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Elsas Nacht(b)revier

Francois Gérard: St. Teresa [d' Avila]



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Aktuelle Veröffentlichung im November-Heft Vatican-Magazin, S. 35, über die Beinhäuser von Alken und Hallstatt: Über allem aber triumphiert der Überwinder von Sünde und Tod.

Aktuelle Veröffentlichung in:
Wenn Er anklopft. 12 Bekehrungs-geschichten, herausgegeben von B. Kerz, MM-Verlag

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Heilige Orte

Samstag, 15. August 2009

Vorabendfest Mariä Himmelfahrt in Waghäusel.

In Waghäusel befindet sich die Wallfahrtskirche zur "Mutter mit dem gütigen Herzen". Angeschlossen ist ein Kloster der Brüder vom Gemeinsamen Leben, eine Kongregation der Augustiner-Chorherren. Ich war gestern Abend zum Hochfest und zur Wallfahrtsmesse in Waghäusel und bin begeistert zurückgekehrt. In diesem Eintrag hier hatte ich die Gemeinschaft schon ausgiebig gelobt - gestern Abend durfte ich auch erleben, was es heißt, eine astreine NO-Messe mit der besten Predigt, die ich je hörte, in Waghäusel miterleben zu dürfen. Wer in der Nähe wohnt, sollte einmal hinfahren. Auf dem Gelände liegt auch die von Balthasar Neumann erbaute Eremitage der Fürstbischöfe von Speyer.

In der Kirche mache ich keine Fotos, sie war randvoll, viele Wallfahrer feierten vor der Kirche mit - es gab Lautsprecher. Hier ein paar Impressionen vom Gelände und von der Lichterprozession nach der Messe.

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Ich liebe dieses Bild - ich liebe die Farbe des Schleiers. Das ist einfach schon eine nette Begrüßung. (Die Bierbänke sowieso)

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Leider die einzige Nahaufnahme, die nicht unscharf geworden ist. In puncto Biermarke bin ich von den Augustinern aber doch was anderes gewohnt ... :-)

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Gestaltete Klostermauern

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Sowohl außen wie auch in der Messe später: An diesem Ort steht Gott im Zentrum. Und das ist gut so.

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Kirche in Not ist auch da:

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Die liebevoll gepflegte Mariengrotte im Klostergarten

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La Mamma aus der Nähe

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Die Lichterprozession mit ein paar Hundert Teilnehmern zu Beginn des Weges

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Mariä Himmelfahrt - ein echtes Highlight unserer Kirche [im Gegensatz zu meinen Fotografierkünsten - erkennt ihr das sich über das ganze Bild ziehende Lichterband?]

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Montag, 10. August 2009

Leserpost aus Ars.

David vom Gott sei Dank! - Blog schickt mir liebe Grüße aus Ars, wo er und seine Familie sich gerade im Rahmen einer Wallfahrt aufhalten. Er schickt mir nicht nur freundliche Worte, sondern auch wunderschöne Bilder. Natürlich habe ich sofort gefragt, ob ich sie bei mir einstellen darf. Ich darf, und hier also im folgenden Davids Impressionen aus Ars, der Stadt des Hl. Pfarrers Jean-Marie Vianney, die ich euch nicht vorenthalten wollte - und als Impressionen zunächst unkommentiert lasse:

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[Die berühmte Statue, die den Hl. Pfarrer zusammen mit dem Hirtenjungen zeigt, den er nach dem Weg nach Ars, seiner neuen Wirkungsstätte, fragte. Der Junge wies ihm den Weg und der Hl. Pfarrer bedankte sich mit den Worten: "Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt, ich werde dir den Weg zum Himmel zeigen." Der Hirtenjunge starb, so erläutert mir David in seiner Mail, im selben Jahr wie der Pfarrer, fünf Tage nach ihm.]

