Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

"Amongst our weaponry are such diverse elements as fear, surprise, ruthless efficiency, an almost fanatical devotion to the Pope, and nice red uniforms!" [Monty Python.]



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Aktuelle Veröffentlichungen

"Ida Friederike Görres und Joseph Ratzinger - die tapfere Kirschblüte und ihr Prophet in Israel." In: Vatican-Magazin Mai 2013

"Kein Maß kennt die Liebe" - über die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern und das Jubiläumsjahr in Kloster Hegne. In: Die Tagepost vom 20. April 2013.

"Liebe, Wahrheit, Schönheit-das gesamte Pontifikat Benedikts XVI." - Die Buchbesprechung zu A. Kisslers Buch "Papst im Widerspruch." Online hier.

"Zuversicht statt Zweifel. Bologna und die heilige Katharina."In: Die Tagespost vom 13. April 2013

"Und in dir wird man einst die Herrlichkeit Gottes sehen" über die heilige Katharina von Bologna. In: Vatican-Magazin März-April 2013

"Schutzschirm für die Gemeinschaft. Christoph Müllers Einführung in die Benediktsregel" In: Die Tagespost vom 7. März 2013

"Fritz und Resl: Gottes Kampfsau und Jesu Seherin" In: Vatican-Magazin Februar 2013 anlässlich des 130. Geburtstags von Fritz Michael Gerlich.

"Jakub Deml-Traumprosa, die vom Jenseits erzählt" In: Die Tagespost vom 9. Februar 2013

"Der Tod ist nicht relativ" In: Die Tagespost vom 7. Februar 2013

"In heiligen Sphären. Mensch und Welt lassen sich nicht entsakralisieren" In: Die Tagespost vom 5. Februar 2013

"Die tapfere Heilige, die nicht sterben wollte Die Märtyrerin Cristina und das Blutwunder von Bolsena." In: Vatican-Magazin Januar 2013

"Alles andere als Rettungsroutine. Aus den Schätzen der Kirche schöpfen: Warum Beichte und Ablass ein Comeback verdient haben." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Leitsterne auf dem Glaubensweg. Katholische Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Neuevangelisierung." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Das Netz der virtuellen Ewigkeit.Tod und Gedenken im Internet." In: Die Tagespost vom 29. November 2012.

"Der Friede auf Erden fängt zwischen Männern und Frauen an. Marias "Fiat" und Josefs "Serviam". Engel führten sie zum außergewöhnlichsten Ehebund der Weltgeschichte. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Der Marathon-Mann" - mein Porträt von S. E. Bischof Tebartz-van Elst. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Versperrter Himmel, öffne dich!" Über die Wallfahrt der totgeborenen Kinder zu Unserer lieben Frau von Avioth. In Vatican-Magazin November 2012.

"Ein französischer Vorläufer des heiligen Franziskus - zum 800. Todestag des Hl. Felix von Valois." In: Die Tagespost vom 3. November 2012

"Die Macht der Mystikerinnen" anlässlich der Heiligsprechung von Anna Schäffer. In: Die Tagespost vom 20. Oktober 2012

"Was für eine Frau!" Zur Vereinnahmung der hl. Hildegard von Esoterikerin und Feministinnen. In: Die Tagespost vom 9. Oktober 2012

Über den Kapuzinerpater Martin von Cochem zu seinem 300. Todestag. In: Die Tagespost vom 29. September 2012

"Die Kirche-ein Krimi?" in: Die Tagespost vom 30. August 2012.

"Wieder gefragt: Exorzismus!" in: PUR-Magazin September 2012

"Mir ist das Brevier wichtig geworden!" Ein Interview mit dem evang. Pfarrer Andreas Theurer, der in die katholische Kirche eintreten wird. In: Die Tagespost vom 14. August 2012

"Im Vorhof des Himmels" Die hl. Edith Stein und ihr Seelenführer, der Erzabt von Beuron. In: Vatican-Magazin August-September 2012

"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

Der Cammino di San Francesco-Heiligtümer im Rieti-Tal. In: PUR-Magazin Juli.

Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

"Mehr als Dinkel und Kräuter: Ein Kernkraftwerk des Heiligen Geistes - die hl. Hildegard von Bingen" In. Vatican-Magazin Juni-Juli 2012

"Wie eine lodernde Feuersäule Die heilige Veronika Giuliani" In: Vatican-Magazin Mai 2012

"Die Vollblutfrau, die den Erlöser liebte: Kronzeugin des Osterereignisses: Die Geschichte von Jesus und Maria Magdalena." In: Vatican-Magazin April 2012

"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

"Die virtuelle Engelsburg hat standgehalten" in: Die Tagespost vom 22. März 2012

"Die Sowjets traten, rissen, schlugen, brannten - aber immer wieder haben die Litauer ihren Kreuzeshügel aufgebaut". In: Vatican-Magazin März 2012

"Katholische Bloggerszene stiftet Ehe" Interview mit Phil und Hedda in: Die Tagespost vom 13.März 2012

Und Du wirst mal Kardinal!" Prags Erzbischof verkörpert das Durchhaltevermögen der tschechischen Christen. In: Die Tagespost vom 18. Februar 2012

"Wo Liebe ist, ist Eifersucht nicht weit: Alfons Maria de Liguori und Schwester Maria Celeste Crostarosa, Gründer des Redemptoristenordens". In: Vatican-Magazin Ausgabe Februar 2012

Neue Kolumne über geistliche Paare: "Mann-Frau-Miteinander-Kirchesein" In: Vatican-Magazin Ausgabe Januar 2012

Unsagbar kostbare Göttlichkeit - Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Gaben der Heiligen Drei Könige. In: Die Tagespost vom 5. Januar 2012

"Wo die Pforten des Himmels offen sind. Loreto in den italienischen Marken". In: Vatican-Magazin Dezember 2011

"Ein Schatz, der fast zu groß für diesen Erdball ist". In: Liebesbriefe für die Kirche. Hrsg. Noe, Biermeyer-Knapp. Bestellbar hier.

Der Papst meines Lebens - Vatican-Magazin spezial zum Papstbesuch

Norcia - der Geburtsort des heiligen Benedikt: "Als sich der Erdkreis verfinstert hatte" In: Vatican-Magazin August-September 2011

In englischer Übersetzung online hier: When the world had darkened<

Der Vatikan und die Blogger - Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Poetische Pilgerorte-Reisen ins mystische Mittelitalien. Erschienen im MM-Verlag.


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Dienstag, 21. Mai 2013

Das Haus der Ärmsten im Vatikan

Eine Tatsache, die nur sehr wenige wissen, vor allem nicht diejenigen, die ständig nur vom Prunk und Protz und Überfluss im Vatikan daherschwelgen:

Es gibt auf vatikanischem Territorium ein Armenspeisungshaus der Mutter-Teresa-Schwestern. Das ist übrigens auch der Grund, warum man auf dem Petersplatz zuweilen sehr viele Schwestern im weißen Sari mit dem blauen Rand sieht.
Nein, die kommen nicht immer direkt aus Kalkutta als Pilgerinnen, sie sind vor Ort. In der Casa "Dono di Maria":

>>Dono di Maria: Ein Armenhaus im Vatikan
Am Dienstagnachmittag macht Papst Franziskus einen besonderen Besuch: er wird dafür die Vatikanmauern nicht verlassen müssen und dennoch eine andere Welt betreten. Er besucht nämlich die Casa „Dono di Maria“, eine Auffangstation für die Ärmsten der Stadt Rom, die von den Missionarinnen der Nächstenliebe geleitet wird. Das Haus feiert an diesem 21. Mai seinen 25. Jahrestag; es wurde seinerzeit von Papst Johannes Paul II. und der Seligen Mutter Theresa von Kalkutta, der Gründerin des Frauenordens, eingeweiht. (rv)<<

Aachener Friedenspreis 2013 "Schulen ohne Bundeswehr"

In dieser Sache hat mein Gastautor auf seinem Blog ein Anschreiben an die Aachener SPD und den Kreisverband der Grünen verschickt.

