„Gott weiß, was er mit mir vorhat.
Ich brauche mich darum nicht zu sorgen.“
Wann immer ich in der Nähe bin, versäume ich nicht, die Pfarrkirche St. Martin zu besuchen, in der die Hl. Edith Stein getauft wurde und die erste hl. Kommunion empfangen hat.
Auf der
Homepage der Pfarrkirche gibt es etwas besser belichtete Fotos als hier, die wie üblich mit dem Handy aufgenommen wurden, außerdem sieht man dort, wie schön und dennoch schlicht die Kirche renoviert wurde. Etwas ganz Besonderes ist im Altarraum zu finden - ein Jesus, der an einem wunderschönen Lebensbaum statt am Kreuz hängt - da mein Besuch aber nach Aschermittwoch stattfand, war es mit einem violetten
Fastentuch verhüllt.
Vor der, wie ich finde, gelungenen
Ikone von Edith Stein zünde ich immer eine Kerze an:
Das Taufbecken, an dem die Heilige getauft wurde - es steht auf einem Davidsstern, um an ihre jüdische Herkunft zu erinnern (und vielleicht auch an die Verbundenheit des Sakraments mit seinen jüdischen Wurzeln im Tun des Johannes des Täufers):
"Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht."
Edith Stein ist wie auch Katherina von Siena und Birgitta von Schweden eine Schutzpatronin Europas.
ElsaLaska - 13. Feb, 13:44
das
Klausner-Blog auf twoday.net. Der Klausner der Marienklause in der Abtei Mariawald schreibt dort. Die Abtei Mariawald ist ein Trappistenkloster in der Eifel. Die Trappisten sind vor allem für ihre kontemplative und asketische Lebensweise (strenges Schweigegebot) bekannt - und für einen besonders guten Käse, Trappistenkäse, und ihr Trappistenbier.
ElsaLaska - 13. Okt, 21:23
Ach wie schön, da ist ja jemand bei twoday auf dem Jakobsweg, die
Koboldin nämlich ...
Ich würde ja auch gerne mal, das blöde ist nur, dass ich um ganz Spanien gerne einen Bogen mache ...
Neben Loreto wohne ich sozusagen, nach Rom pilgern ist irgendwie nix sonderlich Spirituelles und ansonsten ... Hm.
ElsaLaska - 8. Sep, 15:44
Ich sehe mir leidenschaftlich gerne Kirchen an und gehöre zu denjenigen, die darauf achten, dass alles bedeckt ist, was bedeckt sein sollte, ihr Handy dreimal checken, ob es auch wirklich aus ist, natürlich kein Eis mitreinnehmen, also Dinge, die eigentlich selbstverständlich sind, die aber immer per Verbotsicon nochmal am Kirchenportal stehen, wenn es eine berühmtere Kirche ist, wo ich mich immer frage, wieso das eigentlich nötig ist. Bzw. den Umstand beklagen, dass man überhaupt Grundlegendes via Verbotsicon vermitteln muss. Ich dämpfe meine Stimme, ich trete nicht hart auf und lasse nicht die Absätze knallen, ich versuche, die Leute, die diese Kirche aus anderen Gründen als ich betreten, auf keinen Fall zu stören. Weil ich selbst nicht gerne gestört werde. Und falls ich dochmal etwas zu schwungvoll in einen heiligen Raum platzen sollte, dann hilft es, einfach die katholische Sitte kurz zwischenzuschalten, zwei (oder drei) Finger mit Weihwasser zu benetzen und ein Kreuz zu schlagen, um sich klar zu machen, dass man hier nicht wie unter vollen Segeln den öffentlichen Raum einer Kneipe betritt, sondern einen Ort des Gebets und der Besinnung.
Als ich noch evangelisch war, habe ich das immer als Unstimmigkeit bei uns empfunden: Natürlich ist es bequemer und geht schneller, wenn man rein- und dann wieder rausstürmt. Aber es wird eben der Qualität des Ortes nicht gerecht. Den Ort stört das vielleicht weniger, aber für mich selbst sind diese paar Sekunden innehalten mittlerweile wichtig geworden.
Genauso wichtig, wie vor dem Besuch einer Moschee die Schuhe auszuziehen oder vor dem Eintritt in das heilige Gelände eines balinesischen Tempels eine Glocke zu läuten - damit (und diese Vorstellung finde ich ganz bezaubernd) - Gott aufwacht.
Manchmal ist aber nicht einmal mehr das äußere Zeichen notwendig, und diese Ausnahme ist mir heute begegnet.
Im Speyerer Kaiserdom war die Hölle los, um es mal so auszudrücken. Tausend Besucher, ein Führer, der ins Mikro sprach, Hektik, Geschiebe, lautes Blabla. Ich war erschöpft und machte mich auf den Weg in das Kloster St. Magdalena, wo Edith Stein gelehrt hat. Angenehme Leere auf dem Gelände, obwohl doch heute lt. Kalender der katholischen Kirche ihr Gedenktag war. Gut so!
