Wilton Barnhardt: Der dreizehnte Apostel.
Also den Enthusiasmus über dieses Buch kann ich wirklich nicht verstehen (nur exemplarisch etwa hier).
Wenn es einfach nur antikatholisch wäre, dann wäre es ja in Ordnung. Aber das haufenweise Zeugs und die historischen Anekdoten rund um perverse Heiligen-/Reliquienkulte (abgeschnittene Brüste, Vorhaut Jesu, das Übliche), Gräueltaten der Inquisition, päpstliche sexuelle Exzesse und weiß der Geier noch was, steckt voller Fehler.
Die Heldin, eine römisch-katholische Doktorandin der Theologie, hört sich diesen ganzen Schmarrn hundertseitenweise an, verzapft von einem alternden alkoholkranken Dr. O'Hanrahan (Ex Jesuit, Ex-Wissenschaftler, alkoholkrank) , zwar in vorbildlicher christlicher Demut ohne zu widersprechen, ist aber dann lediglich daran interessiert, sich endlich entjungfern zu lassen und sich das Saufen und Rauchen anzugewöhnen (nix dagegen), und entspricht ziemlich genau dem Frauenbild, das sich Nichtswisservom Frauenbild der katholischen Kirche machen.
Die Griechisch-Orthodoxen kommen verblüffenderweise sehr gut weg, das heißt, es gibt nur wenige ekelhafte Anekdoten und im Prinzip astrein stehen die jüdischen Israelis da (jedenfalls noch, ich traue mich ähnlich wie bei der Gegenpäpstin eigentlich kaum, weiterzulesen).
Dass die vier Evangelien, die wir haben, sowieso alle falsch sind, wissen wir auch längst. Weshalb das Heldenpaar nach dem wichtigen und unersetzlichen, Fürchtliches enthüllenden fünften Evangelium des dreizehnten Apostels Matthias sucht, das dem Leser immer in Zwischenkapiteln eingeschoben vorgestellt wird, während es die Helden noch zu entziffern versuchen. Und jetzt kommt das wirklich Amüsante an diesem ganzen Buch: Der Apostel Matthias klingt original wie Dr. O'Hanrahan wenn er besoffen ist, mit seinem Versuch, humanistische Gelehrsamkeit und griechisch-opulenten Stil zu kultivieren.
Allerdings ist der Effekt eher ermüdend und trägt jedenfalls mich nicht durch die ganze Schwarte durch.
Wenn es einfach nur antikatholisch wäre, dann wäre es ja in Ordnung. Aber das haufenweise Zeugs und die historischen Anekdoten rund um perverse Heiligen-/Reliquienkulte (abgeschnittene Brüste, Vorhaut Jesu, das Übliche), Gräueltaten der Inquisition, päpstliche sexuelle Exzesse und weiß der Geier noch was, steckt voller Fehler.
Die Heldin, eine römisch-katholische Doktorandin der Theologie, hört sich diesen ganzen Schmarrn hundertseitenweise an, verzapft von einem alternden alkoholkranken Dr. O'Hanrahan (Ex Jesuit, Ex-Wissenschaftler, alkoholkrank) , zwar in vorbildlicher christlicher Demut ohne zu widersprechen, ist aber dann lediglich daran interessiert, sich endlich entjungfern zu lassen und sich das Saufen und Rauchen anzugewöhnen (nix dagegen), und entspricht ziemlich genau dem Frauenbild, das sich Nichtswisservom Frauenbild der katholischen Kirche machen.
Die Griechisch-Orthodoxen kommen verblüffenderweise sehr gut weg, das heißt, es gibt nur wenige ekelhafte Anekdoten und im Prinzip astrein stehen die jüdischen Israelis da (jedenfalls noch, ich traue mich ähnlich wie bei der Gegenpäpstin eigentlich kaum, weiterzulesen).
Dass die vier Evangelien, die wir haben, sowieso alle falsch sind, wissen wir auch längst. Weshalb das Heldenpaar nach dem wichtigen und unersetzlichen, Fürchtliches enthüllenden fünften Evangelium des dreizehnten Apostels Matthias sucht, das dem Leser immer in Zwischenkapiteln eingeschoben vorgestellt wird, während es die Helden noch zu entziffern versuchen. Und jetzt kommt das wirklich Amüsante an diesem ganzen Buch: Der Apostel Matthias klingt original wie Dr. O'Hanrahan wenn er besoffen ist, mit seinem Versuch, humanistische Gelehrsamkeit und griechisch-opulenten Stil zu kultivieren.
Allerdings ist der Effekt eher ermüdend und trägt jedenfalls mich nicht durch die ganze Schwarte durch.
ElsaLaska - 31. Jan, 20:18