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Elsas Nacht(b)revier

Francois Gérard: St. Teresa [d' Avila]



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Aktuelle Veröffentlichung im November-Heft Vatican-Magazin, S. 35, über die Beinhäuser von Alken und Hallstatt: Über allem aber triumphiert der Überwinder von Sünde und Tod.

Aktuelle Veröffentlichung in:
Wenn Er anklopft. 12 Bekehrungs-geschichten, herausgegeben von B. Kerz, MM-Verlag

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Freitag, 4. Dezember 2009

Barbarazweige nicht vergessen!

Barbara-Zweige

Wer jetzt noch schnell Kirsch-, Pfirsich-, Obstbaumzweige schneidet und in eine Vase mit nicht zu kaltem Wasser ins warme Zimmer stellt, wird pünktlich zu Weihnachten mit einer solchen Pracht belohnt.

Hier ehrt man übrigens die Hl. Barbara heute Abend noch mit einem Feuerwerk.

Der heutige Festtag der heiligen Barbara in der Blogoszesen-Umschau:

Auf "Braut des Lammes": Hl. Barbara - Jungfräuliche Märtyrerin

Mater Amata: Hl. Barbara 4. Dezember

Rom, römer, am römsten: Die Heilige Barbara

Conservare (mit wertvollen Tipps zur richtigen Zweigbehandlung): Geht Barbara im Klee, kommt's Christkind im Schnee

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Die Mär vom heidnischen Ursprung des Weihnachtsfestes.

Auf der Tagespost online findet sich ein Artikel über die neuesten Forschungserkenntnisse des Papyrologen Hans Förster, die die gerne kolportierte Behauptung, dass dem christlichen Weihnachtsfest die heidnische Sol Invictus-Feier zugrundeliege, widerlegen.

>>Ausgangspunkt war die gängige These, dass es im vierten Jahrhundert nach Christus ein weit verbreitetes heidnisches Sonnwendfest gegeben habe, dem die Kirche nur dadurch begegnen konnte, dass sie auf dem Wege der Integration das Fest des sol invictus, des unbesiegbaren Sonnengottes, getauft habe. Zur Wintersonnenwende feierte man nun die Geburt des Gottessohnes als den Aufgang der „Sonne der Gerechtigkeit“ (Maleachi 3, 20). Für diese beispielhafte frühe Form der Inkulturation wird die Alte Kirche sogar bis heute gelobt.
Einem syrischen Mönch des zwölften Jahrhunderts folgend, der die These von der Abhängigkeit des westlichen Weihnachtsfestes vom heidnischen Sonnenfest in antirömischer Absicht vertrat, nahmen die Reformatoren das Weihnachtsfest zum Anlass, die Kirche des vierten Jahrhunderts des Verrats am wahren Glauben zu bezichtigen. Infolgedessen war das Weihnachtsfest zeitweise bei den Calvinisten sogar abgeschafft worden. Seit der reformatorischen Kritik wurde das Weihnachtsfest nun angezweifelt.
Förster hat es nun unternommen, aus den Quellen heraus die Situation der Kirche des vierten Jahrhunderts genauer zu betrachten.<<

Ich bin noch ein bisschen skeptisch, aber Förster hat einiges zu sagen. Hier gehts zum Artikel von Michael Karger, aus dem das obenstehende Zitat entnommen ist.

Zweimal Kissler.

Einmal als Kolumne auf The European - jeden Donnerstag neu - mit seiner Aufforderung "Lest Chesterton" - und zwar gerade zu Weihnachten.
Zum Zweiten sein Beitrag "Fester Glauben. Wie die katholische Kirche weiter um ihre Liturgie streitet", als Auszug eines in der Süddeutschen erschienen Artikels auf introibo.net, dem u. a. zu entnehmen ist, dass lt. einer Umfrage aus Oktober sich neun Millionen Italiener die Feier der Alten Messe in ihrer Ortsgemeinde wünschen.

40 Jahre Liturgiereform - 10 Fragen an S. E. Annibale Bugnini. Frage 1.

Warum spricht der Priester bei der Austeilung der Heiligen Kommunion nicht mehr:

Der Leib unseres Herrn Jesus Christus bewahre deine Seele zum ewigen Leben. Amen.

Sondern nur noch:
P.: Der Leib Christi.
A.: Amen.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Minarette auf dem Nacht(b)revier?

In den letzten Tagen habe ich soviel Pro und Contra zum Volksentscheid in der Schweiz gelesen, dass ich nicht mehr weiß, ob ich Weiblein oder Männlein bin. Alleine am Wert oder Unwert eines Volkentscheides entzünden sich seitenlange juristische Debatten. Klar ist, das habe ich in der zehnten Klasse Sozialkunde gelernt, dass ein Plebiszit zwar basisdemokratisch, aber nicht unproblematisch ist: Wenn eine Volksabstimmung Für oder Wider die Einführung der Todesstrafe gerade dann stattfindet, wenn gehäuft wieder besonders ekelerregende Fälle von Kindesmissbrauch und -mord in den Meldungen waren, dann ist ziemlich absehbar, was das Ergebnis bringen wird. Das muss man realistischerweise sehen.
Nun ging es aber nicht darum, sondern um die Frage, ob Moscheen mit Minaretten gebaut werden dürfen oder nicht. Eine Moschee kann man freilich auch ohne Minarett bauen. Die Muslime sind in der Minderheit, es ist schlicht unnötig, in einem Schweizer Gebirgsdorf von einem Turm aus fünfmal am Tag die Bevölkerung zum Gebet zu rufen gerade so, als befände man sich in der Innenstadt von Damaskus. Und eine andere plausible Bestimmung für Minarette als zum Gebetsruf kenne ich nun mal nicht, was auch immer Erdogan dazu zu sagen hatte (Bajonette? Raketen? Speerspitzen? Prachtentfaltung? Machtgebaren?)
Die Unterstellung, die Schweizer hätten sich aus purer Islamophobie gegen die Religionsfreiheit einer Minderheit entschieden, ist für mich zwar eine Unterstellung. Allerdings eine, die nicht völlig aus der Luft gegriffen ist, wenn man sich die propagierten Bilder aus der Anti-Minarett-Kampagne im klassischen Stürmer-Stil angeschaut hat.
Alipius verweist auf eine Umfrage bei der Bild-Zeitung (ich kann nichts dafür), nach der ebenfalls eine Mehrheit gegen die Minarette stimmen würde. Die Umfrage der Bild-Zeitung differenziert insoweit, dass sie für beide Antwortmöglichkeiten explizit ein Bekenntnis zur Religionsfreiheit miteinschließt. So möchte ich es jetzt auch gerne halten.

