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Priesterjahr 2009/2010














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Freitag, 3. Juli 2009

Rubrik: Ich erkenne das Konzil an.

Die Kollegen Stanislaus und Scipio haben ja diese praktischen "Ich-erkenne-das-Konzil-an!"-Buttons auf ihren Blogs installiert. Der bei mir fehlt.
Jetzt sieht das natürlich so aus, als wäre das Absicht. Ist es auch.
Aber nicht, weil ich Vaticanum II nicht anerkenne, sondern weil der Button so unhübsch ist. Präziser gesagt, er gemahnt mich an eine 70er-Jahre-Kirche aus Waschbeton, rein farblich gesehen. (Form follows function?)
Nein, man sollte die ganze Sache eher nicht vom ästhetischen Standpunkt aus betrachten. Weshalb ich öfter mal inhaltlich was dazu sagen will. Als studierte Literaturwissenschaftlerin stehe ich ja unter Kompetenzvermutung hinsichtlich des Umgangs mit Primärquellen.
Zur Frage der Stellung der Laien (gell, das geht nicht, mit dem Binnen-I, in dem Fall?) in der Kirche, der ich heute nachgegangen bin, wurde ich in Lumen gentium fündig. Da steht, zitiert nach www.vatican.va, jedenfalls - und das passt ja auch gut zum aktuellen Priesterjahr, wie ich finde:
"Der Amtspriester nämlich bildet kraft seiner heiligen Gewalt, die er innehat, das priesterliche Volk heran und leitet es; er vollzieht in der Person Christi das eucharistische Opfer und bringt es im Namen des ganzen Volkes Gott dar; die Gläubigen hingegen wirken kraft ihres königlichen Priestertums an der eucharistischen Darbringung mit und üben ihr Priestertum aus in der Mitgestaltung der Liturgie nach ihrem Gutdünken, im Empfang der Sakramente, im Gebet, in der Danksagung, im Zeugnis eines heiligen Lebens, durch Selbstverleugnung und tätige Liebe." >> LG, Kapitel 2.

Würdigung für Barbey d'Aurevilly

Andrea von Literatur und Leben weist darauf hin, dass Matthes & Seitz einige Werke von Jules Barbey d'Aurevilly verlegt und denkt darüber nach, welche Leserkreise sich auch heute noch für ihn interessieren könnten.
Insbesondere die angekündigte Ausführung zum Lesertypus des "Goethehassers" erscheint hoffentlich bald auf Literatur und Leben.

Update: Andrea hat sich breitschlagen lassen und ist aktuell nochmals kurz auf B. d. Aurevillys Schrift "Gegen Goethe" eingegangen.

Der schöne Artikel des schönen Kermani

über die Maria Advocata findet sich übrigens hier als pdf-Version mit Bildern auf der Seite vom Vatican-Magazin und hier noch als online-Variante auf kath.net.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Rubrik: Gelebte Ökumene.

Ich sitze mit Mamma, 75, evangelisch, unter der Weinrebe im Hof, ein bisschen alkoholhaltige Kaltgetränke sind im Spiel, und sie fragt mich:
Dieses Vatican-Magazin, das kommt jetzt wohl monatlich?
Ja, sage ich, das ist ein Abonnement.
Hm, sagt Mamma. Da geht es wohl viel um Rom und den Papst.
Right, Mamma, sage ich. Die Redaktion sitzt in Rom und das sind renommierte deutschsprachige Journalisten.
Mamma nimmt noch einen Schluck Prosecco und sagt:
"Gell, das macht ja nix. Auf dem letzten Titel hatten sie solch einen wunderschönen Mann, der hat mir aber echt gut gefallen!"
"Ja, Mamma", sage ich, "das ist Navid Kermani, der schreibt über das Kreuz und Mutter Maria."
"Dann kann das kein Protestant sein, was?"
"Nein, Mamma, das ist ein Muslim. Aber er hat es schriftstellerisch ganz gut drauf."
"Sehr schade, er sieht nämlich wirklich ganz toll aus, s o ein schöner Mann."

Mittwoch, 1. Juli 2009

Gute Worte.

Seit fast 15 Jahren fahre ich mindestens alle zwei Jahre für ein langes Wochenende oder auch eine ganze Urlaubswoche einmal nach Achenkirch, um mich dort in einem Wellnesstempel an Körper und Seele runderneuern zu lassen. Seit meinem Eintritt in die katholische Kirche bin ich nicht mehr dort gewesen, habe aber mit großer Anteilnahme den Bericht auf kath.net gelesen, wonach der Achenkirchener Pfarrer Dr. Sirch seines Amtes enthoben und in ein Kloster zurückberufen werden soll.

Der Pfarrgemeinderat von Achenkirch hat darauf einen Brief an den Bischof von Innsbruck geschrieben und betont, wie wichtig die Arbeit von Pfr. Sirch ist und gebeten, die Anordnung nochmals zu überdenken.

Da man ja heutzutage, in österreichischen Pfarren zumal, eigentlich mit fast allem Möglichen rechnen muss, wollte ich also dieses Mal unbedingt die Kirche von Pfr. Sirch besuchen und die sonntägliche Abendmesse sowie die Frühmesse des darauffolgenden Tages, um mir selbst ein Urteil bilden zu können.
Was ich vorfand, war gänzlich unerwartet, und es hat mich so positiv beeindruckt, dass ich beschlossen habe, darüber zu bloggen und den Bischof von Innsbruck in dieser Sache anzuschreiben.
Es geht mir wohlgemerkt nicht um eine Einmischung oder Stellungnahme zu den Differenzen zwischen Pfr. Sirch und seinen Vorgesetzten, da habe ich keinen Einblick und dazu will ich mich nicht äußern.
Es geht mir lediglich darum, meine Eindrücke zu beschreiben, die natürlich nur bruchstückhaft sein können - Kirchenbesuch zum stillen Gebet und zwei Hl. Messen.

Bereits vor dem Betreten der Kirche wurde ich aufmerksam auf eine Initiative von Pfr. Sirch, die sich "Glaubenserneuerung durch die täglichen Gebete" für die Pfarrei Achental nennt. Das Merkblatt dazu hängt vor der Seitenpforte aus und befindet sich auch online auf der Seite von Pfr. Sirch, leider nicht direkt verlinkbar. Pfr. Sirch ruft dazu auf, den "Schatz der täglichen Gebete neu zu entdecken" - Kreuzzeichen, Vaterunser, Angelus, Rosenkranz, Tischgebet usw.
Die Initiative wurde von ihm Ende April gestartet.
Sehr positiv beeindruckt betrat ich die Pfarrkirche, ein regelrechtes Schatzkästchen mit wunderschönen Bemalungen, einem sehenswerten Marienaltar, und mit der für Tirol wohl ganz typischen Herz-Jesu-Verehrung in vielen Darstellungen.
Hier erst einmal eine bemalte Säule und die antiken Kirchenbänke:

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Hochaltar mit Volksaltar:

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Marienaltar:

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Auf dem Marienaltar liegt ein stark frequentiertes Fürbitt- und Gästebuch aus, außerdem finden sich dort neben dem Weihwasserfass auch bereits befüllte Glasflaschen mit Weihwasser, schön etikettiert, und einem Merkzettel zur Verwendung und zur Bedeutung von geweihtem Wasser, vom Pfarrer selbst verfasst und ausgedruckt und kopiert.