Ich hoffe, er hat nichts dagegen, wenn ich einen Absatz daraus als Vollzitat anführe:

>>Man kann über den Sinn und Unsinn von Inhalten einer militärischen Maßnahme durchaus streiten. Doch die Diskreditierung der Streitkräfte eines demokratischen Staates, einer im Grundgesetz verankerten Institution, ist unwürdig. Ihre Partei hat auf Bundesebene durch ihr Abstimmverhalten die parlamentarischen Voraussetzungen für die gegenwärtigen Militäreinsätze der Bundeswehr mit geschaffen. Die Bundestagsabgeordneten Ihrer Partei tragen entsprechende Mandate mit. Dass Ihre Partei auf Bundesebene Militäreinsätze befürwortet und auf Kreisebene gleichzeitig die demokratische und rechtsstaatliche Institution Bundeswehr aus öffentlichen Schulen verbannen möchte, wirkt auf mich unglaubwürdig und befremdlich. Unsere Soldatinnen und Soldaten sind keine mörderische Soldateska, keine Eroberer, denen man die Auftritte an Schulen verbieten muss, weil allein schon Vorträge über Weltkrisenherde jugendgefährdend sind. Das sollten Sie beachten.<<

Das ganze Anschreiben hier.

Das fünfte Gebot, der Katechismus und die Soldaten

[Aus gegebenem Anlass hole ich hier nochmals einen Beitrag vom 23. Januar auf die Startseite hoch]

Ein Gastbeitrag von Olaf Tannenberg

»Du sollst nicht morden.« So fordert es das fünfte Gebot und verwirft damit den direkten und willentlichen Mord als schwere Sünde. In unserem Rechtsraum ist ein Mord die Tötung eines Menschen aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier, aus anderen niedrigen Beweggründen oder zur Verdeckung einer Straftat. Weitere Merkmale sind Heimtücke, Grausamkeit oder die Verwendung gemeingefährlicher Mittel. Nicht jede Tötung eines Menschen ist also ein Mord - das sieht die römisch-katholische Kirche nicht anders als die Bundesrepublik Deutschland. Die Tötung eines Rechtsbrechers in Notwehr ist für die Kirche kein Verstoß gegen das fünfte Gebot (siehe u.a. KKK 2321) und für den Staat kein Verbrechen (siehe § 32 StGB). Einigkeit besteht auch bezüglich der Verhältnismäßigkeit. Die Wahl der Mittel muss angemessen sein, eine überzogene Abwehr eines Angriffs ist nicht zulässig und die Situation darf nicht provokativ herbeigeführt werden.

Auch die Stellung der Garanten, also der im staatlichen Auftrag handelnden Beauftragten, wird seitens der Kirche nicht in Frage gestellt, sondern der Katechismus spricht bei dieser Personengruppe sogar von einer schwerwiegenden Pflicht zur Wahrnehmung der Notwehr. Der Katechismus der Kirche anerkennt damit das rechtmäßige Gewaltmonopol eines Staates. Grundsätzlich hält KKK 2306 zum Verzicht auf gewaltsame Handlungen an und bezeichnet den Gewaltverzicht als Zeugnis der Liebe des Evangeliums, schränkt aber gleichzeitig durch den Verweis auf die Verletzung der Rechte und Pflichten Dritter ein, die durch den Verzicht auf Verteidigung entstehen könnten. An dieser Stelle kommen wir zu den Verantwortungsträgern für das Gemeinwesen. Und zu den Soldaten.