Hier die Umfrage also:

Die Schweizer haben über ein Bauverbot von Minaretten abgestimmt. Was ist Ihre Meinung dazu?

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Montag, 30. November 2009

Michael Hesemann: Jesus von Nazareth.

Jesus_von_Nazareth_Hesemann
Über zwanzig Jahre nach Gerhard Krolls "Auf den Spuren Jesu", dem populären Standardwerk, hat sich der Bestsellerautor und Journalist Michael Hesemann auf Spurensuche gemacht und die neuesten archäologischen Forschungsergebnisse - leicht fasslich und unterhaltsam zu lesen - zusammengestellt.

Hesemann begleitete Papst Benedikt XVI. im Mai 2009 auf seiner Nahostreise und verknüpfte seinen Besuch im Heiligen Land mit allen wichtigen Stationen aus dem Leben Jesu, angefangen mit der Geburt in Bethlehem, dem Dorf, in dem die Hochzeit zu Kana gefeiert wurde, den See Genezareth und Kafarnaum, Jerusalem mit Golgatha und die Stelle, an dem der auferstandene Jesus am See erschien und den Aposteln auf einem Kohlefeuer ein Mahl aus gebackenem Brot und gegrilltem Fisch bereitet hat.

Immer wieder überrascht und verblüfft Hesemann mit dem vergleichenden Hinweis auf die Orts- und Zeitangaben in den Evangelien, die sich fast vollständig mit dem decken, was internationale und israelische Archäologen aktuell herausfinden konnten. Und so kommt der Autor unter Berücksichtigung jüngster Erkenntnisse, zu dem Schluss, dass die Berichte der vier Evangelisten entweder von Augenzeugen stammen oder auf Aussagen von Augenzeugen beruhen.

Details, die den meisten Laien bisher unverständlich waren, werden in Zusammenhang gebracht. Warum Joseph ausgerechnet nach Bethlehem gehen musste, um sich zählen zu lassen, und was das bedeutet. Warum das erste Wunderzeichen, dass Jesus Christus tat, die Wandlung von (halachischem Reinigungs-)Wasser in Wein auf der Hochzeit von Kana war. Was es mit dem „Aufwallen“ des Bethesda-Teiches auf sich hatte. Wie und wo Jesus während des Sturms in einem Fischerboot schlafen konnte. Aus welchem Grund es überhaupt Geldwechsler im Tempel gab, und vieles andere mehr.
Außerdem präsentiert der Autor eine neue und plausible Antwort auf die Frage nach dem "wahren Geburtsdatum" Jesu. Bislang wurde angenommen, dass die Jupiter-Saturn-Konjunktion des Jahres 7 n. Chr. das auffällige Himmelsphänomen gewesen sein muss, welchem die drei Weisen aus dem Morgenland bis nach Bethlehem folgten. In der Tat, die drei Weisen waren Sterndeuter, sie hätten eine Konjunktion von einem auffälligen und neu aufleuchtenden Stern zu unterscheiden gewusst. Hesemann führt aus, dass die Sterndeuter vermutlich nicht nur ein einziges auffälliges Zeichen am Himmel gesehen haben, sondern eine ganze Abfolge von mindestens drei Konstellationen - als viertes schließlich eine auffällige Supernova im Jahre 5 v. Chr., von denen koreanische und chinesische Aufzeichnungen berichten. Aus diesem Grund, so meint der Autor, und beruft sich in seinen Schlussfolgerungen auf den britischen Astronomen Mark Kidger, sei als tatsächliches Geburtsdatum Jesu der März 5 v. Chr. sehr wahrscheinlich.
Während der ganzen Reise durch das Heilige Land - in chronologischer Ordnung entlang der Biografie Jesu - hält Hesemann die Evangelien in der einen, den Leser an der anderen Hand.
Das Buch ist die ideale Vorbereitungslektüre für eine Pilgerreise. Für alle, die diese Fahrt nur vom Sessel aus antreten können, ist es der ideale Führer durch die einzigartige Landschaft, in der Jesus Christus geboren wurde, gewirkt hat, gekreuzigt wurde und schließlich auferstanden ist.

Denn wir sind nicht klug erdachten Geschichten gefolgt, sondern Augenzeugen gewesen, versichert uns der Apostel Petrus. Wenn wir zusammen mit Hesemann und den Archäologen, die er besucht hat, den Spuren Jesu gefolgt sind, dann wissen wir, was damit gemeint ist. Darum empfiehlt sich dieses Buch auch für Unentschlossene und Zweifler.