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Weitere Bilder:

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Eine unserer Lieblingsheiligen, die kleine Thérèse hat auch einen Platz

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Und hier noch eine sehr schöne Ikonendarstellung

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Dass man sich hier Mühe gibt, die Menschen nicht nur an die katholische Kirche und ihren Glauben, sondern auch zum stillen Gebet heranzuführen, zeigt der kleine Wegweiser und Führer zur Kirche, die Johannes dem Täufer geweiht ist und von Pfr. Sirch ebenso wie ein Merkblatt zur Benediktusmedaille und einige andere augenscheinlich selbst angefertigt worden ist.
Des weiteren stelle ich fest, dass sich vor dem Volksaltar mit ebenfalls exquisiter Bemalung tatsächlich Kommunionbänke befinden.
Das Ganze macht auf mich so einen sorgfältigen und liebevollen Eindruck, dass ich tatsächlich mein Fünf-Gänge-Menü am Abend nach dem Hauptgericht abbreche, um die Hl. Messe für halb Acht Uhr zu besuchen.
Die Kirche ist circa zu Zweidrittel besetzt, da es sich gleichzeitig auch um eine Sterbemesse (oder nennt man es Sterbeamt?) handelt, braucht das aber noch nicht viel zu heißen.
Pfr. Sirch zelebriert in einer feinen, sehr ruhigen und besonnenen Art und Weise und nimmt sich Zeit für die stillen Gebete der Messe. Seine Predigt ist schlicht im allerbesten Sinne, er beginnt mit Ausführungen über das gemeinsame Essen in der Familie, über die Besonderheiten eines Festessens mit Freunden, die Schönheit und der Genuss eines solchen Mahles. Er erzählt anekdotisch von der Wichtigkeit des gemeinsamen Tischgebetes, gibt dann eine Anregung zum Ablauf dazu, legt kurz das Vaterunser aus und ermutigt die Anwesenden bei einem Tischgebet auch Gottes Segen herabzurufen, denn wir sind, auch als Laien, in der Taufe mit Chrisam gesalbt und haben Anteil an der Priesterschaft Jesu, weshalb wir aus ganzem Herzen Gottes Segen erteilen dürfen, für ein Mahl, für andere, für Kinder und Kranke.

Ich empfinde diese Predigt als bemerkenswert.
[Sachliche oder theolog. Fehler darin gehen alleine auf meine Kappe, sind also Folge meiner evtl. mangelhaften Wiedergabe des Inhaltes]

Die Kommunion wird nicht ausgeteilt an diesem Tag. Aber am nächsten Werktag, in der 8 Uhr Frühmesse. Zu dieser Messe finden sich circa 10 Personen ein, auch eine Touristin wie ich aus dem nahen Hotel.
Tatsächlich teilt Pfr. Sirch ausschließlich die Mundkommunion aus und die Kirchenbesucher nutzen ohne weitere Irritationen die dazu bereitgestellten Kommunionbänke oder knien sich auf die erste Stufe zum Altar.
Ich bin ein weiteres Mal sehr beeindruckt von der leisen, zurückhaltenden Art des Achenkircher Pfarrers, der wie auch am Tag zuvor schon sorgfältig und achtsam zelebriert und austeilt.
In mir herrscht allerdings auch vollständiges Unverständnis für die Entscheidung seiner Vorgesetzten, ihn aus der Pfarrei wegzuschicken. Dass seine Gemeinde ebenfalls Probleme hat, diese Entscheidung nachzuvollziehen, habe ich zwar nicht unbedingt erwartet, macht mich aber sehr froh. Kath.net hatte in seinem Bericht auch den Brief des Pfarrgemeinderates von Achenkirch an den Bischof veröffentlicht.

Ich habe mir auch das aktuelle Pfarrblatt besorgt und lese darin zur vergangenen Fronleichnamsprozession (mit einer imposanten Aufstellung von Teilnehmenden und Standarten) die Anmerkung:
"Bei der Prozession geht es nicht um eine spektakuläre Show. Entscheidend ist, dass wir mit dem Herzen dabei sind und das Allerheiligste betend und singend durch die Straßen und Wege von Achenkirch tragen."

Zahlreiche Messtermine tragen als Intention den Vermerk: Zur Barmherzigkeit Gottes. Am 10. Juni gab es gar einen Vortrag von Frau Dr. Gloria Polo über ihre Bekehrung und Berufung und auf der Rückseite des Pfarrblattes ein interessanter Exkurs über das Wort "Selig sind die Barmherzigen" mit der Anregung, bei jedem Almosen die Meinung "Zum Troste der Armen Seelen" zu machen.

Ansonsten empfehle ich die Homepage von Pfr. Sirch, vor allem dort auch seine Rubrik "Grundgebete mit Meditationen", die zum Beispiel eine absolut lesenswerte Erläuterung zum Angelus beinhaltet.

Pfarrer Dr. Sirch soll sein Amt gegen den Wunsch seiner Gemeinde zum 31. August 2009 verlieren.
Ohne die internen Auseinandersetzungen zu kennen, habe ich leider allmählich meine eigenen Vermutungen, woran es liegen könnte. Ich gehe jedoch davon aus, dass diese Vermutungen unbegründet sind.
Ich werde in dieser Sache auf jeden Fall noch den Bischof von Innsbruck möglichst neutral anschreiben und ihm von meinen guten Eindrücken berichten.

Dienstag, 30. Juni 2009

Vorankündigung.

Ich hatte die Gelegenheit, anlässlich meiner Rückreise nach Deutschland an zwei Hl. Messen in Achenkirch, Österreich, teilzunehmen, die Pfr. Sirch zelebriert hat.
Pfr. Sirch soll seines Amtes enthoben werden, lt. diesem Bericht von kath.net, wogegen der Pfarrgemeinderat von Achenkirch wohl Protest eingelegt hat.
Ich habe dazu eine Menge zu sagen, und zwar nicht, weil ich Pfr. Sirch persönlich kennen würde, aber aufgrund meiner Eindrücke sowohl was die Kirchenausstattung betrifft als auch, was die Zelebration anging.
Ich werde dazu auch noch an den Bischof von Innsbruck schreiben, denn ich gehe davon aus, dass Pfr. Sirch schließlich in dem Moment, in dem ich mich als Durch-Reisende in seiner Pfarrei aufhalte und seine Messe besuche, wohl der zuständige Seelsorger für mich ist, und ich mir damit eine Meinung dazu erlauben kann - wohl in keinem Fall zu den Differenzen zwischen ihm und seinen Vorgesetzten, aber in jedem Fall zu seinen seelsorgerischen augenscheinlichen und offensichtlichen Qualitäten.
Lt. Stellungnahme von Pfr. Sirch gab es für seine seelsorgerische Arbeit in 15 Jahren nicht ein einziges gutes Wort von seinen Vorgesetzten.
Nun, ich war LEDIGLICH zwei Tage in Achenkirch, habe die Kirche z. B. zum Angelus oder stillen Gebet regelmäßig besucht und zweimal die Hl. Messe - und ich habe JEDE Menge gute Worte übrig für die Tätigkeit von Pfr. Sirch.
Und ich beabsichtige, diese auch zu veröffentlichen.

