Herr Herbst glaubt,
dass im christlichen Glaubensbekenntnis die Aussage "Du sollst dir kein Bildnis machen" vorkommt oder im Kontext impliziert wäre. Das passt zur Osterumfrage der ARD, nach der auch keiner mehr weiß, was an Ostern eigentlich genau passiert ist.
Also ist er ja nicht allein. Kleine Auffrischung, das apostolische Glaubensbekenntnis (1) - wir beten es übrigens aus Respekt (vor denen, die dafür ihr Leben ließen) stehend und ich bitte also, auch eine stehende Lesehaltung einzunehmen - und direkt danach das sehr schöne, wie ich finde, nizänische Glaubensbekenntnis (2).
Um fundiert zu bleiben, füge ich sogar noch das ATHANASISCHE (3) hinzu ... *mit leisem Grunzen*
(1)
Ich glaube an Gott,
den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn,
unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.
(2)
Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserm Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden. Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden, ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten, und die eine, heilige, christliche und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt.
Amen.
(3)
Wer auch immer gerettet sein will, der muß vor allem den rechten christlichen Glauben festhalten: Wer diesen nicht unversehrt und unverletzt bewahrt, der wird zweifellos auf ewig zugrunde gehen.
Der rechte christliche Glaube aber besteht darin, daß wir den einen Gott in der Dreifaltigkeit und die Dreifaltigkeit in der Einheit verehren, indem wir weder die Personen vermischen noch die Substanz trennen:
Eine andere nämlich ist die Person des Vaters, eine andere die Person des Sohnes, eine andere die Person des Heiligen Geistes; aber Vater, Sohn und Heiliger Geist besitzen eine Gottheit, gleiche Herrlichkeit, gleich ewige Erhabenheit.
Wie der Vater, so der Sohn, so auch der Heilige Geist: unerschaffen der Vater, unerschaffen der Sohn, unerschaffen der Heilige Geist; unermesslich der Vater, unermesslich der Sohn, unermesslich der Heilige Geist; ewig der Vater, ewig der Sohn, ewig der Heilige Geist; und dennoch nicht drei Ewige, sondern ein Ewiger; ebenso nicht drei Unerschaffene und auch nicht drei Unermessliche, sondern ein Unerschaffener und ein Unermesslicher.
Ebenso allmächtig der Vater, allmächtig der Sohn, allmächtig der Heilige Geist; und dennoch nicht drei Allmächtige, sondern ein Allmächtiger.
So Gott der Vater, Gott der Sohn, Gott der Heilige Geist; und dennoch nicht drei Götter, sondern ein Gott.
So Herr der Vater, Herr der Sohn, Herr der Heilige Geist; und dennoch nicht drei Herren, sondern es ist ein Herr:
Denn wie wir durch die christliche Wahrheit geheißen werden, jede Person einzeln als Gott und Herrn zu bekennen, so werden wir durch den christlichen Glauben daran gehindert, von drei Göttern oder Herrn zu sprechen.
Der Vater wurde von niemand gemacht, noch erschaffen, noch gezeugt; der Sohn ist vom Vater allein, nicht gemacht und auch nicht erschaffen, sondern gezeugt; der Heilige Geist ist vom Vater und Sohn, nicht gemacht, noch erschaffen, noch gezeugt, sondern hervorgehend.
Ein Vater also, nicht drei Väter, ein Sohn, nicht drei Söhne, ein Heiliger Geist, nicht drei Heilige Geister.
Und in dieser Dreieinigkeit ist nichts früher oder später, nichts größer oder kleiner, sondern alle drei Personen sind untereinander gleich ewig und gleichartig, so daß in allem, wie oben schon gesagt wurde, sowohl die Einheit in der Dreieinigkeit als auch die Dreieinigkeit in der Einheit zu verehren ist.
Wer also gerettet sein will, soll so über die Dreieinigkeit denken.
Notwendig zum ewigen Heil aber ist es, auch an die Fleischwerdung unseres Herrn Jesus Christus treu zu glauben.
Es ist also der rechte Glaube, daß wir glauben und bekennen, daß unser Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes, Gott und sowohl Gott als auch in gleicher Weise Mensch ist:
Gott ist er, weil er aus der Substanz des Vaters vor den Zeiten gezeugt ist, Mensch ist er, weil er aus der Substanz der Mutter in der Zeit geboren ist; vollkommener Gott und vollkommener Mensch, bestehend aus vernunftbegabter Seele und menschlichem Fleisch; dem Vater gleich in seiner Gottheit, geringer als der Vater in seiner Menschheit; obwohl er Gott ist und Mensch, ist er dennoch nicht zwei, sondern ein Christus; einer aber ist er nicht aufgrund einer Verwandlung seiner Gottheit in Fleisch, sondern aufgrund der Aufnahme der Menschheit in Gott; er ist ganz und gar einer nicht durch die Vermischung der Substanz, sondern in der Einheit der Person.