Das Buch ist ausgestattet mit einer Landkarte im Innenteil, 32 Seiten Farbfotos, einer Zeittafel zum Leben Jesu sowie einem Quellen- und Literaturverzeichnis.

Der Autor:
Michael Hesemann ist international tätiger Autor, Historiker, Dokumentarfilmer und Fachjournalist für populärwissenschaftliche und kirchengeschichtliche Themen. Er studierte von 1983 bis 1989 Geschichte, Kulturanthropologie/Volkskunde, Literaturwissenschaft und Journalistik an der Universität Göttingen und lebt heute in Düsseldorf und Rom. Von ihm erschien im Sankt Ulrich Verlag: „Die Dunkelmänner“ (2007) sowie „Paulus von Tarsus“ und „Der Papst, der Hitler trotzte“ (2008).

Michael Hesemann
Jesus von Nazareth
Archäologen auf den Spuren des Erlösers
Mit 32 Seiten vierfarbigem Bildteil
erschienen im St. Ulrich Verlag
ISBN 978-3-86744-092-9
gebunden, 304 Seiten, 135 mm x 215 mm,
EUR 22,00 (D), sFr 39,90, EUR 22,70 (A)

Bestellmöglichkeit hier.

Sonntag, 29. November 2009

Den ersten Adventsonntag

durfte ich mit den Francescani dell' Immacolata in Campocavallo di Osimo feiern. Mamma, 76, protestantisch, war dabei.
Ich fragte sie nach der Feier: Und, wie fandest du den Ablauf der Hl. Messe?
Mamma: Schöööön. Wunderschön.
Sie war nach dem Asperge vehement damit beschäftigt, Weihwassertropfen, die auf die Ablage vor ihr gefallen waren, aufzutupfen und dadurch quasi vor der Verdunstung zu retten.
Ich: Und wenn du es vergleichst mit den sonst üblichen katholischen Dorf-Gottesdiensten zu Hause?
Mamma: Ja, hm, das Betonzeitalter hatte wohl seinen Tribut gefordert. Diese Messe kenne ich noch von früher, es ist ja nicht das erste Mal, dass ich auf einer katholischen Messe zu Besuch war. So hat man früher gefeiert. VOR der Zeit dieser blöden sterilen Beton-Neubauten.Der Priester, warum hat der immer einmal Kapuze auf, Kapuze runter? Jedenfalls finde ich es gut, dass keine Kommunionhelfer und Mädchen um den Altar standen. Was haben Frauen überhaupt am Altar zu suchen?

Samstag, 28. November 2009

Eugène Ionesco und ein bisschen Priesterschelte.

Kürzlich war der hunderste Geburtstag des rumänischstämmigen Dramatikers Eugène Ionesco. Auf den kath-info-Seiten habe ich folgende Zitate im Zusammenhang mit der katholischen Kirche und dem (Verfall des) katholischen Priestertum(s) von Ionesco, aufgeführt von P. Recktenwald, gefunden:

>>Die Menschenfurcht ist eine Folge des Verlustes der Gottesfurcht. Eine Kirche, die den Stachel der Erinnerung an Tod und Ewigkeit aus dem Fleisch der Welt zurückzieht, "macht Zugeständnisse an die Welt, wesentliche Konzessionen, fundamentale, totale Zugeständnisse. Die Welt geht verloren, die Kirche verliert sich in der Welt (...) Ich mag die Pfarrer nicht, die auf der Straße ihre Zigarette rauchen, im Pullover herumlaufen, Hände in den Hosentaschen, langhaarig, nach 'links' schielend. Sie sind vom Wirbel der Welt erfasst. Seit einiger Zeit gehe ich nicht mehr zur Kirche, wenigstens nicht mehr nach Notre-Dame-des-Champs. Die Pfarrer sind dumm und mittelmäßig, froh, nur noch Menschen zu sein wie alle mittelmäßigen Menschen, kleinbürgerliche Linke."
Ionesco fordert die Priester auf, sich an die Welt in einer Sprache zu wenden, die nicht die der Welt ist, sondern eine sakrale Sprache: "Wir brauchen vielmehr das Außer-Zeitliche: Was ist Religion ohne das Sakrale, das Heilige?"
Ionesco zu seinem Interviewpartner, einem Priester in Zivil: "Seien Sie etwas Unannehmbares, Unerwartetes, das nicht in dieser Welt steckt. Ziehen Sie eine Soutane an! Was soll dieser Schlips? Sie sind wie jedermann. Ich habe das Bedürfnis, jemanden zu sehen, der außerhalb der Welt ist, zwar in der Welt, aber gleichzeitig außerhalb der Welt."<<

[via Eintrag vom 26. November 2009: "Eugène Ionesco und der Selbstmord der Kirche"]

Donnerstag, 26. November 2009

Religiöses Fasten.

Dem Beitrag "Religiöses Fasten" auf "Planet Wissen" entnehme ich, dass alle Weltreligionen strikte und dezidierte Fastenzeiten und Fastenvorschriften haben - nur wir nicht (mehr):

>>Bei den Christen dauert die Fasten- oder Passionszeit von Aschermittwoch bis Ostern. In dieser Zeit soll sich der Mensch durch Enthaltsamkeit neu besinnen, Buße tun und die Nähe zu Gott suchen. Es gibt heute aber keine strengen Regeln mehr. Jeder kann für sich selbst entscheiden, wie er die Fastenzeit gestalten will ...
Die kleine Fastenzeit der Christen ist der Advent. Sie wurde aber nie streng eingehalten. Diese Zeit diente als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest und spielt heute als Fastenzeit in der Bevölkerung keine Rolle mehr.
Ursprünglich wurde im Christentum an zwei festen Tagen gefastet. Mittwochs wurde gefastet, weil Judas Jesus an diesem Tag verraten hat und Freitagsfasten erinnerte an die Kreuzigung Jesu. Auch diese Tradition ging weitgehend verloren. Den Brauch, freitags kein Fleisch zu essen, gibt es aber immer noch.
<<

[Die orthodoxen Christen werden hier nicht unterschlagen, sondern haben ihren eigenen Abschnitt auf der Seite, weil sie im Unterschied zu uns Westlern ganz spezielle und umfangreiche Fastengebote haben - sehr interessant übrigens.]