Samstag, 27. Juni 2009

Leugnen bringt nichts.

RIP Michael Jackson, du warst ein Teil meiner Jugend. Zugegeben.
Erst mit Paul McCartney dieses furchtbare "Ebony irgendwas" und dann das geniale Billy Jean.
Es gab Jungs, die konnten moonwalken! Die hab ich nie gekriegt, weiß der Geier warum nicht ! :-)

Keep movin'!

Danke - dann bin ich ja beruhigt.

>>Der Vizepräsident von SIGNIS Europa und Rundfunkbeauftragter im Erzbistum Berlin, Joachim Opahle, ist skeptisch gegenüber den zahlreichen privaten Internetseiten. „Das Hauptproblem ist, dass diese Plattformen häufig von konservativen Kräften gemacht und bezahlt werden und damit ein Kirchenbild vermitteln, dass meistens nicht auf dem Boden des zweiten Vatikanischen Konzils steht, sondern eben restaurativ ist oder reaktionär.“
So verbreiteten selbsternannte Prediger auf Websites ihre hoch ideologischen Ansichten und stiften Unfrieden mit anonymen Beschimpfungen und Polemik, sagt Opahle, – und das alles unter dem Etikett „katholisch“. Ein generelles Problem solcher Websites sei auch ihre mangelnde Transparenz: Hintermänner und Geldgeber blieben meist im Dunkeln.<<

Ich weiß, es geht vielleicht eher um Krumpf.net als um einzelne katholische Weblogger, aber eins sei versichert: Hintermänner gibt es hier nicht - dies ist ein FRAUENBLOG - und Geldgeber habe ich leider auch keine, sonst könnte ich mir mal eine gescheite Kamera plus einem Equipment leisten, das leistungsfähig UND mobil ist.

Ein Trost: >>Private katholische Internetportale treiben Schindluder? Das stimme nun auch nicht, sagt die Schweizer Katechetin Bernice Zięba. Zusammen mit ihrem Mann Jan, einem Theologiestudenten, betreibt sie seit Ende 2008 das Internatportal Kathspace – eine Art Facebook auf Katholisch, wo sich Gläubige austauschen können. Das Interesse an solchen Laien-Communities sei groß, sagt Zięba:
„Also ich denke, es gibt ein Bedürfnis seitens der Gläubigen und ich finde es ist berechtigt, dass dieses Bedürfnis auch einen Raum findet, wo man sich im Glauben austauschen kann, wo man sich äußern kann oder wo man auch gemeinsam beten kann. Das ist vor allem in dieser Zeit sehr wichtig. Denn wenn man sich mal in den – sagen wir weltlichen – Medien umschaut, dann stößt man auf viel Kritik gegenüber der katholischen Kirche. Und da finde ich, es ist wichtig, dass die Katholiken auch zusammenstehen und zusammenhalten und auch die guten Werte pflegen.“
Im Kathspace-Forum habe es noch keine Probleme mit lehrabweichenden Äußerungen gegeben, sagt Zięba. Der Meinungsaustausch werde von zwei Administratoren beobachtet und moderiert, die bei reaktionären Auswüchsen eingreifen und diese zurückweisen. Vorraussetzung für private Portale sei, dass die Macher sichtbar und ehrlich auftreten:
„Das eine ist das Impressum. Man soll einfach hinschreiben, wer man ist und vielleicht was man ist. Und das andere: Wenn man sich katholisch nennt, sollte man zur katholischen Lehre, zum Papst und zur Weltkirche stehen. Wer sich katholisch nennt, sollte das auch vertreten.“<<

Alle Zitate von Radio Vatikan.

Ja, ist okay. Ich weiß jetzt nur nicht: Wenn ich dem Papst folge, falle ich dann hoffentlich nicht schon unter "restaurativ oder reaktionär"?

Freitag, 26. Juni 2009

Wie sag ich's (m)einem Bischof?

Ich war ja neulich schon unschlüssig wegen dieser Fladenbrot-Sache, als ich eigentlich gerne Bischof Schwarz angemailt hätte, aber nicht ganz sicher war, ob ich es tun soll oder nicht tun soll.
Andererseits kann ich mir schon vorstellen, dass es sicher kein (eher halbherziges) Zurückrudern in der Sache gegeben hätte, wenn nicht so viele protestierende, erschütterte bis wohl auch erzürnte Mails in der Diözese eingetrudelt wären.

Heute hat mir eine Leserin eine Mail zugeschickt, die sie an der Bistum Regensburg abgesendet hat in Sachen FSSPX und Bischof Müllers Reaktionen auf die Priesterweihen. Da ich gerade den beachtlichen Kommentar von Prof. Spaemann in der Sache gelesen hatte - der mir im übrigen vollständig einleuchtet - und mir daneben auch ein paar eigene Gedanken mache (die mehr so in die Richtung gehen: Wovor hat man eigentlich soviel Angst?), habe ich Frau X gefragt, ob ich ihre Mail an das Bistum Regensburg vielleicht hier veröffentlichen dürfte, natürlich anonym.
Frau X ist 60 Jahre alt - ich erwähne das nicht, um ungalant zu sein - , und hat sich folgendes von der Seele geschrieben:

Sehr geehrter Herr Bischof!

Sie haben eine beträchtliche Gewalt innerhalb der Grenzen Ihres Bistums -das verstehe ich! Aber ist diese "Gewalt" absolut? Ich weiß es nicht!
Seit Jahrzehnten weihen die sogenannten, abfällig bezeichneten, "Piusbrüder" Priester, und "kein Hahn hat danach gekräht".
Und jetzt plötzlich ist IHRE Kirche - oder sogar die globale Kirche von einer Milliarde Menschen, oder wie es ja jetzt political correct heißen muss - Personen, in Gefahr ???
Weil weltweit - ich glaube 21 - in Ihrem Bistum 3 - Männer zu illegitimen Priestern geweiht werden????!!!
Sind diese jungen Männer schwul? Haben sie Kinder missbraucht? Haben sie Mätressen? Haben sie gelernt, türkisches Fladenbrot zu weihen? Ahmen sie Erzbischof Zollitsch nach und verleugnen den Sühnetod Christi? Feiern sie Disco-Messen? Verbergen sie ihre Zugehörigkeit zu Christus unter weltlicher Kleidung?
Endlos, endlos, ließe sich diese Fragerunde an die "Piusbrüder" fortsetzen.
Und das Erstaunliche ist, die Antwort ist immer "NEIN".
Entschuldigen Sie bitte, ich kann nicht mehr weiterschreiben.
Ich bin schon älter, und Ihre Spitzfindigkeiten nehmen mir einfach nur den Atem!

Mit freundlichen Grüßen


(Name und Postadresse von Frau X sind im Original angegeben!)