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[Tridentinische Messe von heute, die David mit seiner Familie am Altar des Heiligen mitgefeiert hat]

Herzlichen Dank dafür und weiterhin Gottes Segen für dich und deine Familie!

Sonntag, 19. Juli 2009

Besuch in St. Maria Magdalena, Speyer

Wer Speyer und den Dom besucht, dem kann der Trubel dort leicht zu viel werden. Deshalb empfehle ich gerne eine Atempause im nahe dem Kaiserdom gelegenen Kloster der Dominikanerinnen, St. Maria Magdalena.
Ich bin heute zuerst in die Klosterkirche gegangen, in der seit dem Jahre 1934 jeden Tag Stille Anbetung stattfindet.
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[Bild von der Internetseite der Dominikanerinnen]

Die Schwestern legen in ihrem sogenannten Großen Gebet Fürbitte für den Frieden in der Welt und die Kirche ein. Die Atmosphäre in der Klosterkirche ist durchtränkt von Andacht, Sammlung und jener besonderen Stille, die einen Raum durchzieht, wenn das Allerheiligste darin ausgesetzt ist. Vielleicht eine halbe Stunde verweile ich und gedenke dabei auch der hl. Edith Stein, die oft hier vor dem Tabernakel gebetet und gewacht hat.
Als ich die Kirche verlasse, beschließe ich, das Zimmer zu besuchen, in dem sie in ihrer Speyerer Zeit gewohnt hat. Hinter der Kirche liegt die Klosterpforte, die Schwester an der Pforte freut sich, dass ich vorbeikomme und geht mit mir in den ersten Stock hoch, in dem sich das Edith-Stein-Zimmer befindet.
Oben angekommen, erläutert sie mir die Zitate aus den Schriften der Heiligen, die die Wände schmücken. Leider ist das Originalmobiliar nicht erhalten, der Raum wurde als Gebetszimmer hergerichtet mit einem großem Holzkreuz, einer Menorah, einem Foto von Edith Stein und einer gläsernen Urne mit Erde aus Auschwitz-Birkenau, dem Ort, an dem Edith Stein zusammen mit vielen anderen das Martyrium erlitt.
Dann zieht sich die Schwester zurück, um mir Zeit für meine persönliche Betrachtung zu lassen.

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[Bildquelle HP des Klosters]

Anschließend lasse ich mir von der Schwester noch die Dauerausstellung zum Lebens- und Glaubensweg der hl. Edith Stein und zur Geschichte des Klosters zeigen. St. Magdalena hat 1978 sein 750jähriges Jubiläum gefeiert.
Es ist beeindruckend zu sehen, wieviel Not und Verfolgung, Zerstörung und Unterdrückung (Säkularisierung, 3. Reich) diese Gemeinschaft miterleben musste, und wie sich immer eine Möglichkeit fand, weiterzumachen. Als einziges von rund 60 pfälzischen Klöstern aus dem Mittelalter hat St. Magdalena, durch die Gnade Gottes und die unerschütterliche Treue seiner Schwestern überdauert.
Mehr zur wechselhaften Klostergeschichte findet sich hier.

Ich verabschiede mich von der Schwester Pförtnerin und beteuere, bald wieder einmal kommen zu wollen.
Das ist schön, sagt sie. Und: Es kommen so viele Menschen zu uns, um das Zimmer der hl. Edith Stein zu sehen, Einzelne, ganze Gruppen. Dabei ist sie doch gar keine Volksheilige in dem Sinne.
Nein, sage ich, eine regelrechte Volksheilige ist sie wirklich nicht. Aber eng mit unserer Geschichte verknüpft, durch ihre Ermordung im KZ. Und dazu war sie eine ganz außerordentliche Persönlichkeit.
Die Schwester nickt mir zu.

Und im nahegelegenen historischen Gasthaus Zum Halbmond habe ich mir eine kleine Erfrischung dann redlich verdient.