Einige leicht gekürzte Aussagen aus dem Katechismus: »Damit das Menschenleben geachtet wird und sich entfalten kann, muss Friede sein. Friede besteht nicht einfach darin, dass kein Krieg ist. Friede auf Erden herrscht nur dann, wenn die persönlichen Güter gesichert sind, die Menschen frei miteinander verkehren können, die Würde der Personen und der Völker geachtet und die Brüderlichkeit unter den Menschen gepflegt wird. Der Friede besteht in der Ruhe und Ordnung. Er ist das Werk der Gerechtigkeit und die Wirkung der Liebe.« (KKK 2304, vgl. GS 78,5 und GS 78.1-2)

Ein Blick auf die Krisenherde der Welt lässt erkennen: Nicht in allen Regionen herrscht Frieden und Gerechtigkeit, Ruhe und Ordnung. Noch immer sind Staaten und Territorien in der Hand von rücksichtslosen Diktatoren und verbrecherischen Gruppierungen, nicht überall sind die Menschen frei und in ihrer Würde geachtet. Über die weltweite Verfolgung der Christen bspw. wird auf diesem Blog regelmäßig berichtet. Friedliche Lösungen sind leider nicht immer möglich, die Mittel der Diplomatie versagen, sobald sie auf politische Ideologien und religiösen Fanatismus stoßen. Die Rechte zahlloser Menschen werden noch immer mit Füßen getreten und in Ausnahmefällen können die einfachsten Maßstäbe nicht anders durchgesetzt werden als durch eine militärische Intervention. Hierzu bedarf es der Soldaten.

Die Soldaten, Töchter und Söhne unserer Völker, tragen gemäß ihres Berufes die Last der Militäreinsätze. Die Angehörigen der Bundeswehr handeln auf Anordnung der legitimen Regierung mit dem Mandat der von uns gewählten Volksvertreter und der Vereinten Nationen. Sie versehen ihren schwierigen, zunehmend gefahrvollen und entbehrungsreichen Dienst nach bestem Wissen und Gewissen - und im Vertrauen auf die Rechtmäßigkeit der Einsätze und der Befehle ihrer Vorgesetzten. Ihre Aufgabe ist nicht primär das Töten von Gegnern, sondern die Herstellung von Ruhe und Ordnung. Dass hierbei auch Gewalt angewendet werden muss, liegt in der Natur der Sache. Die Kritik daran ist unbedingt zulässig, die Schmähung und Diffamierung der Soldaten ist es nicht.

Wie weit die Ablehnung des Soldatenberufs mittlerweile geht, zeigt u.a. auch eine ›Ökumenische Initiative zur Abschaffung der Militärseelsorge‹. Nicht nur sollen die Soldaten ihre vertrauten geistlichen Ansprechpartner verlieren, nein, als würde man von Kriminellen reden, werden auch ›Aussteigerprogramme‹ erwogen. Ein empörendes Unterfangen! Die Seelsorge, die man selbst den sechs verbrecherischen Gruppenvergewaltigern in Indien gewiss nicht verweigern würde, soll den Soldaten, die sich mit Leben und Gesundheit für unsere Freiheits- und Rechtsordnung einsetzen, künftig nicht mehr angedeihen. Mir drängt sich da der Gedanke an gottlose Diktaturen auf, in denen der Ungerechte belohnt und der Gerechte sanktioniert wird.

Gerade die Militärseelsorge ist heute wichtiger denn je. Die Art der bewaffneten Konflikte hat sich stark verändert, der heutige Soldat ist wegen des Fehlens jeder Unterscheidungsmöglichkeit zwischen Verbündeten und Gegnern besonders gefährdet. Ihre Militärpfarrer sind es, die ihnen in den Stunden der Bedrängnis Hoffnung vermitteln, sie im Glauben stärken, ihnen die hierfür zentralen Sakramente spenden, ihnen geistigen Beistand bieten und zugleich an der Gewissensbildung des einzelnen Soldaten entscheidend mitwirken - gleichsam die Todesgefahr mit ihnen teilend.

