Nachruf auf Peter Scholl-Latour
von Ramon Schack für "Die Welt"
Ein Auszug:
>>Scholl-Latour unterschied sich vorteilhaft von jenen Kollegen, die ihr fest gefügtes Weltbild nicht durch eigene Recherche vor Ort durcheinanderbringen lassen, dafür aber von Fehlprognose zu Fehlprognose taumeln. Im privaten Gespräch beklagte er häufig die betrübliche Provinzialisierung, die sich durch Globalisierung und Internet in der Medienwelt etabliert hatte.
Gesinnungsjournalismus verachtete er
In unserem digitalen Zeitalter, in der alle alles zu wissen und zu durchschauen glauben, wirkten Scholl-Latours Mahnungen und Warnungen, seine monumentale Gelehrsamkeit, basierend auf jahrzehntelanger Erfahrung und eigener Anschauung vor Ort, nicht immer zeitgemäß.
Seine größten Kritiker verstummten aber meist, wenn er rückblickend fast immer Recht behielt. Für den heute weit verbreiteten Gesinnungsjournalismus hatte er nur Verachtung übrig, ebenso für den von vielen prominenten Zeitgenossen praktizierten Exhibitionismus.<< Ganzer Nachruf hier zu lesen.
Peter Scholl-Latour war übrigens gläubiger Katholik, der zwar - nach eigener Aussage - viel betete, aber nicht mehr gerne in die Kirche ging. Wie sich das nach dem Motu proprio 2008 für ihn gestaltet hat, weiß ich nicht - die Aussage bei Beckmann stammt ja schon aus 2011.
Also dann für ihn sehr gerne auf Latein, das lass ich mir nicht zweimal sagen:
Requiem aeternam dona ei, Domine.
Et lux perpetua luceat ei.
Requiescat in pace
Amen
Ein Auszug:
>>Scholl-Latour unterschied sich vorteilhaft von jenen Kollegen, die ihr fest gefügtes Weltbild nicht durch eigene Recherche vor Ort durcheinanderbringen lassen, dafür aber von Fehlprognose zu Fehlprognose taumeln. Im privaten Gespräch beklagte er häufig die betrübliche Provinzialisierung, die sich durch Globalisierung und Internet in der Medienwelt etabliert hatte.
Gesinnungsjournalismus verachtete er
In unserem digitalen Zeitalter, in der alle alles zu wissen und zu durchschauen glauben, wirkten Scholl-Latours Mahnungen und Warnungen, seine monumentale Gelehrsamkeit, basierend auf jahrzehntelanger Erfahrung und eigener Anschauung vor Ort, nicht immer zeitgemäß.
Seine größten Kritiker verstummten aber meist, wenn er rückblickend fast immer Recht behielt. Für den heute weit verbreiteten Gesinnungsjournalismus hatte er nur Verachtung übrig, ebenso für den von vielen prominenten Zeitgenossen praktizierten Exhibitionismus.<< Ganzer Nachruf hier zu lesen.
Peter Scholl-Latour war übrigens gläubiger Katholik, der zwar - nach eigener Aussage - viel betete, aber nicht mehr gerne in die Kirche ging. Wie sich das nach dem Motu proprio 2008 für ihn gestaltet hat, weiß ich nicht - die Aussage bei Beckmann stammt ja schon aus 2011.
Also dann für ihn sehr gerne auf Latein, das lass ich mir nicht zweimal sagen:
Requiem aeternam dona ei, Domine.
Et lux perpetua luceat ei.
Requiescat in pace
Amen
ElsaLaska - 16. Aug, 21:36
Was vom Tage ... - - 0 Trackbacks - 639x gelesen