Die Dominikanerinnen von St. Maria Magdalena bieten übrigens auch Stille Tage für Einzelpersonen und Gruppen sowie eine Gebetsschule an. Weitere Infos hier.

Montag, 22. Juni 2009

Santuario des Hl. Joseph von Copertino in Osimo

Schon von weitem erkennt man die Basilika an ihrer lustigen Wetterfahne, der Silhouette des fliegenden Heiligen, der auch der Schutzpatron von Osimo ist, sie folgt in ihren Umrissen grob diesem Bild:

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Es zeigt den Hl. Joseph, wie er beim Anblick der Engel, die er über dem nahen Heiligtum von Loreto auf- und absteigen sieht, in Ekstase fällt und losfliegt. Wie immer entsetztes Publikum dabei.

Angegliedert an die Basilika ist das Konvent der franziskanischen Minoriten, hier der Eingang

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in dem der Hl. Joseph die letzten sechs Jahre seines Lebens verbrachte.

Ein Außenbild von der HP des Santuarios:

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Und hier der Seiteneingang der Kirche

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Bilder aus dem Inneren

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Hier ein besser ausgeleuchtetes ebenfalls von der HP des Santuarios:

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Rechts neben dem Altar geht es hinab zur Gruft mit einer Vorrichtung für Rollstuhlfahrer:

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Und wie ich hinabsteige, kommt mir ein junger Mann im Radfahrertrikot entgegen, der sich beim Hl. Joseph mit einem Kuss auf das umgebende Vitrinenglas verabschiedet und sich nochmals schnell bekreuzigt.

Aufnahmen vom Schrein und in der Gruft: Da liegt er also, der fliegende Pater, in seinem Glassarg, der von Engeln getragen wird, und ist abgehoben in die Ewigkeit.

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An den Wänden finden sich zahlreiche solcher Plaketten, die Episoden aus seinem an Wundern wirklich nicht zu knapp angefüllten Leben zeigen:

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Bei der Begeisterung über die Engel über Loreto und

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beim Abheben vor den Augen des Botschafters von - moment, ich kann es nicht entziffern - trags evtl. nach.
Der Hl. Joseph ließ sich nämlich auch nicht vor der Prominenz lumpen und es gibt unter Eid abgelegte Zeugnisse von Diplomaten, Fürsten, Herzögen und Kardinälen, dass sie wirklich gesehen haben, wie er geflogen ist. Hier eine Darstellung des Abhebens vor einem geistlichen Würdenträger - das kann doch nur der Papst sein, oder?

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Ein Detail aus der Deckenbemalung der Sakristei

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Für gute Laune sorgte bei mir auch diese Statue des fliegenden Heiligen neben dem Aufgang zu seinen Räumen

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Pacelli was here!

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Schönes Detail - die Fenster mit den gemauerten Sitzbänken sind noch original erhalten (okay, mindestens die Bänke kann man erkennen *gg*)

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In den Räumen findet sich ein Bettverschlag mit einer Pritsche aus drei Brettern, auf der er schlief und ein Stück von dem Bärenfell, mit dem er sich zudeckte, einige private Gegenstände von ihm, sein Lieblingsbild von Mutter Maria mit dem Jesukind, seine Feuerstelle, seine zwei Essschüsseln und so weiter.
Alles wunderbar ausgestellt und liebevoll in Schuss gehalten von den Franziskanern plus der Installation eines Audioguides in drei Sprachen für jeden Raum.

