Evangelium zum Tage - Hochfest Christkönig
Evangelium nach Lukas 23,35-43.
In jener Zeit verlachten die führenden Männer des Volkes ihn und sagten: Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er der erwählte Messias Gottes ist. Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig und sagten: Wenn du der König der Juden bist, dann hilf dir selbst!
Über ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand: Das ist der König der Juden.
Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns!
Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.
Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.
Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 - 407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Erste Homilie über das Kreuz und den Schächer am Karfreitag, 2
„Wenn Du in Dein Reich kommst..."
Nachdem das Paradies Tausende von Jahren verschlossen war, wurde es uns heute, in dieser Stunde, durch das Kreuz geöffnet. Denn heute hat Gott den Schächer dort eingelassen. Er wirkt damit zwei herrliche Wunder: er öffnet das Paradies und nimmt einen Dieb dort auf. Heute hat Gott uns unser altes Heimatland zurückgegeben, heute hat er uns wieder in der väterlichen Stadt versammelt, heute hat er sein Haus für die gesamte Menschheit geöffnet. „Heute, sagt er, wirst Du mit mir im Paradies sein.“ Was sagst Du da, Herr? Du wurdest gekreuzigt, mit Nägeln durchbohrt, und Du versprichst das Paradies? – Ja, damit du erkennst, wie groß meine Macht am Kreuz ist...
Denn nicht indem er einen Toten auferweckt, dem Meer und dem Wind gebietet und Dämonen austreibt, sondern als Gekreuzigter, mit Nägeln Angehefteter, ein mit Schmähungen, Speichel, Spott und Verhöhnungen Überschütteter hat er den erbarmenswerten Zustand des Diebes ändern können, damit du die beiden Seiten seiner Macht sehen kannst. Er erschütterte die gesamte Schöpfung, ließ Felsen bersten (Mt, 27,51) – und zog an sich die Seele des Diebes, härter als Stein, und hat ihn mit Ehren überschüttet.
Sicherlich würde kein König jemals einem Dieb oder einem anderen seiner Untertanen gestatten, sich mit ihm niederzusetzen, wenn er seinen Einzug in eine Stadt hält. Doch Christus hat genau das gemacht: als er in sein heiliges Vaterland kam, hat er einen Dieb mit sich hinein geführt. Und indem er so gehandelt hat…, verachtete er das Paradies nicht etwa, er nahm ihm nicht seine Würde durch die Anwesenheit eines Diebes. Ganz im Gegenteil: er ehrt es, denn es ist eine Ehre für das Paradies, einen Herrn zu haben, der einen Dieb der Wonnen würdig machen kann, die man in ihm verkostet. Genauso ist es, wenn er die Zöllner und Huren in das Himmelreich führt (Mt, 21,31)…: das ist nicht etwa eine Schande, sondern vielmehr eine Ehre für das Himmelreich, denn es zeigt sich damit, dass sein Herr mächtig genug ist, Huren und Zöllnern die Würde zurückzugeben, die sie einer solchen Ehre und eines solchen Geschenkes würdig macht. Wir bewundern einen Arzt nur noch mehr, wenn wir ihn Menschen heilen sehen, die an scheinbar unheilbaren Krankheiten leiden. Es ziemt sich also nur, Christus zu bewundern… wenn er den Zöllnern und Huren eine solche geistliche Gesundheit wiederschenkt, dass sie des Himmels würdig werden.<<
[via Evangelium Tag für Tag]
In jener Zeit verlachten die führenden Männer des Volkes ihn und sagten: Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er der erwählte Messias Gottes ist. Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig und sagten: Wenn du der König der Juden bist, dann hilf dir selbst!
Über ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand: Das ist der König der Juden.
Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns!
Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.
Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.
Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 - 407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Erste Homilie über das Kreuz und den Schächer am Karfreitag, 2
„Wenn Du in Dein Reich kommst..."
Nachdem das Paradies Tausende von Jahren verschlossen war, wurde es uns heute, in dieser Stunde, durch das Kreuz geöffnet. Denn heute hat Gott den Schächer dort eingelassen. Er wirkt damit zwei herrliche Wunder: er öffnet das Paradies und nimmt einen Dieb dort auf. Heute hat Gott uns unser altes Heimatland zurückgegeben, heute hat er uns wieder in der väterlichen Stadt versammelt, heute hat er sein Haus für die gesamte Menschheit geöffnet. „Heute, sagt er, wirst Du mit mir im Paradies sein.“ Was sagst Du da, Herr? Du wurdest gekreuzigt, mit Nägeln durchbohrt, und Du versprichst das Paradies? – Ja, damit du erkennst, wie groß meine Macht am Kreuz ist...
Denn nicht indem er einen Toten auferweckt, dem Meer und dem Wind gebietet und Dämonen austreibt, sondern als Gekreuzigter, mit Nägeln Angehefteter, ein mit Schmähungen, Speichel, Spott und Verhöhnungen Überschütteter hat er den erbarmenswerten Zustand des Diebes ändern können, damit du die beiden Seiten seiner Macht sehen kannst. Er erschütterte die gesamte Schöpfung, ließ Felsen bersten (Mt, 27,51) – und zog an sich die Seele des Diebes, härter als Stein, und hat ihn mit Ehren überschüttet.
Sicherlich würde kein König jemals einem Dieb oder einem anderen seiner Untertanen gestatten, sich mit ihm niederzusetzen, wenn er seinen Einzug in eine Stadt hält. Doch Christus hat genau das gemacht: als er in sein heiliges Vaterland kam, hat er einen Dieb mit sich hinein geführt. Und indem er so gehandelt hat…, verachtete er das Paradies nicht etwa, er nahm ihm nicht seine Würde durch die Anwesenheit eines Diebes. Ganz im Gegenteil: er ehrt es, denn es ist eine Ehre für das Paradies, einen Herrn zu haben, der einen Dieb der Wonnen würdig machen kann, die man in ihm verkostet. Genauso ist es, wenn er die Zöllner und Huren in das Himmelreich führt (Mt, 21,31)…: das ist nicht etwa eine Schande, sondern vielmehr eine Ehre für das Himmelreich, denn es zeigt sich damit, dass sein Herr mächtig genug ist, Huren und Zöllnern die Würde zurückzugeben, die sie einer solchen Ehre und eines solchen Geschenkes würdig macht. Wir bewundern einen Arzt nur noch mehr, wenn wir ihn Menschen heilen sehen, die an scheinbar unheilbaren Krankheiten leiden. Es ziemt sich also nur, Christus zu bewundern… wenn er den Zöllnern und Huren eine solche geistliche Gesundheit wiederschenkt, dass sie des Himmels würdig werden.<<
[via Evangelium Tag für Tag]
ElsaLaska - 24. Nov, 12:00
Amen