zu
diesem und
jenem Beitrag ging es auch öfter mal um die gute alte Art des Fernsehens. Jedermann wusste, von da bis da kommen fünf Minuten Werbung, das war's dann schon. Niemandem wäre es eingefallen, einen Spielfilm dafür zu unterbrechen. Sicher, die Werbepausen haben auch Vorteile: Man kann endlich aufs Klo gehen, ohne was vom Film zu verpassen, oder sich noch schnell einen Cocktail mixen etc. Aber andererseits, und das stört mich sehr, sind doch Filme auf irgendeine Art und Weise auch noch Kunst. Mich als Regisseur etc. würde es endlos aufregen, wenn ich mir einen Wahnsinnsstreifen mit ausgeklügelter Dramaturgie zurechtkomponiert hätte und dann kommen welche und machen GULASCH draus.
Aber ich wollte auf was andres raus.
Giorgione hat Raumschiff Orion erwähnt, Mit Schirm Charme und Melone und jeder aus unserer Generation wird sich noch an regelrechte ERLEBNISSE vor dem Bildschirm erinnern: Bonanza, Die Zeitmaschine (o je! Ich hab mich ohne Ende vor den
Orks Morlocks (Elsa, du bist schon völlig korrumpiert, es waren die Morlocks, nicht die ORKS, ey) gegruselt. Die sah man ja nie, immer nur so glühende Kohleaugen im Düstern). Das ist etwas, dem die ganzen öffentlich-rechtlichen und privaten doch hinterher hecheln: Dem TV-EVENT! Und das gabs damals mindestens einmal die Woche, wenn Samstags ein guter Film kam, oder auch jedem Abend mit diesen Wahnsinnsvorabendserien nach regionalen Sendern noch getrennt in der ARD! Da haben alle geguckt. Da saßen alle noch VOR EINEM Fernseher. Da wurde drüber geredet, miteinander.
Das einzige Konzept, dass das noch halbwegs zuwege bringt nach fünfundzwanzig, dreißig Jahren ist doch
Wetten, dass.