#1 Wenn schon Weltuntergang
..., dann aber ordentlich, literarisch anspruchsvoll mit poetischen Bildern sowie DIN-ISO-Zertifizierung vom Heiligen Geist. Aus mir unerfindlichen Gründen übersetzt die Elberfelder Bibel den Satz "Denn wo das Aas ist ..." in der Folge mit "da werden die Adler versammelt werden", wo es rein vom Sprachbild her die Geier sein müssten (ich kann zwar Latein, aber weder Hebräisch noch Griechisch, deshalb kann ich es nicht wirklich beurteilen), aber in der Lutherbibel wiederum steht "Geier". Was in der gruseligen Einheitsübersetzung steht, weiß ich nicht, die habe ich entsorgt.
Warum zum Geier mir aber im Hirn die Assoziationskette "Adler-Sonnenfinsternis-Bernhard von Clairvaux-Hildegard von Bingen-Jörg Kachelmann" entstand, kann eigentlich nur dieser mörderischen Hitze geschuldet sein (eigentlich habe ich Italien aufgegeben, weil ich keine Lust mehr hatte auf 38 Grad ohne einen einzigen Tropfen Regen von Ende Mai bis Mitte September - man wird auch nicht jünger, und jetzt hier in der Südpfalz derselbe Mist, fehlen nur noch die Erdbeben.)
Vom Adler geht seit jeher die Auffassung, er sei das einzige Lebewesen, das in die Sonne schauen kann, ohne versehrt zu werden. Warum das jetzt wieder, weiß der Kuckuck ...
Gut, also (abgesehen davon, dass der Kuckuck in der Heiligen Schrift irgendwie nie auftaucht, unerklärlicherweise) beim Stichwort Adler fiel mir also die Sonne bzw. Sonnenfinsternis ein. Ich wäre nicht auf Du und Du mit unseren heiligen Männern und Frauen der römisch-katholischen Kirche (tatsächlich gabs wohl auch eine/r in divers, aber egal), wenn mir nicht stantepede der Briefwechsel zwischen der hl. Hildegard von Bingen und dem hl. Bernhard von Clairvaux eingefallen wäre. Der hl. Bernhard muss ein ganz bezaubernder Mann gewesen sein und hatte eine rhetorische Begabung, sprich konnte zum Niederknien predigen, außerdem hat er einmal in dem kleinen Weiler Hagenbach in der Südpfalz auf dem Weg nach Speyer übernachtet.
Auch Heilige sind Menschen und im Zeitalter von Hildegard und Bernhard gabs noch kein WhatsApp, was bedeutete, dass man einen Brief erhielt (auf Papier oder Pergament, handgeschrieben), und weil der Kurier sich erstmal eine Woche lang von dem Parforceritt erholen musste, da konnten einem in der langen Zeit so richtig geile Repliken einfallen. Tatsächlich bin ich felsenfest davon überzeugt, dass eine Frau einem Mann - heilig oder nicht - kein schöneres Kompliment machen kann als jenes, welches Hildegard dem Bernhard schrieb: "Du bist der Adler, der in die Sonne blickt". Wir erinnern uns, Adler sollen dem Hörensagen nach dazu imstande sein. Ich weiß nicht, wer beglückter war, Hildegard, die einen solch hochpoetischen Vergleich gefunden hatte oder Bernhard, der es ja immerhin mit einer Prophetin und Visionärin zu tun hatte, der prophetissa teutonica. Jedenfalls, erbauliche kleine Geschichte - und jetzt kommen wir, dank der Erwähnung des Titels "prophetissa teutonica" auf das äußerst unheilige bis enorm tölpelhafte, merkbefreite teutonische Volk zu sprechen. Über die Misere dieser Nation könnte man ein eigenes monothematisches Blog bestehend aus Fluchpsalmen, Verwünschungen, Pressezitaten zur Dokumentation des grassierenden Blödsinns, Anleitungen zum Bombenbau, Unterweisungen zur Zeremonie des Begehens von Harakiri, neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Stockholm-Syndrom ... ein Füllhorn von Ideen. Momentan erwäge ich die Einrichtung einer eigenen Rubrik zum Thema.