Kein Soldat ist ein Mörder, wenn er im Rahmen der korrekten Ausübung seiner Pflicht einen Menschen getötet hat - insbesondere um einen anderen Menschen zu schützen. Er ist deswegen auch kein Sünder, so lange er nicht aus Hass oder Rache gehandelt hat. Ich hätte mir von Militärbischof Dr. Overbeck in dem am 17. Oktober 2012 ausgestrahlten Polit-Talk ›Anne Will‹ eine deutliche Wertung des fünften Gebots und besonders zur Unterscheidung zwischen dem strafbaren Mord und der gerechtfertigten Tötung gewünscht. Damit wären viele Soldaten, die an Auslandseinsätzen teilgenommen haben, von einer großen Last befreit worden. Das zumindest hätten sie verdient, denn:

»Niemand hat größere Liebe als der, der sein Leben hingibt für seine Freunde.« (Joh. 15,13)

Aus der Pfingstpredigt des Heiligen Vaters

>>Dem Anschein nach schafft der Heilige Geist Unordnung in der Kirche, weil er die Unterschiedlichkeit der Charismen, der Gaben bringt, doch unter seinem Wirken ist all das ein großer Reichtum, denn der Heilige Geist ist der Geist der Einheit, was nicht Einförmigkeit bedeutet, sondern eine Rückführung von allem in die Harmonie. Die Harmonie bewirkt in der Kirche der Heilige Geist. Einer der Kirchenväter verwendet einen Ausdruck, der mir sehr gefällt: Der Heilige Geist „ipse harmonia est" – ist selbst die Harmonie.

Nur er kann die Unterschiedlichkeit, die Pluralität, die Vielfalt erwecken und zugleich die Einheit bewirken. Auch hier gilt: Wenn wir selbst die Verschiedenheit schaffen wollen und uns in unseren Parteilichkeiten, in unseren Ausschließlichkeiten verschließen, führen wir in die Spaltung; und wenn wir selbst nach unseren menschlichen Plänen die Einheit herstellen wollen, schaffen wir letztlich die Einförmigkeit, die Schematisierung. Wenn wir uns hingegen vom Geist leiten lassen, führen Reichtum, Vielfältigkeit, Unterschiedlichkeit nie zum Konflikt, denn er bringt uns dazu, die Vielfältigkeit im Miteinander der Kirche zu leben.<<

Und dann noch diese besonders schöne Stelle:
>>Die Theologen der frühen Kirche sagten: Die Seele ist eine Art Segelboot; der Heilige Geist ist der Wind, der in das Segel bläst, um das Boot voranzutreiben; die Triebkraft und der Schub des Windes sind die Gaben des Geistes. Ohne seinen Antrieb, ohne seine Gnade kommen wir nicht voran. Der Heilige Geist lässt uns in das Geheimnis des lebendigen Gottes eintreten und bewahrt uns vor der Gefahr einer gnostischen und einer selbstbezogenen, in ihr Gehege eingeschlossenen Kirche; er drängt uns, die Türen zu öffnen, um hinauszugehen, um das gute Leben des Evangeliums zu verkünden und zu bezeugen, um die Freude des Glaubens, der Begegnung mit Christus zu übertragen. <<

Ganze Predigt hier.

Schwere Vorwürfe des syrisch-katholischen Patriarchen

>>Es gehe nicht um die Förderung von Demokratie und Pluralismus, das sei "eine Lüge und Heuchelei". Die westliche Politik habe nicht auf die Warnungen hören wollen und trage daher die Verantwortung für das, was in Syrien geschieht, so der Patriarch.

Wörtlich meinte Ignatios Yousef III.: "Wir haben alle Beteiligten gewarnt, die regionalen und die westlichen Regierungen - vor allem die der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und Frankreichs -, dass diese Art von Gewalt zum Chaos führt und das Chaos zum Bürgerkrieg. Vor zwei Jahren haben diese Regierungen beschlossen, das nicht zu glauben." <<

Richtig, da waren alle noch ganz besoffen von dem großartigen "demokratischen" Aufbruch des "Arabischen Frühlings ....
Die beiden orthodoxen Bischöfe sind immer noch in der Gewalt von extremistischen Entführern.

