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Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

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Freitag, 30. Januar 2015

Botschaft von Papst Franziskus zur Fastenzeit 2015

1. „Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit” (1 Kor 12,26) – Die Kirche

>> …
Die Kirche ist communio sanctorum, weil die Heiligen an ihr teilhaben, aber auch weil sie Gemeinschaft an heiligen Dingen ist: an der Liebe Gottes, die in Christus offenbar geworden ist, und an allen seinen Gaben. Zu diesen gehört auch die Antwort derer, die sich von dieser Liebe erreichen lassen. In dieser Gemeinschaft der Heiligen und der Teilhabe am Heiligen besitzt keiner etwas nur für sich, sondern was er hat, ist für alle. Und weil wir in Gott verbunden sind, können wir auch etwas für die Fernen und diejenigen tun, die wir aus eigener Kraft niemals erreichen könnten, denn mit ihnen und für sie beten wir zu Gott, damit wir uns alle seinem Heilswirken öffnen.

2. „Wo ist dein Bruder?” (Gen 4,9) – Die Gemeinden und die Gemeinschaften

Um das, was Gott uns schenkt, empfangen und vollkommen fruchtbar machen zu können, müssen wir die Grenzen der sichtbaren Kirche in zwei Richtungen überschreiten.

Zum einen, indem wir uns betend mit der Kirche des Himmels verbinden. Wenn die irdische Kirche betet, entsteht eine Gemeinschaft des gegenseitigen Dienstes und des Guten, die bis zum Angesicht Gottes reicht. Mit den Heiligen, die ihre Fülle in Gott gefunden haben, bilden wir einen Teil jenes Miteinanders, in dem die Gleichgültigkeit durch die Liebe überwunden ist. Die Kirche des Himmels ist nicht triumphierend, weil sie sich von den Leiden der Welt abgewandt hat und sich ungestört der Freude hingibt. Vielmehr können die Heiligen schon sehen und sich darüber freuen, dass sie mit dem Tod und der Auferstehung Jesu die Gleichgültigkeit, die Hartherzigkeit und den Hass ein für alle Mal überwunden haben. Solange dieser Sieg der Liebe nicht die ganze Welt durchdrungen hat, sind die Heiligen noch mit uns als Pilger unterwegs. In der Überzeugung, dass die Freude im Himmel über den Sieg der gekreuzigten Liebe nicht vollkommen ist, solange auch nur ein Mensch auf der Erde leidet und stöhnt, schrieb die heilige Kirchenlehrerin Terese von Lisieux: „Ich rechne bestimmt damit, im Himmel nicht untätig zu bleiben. Mein Wunsch ist, weiter für die Kirche und die Seelen zu arbeiten” (Brief Nr. 254 vom 14. Juli 1897).
…

3. „Macht euer Herz stark” (Jak 5,8) – Der einzelne Gläubige

…
Deswegen, liebe Brüder und Schwestern, möchte ich mit euch in dieser österlichen Bußzeit Christus bitten: „Fac cor nostrum secundum cor tuum – Bilde unser Herz nach deinem Herzen” (Gebetsruf aus der Herz-Jesu-Litanei). Dann werden wir ein starkes und barmherziges, waches und großmütiges Herz haben, das sich nicht in sich selbst verschließt und nicht in den Schwindel der Globalisierung der Gleichgültigkeit verfällt. …

Ganzer Wortlaut hier auf kath.net

Georges Bernanos: Tagebuch eines Landpfarrers (1)

Auszug 1 einer zusammenhängenden Passage innerhalb des Romans.

>>Unsere Geschlechter hatten das Rittertum im Blut, die Kirche brauchte es nur zu segnen. Sie waren eben Soldaten, nichts als Soldaten, Soldaten, wie sie die Welt nie wieder gesehen hat. Sie waren Beschützer des Staates und nicht dessen Diener, sie standen auf gleichem Fuß mit ihm. Die höchste Verkörperung des Soldatentums der Vergangenheit, die des Soldaten am Pflug im alten Rom, haben sie gewissermaßen gestrichen. O gewiss, aus der Geschichte waren sie nicht alle gerecht noch sittenrein. Nichtsdestoweniger verkörperten sie eine Gerechtigkeit, eine Art von Gerechtigkeit, an die sich seit Jahrhunderten das Leid der Elenden klammert und die manchmal deren Traum erfüllen. Denn schließlich ist die Gerechtigkeit in der Hand der Mächtigen nur ein Werkzeug, um zu regieren, wie irgendein anderes auch. Warum nennt man sie Gerechtigkeit? Sagen wir eher Ungerechtigkeit, aber eine berechnete, leistungsfähige Ungerechtigkeit, die gan und gar auf der schreckenerregenden Erfahrung von der Widerstandskraft des Schwachen aufgebaut ist, auf seiner Fähigkeit zu leiden, Demütigung und Unglück zu ertragen. Es ist eine genau auf jenem Spannungsgrad gehaltene Ungerechtigkeit, wie man ihn nötig hat, um das Räderwerk der riesigen, die reichen Leute herstellende Maschine in Gang zu halten, ohne dass der Kessel platzt. Und da verbreitete sich eines Tags über die ganze Christenheit das Gerücht, eine Art von Polizeitruppe des Herrn Jesus Christus sei im Entstehn begriffen … Ein bloßes Gerücht, was ist das schon, zugegeben. Aber sehn Sie: sobald man an den fabelhaften, anhaltenden Erfolg eines Buches wie Don Quijote denkt, kann man nicht umhin zu begreifen: Wenn sich die Menschheit durch Lachen für die Enttäuschung ihrer großen Hoffnung immer noch rächt, so deshalb, weil sie sie lange genug gehegt, weil sie sie tief im Herzen getragen hat. Sie haben das Unrecht wieder gutgemacht, mit ihren eisernen Fäusten haben sie es getan. Ihr könnt nun sagen, was ihr wollt: Die da schlugen mit gewaltigen schweren Hieben drein – mit den gewaltigen Hieben haben sie in unsere Gewissen eine Bresche geschlagen. Wie viele Frauen bezahlen heute noch einen hohen Preis für das Recht, die Namen jener Männer zu tragen, die armen Soldatennamen. Und die einstmals von irgendeinem ungeschickten Handwerker auf ihre Schilde gemalten kindlichen Wappenzeichen sind nun der Traum der reichen Herren von Kohlengruben, Erzhütten und Stahlwerken. Finden Sie das nicht spaßig?” <<

cantare

Ich bin einfach hingerissen,
da ist so viel in diesem Monolog, von dem man oberflächlich...
ElsaLaska - 20. Aug, 19:55
Houellebecq ist ein sehr...
Wobei man jetzt keine Kristallkugel brauchte. Mir imponiert,...
Elsa (Gast) - 12. Aug, 17:50
Hui, das war aber ein...
Hui, das war aber ein wilder Ritt durchs Stadtbild...
NeonWilderness - 11. Aug, 23:45
Privet, fbtde!
Schön, von dir zu hören. Offenbar lebst du also auch...
ElsaLaska - 2. Aug, 10:27
Oha
Du lebst auch noch. Gut zu wissen!
fbtde - 2. Aug, 08:31

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