Man muss Frau X nicht in jedem Detail ihrer Ausführungen folgen und ich hätte sicherlich einiges anders formuliert, aber ihre Mail fand ich dennoch bemerkenswert, gerade weil man ihr anmerkt, wie persönlich betroffen Frau X über die Vorgänge ist - und im Großen und Ganzen stelle ich mir ihre rhetorischen Fragen eigentlich auch.
Ich finde es unglaubwürdig, wie manche deutsche Bischöfe mit der FSSPX umspringen ( erinnert mich an das Lied von F. J. Degenhardt, übrigens, "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern"), die ja immerhin katholische Mitchristen sind, und auf der anderen Seite mir ständig eins vorsalbadern von wegen Ökumene und Dialog (SO WICH-TIG!)
Ich kann es mir nur so erklären, dass unendlich viel Angst im Spiel ist - verstehe aber trotzdem nicht, wie man das ab einem gewissen Lebensalter, in dem sich viele Bischöfe befinden, nicht reflektieren und überwinden kann. Und was es zu verlieren geben soll, habe ich auch nicht verstanden.

PS. Prof. Spaemann kommt im oben verlinkten Artikel zu folgendem Fazit: "Die Barmherzigkeit, der Realitätssinn und die Zielstrebigkeit des Papstes, mit denen er ‚gschlamperte Verhältnisse‘ vorübergehend in Kauf nimmt, wird offenbar von seinen mehr an Prinzipien als an Menschen interessierten Landsleuten weniger verstanden als vom Rest der Christenheit in der Welt.“

Mittwoch, 24. Juni 2009

Die Bar an der Tanke.

Die Bar an der Tanke unterhalb des Städtchens besuche ich hin und wieder, avanciert aber in der letzten Zeit zu meiner Stammbar. Seit sie eine neue, superschicke, supernussbraune, superlangbeinige superjunge Bedienung haben, die weiß, was sie den Gästen schuldig ist, stehen zur aperitivo-Zeit jetzt mindestens 16 diverse Schälchen auf der Theke mit allerlei Knabbereien, aufgeschnittenen Wienerle, aufgeschnittener extrascharfer Salami, Nüsschen, Chips, Oliven, Schnickschnack, Pizzastückchen.
Aperitivo ist einfach Kult in Italien. Letzthin war nur der Chef da, und fragte ganz schüchtern: Muss der Hund heute im Auto bleiben? Ich nickte gedankenverloren. Eine Minute später besann ich mich auf meine italianità und ging selbstverständlich zum Auto, um Rasul zu holen. Der Barista verbrachte eine Viertelstunde kniend neben Rasul, streichelnd, bewundernd, fotografierend - ich hatte ihn glücklich gemacht.
Heute schläppelte Rasul hinter mir her, die superjunge usw. Bedienung schrie mich zur Begrüßung an: Bist du ALLEINE heute? Ich lachte und sagte, nein, der Hund kommt grad um die Ecke.
Luftsprünge, Jubel, Hinausgestürme, Rasul begrüßen. Erst dann bekam ich was zu trinken.
Rasul machte malerisch Platz vor dem Eingang und nahm eine majestätische, löwenhafte Haltung ein - erhobener Kopf. Italiener fuhren entweder mit großen Augen vorbei oder parkten extra und stiegen aus.
Am Ende standen sieben mir wildfremde Italiener im Halbkreis schweigend um den Hund, um ihn zu bewundern, Fotos zu machen, und sich dann, ihre Trance abschüttelnd, zu erkundigen, wieviel er wiegt, was für eine Rasse, wieviel er frisst und wie alt er ist. Die Standardfragen, deren Beantwortung ich mittlerweile vollständig akzentfrei vornehmen kann.
Der Barbesitzer machte einen schönen Zusatzumsatz und die beiden Jungs an den Zapfsäulen klärten stolz Autofahrer beim Tanken darüber auf (hier wird man noch bedient), um welche Rasse es sich handelt.
Mamma mia, ich werde mich nie daran gewöhnen, wie unendlich liebenswert ihr Italiener doch seid.

Dienstag, 23. Juni 2009

Freund Scipio mailt ein Bild

und schreibt in den Betreff: ... nur in Italien! Ich kann und will es euch nicht vorenthalten.

piotat

Bischof Schwarz von der Diözese Linz

im Chat mit katholischen I-netnutzern von heute Nachtmittag, 15 Uhr.
Die thematischen Schwerpunkte der Fragen sind Priesterzölibat, Pfr. Wagner, Versöhnungsgottesdient usw.
Ich fand es wirklich sehr gut, ausgesprochen mutig und äußerst lobenswert, dass und wie Bischof Schwarz sich den Fragen gestellt hat.
(Damit man von mir auch mal anerkennende Worte hört und nicht immer nur Geschimpfe).

Hier geht es zum Chatprotokoll.

Phänomen.

Während ich mich vor deutschen Bekannten und in Deutschland eigentlich öfter mal rechtfertigen muss, dass ich jetzt katholisch bin (BUHUUUU! Die Hl. Inquisition! Die Hexenverbrennungen! Die ganzen Verbrechen! Ihr seid Schuld an Aids! Der böse Vatikan! Der schlimme unfehlbare Papst! Wäh! Die springerstiefeltragenden Piusbrüder! ), interessiert das hier in Italien tatsächlich keine einzige Sau. Im Gegenteil! Eine katholische Deutsche! Da lebt der Glaube wieder auf, denn die Deutschen werden offenbar traditionell für gottlose Protestanten in ihrer Mehrheit gehalten. Also muss es Gott geben, wenn eine Deutsche sich konvertiert. Schulterklopfen und Lob: BRAVA!
"IO - CATTOLICO!", so höre ich öfter mal das stolze Zeugnis wirklich ganz schlichter Leute, die keinen Gedanken daran verschwenden, warum sie sich dafür (wie in der deutschen Tradition manchmal üblich) schämen sollten, nicht protestantisch genug zu sein.
Warum ich jetzt wieder das alles herunterlabere? Weil es ein Video gibt von US-amerikanischen Katholiken, ein Video, von dem ich überzeugt bin, dass es in Deutschland nie gedreht werden würde.
Denn es wirft einen Blick auf den katholischen Glauben, der die Vorzüge herausstreicht. Es geht mir, wohlverstanden, ja auch nicht darum, unsere Tradition als das Nonplusultra zu beschönigen. Natürlich lag da einiges ganz arg in den Brennesseln, das ist aber nicht alleine nur die Schuld der katholischen Kirche, sondern auch der Darstellung. Ich sage nur Rolf Hochhuth. Und eh, Darstellung der Katechismussendung an Clemens Bittlinger und die Berichterstattung des SPIEGELS dazu.
Ich habe AUCH Drewermann, Deschner, Ranke-Heinemann gelesen in jungen Jahren. Dann fand ich, das kann einfach nicht die ganze Wahrheit sein. Und besides, mein evangelischer Pfarrer war horrorfilmäßig geeigneter als das gesamte Hl. Offizium zusammen.
Dennoch wagt selten ein deutscher Katholik sich aus der Deckung um einfach mal frei zu bekennen: Wir tun Gutes, und wir tun es schon länger und anhaltender, als wir das Böse tun.
Dieses Video konnten nur US-Amerikaner drehen. Und es ist verdammt schön und zeichnet das Bild einer wundervollen Gemeinschaft aus Sündern und Heiligen, die schon seit fast zweitausend Jahren besteht:

Montag, 22. Juni 2009

Iran.