Ab wann die verloren gingen wird nicht gesagt, obwohl ich ahne, ab wann das ungefähr der Fall gewesen sein muss.

Wer gestaltet den Advent als persönliche Fastenzeit, was habt ihr euch vorgenommen?

Mittwoch, 25. November 2009

Funktionärsparolen vs. heilige und menschlich präsente Kirche zugleich

Aus aktuellem Anlass darf ich nochmals auf das visionäre Projekt von Pater Robert Maria, Kloster Waghäusel, hinweisen, welches es vollständig schafft, weder die Heiligkeit noch die Menschlichkeit innerhalb der katholischen Kirche aus dem Blickfeld auszuklammern:

>>Pater Robert Maria möchte in diesem neu zu errichtenden Haus "Leben wie in einer christlichen Großfamilie" anbieten, für Menschen, die ihre Berufung darin sehen oder ihre Berufung noch nicht leben konnten, für Alleinstehende, jüngere oder ältere Menschen, Männer oder Frauen, auch Alleinerziehende, deren Familien zerbrochen sind, Schwangere in Notsituationen, arbeits- und wohnungslose Personen, die Ausstattung soll behindertengerecht sein. Er schreibt in einem Merkblatt, das auslag und ich mir mitgenommen habe:

"Wir leben in einer Zeit, wo soziale und familiäre Strukturen oft zerbrechen. Immer mehr gibt es einsame und ausgegrenzte Menschen, die sich nach Gemeinschaft und Angenommensein sehen und die nach vielen Enttäuschungen auch bereit sind, mit GOTT (original hervorgehoben) einen neuen Anfang zu machen. Diese neuen Armen unserer Zeit tragen oft Wunden, die nur Gott, der höchste Arzt, heilen kann. Sie verlangen danach, den lebendigen und liebenden Gott auch durch Mitmenschen kennen zu lernen ... Dies bedarf der liebenden menschlichen Gemeinschaft: In einer bergenden Gemeinschaft, deren Mitte GOTT selbst ist, wird es möglich sein, GOTT im Zentrum des eigenen Lebens zu entdecken und so - trotz mancher Schicksalschläge - den Sinn des Lebens wiederzufinden ...
Pflegebedürftig gewordene oder sterbende Hausbewohner sollten nach Möglichkeit bis zum Ende liebevoll begleitet werden.
Um eine wahrhaft christliche Gemeinschaft aufbauen zu können, muss GOTT selbst unsere Mitte sein. ...
Schön wäre es, wenn es gelingen könnte, wirklich bunt gemischt, eben familienähnlich, in Harmonie und Frieden Jung und Alt zusammenzubringen. Ältere Alleinstehende könnten stundenweise Oma-Opa-Rollen übernehmen für Kinder von alleinerziehenden Müttern oder Vätern, wenn diese berufstätig sind, oder bei der Bewirtschaftung ... des Hauses mithelfen. Jüngere könnten vielleicht auch den Älteren behilflich sein ... Auf jeden Fall sollte die tätige Gottes- und Nächstenliebe den Alltag bestimmen. Auch sollte die Freude ... nicht zu kurz kommen, d.h. Spiel, Spaß, Musik, Tanz, Gymnastik, Handarbeiten und und ... dürfen auch Raum in einem solchen Haus der christlichen Nächstenliebe haben. "

Pater Robert Maria bittet herzlich um unser Gebet zur Verwirklichung seiner Vision und natürlich werden auch Geldspenden und ehrenamtliches Engagement benötigt.

Weitere Infos dazu auf der HP des Klosters Waghäusel.

Dienstag, 24. November 2009

Braut des Lammes

hat einen wunderschönen Eintrag geschrieben, in dem sie uns an ihren Kindheitserinnerungen teilhaben lässt.
Er hat mich sehr beeindruckt. Leseempfehlung!

[Das "Wir sind nichts!" hat mich erst irritiert, aber es ist natürlich die Zugehörigkeit zu einer Konfession bzw. einem Glauben gemeint.]

Vortrag des Priesternetzwerkes

zum Umbau der Seelsorgestrukturen in den deutschsprachigen Diözesen mit Blick auf die Fakten, die Folgen sowie Lösungsvorschlägen. Etwas lang, aber absolut empfehlenswert, wenn man sich ein Bild machen möchte. Vielleicht in Häppchen à 10 Minuten und Unterbrechungen anschauen, wenn man keine ganze Stunde am Stück Zeit hat.

Montag, 23. November 2009

Die "schockierenden Meldungen"

zum Thema "Neue Erkenntnisse zu Wachkomapatienten" wecken Erinnerungen.