Der Heilige wird nicht nur deshalb verehrt, weil er Wunder tat, Menschen heilte, eine ganze Schafherde wiederbelebte, ständig vom Erdboden abhob und auf das Tabernakel oder eine Marienstatue zuflog u.v.a.m., sondern weil er auch so ein unglaublicher Tölpel war, den niemand haben wollte und gebrauchen konnte. Aus einem Kapuzinerkloster wurde er als junger Bursche wieder fortgeschickt, weil er zu blöd war, "schwarzes von weißem Brot zu unterscheiden" und ihnen ständig das Geschirr zerdepperte. Nur mit der Hilfe zweier Onkel gelang es ihm, ein Kloster zu finden, das ihn aufnehmen wollte. Die theologischen Studien, die Voraussetzung für seine Priesterweihe waren, konnte er kaum bewältigen. Der Ärmste litt noch dazu unter entsetzlicher Prüfungsangst, er konnte sich die Messlesungen auf Latein kaum merken und für die entscheidende Prüfung bereitete er sich mit dem kürzesten vorgeschriebenen Messtext vor, den es überhaupt gab, die Stelle "Selig ist der Leib, der dich getragen hat". Er musste sie auf Latein lesen, übersetzen und auslegen können. In der Nacht zuvor schwitzte er Blut und Wasser. Und es begab sich, dass genau die Stelle geprüft wurde, auf die er sich vorbereitet hatte. Darum, weil es ihm so schwerfiel, aber dennoch gelang, ist er der Schutzpatron der Studenten und Abiturienten und aller, die Examen machen müssen.
In der Vitrine mit den Dankesgaben liegen deshalb auch Kopien von Zeugnissen, Diplomarbeiten und Doktorarbeiten aus. Und das Web-Gästebuch des Santuarios ist voll mit Hilferufen und Bitten an ihn, zur Zeit vor allem für die Abiturienten. Die Minoritenbrüder, die das Santuario betreuen, versprechen, in allen vorgetragenen Anliegen zu beten und Fürbitte bei ihrem bezaubernden Heiligen einzulegen.

Ich liebe den Hl. Joseph gerade deshalb dafür, dass ihn erst alle für einen ausgesprochenen Deppen, Tölpel und Vollidioten hielten, niemand ihn haben wollte und gebrauchen konnte, bis Gott kam, ihn mit Beschlag belegte und mit den erstaunlichsten Gaben und Fähigkeiten ausstattete - unter denen der Hl. Joseph durchaus häufig allerdings auch litt.

Eines der Messgewänder, die er getragen hat:

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Seine Schlappen

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Die Utensilien, die er für seine tägliche Hl. Messzelebration benutzte (die drei vier weißen Schlieren gehören nicht dazu, das sind nur Reflexe *gg*)

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Und noch Bilder vom Kreuzgang und Innenhof des Konvents

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Natürlich konnte ich diesen inspirierenden Ort nicht verlassen, ohne mir noch zwei Aufkleber mit dem fliegenden Heiligen, Kulis und einen Schlüsselanhänger (vorne Hl. Joseph - hinten sein Namensvetter BXVI) gekauft zu haben. Es hat lange gebraucht, bis ich meinen lieben Pater Joseph einmal besucht habe. Immerhin, aber da kannte ich ihn noch nicht so gut, habe ich ihn bei meinem Kircheneintritt um Fürbitte angerufen, zusammen mit der Hl. Teresa, der Hl. Barbara und einigen anderen.
In allerbester Laune - dieser Heilige macht einfach auch Spaß - fuhr ich dann weiter nach Campocavallo zur Missa Tridentina. Wo dieses Mal ganz besonders viele kleine Kinder für erfreuliche Unruhe sorgten.

Montag, 8. Juni 2009

Loreto - Der Glaube lebt.

Ein ganz normaler Montag im zweitwichtigsten Wallfahrtsort Italiens, in Loreto.
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Dort, hoch über der Adria, befindet sich das Santuario della Santa Casa - des Hauses der Hl. Familie aus Nazareth, welches, so will die Legende, von Engeln durch die Lüfte hergetragen und in einem Lorbeerhain abgesetzt wurde.