Liebe Bewohner des Territorium zwischen den sogenannten Grenzen zu unseren Nachbarn Österreich, Schweiz, Frankreich, Dänemark, Polen und Tschechien. Wir haben Internet. Jeder kann sich informieren. Jedem Menschen, der noch alle Latten am Zaun hat, dürfte von Kindesbeinen an klar sein, dass er schlicht und ergreifend nicht in die Sonne schauen darf, kann und soll. Weil: Wir sind keine Adler, und der hl. Bernhard ist auch schon lange tot.
Als Kind habe ich mit Papa und seinem Schweißerschild Sonnenfinsternisse beobachtet (nicht nachmachen! Es ist zu gefährlich. Das Schweißerschild bietet zwar keinen zuverlässigen Schutz, aber man sieht immerhin den Mond vor der Sonne). Wenn man ohne alles in die Sonne schaut, sieht man nämlich nicht den Mond, sondern ganz viele bunte Flecken, tage- und sogar nächtelang. Oder auch - zeitnah und unbefristet - überhaupt nix mehr. (Auf Jörg Kachelmann bin ich deshalb gekommen, weil ich kürzlich ein Statement von ihm las, wonach die Deutschen fast sämtlich bekloppt seien - q.e.d).
Zurück zu den überschaubaren Gefilden der Apokalypse.
>>Denn gleichwie der Blitz vom Osten ausgeht und bis zum Westen scheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein. Denn wo das Aas ist, da werden die Adler versammelt werden.
Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Mächte der Himmel werden erschüttert werden. Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes im Himmel erscheinen; und dann werden alle Stämme der Erde wehklagen, und sie werden den Menschensohn auf den Wolken des Himmels kommen sehen mit großer Macht und Herrlichkeit. Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, vom einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende.<<
Soweit Jesus Christus, Gottes Sohn, nach dem Zeugnis des Evangelisten Matthäus, Kapitel 24.
Sonnenfinsternis - check!
Mondfinsternis - 28. August on top
Fallende Sterne - check! (Perseiden)#
Während ich den Entwurf zu diesem Eintrag schrieb, lief nebenher im TV Matrix IV-Resurrections.
Aber dazu und wieso auch das ein eschatologisches Zeichen sein könnte, bald mehr.
Warum zum Geier mir aber im Hirn die Assoziationskette "Adler-Sonnenfinsternis-Bernhard von Clairvaux-Hildegard von Bingen-Jörg Kachelmann" entstand, kann eigentlich nur dieser mörderischen Hitze geschuldet sein (eigentlich habe ich Italien aufgegeben, weil ich keine Lust mehr hatte auf 38 Grad ohne einen einzigen Tropfen Regen von Ende Mai bis Mitte September - man wird auch nicht jünger, und jetzt hier in der Südpfalz derselbe Mist, fehlen nur noch die Erdbeben.)
Vom Adler geht seit jeher die Auffassung, er sei das einzige Lebewesen, das in die Sonne schauen kann, ohne versehrt zu werden. Warum das jetzt wieder, weiß der Kuckuck ...
Gut, also (abgesehen davon, dass der Kuckuck in der Heiligen Schrift irgendwie nie auftaucht, unerklärlicherweise) beim Stichwort Adler fiel mir also die Sonne bzw. Sonnenfinsternis ein. Ich wäre nicht auf Du und Du mit unseren heiligen Männern und Frauen der römisch-katholischen Kirche (tatsächlich gabs wohl auch eine/r in divers, aber egal), wenn mir nicht stantepede der Briefwechsel zwischen der hl. Hildegard von Bingen und dem hl. Bernhard von Clairvaux eingefallen wäre. Der hl. Bernhard muss ein ganz bezaubernder Mann gewesen sein und hatte eine rhetorische Begabung, sprich konnte zum Niederknien predigen, außerdem hat er einmal in dem kleinen Weiler Hagenbach in der Südpfalz auf dem Weg nach Speyer übernachtet.
