>>In dieser Woche sind mehrere Gewaltverbrechen an koptischen Christen in Ägypten bekannt geworden. Am Sonntag erschossen Uniformierte Pater Kosmas vom Kloster St. Bischoi in Wadi El Natrun zwischen Kairo und Alexandria. Ein Mitbruder, Pater Yonan wurde entführt. Das gab der koptisch-orthodoxe Bischof Anba Damian, Generalbischof in Deutschland, am Donnerstag bekannt. Der Aufenthaltsort des Entführten ist noch immer unbekannt.
Augenzeugen berichten von Soldaten, die diese Verbrechen begangen hätten, als sie dabei waren, mit Bulldozern eine zum Schutz des Konvents errichtete Mauer nieder zu reissen. Sie war erst während der Revolution, die sich zwischen dem 25. Januar und dem 11. Februar ereignete, errichtet worden - auf Rat der Armee selbst, nachdem die Polizei von sämtlichen Wachposten abgezogen worden war und die Bürger den Schutz vor Plünderern selbst in die Hand nahmen.
Außerdem wurden einige Mitarbeiter des Klosters erheblich verletzt. Die Agression, der Wut und der Hass der Angreifer seien nicht zu übersehen gewesen, kommentierte Bischof Anba Damian den Gewaltakt.<<
Aus einem
Artikel von Michaela Koller auf Zenit.org.
Es sieht leider so aus, als habe sich die Situation für die Kopten in Ägypten nach der Revolution nicht verbessert. Und dass es sich bei den Angreifern um Armeesoldaten handeln soll, macht es eher noch schlimmer.