>>Der Westen habe im Namen des "sogenannten Erwachens der Völker zur Demokratie" die Konflikte im Nahen Osten angeheizt, bedauerte der Patriarch. Die westlichen Regierungen würden nicht verstehen, wie unabdingbar Religionsfreiheit für die orientalischen Christen sei: "Die Christen im Nahen Osten sind nicht nur im Stich gelassen, sondern von westlichen Nationen, wie USA und EU, auch belogen und verraten worden.<< so der Patriarch weiter.

Ganzen Artikel hier lesen.

Montag, 20. Mai 2013

Generelle Information

ich bin eine katholische Christin.

Ich werde mir aber moralisierende Vorwürfe der Richtung "Du stehst aber nicht in der Jesusnachfolge!" hier nicht mehr bieten lassen, nur, weil ich Soldaten und Soldatinnen nicht für unwürdig halte, für ungläubig oder sonstwie sündig und verwerfenswert.

Wer als Christ solche Dinge propagiert, der schaue vorsorglich erstmal in die Heilige Schrift: Wie der Hl. Johannes der Täufer und Jesus Christus persönlich mit Soldaten umgegangen sind. Nett ist dann auch, zu schauen, was er über Pharisäer so zu sagen hatte.

Daneben stehe ich tatsächlich nicht in der Jesusnachfolge. Niemand braucht als Christ die evangelischen Räte zu befolgen, die die Jesusnachfolge ausmachen. Ich bin hier in keinem Kloster. Ich lege auch keine Privatgelübde ab. Und selbst wenn ....

Niemand braucht als Christ sich über andere zu erhöhen, die eventuell auf Grund ihres Berufes dazu gezwungen sein könnten, in ihrem Dienst andere aus Notwehr und zum Schutz Dritter zu töten. Sogar das deutsche Rechtssystem unterscheidet zwischen Notwehr und Mord. Und zwischen grund- und völkerrechtlich verfasster Exekutive und Kriminalität.
Es existiert sowas wie Recht und Gesetz, internationale Konventionen, der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Seien es Soldaten, Polizisten oder sogar Feuerwehrmänner: Jesus Christus hat den Glauben vieler Soldaten gepriesen, und nicht besserwisserisch ihnen vorgesagt, was sie zu tun und zu lassen haben.
Nehmt euch ein Beispiel!
Und wenn ihr nichts zu sagen habt, dann ist es auch ganz okay, mal den Mund zu halten, auch als "Oberlehrer der Nation".
Wir sind hoffentlich! - eine Kirche, die niemanden ausgrenzt.

PS: Ich sehe mich dazu nicht im Widerspruch zum Katechismus der katholischen Kirche. Falls dann, bitte ich um correctio fraterna.

Klasse! So haben wir Angela Merkel noch selten gesehen

Zu Besuch in Rom - mit Georg Gänswein und zusammen mit dem Heiligen Vater:

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[Ja ja, ultramontan macht frei, sexy und gutgelaunt - das war der Fotobeweis.
Zuerst gesehen auf www.twitter.com/KatholikenNet]

Sonntag, 19. Mai 2013

Mein Schreiben an den deutschen Militärbischof

Sehr geehrter Herr Bischof Dr. Overbeck,
Exzellenz,

ich bin eine katholische Journalistin und habe kürzlich erfahren, dass der diesjährige Aachener Friedenspreis u.a. an "Schulen ohne Bundeswehr" gehen soll, d. h. an Schulen, welche Vertreter der Bundeswehr ausdrücklich nicht einladen, damit sie die Arbeit in den Streitkräften vorstellen und mit den Schülern über Fragen von Krieg und Frieden, Grundgesetz, politisches Mandat, Auslandseinsätze usw. diskutieren können.

Dies hat mich, nicht nur als studierte Politikwissenschaftlerin im Nebenfach (M. A.), sondern auch als Katholikin irritiert, da ich noch dazu erfuhr, dass dem Preisverleihungsgremium auch Kirchenvertreter wie der Aachener Diözesanrat, missio, misereor u. a. m. angehören.
In einem Schreiben an S. E. Bischof Mussinghoff habe ich meine Irritation formuliert. Ich füge Ihnen unten die wesentlichen Punkte dieses Schreibens zur Kenntnis ein.

