06

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