Danke für den Hinweis, ich habe den Artikel für die ZEIT gefunden.
Leider finde ich die Besprechung von Frau Heidenreich nicht so gelungen wie Sie.
"In welches Mittelalter sind wir da geraten?"
Das ist so ziemlich der schwächste Satz daraus.
Zum Beispiel: "sie schreibt um ihr Leben..." Ändert auch nichts daran, dass ich der fixen Überzeugung bin, dass Frau Struck sich von den Medien fernhalten und sich psychiatrische Hilfe suchen hätte sollen. Vor allem in den letzten Jahren ihres Lebens.
Ihr Gedanke ist interessant. Sie versuchen praktisch Karin Struck im Nachhinein vor sich selbst zu schützen. Das hätte ich vielleicht auch gerne getan, bzw. vermutlich nicht getan, ich bin sehr ungeduldig über ihre früheren hochgelobten Schreibereien geworden, in den es übrigens ja auch nur um ICH ICH ICH ging, wie Heidenreich nachher unverständlicherweise ihr vorwirft (unverständlicherweise deshalb, weil es eben ein unbequemes Thema wie Abtreibung war, alles andere ICH ICH ICH ist ja stets bewillkommnet und bejubelt; ja, und stellen Sie sich einfach vor, ein Mann hätte das geschrieben, was Struck schrieb - oha, die Heidenreich wäre zerflossen und sowieso waren die Siebziger wohl das Jahrzehnt des Subjektivismus, den wir augenscheinlich immer noch nicht überwunden haben) .
So aber haben wir eine Wilde, eine Entfesselte vor uns. Mindestens der Kunstbetrieb wusste das immer zu würdigen, sofern natürlich das Wilde und Entfesselte möglichst nicht plötzlich mit Katholischem daherkam.
Tja.
clamormeus - 13. Feb, 00:11
Ich finde es auch unschicklich, Ansichten einer Person mit derer Verhalten zu identifizieren. Jedenfalls, wenn es frei nach dem Motto "was die sagt, ist Teil eines Symptoms" geschieht.
Daß sie sich in ein, zwei Talkshows - ich sage leider, leider bei dem Anliegen- landläufig ausgedrückt "ziemlich daneben benommen" hat, entkräftigt ihre Ansichten und Argumente nicht.
Es ist offenbar doch Männern mehr erlaubt als Frauen. Und auch je nach Anliegen, ob es passt in den Kulturbetrieben - oder halt nicht.
Interessant ist, dass das offenbar so weiter fortgeschrieben werden wird.
@Richard
Leider finde ich die Besprechung von Frau Heidenreich nicht so gelungen wie Sie.
"In welches Mittelalter sind wir da geraten?"
Das ist so ziemlich der schwächste Satz daraus.
Andere Sätze daraus finde ich wieder sehr gut.
@Richard
So aber haben wir eine Wilde, eine Entfesselte vor uns. Mindestens der Kunstbetrieb wusste das immer zu würdigen, sofern natürlich das Wilde und Entfesselte möglichst nicht plötzlich mit Katholischem daherkam.
Tja.
Daß sie sich in ein, zwei Talkshows - ich sage leider, leider bei dem Anliegen- landläufig ausgedrückt "ziemlich daneben benommen" hat, entkräftigt ihre Ansichten und Argumente nicht.
Kinski glorifzierte man dafür.
Interessant ist, dass das offenbar so weiter fortgeschrieben werden wird.