Damals entbrannte ein fürchterlicher Streit im Land, weil ein italienisches Gericht dem Willen von Vater Englaro stattgegeben hatte, Eluana bei lebendigem Leib verhungern und verdursten zu lassen.
Es gibt sicherlich eine wertneutralere Sprachregelung dafür, aber ich habe gerade keine Lust, sie zu benutzen.
Schon damals, in der Hochphase des Streites, sagte der Hl. Vater bei einem Angelus:
Nur mit dem Zeugnis von Nächstenliebe und Zuwendung könne man auf menschliche Weise auf Schmerz und Todeskampf reagieren.
[Wobei Wachkomapatienten sich ja eben gerade nicht in der Agonie befinden, sondern zumeist völlig gesund sind.]
Was eigentlich eine menschliche Selbstverständlichkeit sein sollte, wird jetzt mit riesigen medizinischen Studien und natürlich vehementem journalistischen In-die-Bresche-Springen von SpON so aufserviert, als sei es eine vollständig neue, unerhörte und allseits überraschende Tatsache, dass diese Menschen ja noch bei Bewusstsein sind oder das wenigstens gar nicht ausgeschlossen werden könne.
Ich mache mir nicht die Mühe, die tendenziöse Berichterstattung herauszusuchen, die dagegen noch während des Eluana-Streites unters Volk gebracht wurde. Ich habe einige Artikel gelesen, in denen vehement bestritten wurde, Wachkomapatienten hätten noch irgendeine Regung, in denen der Vater stärker bemitleidet wurde als die Tochter, die er durch einen Gerichtsbeschluss zum Tod verurteilte.
Dagegen hob sich dieser Artikel noch als halbwegs ausgewogen ab.
Für weiteres Nachdenken bei mir, wie ich zugebe, denn ich wusste über Wachkoma auch nicht viel mehr als alle anderen, sorgte dann dieser Artikel einer kleinen regionalen Zeitung, der natürlich kaum sonstige Beachtung fand: Wachkomapatienten reagieren auf Hund.
(Dankenswerterweise von einem fleißigen Kommentator verlinkt.)

Wieder hat der Hl. Vater eine Wahrheit formuliert, die eigentlich auf der Hand liegt. Dabei geht es nicht darum, Angehörige zu verurteilen, die angesichts einer solchen Situation an ihre Grenzen kommen und nicht mehr weiter wissen oder sich zu einer Entscheidung getrieben fühlen, die sie letztlich auch nicht glücklich machen kann.
Es geht darum, aufzuzeigen, was der einzige vernünftige Weg ist, mit solchen Schicksalsschlägen umzugehen. Das Zeugnis der Liebe und des Mitempfindens, der Treue und der Geduld.
Wir sollten Respekt und Hochachtung haben vor allen leidenden und liebenden Menschen, die ihre Angehörigen im Wachkoma selbstverständlich und auf Kosten der eigenen Lebensqualität NICHT im Stich lassen. Patientenverfügungen haben ihre Grenzen, wie man angesichts dieser Berichte vielleicht spüren mag.
Der Verweis darauf, dass in solchen "locked-in"-Patienten Jesus Christus selbst vor uns liegen mag ("Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben, ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; denn ich war krank und ihr habt mich besucht"), erübrigt sich vermutlich in Zeiten wie diesen aber doch nicht.

Schöne Initiative in Annweiler am Trifels.

Via David kommt dieser Hinweis auf einen Gebetstag für das ungeborene Leben in der Südpfalz, genauer Annweiler am Trifels. Wer in der Nähe wohnt, bitte vormerken.

gebetstag

Maulkorb von links

Der klassische Maulkorb von rechts benutzt ja Paulus (haben wir aber mittlerweile in Güte geklärt). Daneben gibt es auch noch den klassischen Maulkorb von links. Und der lautet "Sie schaden der Kirche!".
Passierte mir anlässlich der "Katechismus für Bittlinger"-Aktion. Beide Strategien berufen sich auf eine höhere Autorität.
Der klassische Maulkorbverpassungs-Versuch von links hat mir so gut gefallen, dass ich damals auch einen eigenen Eintrag dazu schrieb. Jetzt hab ich ihn wieder ausgegraben. Ich bin mal auf "Kirche" angesprungen, auch wenn ich vermute, im Rückblick, dass da hätte stehen müssen "Sie schaden der Ökumene":

Neulich erhielt ich einen spirituellen Impuls.
Per Mail. Es gibt ja solche Online-Services, bei denen man sich anmelden kann und man bekommt jeden Tag ein Wort aus der Hl. Schrift, eine Meditation über eine Heiligenvita oder ein Gleichnis aus den Evangelien etc. zugeschickt. Als spirituellen Impuls für den Tag. Nun hatte ich mich zwar nirgendwo angemeldet, aber den spirituellen Impuls bekam ich trotzdem. Ich erhalte oft spirituelle Impulse, ohne danach gefragt zu haben. Seit neuestem sogar von Katholiken.
Ob mir nicht klar sei, dass ich der Kirche schade.
Nanu, wunderte ich mich, ist es denn um die katholische Kirche schon so schlecht bestellt, dass ein mittelmäßiges Weib wie ich ihr schaden kann? Um was für ein prekäres, fragiles Gebilde muss es sich wohl dabei handeln, wenn es aufgrund meiner schieren Existenz schon anfängt, zu beben und zu wackeln?
Ich will aber ganz ehrlich sein. Ich hab nicht "fragiles Gebilde" gedacht, sondern "Was soll das denn für eine Kirche sein, der ich kleines Licht schaden könnte? Eine Kirche von Rehpinschern?".
So konnte es nicht gehen, das war der falsche Ansatz, aber die richtige Richtung. Denn offenbar gibt es verschiedene Kirchenbilder und meins ist, so fand ich durch weiteres, tiefes (und möglichst unpolemisches) Nachdenken heraus, literarisch überhöht.
Wenn die Kirche die Braut Christi ist, dann denke ich an eine edle Frau aus einem Jugendstilgemälde, hochbeinig, feinknochig, mit üppigem Haar und in einem goldenen Kleid, und nicht an eine gendermainstreamende Gremiumsvorsitzende in einem Hosenanzug wie Angela Merkel.

