Ich stehe also im deutschen LIDL. Vor mir drei Leute, also absehbares Zeitfenster, jedenfalls für Leute wie mich. Vor mir haben die Kunden Kirschen, ich denke, Mist, die hätte ich doch auch gern. Sie sind ja auch in diesem LIDL jedenfalls markttechnisch praktisch grad ums Eck. Da ich eine dumme Nuss bin, die stets meint, man müsse mit Menschen reden (ich spreche übrigens nicht mit Maschinen, aber das gibt sich langsam auch nix mehr), sage ich zu meinem Hintermann, Mittelalter, eigentlich für meine Altersklasse kompatibel mit grauhaarigem Bürstenschnitt:Ich geh grad noch mal Kirschen holen. Und das mit meinem bezauberndsten Lächeln. Der Dollbohrer hinter mich lässt sich davon in keiner Weise beeindrucken: Also haben Sie Ihren Einkauf noch nicht abgeschlossen? Doch, sage ich, aber ich witsche grad noch mal ums Eck, weil ich gerne Kirschen hätte. Dann blockieren Sie doch hier alles! (Es wurde rein gar nix blockiert, selbst wenn ich derweil angefangen hätte, ein Gulasch zu kochen, weil, immer noch 3 Kunden mit Haushaltsgroßpackungen vor uns.)
Ich bin an und für sich ein Mensch, der sehr gerne mit anderen Menschen in Interaktion tritt. Manhmal kann ich aber keine Grenzen setzen. Dieser Tatsache eingedenk erwiderte ich auf gut Pfälzisch, eine sehr feine und nuancierte Sprache übrigens: Kumm, gehmer doch grad fort!
Das heißt circa ungefähr auf Hochdeutsch: Steisch mer doch grad de Buckel nunner!
Es gibt auch nette Menschen im LIDL an der Kasse, also Kunden. Zum Beispiel die Griechin mit irren Goldohrringen im mittleren Alter, die ziemlich unverblümt einen dunkelhäutigen und schwarzhaarigen jungen Mann anbaggerte. Woher er denn käme? Das würde sich ja kein Biodeutscher mehr trauen. Jedenfalls kam der schmucke junge Mann aus Armenien. Das gefiel meiner Griechin nun wieder, denn sie habe keinen Mann.
Ob es ein Happy End gab , weiss ich leider nicht.
ElsaLaska - 1. Aug, 21:21
Während Deutschland mitsamt seiner Industrie, seinem eigentlich wunderbaren Mittelstand, seiner an sich bewährten inneren Sicherheit, die de facto seit 2015 perdu ist, und perdu ist noch zu wenig gesagt, denn, wir haben mittlerweile mehr Tote durch Willkommenskultur als damals an der Berliner Mauer, währenddessen schreibe ich hier mal wieder ein paar gemütliche Zeilen.
Teddybärchen schmeißen hat armen Frauen wie Mia aus Kandel und zig anderen (die ist stets präsent, aber die Auflistung nimmt doch mittlerweile kein Ende mehr) tatsächlich nicht geholfen.
Mehr noch, wir haben inzwischen Zustände wie im Gazastreifen. Nein, ich weiß schon, wovon ich rede. Ich habe interkulturelle Kompetenzen mit Syrien ("Ah, Deutsche! Sehr schön! Allahs Segen, Heil und langes Leben für die Söhne Hitlers (( mal abgesehen davon, dass von den Töchtern Hitlers gottseidank nicht die Rede war: Ich wollte einfach nur einreisen und wünschte also höflich dem Zollbeamten und seinem Chef Hafiz al-Assad Allahs Segen und langes Leben)) sowie Aserbaidshan (westlichen Frauen kann man im Fahrstuhl problemlos in den Po kneifen, was als Avance verstanden wird) und Marokko (5 Jahre), sowie unfreiwillig Karachi- deutlich zu lang. Karachi ist mir insbesondere damit in Erinnerung geblieben, dass es selbst im tollsten Hotel keine weiblichen Hygieneartikel gab. Die Männer kicherten, die Frauen überreichten mir eine zusätzliche Klorolle. Im Übrigen sieht es in Karachi aus, als würden Menschen in Straßengräben sterben, aber es kann auch sein, dass sie einfach schlafen. Man hört es, glaube ich, heraus, dass ich Pakistan ziemlich unterirdisch fand, aber das Essen dort war echt geil.
Das erinnert mich an eine Talkshow in den 90ern, dort war eine deutsche grauhaarige Ärztin zu Gast, die Leprakranke in Karachi behandelt. Neben ihr saß mit hochgeschnallter Büste Verona Pooth, die mit der an sich heiklen Situation beneidenswert souverän umging. Die Lepraärztin dagegen statete, sie sei wohl seit der Landung in Frankfurt (wofür wir Gott danken, dass man immerhin noch in FRA landen kann) irgendwie in einen falschen Film geraten. Ich konnte es ihr nachfühlen. Das waren die goldenen Neunziger.