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Der Bildhauer Bramante hat eine gigantische Marmorverkleidung um die schlichten, bräunlich-schwarzen Backsteinwände entworfen - den Lorbeerhain gibt es nicht mehr, aber eine riesige, wehrdorfartig befestigte Basilika mit Kuppelbau. Mein Besuch, keine gläubigen Katholiken, war begeistert. Insbesondere waren sie deshalb begeistert, weil die Kirche natürlich mit Kunst vollgepropft ist. Prächtig und teils mit funkelndem Gold ausgemalte Seitenkapellen, tausend Papstwappen aus Stein gehauen überall, schon bei der Einfahrt nach Loreto wird man von den vatikanischen Farben und den Insignien des aktuellen Papstes begrüßt. Bildnisse von der Jungfrau von Guadelupe, herrlich gestaltete Sakristeien mit raren Ornamentfliesenböden.
Da heute Montag war, gab es erfreulich wenige Touristenscharen, dennoch war im Santuario einiges los. Die Kapuziner aus dem Konvent direkt bei dem Santuario saßen in uralten schwarzen Beichstühlen bereit, um die Beichte abzunehmen. In einer der Kapellen hielt ein Kapuziner auch eine offene Beichte ab, betreute eine Pilgerin seelsorgerisch, die vor ihm auf einer Kniebank Platz genommen hatte, während er seinen Rosenkranz durch die Finger gleiten ließ. Überall zu sehen die erstaunlich und erfreulich jungen Franziskanerinnen der Immakulata mit ihren blauen Schleiern und Habits.

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Bramantes Marmorumkleidung des Hl. Hauses direkt unterhalb der Kuppel des Santuarios schließt nicht senkrecht mit dem Fußboden ab, sondern wird umschlossen von einem Sockel, der circa einen halben Meter breit ist. In diesem Sockel finden sich parallel umlaufende Vertiefungen. Pilger haben diese Gräben in 500 Jahren entstehen lassen, weil sie das Heiligtum kniend umrutschten und dabei Gebete sprachen, bevor sie in das Innerste eintraten.
Heute habe ich wieder erlebt, wie ganze Familien, Menschen jedes Alters, Teenager, Twenties, Alte, auch Schulkinder, auf Knien und betend die Marmorverkleidung umrundeten.
Im Orangenen Saal dann die Vitrinen mit den Pilgergaben, unendlich viele silberne Votivherzen, ganz alte Textilien und Kunstwerke, aber auch - und das fiel meinen Gästen positiv auf: Neues und Aktuelles. Etwa quietschbunte Trikots von Sportlern, die diese als Dank für einen ersehnten Sieg der Madonna gestiftet hatten. Zig Pokale von Sportvereinen, eine Marmortafel von der Fliegerstaffel, die die Madonna von Loreto als Schutzpatronin hat.
Gegen halb Eins gab es dann eine Pilgerprozession unter Gesang über den Vorplatz hinein in die Kirche

All das hat meine agnostisch-nichtkatholischen Besucher gerade begeistert. Hier wird der Glaube gelebt, das ist authentisch, das macht die Kirche mit all ihren Kunstwerken zu etwas ganz Besonderem, befanden sie einmütig.
Ich habe nichts hinzuzufügen.

Montag, 1. Juni 2009

Santuario Beata Vergine Addolorata in Campocavallo di Osimo.

Osimo ist bekannt für das Santuario des Hl. Joseph von Copertino mit dem Glasschrein des äußerst sympathischen Heiligen (dem ich auch einmal einen Besuch abstatten sollte).
Der Hl. Joseph von Copertino war ein wundertätiger Heiliger, der mehrfach von seinen Mitbrüdern dabei beobachtet wurde, wie er während seiner Ekstasen abhob - also durch die Luft flog, weshalb er auch der Schutzpatron der US-Luftwaffenpiloten im Krieg und der Weltraumfahrer ist. Überhaupt ist im Luftraum der Region Le Marche traditionell ziemlich viel los - da gibt es ja auch noch das Haus der Hl. Familie aus Nazareth, das von Engeln durch die Luft getragen und in einem Lorbeerhain in Loreto punktgelandet worden ist.
Aber in diesem Eintrag geht es um das Santuario der Schmerzensreichen Jungfrau und das wundertätige Bildnis darin.