Denn wie der eine Mensch Seele und Fleisch ist, so ist der eine Christus Gott und Mensch.
Er hat gelitten für unser Heil, ist hinabgestiegen in die Unterwelt, am dritten Tag auferstanden von den Toten und hinaufgestiegen in die Himmel; er sitzt zur Rechten des Vaters; von dort wird er kommen, Lebende und Tote zu richten.
Bei seiner Ankunft müssen alle Menschen mit in ihren Leibern auferstehen und Rechenschaft ablegen über ihre eigenen Taten; und die Gutes getan haben, werden in das ewige Leben eingehen, die aber Böses getan haben, ins ewige Feuer.
Dies ist der rechte christliche Glaube: Wer auch immer diesen nicht treu und standhaft glaubt, wird nicht gerettet werden können.
AMEN!
Also ist er ja nicht allein. Kleine Auffrischung, das apostolische Glaubensbekenntnis (1) - wir beten es übrigens aus Respekt (vor denen, die dafür ihr Leben ließen) stehend und ich bitte also, auch eine stehende Lesehaltung einzunehmen - und direkt danach das sehr schöne, wie ich finde, nizänische Glaubensbekenntnis (2).
Um fundiert zu bleiben, füge ich sogar noch das ATHANASISCHE (3) hinzu ... *mit leisem Grunzen*
(1)
Ich glaube an Gott,
den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn,
unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.
(2)
Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserm Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden. Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden, ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten, und die eine, heilige, christliche und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt.
Amen.
(3)
Wer auch immer gerettet sein will, der muß vor allem den rechten christlichen Glauben festhalten: Wer diesen nicht unversehrt und unverletzt bewahrt, der wird zweifellos auf ewig zugrunde gehen.
Der rechte christliche Glaube aber besteht darin, daß wir den einen Gott in der Dreifaltigkeit und die Dreifaltigkeit in der Einheit verehren, indem wir weder die Personen vermischen noch die Substanz trennen:
Eine andere nämlich ist die Person des Vaters, eine andere die Person des Sohnes, eine andere die Person des Heiligen Geistes; aber Vater, Sohn und Heiliger Geist besitzen eine Gottheit, gleiche Herrlichkeit, gleich ewige Erhabenheit.
Wie der Vater, so der Sohn, so auch der Heilige Geist: unerschaffen der Vater, unerschaffen der Sohn, unerschaffen der Heilige Geist; unermesslich der Vater, unermesslich der Sohn, unermesslich der Heilige Geist; ewig der Vater, ewig der Sohn, ewig der Heilige Geist; und dennoch nicht drei Ewige, sondern ein Ewiger; ebenso nicht drei Unerschaffene und auch nicht drei Unermessliche, sondern ein Unerschaffener und ein Unermesslicher.
Ebenso allmächtig der Vater, allmächtig der Sohn, allmächtig der Heilige Geist; und dennoch nicht drei Allmächtige, sondern ein Allmächtiger.
So Gott der Vater, Gott der Sohn, Gott der Heilige Geist; und dennoch nicht drei Götter, sondern ein Gott.
So Herr der Vater, Herr der Sohn, Herr der Heilige Geist; und dennoch nicht drei Herren, sondern es ist ein Herr:
Denn wie wir durch die christliche Wahrheit geheißen werden, jede Person einzeln als Gott und Herrn zu bekennen, so werden wir durch den christlichen Glauben daran gehindert, von drei Göttern oder Herrn zu sprechen.
Der Vater wurde von niemand gemacht, noch erschaffen, noch gezeugt; der Sohn ist vom Vater allein, nicht gemacht und auch nicht erschaffen, sondern gezeugt; der Heilige Geist ist vom Vater und Sohn, nicht gemacht, noch erschaffen, noch gezeugt, sondern hervorgehend.
Ein Vater also, nicht drei Väter, ein Sohn, nicht drei Söhne, ein Heiliger Geist, nicht drei Heilige Geister.
Und in dieser Dreieinigkeit ist nichts früher oder später, nichts größer oder kleiner, sondern alle drei Personen sind untereinander gleich ewig und gleichartig, so daß in allem, wie oben schon gesagt wurde, sowohl die Einheit in der Dreieinigkeit als auch die Dreieinigkeit in der Einheit zu verehren ist.