Wie wahrscheinlich die meisten beobachte ich mit großer Sorge die aktuellen Meldungen aus dem Iran. Nachdem ich auch noch einen Artikel über dieses Video von der Ermordung der jungen Neda fand, die seit Tagen auch Topic auf Twitter ist - das Video selbst schaue ich mir aus Prinzip nicht an - wurde es natürlich nicht besser.
Die Meldungen werden immer beunruhigender und ich habe die Anliegen der Menschen in Iran auch gestern mit in die Hl. Messe genommen.
Mit Erleichterung habe ich vorhin auf den Seiten von tagesschau.de gelesen, dass Italien als erstes Land seine Botschaft in Teheran für verletzte Demonstranten geöffnet hält.
In einem Punkt wenigstens ist auf die Italiener mit all ihren kleinen Eigenheiten und manchmal auch Nachlässigkeiten immer Verlass: wenn es um den Bau exorbitant schöner Kirchen und deren Ausstattung geht - und wenn andere Menschen Hilfe und Solidarität benötigen. (Was eigentlich nichts anderes bedeutet als: Gott von Herzen lieben und deinen Nächsten wie dich selbst. Bravo, Italia!)
Ein großes Lob an mein Gastland dafür.
Trotzdem muss einem das Herz natürlich schwer werden, weil man angesichts der jüngsten Entwicklung vermuten kann, dass es wohl noch mehr Tote geben wird.
Wie schätzt ihr das ein? Da ja eine Berichterstattung auf "normalem Wege" nicht möglich ist, und selbst die Tagesschau auf das Internet angewiesen ist, das wohl auch bestens funktioniert - wobei man aber auch tatsächlich damit rechnen muss, dass das Neda-Video eventuell nicht echt sein könnte (was ich auch erwogen habe, aber eher ausschließe) können wir ja alle nur mutmaßen.

Acht Dinge, die wir für unsere Priester tun können.

Zuerst gefunden auf Toms Refektorium, auch David hat schon verlinkt - und tu das jetzt auch mal direkt auf den Eintrag dazu bei Berufe der Kirche Speyer.
Es geht darum, wie wir unsere Priester unterstützen und ermutigen können.

Lediglich bei Punkt Sechs müssen sie selbst was tun:

6. Grüße einen Priester, wenn du ihn siehst. Und nicht nur in der Kirche, auch im Supermarkt.

Machen wir doch glatt! Geht aber nur, wenn wir euch auch als Priester erkennen können! Also, auch zum Einkaufengehen - rein in die Soutane oder wenigstens dran mit dem Kragen!
Wie hier bereits freundlichst erbeten und dargelegt.

Santuario des Hl. Joseph von Copertino in Osimo

Schon von weitem erkennt man die Basilika an ihrer lustigen Wetterfahne, der Silhouette des fliegenden Heiligen, der auch der Schutzpatron von Osimo ist, sie folgt in ihren Umrissen grob diesem Bild:

giuseppe_in_volo

Es zeigt den Hl. Joseph, wie er beim Anblick der Engel, die er über dem nahen Heiligtum von Loreto auf- und absteigen sieht, in Ekstase fällt und losfliegt. Wie immer entsetztes Publikum dabei.

Angegliedert an die Basilika ist das Konvent der franziskanischen Minoriten, hier der Eingang

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in dem der Hl. Joseph die letzten sechs Jahre seines Lebens verbrachte.

Ein Außenbild von der HP des Santuarios:

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Und hier der Seiteneingang der Kirche

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Bilder aus dem Inneren

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Hier ein besser ausgeleuchtetes ebenfalls von der HP des Santuarios:

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Rechts neben dem Altar geht es hinab zur Gruft mit einer Vorrichtung für Rollstuhlfahrer:

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Und wie ich hinabsteige, kommt mir ein junger Mann im Radfahrertrikot entgegen, der sich beim Hl. Joseph mit einem Kuss auf das umgebende Vitrinenglas verabschiedet und sich nochmals schnell bekreuzigt.

Aufnahmen vom Schrein und in der Gruft: Da liegt er also, der fliegende Pater, in seinem Glassarg, der von Engeln getragen wird, und ist abgehoben in die Ewigkeit.

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An den Wänden finden sich zahlreiche solcher Plaketten, die Episoden aus seinem an Wundern wirklich nicht zu knapp angefüllten Leben zeigen:

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Bei der Begeisterung über die Engel über Loreto und

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beim Abheben vor den Augen des Botschafters von - moment, ich kann es nicht entziffern - trags evtl. nach.
Der Hl. Joseph ließ sich nämlich auch nicht vor der Prominenz lumpen und es gibt unter Eid abgelegte Zeugnisse von Diplomaten, Fürsten, Herzögen und Kardinälen, dass sie wirklich gesehen haben, wie er geflogen ist. Hier eine Darstellung des Abhebens vor einem geistlichen Würdenträger - das kann doch nur der Papst sein, oder?

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Ein Detail aus der Deckenbemalung der Sakristei

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Für gute Laune sorgte bei mir auch diese Statue des fliegenden Heiligen neben dem Aufgang zu seinen Räumen

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Pacelli was here!

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Schönes Detail - die Fenster mit den gemauerten Sitzbänken sind noch original erhalten (okay, mindestens die Bänke kann man erkennen *gg*)

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In den Räumen findet sich ein Bettverschlag mit einer Pritsche aus drei Brettern, auf der er schlief und ein Stück von dem Bärenfell, mit dem er sich zudeckte, einige private Gegenstände von ihm, sein Lieblingsbild von Mutter Maria mit dem Jesukind, seine Feuerstelle, seine zwei Essschüsseln und so weiter.
Alles wunderbar ausgestellt und liebevoll in Schuss gehalten von den Franziskanern plus der Installation eines Audioguides in drei Sprachen für jeden Raum.

Der Heilige wird nicht nur deshalb verehrt, weil er Wunder tat, Menschen heilte, eine ganze Schafherde wiederbelebte, ständig vom Erdboden abhob und auf das Tabernakel oder eine Marienstatue zuflog u.v.a.m., sondern weil er auch so ein unglaublicher Tölpel war, den niemand haben wollte und gebrauchen konnte. Aus einem Kapuzinerkloster wurde er als junger Bursche wieder fortgeschickt, weil er zu blöd war, "schwarzes von weißem Brot zu unterscheiden" und ihnen ständig das Geschirr zerdepperte. Nur mit der Hilfe zweier Onkel gelang es ihm, ein Kloster zu finden, das ihn aufnehmen wollte. Die theologischen Studien, die Voraussetzung für seine Priesterweihe waren, konnte er kaum bewältigen. Der Ärmste litt noch dazu unter entsetzlicher Prüfungsangst, er konnte sich die Messlesungen auf Latein kaum merken und für die entscheidende Prüfung bereitete er sich mit dem kürzesten vorgeschriebenen Messtext vor, den es überhaupt gab, die Stelle "Selig ist der Leib, der dich getragen hat". Er musste sie auf Latein lesen, übersetzen und auslegen können. In der Nacht zuvor schwitzte er Blut und Wasser. Und es begab sich, dass genau die Stelle geprüft wurde, auf die er sich vorbereitet hatte. Darum, weil es ihm so schwerfiel, aber dennoch gelang, ist er der Schutzpatron der Studenten und Abiturienten und aller, die Examen machen müssen.
In der Vitrine mit den Dankesgaben liegen deshalb auch Kopien von Zeugnissen, Diplomarbeiten und Doktorarbeiten aus. Und das Web-Gästebuch des Santuarios ist voll mit Hilferufen und Bitten an ihn, zur Zeit vor allem für die Abiturienten. Die Minoritenbrüder, die das Santuario betreuen, versprechen, in allen vorgetragenen Anliegen zu beten und Fürbitte bei ihrem bezaubernden Heiligen einzulegen.