Auch Heilige sind Menschen und im Zeitalter von Hildegard und Bernhard gabs noch kein WhatsApp, was bedeutete, dass man einen Brief erhielt (auf Papier oder Pergament, handgeschrieben), und weil der Kurier sich erstmal eine Woche lang von dem Parforceritt erholen musste, da konnten einem in der langen Zeit so richtig geile Repliken einfallen. Tatsächlich bin ich felsenfest davon überzeugt, dass eine Frau einem Mann - heilig oder nicht - kein schöneres Kompliment machen kann als jenes, welches Hildegard dem Bernhard schrieb: "Du bist der Adler, der in die Sonne blickt". Wir erinnern uns, Adler sollen dem Hörensagen nach dazu imstande sein. Ich weiß nicht, wer beglückter war, Hildegard, die einen solch hochpoetischen Vergleich gefunden hatte oder Bernhard, der es ja immerhin mit einer Prophetin und Visionärin zu tun hatte, der prophetissa teutonica. Jedenfalls, erbauliche kleine Geschichte - und jetzt kommen wir, dank der Erwähnung des Titels "prophetissa teutonica" auf das äußerst unheilige bis enorm tölpelhafte, merkbefreite teutonische Volk zu sprechen. Über die Misere dieser Nation könnte man ein eigenes monothematisches Blog bestehend aus Fluchpsalmen, Verwünschungen, Pressezitaten zur Dokumentation des grassierenden Blödsinns, Anleitungen zum Bombenbau, Unterweisungen zur Zeremonie des Begehens von Harakiri, neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Stockholm-Syndrom ... ein Füllhorn von Ideen. Momentan erwäge ich die Einrichtung einer eigenen Rubrik zum Thema.
Liebe Bewohner des Territorium zwischen den sogenannten Grenzen zu unseren Nachbarn Österreich, Schweiz, Frankreich, Dänemark, Polen und Tschechien. Wir haben Internet. Jeder kann sich informieren. Jedem Menschen, der noch alle Latten am Zaun hat, dürfte von Kindesbeinen an klar sein, dass er schlicht und ergreifend nicht in die Sonne schauen darf, kann und soll. Weil: Wir sind keine Adler, und der hl. Bernhard ist auch schon lange tot.
Als Kind habe ich mit Papa und seinem Schweißerschild Sonnenfinsternisse beobachtet (nicht nachmachen! Es ist zu gefährlich. Das Schweißerschild bietet zwar keinen zuverlässigen Schutz, aber man sieht immerhin den Mond vor der Sonne). Wenn man ohne alles in die Sonne schaut, sieht man nämlich nicht den Mond, sondern ganz viele bunte Flecken, tage- und sogar nächtelang. Oder auch - zeitnah und unbefristet - überhaupt nix mehr. (Auf Jörg Kachelmann bin ich deshalb gekommen, weil ich kürzlich ein Statement von ihm las, wonach die Deutschen fast sämtlich bekloppt seien - q.e.d).
Zurück zu den überschaubaren Gefilden der Apokalypse.
>>Denn gleichwie der Blitz vom Osten ausgeht und bis zum Westen scheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein. Denn wo das Aas ist, da werden die Adler versammelt werden.
Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Mächte der Himmel werden erschüttert werden. Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes im Himmel erscheinen; und dann werden alle Stämme der Erde wehklagen, und sie werden den Menschensohn auf den Wolken des Himmels kommen sehen mit großer Macht und Herrlichkeit. Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, vom einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende.<<
Soweit Jesus Christus, Gottes Sohn, nach dem Zeugnis des Evangelisten Matthäus, Kapitel 24.
Sonnenfinsternis - check!
Mondfinsternis - 28. August on top
Fallende Sterne - check! (Perseiden)#
Während ich den Entwurf zu diesem Eintrag schrieb, lief nebenher im TV Matrix IV-Resurrections.
Aber dazu und wieso auch das ein eschatologisches Zeichen sein könnte, bald mehr.
ElsaLaska - 15. Aug, 15:10
