Kurz bevor ich die Türe öffne, lese ich: Anbetungskirche. Hinter der Türe das Schild: Bitte um Stille. Anbetung. Die Schwestern dort sitzen Tag und Nacht vor der Gegenwart der gewandelten Hostie, also dem Leib Christi, und beten. Sie wechseln sich natürlich ab. Die Stimmung in diesem Kirchenraum war einmalig. Nicht, dass man zurückprallte vor all der Andacht und Sammlung, nein, man lief wie gegen eine nachgiebige, empfängliche Wand aus massivem Gebot: Hier ist alles anders und doch von dieser Welt. Dass ich nicht eine Uhr zückte und nachschaute, ob die Zeit vielleicht stillsteht, war alles. Es war nicht der Vorsatz, hier möglichst nicht zu stören, es war die schiere Präsenz von Meditation und andauerndem Gebet, die machte, dass man sich in Zeitlupe bewegte und still wurde. Ich habe es meinen Begleitern angesehen, die gar nicht wussten, was da vor sich ging, die aber mit einem Mal ganz ruhig wurden, als würden sie ihre Alltagshülle abstreifen. Hier war nicht nur heiliger Raum und heilige Zeit, hier war ein Stück Ewigkeit versetzt in drei Dimensionen, ganz ohne Verzerrung und Hintergrundstrahlung. Ich hatte diese Kirche zwar nachlässigerweise betreten, ohne mich zu bekreuzigen. Aber ich wusste, ich würde sie erst gar nicht verlassen können, ohne es zu tun.
ElsaLaska - 10. Aug, 00:19
Die Sicherung des Weiterbestehens der Welt war immer ein wichtiges Anliegen archaischer Gesellschaften. Die meisten Schöpfungsmythen wurden aus diesem Grund erzählt. Auch die Bereschit/die Genesis diente in alten Zeiten dazu, sich dieser Tatsache immer neu zu vergewissern.
In diesen Tagen könnte man jedoch zu der Auffassung gelangen, die biblische Schöpfungsgeschichte diene dazu, den Weiterbestand des Feuilletons und der Unwissenheit der breiten Masse zu sichern, die weder mit Religion noch mit Spiritualität gelernt hat umzugehen, da sie der Besitz einer politischen "Meinung" oder die Mitgliedschaft bei Greenpeace völlig davon enthebt.
Wie gut, das sich eine Volksgruppe, oder besser drei alte Indiostämme, in Kolumbien noch seiner ursprünglichen Aufgabe entsinnt.
Die Hüter der Welt, ein Artikel auf National Geographic Deutschland.
ElsaLaska - 30. Jul, 19:52
unbedingt anhalten und sich
den Blautopf anschauen.
Ein sagenumwobener, eigentlich winzig kleiner -doch sehr tiefer - Quelltopf von einem - trotz der umstehenden Bäume - tiefdunklem Blau, aus dem das Wasser mit Gewalt eine Wehr hinabströmt. Wunderbar, und genauso wunderbar sind die Geschichten, die man sich um den Blautopf erzählt.
Hier eine davon, von Eduard Mörike.
ElsaLaska - 19. Jul, 17:43
Es würde mich mal interessieren, welche mikrobiologischen Kulturen bzw. welche Algenart sich in manchen Weihwassernäpfen so bildet. Ich glaube, das nächste Mal nehme ich mit der Pipette eine Probe.
Vor der Kirche des Benediktinerklosters in Fonte Avellana neben dem Portal sind rechts und links zwei steinere Weihwasserbehältnisse eingelassen, verziert mit Ornament. Ich wollte gerade in einer Art Automatismus, der merkwürdigerweise auch bei einer Ex-Evangelischen funktioniert, die Finger hineintauchen und mich bekreuzigen, blieb aber mit der Hand in der Luft darüber hängen. In dem Behältnis war eine merkwürdige, wohl pflanzliche, gelb und grün siffende Lebensform präsent, die mich irgendwie davon abhielt, die Fingerspitzen auch tatsächlich einzutauchen.
Es müssen wohl so eine Art Grün- oder Gelbalgen sein, einen gelblichen Belag habe ich hin und wieder auch in anderen Näpfchen gesehen, aber nicht in dieser schwammartigen Ausdehnung (nein, es war auch kein Schwamm, der drin lag, das gibt es ja manchmal auch).
Je länger ich darüber nachdenke, desto brennender interessiert mich eigentlich die mikrobiologische Beschaffenheit eines solcherart kontaminierten Weihwassergefässes, vor allem, weil das Kloster ja über tausend Jahre alt ist.
ElsaLaska - 2. Jul, 19:48

Im Januar (da ist auch Vollmond, ganz unten in den Zweigen hängend noch gewesen)

Aktuelles Datum (alles superdunkel, ich weiß. Handyfotografie at its best)

ElsaLaska - 2. Apr, 23:07