Wenn die Kirche ein Gebäude ist, dann denke ich an die Kathedrale von Chartres, Notre-Dame, den Dom von Florenz oder auch an die Christi-Verklärungskirche von Kischi, und nicht an einen 70er Jahre Bau aus Waschbeton mit abgehängten Decken, Glockenturm aus schiefwinkligen Betonstreifen und einer Kreuzesplastik aus Stacheldraht über dem Volksaltar.

Wenn die Kirche die Menschen sind, dann denke ich an Apostel, Jünger, Heilige, Mystikerinnen, Gottesnarren, große bekehrte Sünderinnen und Sünder, mutige Märtyrer und feige Soldaten Christi (und umgekehrt), hassende Liebende und liebende Hassende, Mütter und Väter, Asketen und Häretiker, Wüstenväter und Straßenbahnschaffner, KZ-Insassen und LKW-Fahrer, Ehebrecherinnen und Pharisäer, und das alles polyglott und international. Und nicht an deutsche Verwaltungsfachangestellte und Sozialarbeiter.

Das war ein fruchtbarer Impuls. Vielen Dank dafür.

Sonntag, 22. November 2009

Not my president ...

Und da gibt es also tatsächlich ein Entweder-Oder?

>>Glücks Rhetorik des Dialoges, die diesen Dialog den Kritikern aber sofort zu eigenen Bedingungen diktieren will, beginnt mit einem Satz, der das klarmacht: „Es ist natürlich einfacher, in den Schutzräumen der eigenen Gesinnungsgemeinschaft zu bleiben, als sich in die öffentliche Debatte, die geistigen Auseinandersetzungen und den Wettbewerb unterschiedlicher Wertvorstellungen einzubringen“, sagte der ehemalige bayerische Landtagspräsident, als er von der Kirche Mut zur Vielfalt und weniger Ängstlichkeit vor der modernen Welt einforderte. Für Glück wird es sich in den kommenden Jahren entscheiden, „ob wir eine Kirche werden, die sich auf den heiligen Rest beruft, oder ob wir eine Kirche sind, die weiter mitten unter den Menschen präsent ist“.<<

Aus dem Artikel von Johannes Seibel auf der Tagepost: Aus den Gräben heraus, endlich!

[Ohne Worte]

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UND

bagger-bene


[Alle Bilder aus der Seitenleiste von Sancte Pater.]

Samstag, 21. November 2009

Sapori d'autunno.

Ich muss jetzt mal ein bisschen wieder die Italiener demontieren. Da wird mir ein Fest angekündigt unter dem Motto "Die Geschmäcker/Aromen des Herbstes", ja, mann, da denke ich mir: Ein Vin brulee wird drin sein, also ein Glühwein, möglichst schwarz-violetter Lacrima mit sizilianischen Zitronenscheiben, der Duft gerösteter Maroni wird über den Kirchturm und die Schwalbenschwanzzinnen des Rathauses wabern, vor dem wahrscheinlich schon Friedrich II. von Hohenstaufen gelagert hatte - es muss überall nach Trüffeln duften, Porchetta, das geröstete Spanferkel mit Knoblauch und wildem Fenchel gefüllt darf auch nicht fehlen - und was preisen sie an jeder zweiten Bude als die absolute Spezialität des Hauses an?
Crespella mit Nutella. Also eine Art Nutella-Crepes. (Ende der Demontierung.)

Der Puglia-Stand darf nicht fehlen. Scheinbar sind die Apulier die einzigen Italiener, die vernünftiges Brot backen können. Riesige goldbraune Laibe türmen sich da, ich verlange ein Stück und frage, ob es auch frisch sei, weil ich ja nicht draufrumtatschen kann, um die Weichheit zu prüfen. Der Standinhaber ist in seiner Ehre verletzt. Es folgt eine riesenlange Rechtfertigungsrede, das an diesem Stand selbstverständlich alles frisch sei, ich müsse nur mal die Oliven probieren und was ich denke, was er hier verkaufen würde? Selbstverständlich nur das Beste vom Allerbesten, frisch wie der junge Tag aus Apulien. Ich hebe beschwichtigend beide Hände, die Handflächen dem empörten Verkäufer zugekehrt und ziehe eine Grimasse des verspäteten und reuevollen Respektes. Ein halbes Kilo riesenhafte schwarze und grüne Oliven nehme ich mit, durchsetzt mit grünen und roten kirschförmigen, fies aussehenden Peperoni. Dazu längliche feine Rotweinzwiebeln, alles habe ich probieren dürfen vorher. Am nächsten Stand einen halben lonzo, einen Lachsschinken vom Schwein aus Norcia. Wurstwaren aus Norcia kann man jederzeit und unbesehen kaufen, probieren darf ich trotzdem und ich frage lieber nicht nach der Güte der angebotenen Waren, obwohl es angebracht wäre, weil aus dem Rüssel des ausgestopften Wildschweinkopfes, welcher malerisch am Stand aufgehängt ist, ein Spinnweb mit einer toten Fliege drin runterhängt.
Nur Vin Brulee, Glühwein ist nirgends aufzutreiben, vermutlich ist einfach noch nicht die Saison, es den Italienern noch nicht kalt genug, die doch schon seit das Thermometer unter 18 Grad gefallen ist - 18 plus wohlgemerkt - nur noch in schwarzen Daunensteppjacken mit Pelzkragen anzutreffen sind.
Letzten Endes kapitulieren wir vor der Winterverweigerung im Lande und trinken keinen heißen "Punch", sondern einen "Spritz", Prosecco mit Aperol und Soda und Eis. Aufmerksam serviert als aperitivo mit Kartoffel Chips, Tortilla Chips und Salsa zum Tunken und Knabbern. Mamma flirtet mit zwei hübschen kleinen Mädchen am Nebentisch und stößt ihren neuen Gehstock im Takt zur MTV-Scheppermusik aus dem Flachbildschirm auf den Boden, fast geht sie als italienische padrona durch.
Morgen gehen wir zur Nachbarin und als nächstes schleife ich sie in die italienische Hl. Messe. Wär doch gelacht, wenn ich sie nicht italianisiert bekäme.