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Es ist eine - fast würde ich sagen: handelsübliche - Darstellung der Schmerzensreichen Gottesmutter mit dem Leichnam ihres Sohnes im Arm, als Dreingabe aber noch die sieben Schwerter, die ihr durchs Herz dringen. Das Bildnis wurde im Jahre 1892 von Don Giovanni Sorbellini, der dann auch später das Santuario erbaut hat, erworben und in einer kleinen Kirche ausgestellt. Diese Büste am Eingang erinnert an Don Sorbellini:

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[Wie immer bitte ich um Nachsicht wegen der miesen Qualität und noch dazu des schlechten Wetters]

Soweit, so gut. Es war am 16. Juni 1892, dass das Bildnis zu weinen begann und am darauffolgenden Tag bewegten sich zum ersten Mal auf unerklärliche Weise die Augen der Hl. Muttergottes. Das Wunder setzte sich in den nächsten zehn Jahren fort und es gibt zahlreiche schriftliche Zeugnisse von Menschen aus allen sozialen Schichten, auch von Geistlichen, darüber. Die Madonna rollte derart oft und auffällig ihre Augen zum Himmel empor und wieder zurück, dass Don Sorbellini sich schließlich gezwungen sah, das Bildnis während der Feier des Hl. Messopfers mit einem Tuch zu verhüllen, da die unablässigen Freuden- und Entzückensrufe aus der Gemeinde, die des Schauspiels ansichtig wurde, den Ernst der Feier zu stören begannen.
Das wundertätige Bildnis benötigte einen angemessenen Sakralbau, soviel war klar. Am 10. Dezember 1892 wurde deshalb der Grundstein gelegt zum Santuario B. V. Addolorata, wie wir es heute vor uns sehen.

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Und noch ein Schönwetter-Bild von der Homepage des Santuario:

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Wundertätige Bildnisse wie das der Addolorata werden in Italien häufig ganz hinten im Altarraum oben aufbewahrt, die Gläubigen können dann auf einer Treppe hochsteigen und ein Gebet verrichten nach oder vor dem Gottesdienst. Das sieht man auch am untersten Bild, Innenaufnahme, von der HP des Santuario.

Die Aufnahmen aus dem Innenraum der Kirche fanden nach meiner ersten Missa Tridentina statt und wirken vermutlich deshalb so psychedelisch *gg*:

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Hier ein deutlicheres Bild wiederum von der HP:

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Ein Detail von außen:

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Seit 2001 führen die Franziskaner der Immakulata das Heiligtum, und sie feiern täglich die Messe im alten Ritus als Frühmesse und sonntags als nachmittägliche Messe um 16.45 Uhr, ab 21. Juni um 19.15 Uhr!

Die Truppe, die auf dem Video zu einer Erstkommunion im Alten Ritus zu sehen ist, hat auch bei meiner ersten Missa Tridentina zelebriert. Das Ansehen des Videos lohnt sich auch dann, wenn man kein Italienisch versteht. Zusammengefasst und eingestellt hatte ich es hier schon einmal.

Auf der Homepage des Santuario finden sich weitere Bilder, vor allem zu architektonischen Details.

Erwähnenswert ist auch noch das kleine Museum über Eucharistische Wunder, das in einem Nebenraum mit viel Liebe eingerichtet worden ist und Eucharistische Wunder aller Art und international dokumentiert hat. Zum Beispiel ist auch Walldürn dabei.

Donnerstag, 26. März 2009

Hillary Clinton-Content.

Das Foto wollte ich euch nicht vorenthalten, als ich es auf American Papist sah.