Ich würde mir eine öffentliche Äußerung in Ihrer Eigenschaft als Militärbischof dazu wünschen, denn es ist für mich nicht nur sehr schwierig, eine solche Preisverleihung (mitsamt ihrer offiziellen Begründung) als Katholikin einem gläubigen katholischen oder auch evangelischen Soldaten zu kommunizieren, sondern es wird die Vorbehalte derjenigen Soldaten, die der Kirche noch fernstehen, eher bestärken, dass sie in der katholischen Kirche unerwünscht sind.
Daneben ist es meine Überzeugung, dass Intoleranz und Diskursverweigerung durch Ausgrenzung einer immerhin grundgesetzlich verankerten Institution an deutschen Schulen wenig bis gar nichts zum "Frieden" beitragen können und einer offenen, pluralistisch und demokratisch verfassten Gesellschaft nicht gut zu Gesicht stehen.
Insbesondere hätte ich es ausnehmend sinnvoll gefunden, die Behauptungen aus dem unten angeführten dritten Punkt ("Jedoch ist der Soldatenberuf keinesfalls ein normaler Beruf ..." ) im direkten kontroversen Austausch mit Schülern und mit einem Vertreter der Bundeswehr zu klären, anstatt sie anlässlich der Preisverleihung pauschal aufzustellen.

Hier die wesentlichen Punkte aus meinem Schreiben nach Aachen:

[eingefügt als Zitat die Stichpunkte des Schreibens an S.E. Bischof Mussinghoff wie hier veröffentlicht]

Grußformeln etc.

Unterschrift Barbara Wenz

Frohe und gesegnete Pfingsten!

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[Wenige Tage vor Pfingsten ließ der Heilige Vater zwei weiße Käfigtauben frei.
Der Heilige Geist wird in der katholischen Kirche traditionell als weiße Taube dargestellt. Pfingsten ist das Fest der Geburt der Kirche und der Ausgießung des Hl. Geistes auf die Apostel und Jünger, die in Jerusalem nach der Himmelfahrt Christi im Gebet versammelt verharrten.]

cantare

War! What is it good...
So schön es wäre, wenn Krieg wäre und...
Bee (Gast) - 22. Mai, 02:32
@thysus
Mir würde es schon reichen, wenn der ach so demokratische...
ElsaLaska - 21. Mai, 22:58
@Lisje
Wobei ich dieses Zitat immer in diesen Zusammenhängen...
ElsaLaska - 21. Mai, 22:36
Dringende Aufgaben des...
Ist denn dem ehrwürdigen Patriarchen klar, was...
thysus - 21. Mai, 22:31
Barbara, ich habe Dir...
Barbara, ich habe Dir in meinem Blog geantwortet, wegen...
Ralf ofs (Gast) - 21. Mai, 22:28
Ausnahmsweise sei es...
Ausnahmsweise sei es dir erlaubt ;-)
Il capitano - 21. Mai, 21:45
@Claudia
Danke für diesen ehrlichen und guten Kommentar!
ElsaLaska - 21. Mai, 13:09
Selbst wenn ich viele...
Selbst wenn ich viele Entscheidungen des Verteidigunsministeriums.. .
Claudia Sperlich (Gast) - 21. Mai, 07:36
Liebe Moralisierende
wir zitieren einfach mal Elsas Bloggerkollegen Manfred,...
Lisje Türelüre aus der Klappergasse (Gast) - 21. Mai, 00:23
Danke für die Blumen
ich finde einfach unsere Friedenstauben sollten sich...
Ester (Gast) - 20. Mai, 23:44
@ester
Es bringt dem Weltfrieden ungefähr genau so viel,...
ElsaLaska - 20. Mai, 23:05
@ester
>>aber ich finde im ganzen Neuen Testament nichts,...
ElsaLaska - 20. Mai, 23:03

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