Zum Heulen.

Auf der Tagespost, Seite 1, ganz unten, findet sich immer ein Glosse. Diese Glosse ist, wie alle Glossen, mal mehr, mal weniger witzig, und wenn sie so gewollt witzig ist, finde ich sie meistens auch gar nicht so gut.
Heute hat, ja, die letzten Tage waren der Ehre der katholischen Journalistinnen gewidmet, Monika Metternich einen wunderbaren Beitrag geliefert. Ich habe die Donnerstagsausgabe erst heute gelesen, also es war in der Ausgabe vom Donnerstag, meine Tagespost wird mir ja nach Italien nachgesendet und kommt immer etwas später an.
Metternich schreibt über den "Frieden in Zeiten der Schweinegrippe".
Ein Messbesuch, ich weiß nicht genau wo, die Empfehlungen der DBK zum Friedensgruß und zum Kommunionsempfang werden verlesen. Gut geschildert die Reaktionen der vehementen Friedensgrußfanatiker und die verbissene Genugtuung derjenigen, die ihn schon immer abgelehnt haben und jetzt mit Segen der DBK ostentativ kniend und mit gefalteten Händen verbleiben können. Treffend beobachtet. Dann die Austeilung, ich zitiere:

>>"Eine alte Frau kniet mit geschlossenen Augen und geöffnetem Mund vor ihm [dem Priester, der gerade noch verlesen hatte, dass man bitte von der MK absehen möchte].
Hinter ihr eine lange Reihe von Gläubigen. Hoch ragt der Priester auf über der kleinen, alten, knienden Frau. [Drei Adjektive hintereinander, auch ich kehre mittlerweile nach Adjektivabstinenz gerne mal wieder zu diesem stilistischen Element zurück.]
"Haben Sie nicht gehört, was die DBK empfiehlt?" Es klingt wie "befiehlt".
Schweigen.
"Keine Mundkommunion wegen der Schweinegrippe!", herrscht er sie an. Keine Reaktion. Die Frau wirkt nun noch etwas kleiner und älter, wie sie da kniet. "Strecken Sie Ihre Hände aus!"
[Das klingt wie die Einleitung zu einer Bastonade auf die Hände ...]
Die Gläubigen halten den Atem an. Schließlich erhebt sich die alte Dame mühsam und hinkt von dannen."Gehet hin in Frieden."<<

Gott segne dich, du liebe alte, womöglich schwerhörige, aber stumm insistierende Dame.

[Nachtrag: Noch was Spitzes von Superpelliceum dazu]
[Und nein, ich bin schon für Umsicht und Vernunft natürlich. Aber nach der Schilderung war mir wirklich kurz zum Heulen. Alte Leutchen, die sich unter Beschwerden auf den blanken Steinboden knien und das Allerheiligste auf der Zunge empfangen möchten, rühren mich meist zu Tränen]

Freitag, 20. November 2009

Das einzige,

was der Macher dieser beeindruckenden Bildershow vergessen hat, ist eine Untertitelung, welche Ordenstracht genau eigentlich zu sehen ist. Und was ist das auf 5:49?



[via Sponsa Agni]

Su-per.

Theresia Benedicta hat uns ein Gespräch mit einer Kommilitonin - ich wünsche, sie wäre es nicht - dokumentiert, in dessen Verlauf wir Aufklärung darüber erhalten, was genau es eigentlich mit ernsthaft betriebener Ökumene auf sich hat. Tiefschürfende theologische Thesen galore!
Fazit: Der Papst ist böse und Theresia gemein, weil sie so fromm ist.
Wundervoll.
Isst sie zufällig auch noch diese Hipp-Babynahrung aus dem Glas? Manche jungen Frauen machen das und irgendwie könnte ich mir das sehr gut vorstellen.

This one only for scipio.

Donnerstag, 19. November 2009

Pong!

Auf Alipus' Ghostbuster-Film-Ping gibt es nur ein Pong als Antwort:When the going get's tough, the Tough get going:

Mit den Helden aus dem Film, Michael Douglas, Danny de Vito und der göttlichen Kathleen Turner:

Die Männerkirche.

Eine Kommentatorin hatte es mir schon prophezeit, die Angesprochene weiß, dass ich sie meine.
Ich bin in die una sancta eingetreten in vollständiger Blauäugigkeit. Ich mache mir schon lange nichts mehr aus sogenannten "Frauenrechten" und denke auch gerade nicht, dass sie irgendwie in meiner neuen, geliebten Kirchenheimat eine Rolle spielen. Ich halte nichts davon, dass es, wie von Linksliberalen beschrien, eine Art "Macht" in dieser einzigen, von Gott gewollten Kirche gäbe, die an die Weihe gekoppelt ist oder die Vollmacht, die Sakramente zu spenden.
Ich habe die katholische Kirche nie als eine Kirche gesehen, in der finstere Darth Vaders die Frauen unterdrücken und zum Gebären verdammen, sie - in missverständlicher Auslegung des kompletten Pauluswortes, welches ja nach der Meinung linksliberaler feministischer Theologinnen sowieso eine Fälschung sei - , vom Mitreden in der Kirche einfach komplett ausschließen.
Wie immer hatte ich die Rechnung nicht mit dem Wirt gemacht.
Offensichtlich gibt es regelrechte Frauenhasser insbesondere im konservativen Lager. Es ist mir zwar nicht vorstellbar, aber scheinbar gibt es den Reiz, sich in der katholischen Kirche als Mann zum Priester weihen zu lassen unter anderem aus dem Beweggrund, weil man dann es mal den Frauen so richtig zeigen kann. Leider stehen diese Kandidaten nicht ihren Mann an der Front des auf den KumbaYa-Gottesdienst beharrenden kfd, sondern sie bewegen sich in der Blogoszese, wo sonst. Falls sie überhaupt geweiht sind und keine faker.