Ich liebe den Hl. Joseph gerade deshalb dafür, dass ihn erst alle für einen ausgesprochenen Deppen, Tölpel und Vollidioten hielten, niemand ihn haben wollte und gebrauchen konnte, bis Gott kam, ihn mit Beschlag belegte und mit den erstaunlichsten Gaben und Fähigkeiten ausstattete - unter denen der Hl. Joseph durchaus häufig allerdings auch litt.

Eines der Messgewänder, die er getragen hat:

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Seine Schlappen

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Die Utensilien, die er für seine tägliche Hl. Messzelebration benutzte (die drei vier weißen Schlieren gehören nicht dazu, das sind nur Reflexe *gg*)

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Und noch Bilder vom Kreuzgang und Innenhof des Konvents

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Natürlich konnte ich diesen inspirierenden Ort nicht verlassen, ohne mir noch zwei Aufkleber mit dem fliegenden Heiligen, Kulis und einen Schlüsselanhänger (vorne Hl. Joseph - hinten sein Namensvetter BXVI) gekauft zu haben. Es hat lange gebraucht, bis ich meinen lieben Pater Joseph einmal besucht habe. Immerhin, aber da kannte ich ihn noch nicht so gut, habe ich ihn bei meinem Kircheneintritt um Fürbitte angerufen, zusammen mit der Hl. Teresa, der Hl. Barbara und einigen anderen.
In allerbester Laune - dieser Heilige macht einfach auch Spaß - fuhr ich dann weiter nach Campocavallo zur Missa Tridentina. Wo dieses Mal ganz besonders viele kleine Kinder für erfreuliche Unruhe sorgten.

Andererseits,

besteht ja die große Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche eben darin, dass sie mit ihren Heiligen, die wundertätig sind, nicht hausieren geht. Sowohl dem Hl. Joseph von Copertino wie auch dem Hl. Padre Pio ist es ja passiert, dass man sie gedeckelt hat, aus Gründen der allerhöchsten Vorsicht. Da ist niemand hingegangen und hat gesagt: He Leute! Wir sind super! Unser Glaube ist der einzig wahre, nur bei uns sind die coolen Checker, die fliegen, vom Hagelschlag getroffene tote Schafe wiedererwecken, blinde Menschen heilen und Esel dazu bringen können, vor dem Allerheiligsten zu knien, statt vor einem Sack Hafer. Jedesmal gab es ein Riesenverfahren - boh, ist das peinlich, diese ganzen Wunder, hoffentlich erfährt keiner davon.
Ein zweischneidiges Schwert. Besser wäre gewesen, sie hätten diesen Tetzel mal verschwinden lassen, der mit dem Ablassverkauf. Den kennt heutzutage ja jeder Atheist und Protestant. Und die wirklich tollen Leute wie der Hl. Joseph von Copertino fallen dem Vergessen anheim. Naja, nicht ganz, wenn ich mir das Gästebuch des Santuarios in Osimo so durchschaue ...
Aber dazu demnächst dann mehr.

Sonntag, 21. Juni 2009

Elsa lacht.

Ziemt es sich, in den Räumen eines Heiligen schallend zu lachen? Ich war ja heute vor der Missa Tridentina in Campocavallo in Osimo beim Hl. Joseph von Copertino, dem liebenswertesten Heiligen, den ich kenne. Der Besuch seines Schreins und des Konvents, in dem er sein Lebensende beschloss, garantieren wirklich gute Laune. Denn der Hl. Joseph konnte fliegen! Schon von weitem, während man noch nach seiner Kirche sucht, wird man fündig, denn die Wetterfahne des Kirchtums ziert die Silhouette des abhebenden Heiligen. Und er ist nicht nur einmal abgehoben, oder zweimal, sondern andauernd. Und vor viel Prominenz.
Es kommt noch ein eigener Eintrag zum Santuario in Osimo mit einigen Fotos.
Jedenfalls hatte ich also seine Gruft besucht, in der er in einem von Engeln getragenen Glassarg in die Ewigkeit abgehoben ist und stieg dann die Treppe zu seinen Wohnräumen empor. In jedem Raum, die Franziskaner haben sich unheimlich viel Mühe gegeben, kann man durch Betätigen eines Schalters unter dem Lichtschalter eine Audioführung anhören, die es sogar in Deutsch und Englisch gibt. Und ich stand so da und lauschte andächtig, wie der Guide mir erzählte, dass unser lieber Hl. Joseph also einmal vor den Augen des Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Lüneburg abgehoben ist. Der protestantische Deutsche konvertierte aus diesem Anlass zum katholischen Glauben.
Und da musste ich ganz herzlich und laut herauslachen.
Schade, dass das Hl. Offizium so furchtbar drauf bedacht war, ihn unter Verschluss in diversen Klöstern zu halten. Wer weiß, was passiert wäre, wenn sie ihn auf Mission Impossible ins Deutschland des 17. Jahrhunderts stattdessen entsandt hätten.

Samstag, 20. Juni 2009

Terra X.

Rätseln der Zeitgeschichte auf der Spur.
Im verzweifelten Versuch, nachzuvollziehen, was eigentlich in der Diözese Linz genau abläuft, kam ich an den Punkt, wo ich mir sagte, Elsa, es liegt daran, dass dir wesentliche Informationen fehlen. Wenn der Bischof sagt, es gibt einen Brief von Pfarrer Friedl, in dem der erläutert, zum Zölibat zurückkehren zu wollen, und Pfarrer Friedl aussagt, er wisse von nichts und das Gegenteil vorhabe, dann gibt es nur noch zwei Möglichkeiten:
- Man enthält dir wichtige Informationen zum vollständigen Überblick über den Sachverhalt vor
- Es gibt eine wesentliche Information, die alles erklären könnte, aber bislang noch niemandem bekannt ist.
Stets auf der Sinnsuche, süchtig wie der Mensch nun einmal nach Erklärungsversuchen ist, ging es mir eben gerade auf wie eine Leuchtrakete.
Und zwar hatte ich mal einen Anwalt, der sich völlig normal verhielt. (Christian, das ist eine Geschichte für dich). Er vertrat meine Interessen, jedoch völlig ohne Ergebnis. Wenn ich anrief, erklärte er mir in schöner Regelmäßigkeit: Dieser Brief ging raus und jener ging raus und in der Sache habe ich dies unternommen. Gut, sagte ich. Nach dem dritten Anruf, es kamen ja keine Ergebnisse, meinte ich, es wäre von Vorteil, wenn er mir doch Kopien des mich betreffenden Schriftverkehrs WOHL mal zufaxen oder zuschicken könnte. Auch das wurde zugesichert. Monate gingen ins Land, bis mir einfiel - immer noch nichts Greifbares, hakst du halt noch mal nach. Da erhielt ich die erschütternde Nachricht, dass er in der Kanzlei kollabiert sei. Die darauffolgende Untersuchung hätte ergeben, dass er sich bei einem Aufenthalt in Afrika VOR JAHREN die Larven der Loa-Loa-Fliege (? nagelt mich nicht fest, ich bin keine Parasitologin) zugezogen haben, welche im Gehörgang als Eier eingenistet werden, dort schlüpfen und sich auf den Weg über die Augen ins Gehirn machten. Hinter der Stirn zeigten sich also nach Ultraschallaufnahmen oder Röntgen? Oder was auch immer also wimmelnde Larven. Wie man sich vorstellen kann, führte genau das eben zu den Totalausfällen. Das ist nicht lustig, der Mann ist zum Pflegefall geworden.

