Mutlos.
Manchmal sitze ich da und überlege mir, wo alles noch hinführen soll. Der Anlass ist folgender: Ich schrieb gerade " er rauchte eine Sobranie".
Soll ich das jetzt echt mit Pall Mall ersetzen, nur weil wahrscheinlich keiner mehr weiß, dass Sobranie eine russische Edel-Zigarettenmarke ist?
Neulich strich mir anobella Palas an: Das wisse ja keiner, alle würden denken, ich hätte mich vertippt und PalasT schreiben wollen.
Wenn ich Leo Perutz lese, stoße ich auf Wörter, die ich überhaupt nicht kenne (Lampreten). Und dabei habe ich einen relativ großen, naja, verhältnismäßig großen Wortschatz.
Es gibt mit Sicherheit Leute, die Perutz lesen und kaum noch die Hälfte verstehen. Schuld hat auch nicht der Sprachverfall, die Sprache existiert ja immer noch: Das Wort Lampreten gibt es und wenn man es nicht weiß, kann man es nachschlagen. Es meint besonders schmackhafte Fische, ich glaube Neunaugen.
Mitte der Neunziger traf ich einen Jurastudenten, dem das Wort Lidice nichts sagte. Das war aber vor zehn Jahren schon.
Letzten Sommer fragte ich im Scherz eine Freundin, was das wohl für ein Ast sei (es war der Ast einer Eiche mit Eicheln dran!) - sie wusste es nicht.
Ich weiß wirklich nicht, wo das alles noch enden soll. Es ist doch nicht so, dass man keine Zeit mehr hätte, wir haben doch elend viel Freizeit in Europa, Geld genug, Zugang zu allen Medien - ich war in meiner Kindheit noch einzig und alleine auf die Stadtbücherei angewiesen - und auf die Sendung mit der Maus!
Und auf meinen Willen, zu lernen.
Vielleicht ist es das.
Soll ich das jetzt echt mit Pall Mall ersetzen, nur weil wahrscheinlich keiner mehr weiß, dass Sobranie eine russische Edel-Zigarettenmarke ist?
Neulich strich mir anobella Palas an: Das wisse ja keiner, alle würden denken, ich hätte mich vertippt und PalasT schreiben wollen.
Wenn ich Leo Perutz lese, stoße ich auf Wörter, die ich überhaupt nicht kenne (Lampreten). Und dabei habe ich einen relativ großen, naja, verhältnismäßig großen Wortschatz.
Es gibt mit Sicherheit Leute, die Perutz lesen und kaum noch die Hälfte verstehen. Schuld hat auch nicht der Sprachverfall, die Sprache existiert ja immer noch: Das Wort Lampreten gibt es und wenn man es nicht weiß, kann man es nachschlagen. Es meint besonders schmackhafte Fische, ich glaube Neunaugen.
Mitte der Neunziger traf ich einen Jurastudenten, dem das Wort Lidice nichts sagte. Das war aber vor zehn Jahren schon.
Letzten Sommer fragte ich im Scherz eine Freundin, was das wohl für ein Ast sei (es war der Ast einer Eiche mit Eicheln dran!) - sie wusste es nicht.
Ich weiß wirklich nicht, wo das alles noch enden soll. Es ist doch nicht so, dass man keine Zeit mehr hätte, wir haben doch elend viel Freizeit in Europa, Geld genug, Zugang zu allen Medien - ich war in meiner Kindheit noch einzig und alleine auf die Stadtbücherei angewiesen - und auf die Sendung mit der Maus!
Und auf meinen Willen, zu lernen.
Vielleicht ist es das.
ElsaLaska - 25. Jan, 21:11