Für sie alle habe ich, stellvertretend für einen gewissen clericus auf Exsultet, nochmal mein Klerikerbashing heiliger Frauen hier einkopiert. Denn ob es euch passt oder nicht: Ihr müsst mit uns rechnen. Und die Priesterweihe ist weiß Gott nicht das Schlimmste, was wir von euch einfordern könnten ... *gg*

"Ihr seid eine Nacht, die Finsternis ausatmet, und wie ein Volk, das nicht arbeitet. Ihr liegt am Boden und seid kein Halt für die Kirche, sondern ihr flieht in die Höhle eurer Lust. Und wegen eures ekelhaften Reichtums und Geizes sowie anderer Eitelkeiten unterweist ihr eure Untergebenen nicht. Ihr solltet eine Feuersäule sein, den Menschen vorausziehen und sie aufrufen, gute Werke zu tun."
Hildegard von Bingen in ihrer Kölner Predigt vor rund 900 Jahren.

Caterina von Siena (aber nur die darf das!):
"Den Verfall der Integrität des Klerus kritisierte Caterina nachhaltig: Was Christus am Kreuz erwarb, wird mit Huren vergeudet! Sie scheute sich nicht, den Herren der Kirche im Namen Gottes den Tod zu wünschen."[auf heiligenlexikon.de]

Birgitta von Schweden [aktuell wie je] : >>Priester, Diakone und Subdiakone ... freuen sich offen darüber, daß ihre Konkubinen mit schwellendem Mutterleib unter anderen Frauen gesehen werden ...
Klöster zu besuchen, ist jetzt eine Qual, denn man sieht zu den Gottesdienstzeiten nur sehr wenige oder überhaupt keine Mönche im Chor... An manchen Tagen gibt es keine Messe... Viele Mönche haben eigene Häuser in der Stadt... Man kann bei ihnen kaum ein einziges Kleidungsstück finden, das ihren Stand andeutet... Die Nonnenklöster halten sogar in den Nächten ihre Tore offen, weshalb sie mehr Bordellen gleichen... Wenn die Beichtväter mit dem Mund die Absolution erteilen, schämen sie sich nicht, mit ihren Händen Geld in die Börse zu stopfen... Es ist zu fürchten, daß der katholische Glaube bald untergeht...<<
Ein Erzbischof, bedrückt von den zahllosen und offenen Verfehlungen gegen das zölibatäre Leben, hatte gemeint, es wäre vielleicht doch besser, den Priestern, die es wünschten, die Heirat zu erlauben, um so die Menge der Skandale aus der Welt zu schaffen. Und wenn er der Papst wäre, würde er den Zölibat als Verpflichtung aufheben. Da habe die Allerseligste Jungfrau Maria ihrer Tochter Birgitta geoffenbart, was mit einem solchen Papst geschehen würde, nämlich dasselbe, was jenen Delinquenten geschehe, denen die Gerichtsknechte die Augen ausstechen, die Zunge, die Nase und die Ohren abschneiden, denen man Hände und Füße abschlage. Ein solcher Papst würde >>geistlicherweise seines Augenlichts und Gehörs, seiner Sprech- und Wirkfähigkeit von Gott ganz und gar beraubt, seine ganze geistliche Weisheit würde total erstarren, seine Seele aber würde nach seinem Tode zur ewigen Pein in die Hölle verstoßen, um dort auf ewig eine Speise der Dämonen zu sein.<<
Jene Priester, die ihr Leben nicht bessern wollen, soll man verjagen, "weil es Gott lieber ist, daß an einem solchen Ort gar keine Messe gefeiert wird, als daß der Leib des Gottessohnes durch Hurenhände berührt wird."
[Vortrag von PDr. Fux OSB]

cantare

@str:
>>Westhus meint, er könne einfordern, nicht...
ElsaLaska - 5. Dez, 12:48
Elsa, da kann ich nur...
Elsa, da kann ich nur zustimmen (wenn mir auch die...
str - 5. Dez, 11:28
Das mag sein und das...
Das mag sein und das kann man auch verstehen, aber...
str - 5. Dez, 11:23
"Sie haben immerhin schon...
"Sie haben immerhin schon einmal vom Sol Invictus gehört....
str - 5. Dez, 11:17
Kein Votum gegen den...
In diesem Fall passt der Kommentar des liberalen Herausgebers...
Kosinsky (Gast) - 5. Dez, 02:42
Barbara Gebet
O heilige Barbara Du edle Braut, Mein Leib und Seel’...
Monika (Gast) - 4. Dez, 22:51
ein hübscher Blütentraum...
ein hübscher Blütentraum ist das!
Monika (Gast) - 4. Dez, 22:50
Kleiner Zwischenruf.
>>Man braucht sich nur einmal die Zustände...
ElsaLaska - 4. Dez, 18:45

la bocca

 

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