Gab es eigentlich vor vier bis fünf Jahren mal eine gemeinschaftliche Afrikareise des Klerus von Linz?

Bitte um Schlechtwetter.

Ich bitte um euer Gebet für Schlechtwetter morgen, damit ich wieder nach Campocavallo di Osimo zur Missa Tridentina fahren kann, ohne dass mein Piccolino - mein Hund - im Heck des Kombis schamanische Schwitzhüttenrituale zelebrieren muss. Danke! (Bitte keine Hagelstürme herbeibeten - kühles, regnerisches Wetter ist völlig ausreichend und die Straßen sollten noch befahrbar sein*gg*).

Für alle, die sich für Campocavallo interessieren, habe ich noch schöne Bilder und ein weiteres Video ausfindig gemacht.

Erstmal noch Fotos der Erstkommunion von Beniamino im Alten Ritus (der Kleine ist schon richtig berühmt):

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(Alle Bilder von Messainlatino.it)

Und noch ein Video, auf dem die erwähnten genialen Vorsänger zu sehen sind und für einen Bruchteil einer Sekunde auch zu hören:



Ich hoffe, solche Einträge sind auch weiterhin für einige interessant.

Heilige Ablässe zum Priesterjahr.

-Den ehrlich bußfertigen Priestern, die an jedwedem beliebigen Tag andächtig zumindest die morgendliche Laudes oder die Vesper vor dem öffentlich ausgesetzten Allerheiligsten oder vor dem Tabernakel beten, und die sich nach dem Beispiel des heiligen Johannes Maria Vianney mit bereitwilliger und großherziger Hingabe die Sakramente spenden, insbesondere das Bußsakrament, wird gnädig ein Vollkommener Ablass gewährt, den sie auch verstorbenen Mitbrüdern zuwenden können, sofern sie entsprechend den geltenden Bedingungen die Beichte ablegen, die Eucharistie empfangen und in der Meinung des Papstes beten.
Den Priestern wird ebenso jedes Mal ein Teilablass gewährt, der auch verstorbenen Mitbrüdern zugewandt werden kann, wenn sie zur eigenen Heiligung ehrfürchtig kirchlich approbierte Gebete beten und ihre Amtspflichten treu erfüllen.

- Allen ehrlich bußfertigen Gläubigen, die in einer Kirche oder Kapelle andächtig an der Messfeier teilnehmen und für die Priester der Kirche zu Jesus Christus, dem Ewigen Hohenpriester beten sowie an diesem Tag ein gutes Werk vollbringen, damit Er sie heilige und nach seinem Herzen forme, wird der Vollkommene Ablass gewährt, vorausgesetzt, sie haben ihre Sünden im Bußsakrament bekannt und Gebete nach der Meinung des Heiligen Vaters verrichtet. Dies gilt besonders: an den Tagen der Eröffnung und des Abschlusses des Priesterjahres, am 150. Jahrestag des frommen Heimgangs des heiligen Johannes Maria Vianney (4. August), am ersten Donnerstag des Monats oder jedem anderen Tag, der von den Ortsordinarien zum Nutzen der Gläubigen festgesetzt wurde.

Es ist sehr angebracht, dass die Priester, denen in den Kathedralen und den Pfarrkirchen die Seelsorge anvertraut ist, diese Frömmigkeitsübungen öffentlich leiten, die heilige Messe feiern und den Gläubigen die Beichte abnehmen.

Den alten Menschen, den Kranken und all jenen, die aus gerechtfertigtem Grund ihr Haus nicht verlassen können, wird, sofern sie sich innerlich von jeder Sünde lossagen und die Absicht haben, den gewohnten drei Bedingungen so bald wie möglich genüge zu leisten, sei es zuhause oder wo auch immer sie aufgehalten wurden, gleichfalls der Vollkommene Ablass erteilt, wenn sie an den oben genannten Tagen Gebete für die Heiligung der Priester verrichten und Gott vertrauensvoll durch Maria, die Königin der Apostel, die Krankheiten und Unannehmlichkeiten ihres Lebens aufopfern.

Schließlich wird allen Gläubigen ein Teilablass immer dann gewährt, wenn sie andächtig fünf Vater Unser, Gegrüßt seist du Maria und Ehre sei dem Vater oder ein anderes kirchlich approbiertes Gebet zu Ehren des Heiligsten Herzens Jesu beten, und dies für die Beharrlichkeit der Priester im Leben der Reinheit und Heiligkeit aufopfern.

gemäß dem Bulletin von James Francis Kardinal Stafford, Großpönitentiar.

Freitag, 19. Juni 2009

Priesterjahr - Das fängt ja gut an.

kathnet berichtet, dass Pfarrer Friedl wieder zurückkehren möchte zum Zölibat.

Danke, Hl. Pfarrer von Ars! Danke, Hl. Geist! Danke, Hl. Thérèse von Lisieux! Danke allen, die für Pfarrer Friedl gebetet haben.

Ich glaube tatsächlich, es wird ein wundervolles, ein gutes Jahr.

Donnerstag, 18. Juni 2009

Catholic Priesthood - you can't beat the REAL THING!

Zum morgen beginnenden Priesterjahr hat der Hl. Vater einen Brief an unsere Priester geschrieben, der wie immer theologisch fundiert, mit Herzblut formuliert und voller Freude und Güte ist.
Bitte lest ihn euch gut durch.