Wer also gerettet sein will, soll so über die Dreieinigkeit denken.
Notwendig zum ewigen Heil aber ist es, auch an die Fleischwerdung unseres Herrn Jesus Christus treu zu glauben.
Es ist also der rechte Glaube, daß wir glauben und bekennen, daß unser Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes, Gott und sowohl Gott als auch in gleicher Weise Mensch ist:
Gott ist er, weil er aus der Substanz des Vaters vor den Zeiten gezeugt ist, Mensch ist er, weil er aus der Substanz der Mutter in der Zeit geboren ist; vollkommener Gott und vollkommener Mensch, bestehend aus vernunftbegabter Seele und menschlichem Fleisch; dem Vater gleich in seiner Gottheit, geringer als der Vater in seiner Menschheit; obwohl er Gott ist und Mensch, ist er dennoch nicht zwei, sondern ein Christus; einer aber ist er nicht aufgrund einer Verwandlung seiner Gottheit in Fleisch, sondern aufgrund der Aufnahme der Menschheit in Gott; er ist ganz und gar einer nicht durch die Vermischung der Substanz, sondern in der Einheit der Person.
Denn wie der eine Mensch Seele und Fleisch ist, so ist der eine Christus Gott und Mensch.
Er hat gelitten für unser Heil, ist hinabgestiegen in die Unterwelt, am dritten Tag auferstanden von den Toten und hinaufgestiegen in die Himmel; er sitzt zur Rechten des Vaters; von dort wird er kommen, Lebende und Tote zu richten.
Bei seiner Ankunft müssen alle Menschen mit in ihren Leibern auferstehen und Rechenschaft ablegen über ihre eigenen Taten; und die Gutes getan haben, werden in das ewige Leben eingehen, die aber Böses getan haben, ins ewige Feuer.
Dies ist der rechte christliche Glaube: Wer auch immer diesen nicht treu und standhaft glaubt, wird nicht gerettet werden können.
AMEN!
ElsaLaska - 6. Apr, 01:50








Danke erst einmal für die Vollständigkeit der Glaubensbekenntnisse. Denen ich ja fernstehe.
So gesehen ist das christliche Ostern eine Usurpation und Verfälschung, bzw. Umdeutung. Wie viele christliche Feste ist es ein Palimpsest.
Darf eigentlich ...
Und wenn ein Teil der Menschheit Analogien entdeckt zwischen der einmaligen, unvorhersehbaren Auferstehung eines falschen, gekreuzigten Messias aus Nord-Galiläa und dem Naturgeschehen, das sich zyklisch wiederholt von Jahr zu Jahr: ist das ein Beweis für "heidnische Abstammung"?
Oder zeigt das nur, daß die Grammatik Gottes verkehrt verstanden wurde?
Hätte GOtt wirklich etwas so eindeutig nicht-analogiefähiges Geschehen veranstalten müssen, um Mißverständnisse zu vermeiden? Aber hätte das dann überhaupt noch irgendeiner von uns: verstehen können?
(Und
Ostern
Ostern wird nicht überall Ostern genannt, sondern ist auch unter dem Namen Pascha-Fest bekannt, welches eine neuere Bezeichnung des Pessach ist. Natürlich wurden in das Osterfest beliebte heidnische Bräuche integriert und auch teils der Name übernommen, aber Ostern stammt, wenn man überhaupt von einer Abstammung sprechen will, da es einen eigenen speziellen Hintergrund hat, unter diesen Gesichtspunkten hauptsächlich vom Pessachfest ab, welches in Erinnerung an den Auszug aus Ägypten gefeiert wird.
Dem Judentum wird allerdings keiner den Vorwurf machen können, ein Palimpsest zu sein, viel eher steht es recht erratisch in der damaligen religiösen Landschaft des Nahen Ostens und Vorderen Orients herum.
So schön ich diese Mondmythen und Fruchtbarkeitsgeschichten ja auch finde, bezogen auf das christliche Ostern sind sie zunächst einfach nur Esoterik und neuheidnische Polemik. Problematisch finde ich es allerdings dann, wenn man vor lauter Mondhasen und Göttinnentheologie Grundlegendes über jüdisch-christliche Religionsgeschichte übersieht, ignoriert oder schlicht nicht präsent hat.
Recht so. Das ist halt Esoterik-Quatsch, den kein Historiker (Religionsgeschichtler zur Not inklusive...) ernstnimmt.
Substanz und Akzidenz
Tiberius
Zucker, Elsalaska