Hillary Clinton bei Unserer lieben Frau von Guadelupe:

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Das Bildnis, vor dem Hillary Clinton steht, gilt als eines der größten Wunder der katholischen Kirche - es ist "nicht von Menschenhand gemacht". Nicht nur, dass wissenschaftliche Untersuchungen keine Erklärung geben konnten, wie es entstanden ist - es ist definitiv nicht gemalt - , man hat auch in den Pupillen der Madonna Umrisse einer widergespiegelten Personengruppe gefunden, die natürlich auch niemand so, im Jahre 1531 schon gar nicht, hätte hineinzeichnen können. Auf kath-info gibt es einen schönen Beitrag dazu, wen es interessiert.

Samstag, 7. März 2009

Und ein schönes Such-den-Papst-Bild

aus der Mailzusendung einer ev. Mitleserin.

Das Jahr der Aufnahme darf geraten werden, das Pontifikat dürfte klar sein :-)

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Mittwoch, 13. Februar 2008

Die Taufkapelle der Edith Stein in Bad Bergzabern

„Gott weiß, was er mit mir vorhat.
Ich brauche mich darum nicht zu sorgen.“

Wann immer ich in der Nähe bin, versäume ich nicht, die Pfarrkirche St. Martin zu besuchen, in der die Hl. Edith Stein getauft wurde und die erste hl. Kommunion empfangen hat.
Auf der Homepage der Pfarrkirche gibt es etwas besser belichtete Fotos als hier, die wie üblich mit dem Handy aufgenommen wurden, außerdem sieht man dort, wie schön und dennoch schlicht die Kirche renoviert wurde. Etwas ganz Besonderes ist im Altarraum zu finden - ein Jesus, der an einem wunderschönen Lebensbaum statt am Kreuz hängt - da mein Besuch aber nach Aschermittwoch stattfand, war es mit einem violetten Fastentuch verhüllt.

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Vor der, wie ich finde, gelungenen Ikone von Edith Stein zünde ich immer eine Kerze an:

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Das Taufbecken, an dem die Heilige getauft wurde - es steht auf einem Davidsstern, um an ihre jüdische Herkunft zu erinnern (und vielleicht auch an die Verbundenheit des Sakraments mit seinen jüdischen Wurzeln im Tun des Johannes des Täufers):

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"Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht."

Edith Stein ist wie auch Katherina von Siena und Birgitta von Schweden eine Schutzpatronin Europas.

Samstag, 13. Oktober 2007

Tolle Entdeckung

das Klausner-Blog auf twoday.net. Der Klausner der Marienklause in der Abtei Mariawald schreibt dort. Die Abtei Mariawald ist ein Trappistenkloster in der Eifel. Die Trappisten sind vor allem für ihre kontemplative und asketische Lebensweise (strenges Schweigegebot) bekannt - und für einen besonders guten Käse, Trappistenkäse, und ihr Trappistenbier.

cantare

Bischof?
Nun, so häufig laufe ich ja nicht in Würzburg...
Maria Magdalena (Gast) - 29. Nov, 23:47
Danke für die Korrektur...
Danke für die Korrektur und ich muß sagen:...
str (Gast) - 29. Nov, 21:58
Verkehrte Welt
In unserer Stadt ist die "normale" Priesterkleidung...
Simona-Theresa - 29. Nov, 21:43
ich habe mal nachgesehen,...
ich habe mal nachgesehen, die kosten so um die 300...
Sarah (Gast) - 29. Nov, 15:47
Kleider...
Ionescu trifft hier natürlich den wunden Punkt...
Nikodemus (Gast) - 29. Nov, 15:19
Soutanen sind wahrscheinlich...
Dafür ist man mit zweien oder dreien zum Auswechseln...
ElsaLaska - 28. Nov, 20:16
PS: Ich will damit nicht...
PS: Ich will damit nicht sagen, dass die Priester mehr...
Sarah (Gast) - 28. Nov, 20:04
So, da ich grad das Okay...
So, da ich grad das Okay meines Rector Spiritus dafür...
Theresia-Benedicta (Gast) - 28. Nov, 15:05

la bocca

 

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