David schreibt einen liebevollen Eintrag dazu und auch Georg hat das sehr schöne Gebet der Hl. Thérèse v. Lisieux für die Priester gebloggt und ich jedenfalls verspreche, dies öfter und regelmäßiger für euch zu beten während eures Jahres.
Ich habe auch noch eine persönliche Bitte anzubringen.
Ihr könnt die Welt retten. Spätestens seit der "Matrix-Trilogie" sollte das klar sein. Nicht umsonst ist der Held Neo meistenteils in äußerst soutanenartig anmutenden Gewandungen unterwegs. Und schon als Kind war ich neidisch auf die Schwesterkonfession, wenn ich die Don Camillo-Filme sah.
Manchmal hat man keine Gelegenheit, sich vernünftig anzuziehen, besonders wenn es darum geht, die Welt zu retten. Niemand weiß das besser als ich. Die meisten Frauen wissen das.
Es wäre trotzdem schön, wir bekämen euch wieder öfter in Soutane und römischen Krägen zu sehen. Auch wenn manche von euch denken, Strickweste und Schlappen wirkten jovialer. Das tun sie. Aber es geht nicht darum, eine joviale Ausstrahlung zu kultivieren - die einige durchaus auch in angemessener Kleidung verströmen können. Bitte bedenkt, dass es neben der Soutane nur noch ein einziges Kleidungsstück für Männer gibt, welches ähnlich kleidsam und eindrucksvoll ist - der Schottenrock.
Denkt ihr, Donatella Versace wäre so endlos auf Monsignore Gänswein abgefahren, wenn man ihn ständig in Karomuster-Hemden und Siebziger-Jahre-Strickjacken herumlaufen sähe?
Gut, nun ist ein Priester natürlich nicht dafür da, dass man auf ihn abfährt. Das sehe ich ja ein. Aber es ist wie mit allem: Wenn man einen erfreulichen Anblick bietet, kommt man bei den meisten Menschen besser an. Ich bin eine Frau, ich muss das wissen.
Die Welt retten UND gut dabei aussehen, das geht.
Und macht ordentlich was her. Seht selbst:

catholic_priesthood

Ja, höre ich euch sagen, aber wenn ich mich so derartig aufbretzle, ist da die Gefahr nicht groß, dass mich nachher jede Menge fanatisches Weibsvolk stalkt? Und mein Zölibat - ist eh schon schwer genug, das durchzuziehen!
Das ist natürlich kein Argument, liebe Leute. Denn sonst müssten wir ja unsere Priester vollverschleiern, oder?
Und wenn's wirklich mal eng werden sollte, könnt ihr es immer so machen wie dieser anbetungswürdige Priester im Coca-Cola-Werbespot! (Gute Idee?)

Herz-Jesu-Fest?

Bei Stanislaus hab ich schon ein zauberhaftes Bildchen gesehen - und dachte mir, so eins will ich auch!

anonymous-heilige-herz-jesu-9901677 (Bildquelle verlinkt)

Kann mir jemand von den Wiegengetauften ein bisschen was zum Hintergrund erzählen? Das Herz-Jesu-Fest gehört zu den Sachen, die mir noch ein bisschen fremd und unverständlich sind.

So wird es in Tirol gefeiert - wunderschön:

herz-jesu-feuer_2

Mittwoch, 17. Juni 2009

Rubrik: Vatikankritik.

Eine sehr spärlich bestückte Rubrik. Es gibt bislang m. W. seit ich katholisch geworden bin, einen einzigen vatikankritischen Eintrag, und der wurde auf die Akklamation eines verzweifelten protestantischen Lesers hin gebloggt.
Ich liebe meine hierarchische (= nach gottgewollter Ordnung strukturierte) Kirche und ich folge ihren Auffassungen, auch wenns manchmal nicht immer richtig eingängig ist und mich nicht sonderlich beliebter bei anderen macht.
Ich habe nur deshalb nicht an den Hw. Bischof Schwarz eine Protestmail zum Fladenbrot-in-Grillzange-Ding geschickt, obwohl mir schwer danach war, weil ich davon ausging, dass ein Bischof nicht auch noch meine Einlassungen zum Thema braucht und ich eventuell hätte harte Worte gebrauchen müssen, die ich mir lieber zweimal überlege, bevor ich sie an einen Nachfolger der Apostel anbringe, der in der Regel erfahrener, besonnener und das Wohl des Ganzen besser im Auge behalten könnend als ich ist.
Dennoch komme ich über eine Geschichte einfach intellektuell und emotional nicht hinweg, vermutlich, weil ich nicht gewohnt bin, in Jahrtausenden zu denken. Und die kritische Frage, die ich mir heute stellte, lautete:
Okay. Wenn vier Bischöfe ohne die Zustimmung Roms geweiht werden, werden sie exkommuniziert. Nix gegen zu sagen. Sie stehen damit ja nicht mehr in der Einheit der Kirche, und das soll ihnen auch mal kurz vor den Kopp geknallt werden. Ist ja auch gut ausgegangen, man hat um Aufhebung ersucht, die wurde (gnagnagna - unter viel Heibei) gewährt. Prima Sache.
Ich habe jetzt - und ich bin voll einverstanden damit, dass es bei uns Exkommunikation als disziplinarische Maßnahme gibt - nur das Problem der Relationen. Es ist ein banales Problem, denn dieses Problem haben ja alle mit der Exkommunikation (weil sie nicht richtig verstanden wird. Ich vermute allerdings, ich verstehe sie richtig). Also vier Bischöfe, die ohne Erlaubnis Roms geweiht werden, sind exkommuniziert (Can. 1382?). Frauen, die abtreiben, ebenso (Can.1398?). Und zwar ist das dann eine excommunicatio latae sententiae - durch die Tat als solche bereits erwirkt.
Da sehe ich nun aber auch, als Exkommunikations-Grund, ringrazio Dio:
Entweihung der Eucharistie (Can. 1367).
Ich sehe natürlich auch das Problem, dass es bei einer Abtreibung kaum ein Mehr oder Weniger geben kann, bei der Entweihung der Eucharistie aber schon diverse Grade der Abschwächung bzw. Verstärkung. (Ein bisschen schwanger bzw. ein bisschen Abtreiben geht eben nicht - ein kleines bisschen Entweihung und brutalstmögliche Entweihung geht aber).
Es wäre mir deshalb in genau diesem Zusammenhang gesehen sehr recht, wenn gewisse Leute aus der Diözese Linz, und jetzt komme ich mal mit der Frauenkeule echt hinten raus, nicht auch noch Saft auf den Arsch massiert, sondern eine klippe und klare Weisung aus Rom zu ihrem Verhalten - nämlich der ekelhaften Entweihung der Eucharistie - bekämen.
Und alles andere ist für mich, leider, momentan, absolut unglaubwürdig. Aber ich bleibe offen für begütigende Zureden, Einsicht, und evtl. Reue für meine sicherlich sehr unbedachten Worte.

cantare

Das habe ich auch gehört....
Das habe ich auch gehört. Ich verstehe nur nicht,...
Fidlis (anonym) - 4. Jul, 03:03
Ich habe gelesen das...
Ich habe gelesen das es darum ging, sich dem Menschen...
Mcp (anonym) - 4. Jul, 02:14
Oh, Publikumsjoker!
Oh, Publikumsjoker!
ElsaLaska - 4. Jul, 01:52
Könnte mir bitte...
Könnte mir bitte jemand erklären, warum die...
Fidelis (anonym) - 4. Jul, 01:50
Das geschriebene trifft...
Das geschriebene trifft vollkommen zu! Für farblich...
Olifant22 - 4. Jul, 00:15
Tatsächlich vermute...
Tatsächlich vermute ich, dass er den Megabestseller...
ElsaLaska - 3. Jul, 23:47
Und ich finde Kardinal...
Und ich finde Kardinal Lehmann super! Natürlich...
fingerfoot (anonym) - 3. Jul, 22:39
Deine Mutter
find ich super. Sie hat einfach den Blick aufs Wesentliche....
Johannes (anonym) - 3. Jul, 16:30
Ich finde, Mamma hat...
Ich finde, Mamma hat einen sehr guten Geschmack. Es...
ElsaLaska - 3. Jul, 16:04

Leonid N. Andreev 1871-1919

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