Heute liegen bei uns die Menschen auf der Straße, man weiß nicht, krepieren sie an Lepra (bis jetzt noch nicht, aber kann ja noch kommen - alles ist möglich) und es schlafen zwar viele, aber noch nicht alle.
Bspw. Feuerwehrleute. Südeuropa fackelt ab, jedem Mann und jeder Frau, die sich bei 40 Grad Lufttemperatur, und da ist ja noch kein Feuerchen beteiligt, schon gar kein Feuersturm, diesem aussetzt, zolle ich meinen tiefsten Respekt. Man weiß übrigens nicht, wo diese 50 K Nichtsnutze in Ceuta, wohin die wieder verschwunden sind, aber wenn Spaniens Ministerpräsident Pragmatiker wäre, hätte er allesamt einfach an die Feuerfront zum Löschen geschickt. Das kann man schutzbedürftigen jungen Männern aber nicht zumuten, selbst wenn sie gerade durchs Mittelmeer geschwommen sind. Man könnte natürlich auch Andalusien - El Andaluz - einfach wieder zum Kalifat oder was machen, aber hey, die Musulmanen sind jetzt nicht gerade weltweit für ihre Kompetenzen im Bereich Brandschutz bekannt.
Ich weiß jetzt nicht, wie ich gerade auf Jens Spahn und seinen "Ehemann" komme, vermutlich, weil mich das eine Thema wie das andere antriggert.
Liebe Schwule, liebe Lesben und liebe alle, die nicht mehr wissen, ob sie noch Männlein oder Weiblein sind, ihr müsst jetzt mal stark sein:
Ein Mann kann einen Mann nicht heiraten und eine Frau kann eine Frau nicht heiraten, sogar wenn der deutsche Bundestag das per Abstimmung beschließt. (Abgesehen davon finde ich ziemlich bescheiden, wenn man sich im Grunde bei einer Eheschließung, einer sogenannten, auf Angela Merkel und den bundesdeutschen versammelten hochdotierten Idiotentag berufen müsste. Aber da sind wir auch schon beim nächsten Thread. ) Ich fühle mit euch allen, tatsächlich ,denn ich habe den biologischen Körper einer Frau und das mindset eines Fremdenlegionärs. Tatsächlich hat mich das in meinem Leben auch nicht weitergebracht. Vielleicht auch deshalb, weil ich die Öffentlichkeit wenig bis kaum mit meinen sexuellen Präferenzen belästigt habe. Bedeutet, ich habe mich weder mit Hundemaske noch mit entblössten Hinterteil und einer Karotte drin verankert, auf dem CSD Day gezeigt. Da kommen wir zum nächsten Punkt. Obwohl ich gefühlt Fremdenlegionär bin, hatte ich aus biologischen Gründen noch nie einen Samenerguss (wofür ich Gott danke, denn mit der monatlichen Blutung war ich eigentlich vollauf beschäftigt.) Männer wollen nicht mit Frauen schlafen und Frauen nicht mit Männern
WARUM EIGENTLICH NICHT?
Wobei natürlich jeden Tag in solch einer Beziehung ausgehandelt werden muss, wer wer ist. Oder besser: Wer wem was zuschreibt.
Gut. Einigen wir uns einfach darauf, dass seit Entstehung der Menschheit Männer ihr Ding in Frauen ihr Dings eingeführt haben. Meistens waren die Konsquenzen für die Frau zunächst unerfreulich im Falle einer Schwangerschaft. Tatsächlich wäre die Menschheit längst ausgestorben, wenn Männer die Kinder gebären würden, auch wenn einige "Männer" heutzutage meinen, sie könnten ja, weil weibliches Pronomen und so, auch das stemmen. Auch hier muss ich leider mit einer sehr frustierenden Nachricht aufwarten: Nein, könnt ihr nicht. Es ist ja schon eine Zumutung, sein Bett selbst zu machen, sich eine Mahlzeit zu bereiten, die nicht vegan ist, und eine Wespe zu erschlagen, weil euer Söhnchen davon terrorisiert ist (tatsächlich ließ besagter Mann sogar sein halbes Weizenbier dafür stehen. Das ist nur ein Punkt. Mein ganzes Leben ist praktisch dem Studium von Männern gewidmet gewesen. Die aktuellen männlichen Zeitgenossen sind mir allerdings ein Enigma.)
In einer Zeit, in der praktisch alle differenzierter Denkenden, die jetzt nicht so lang über ihr zugehöriges Pronomen meditieren, von ausgewiesenen Faschisten als Nazi denunziert werden, und das auch nur, weil sie es nicht voll okay finden, dass 17jährige Mädels im dm-Markt abgestochen werden, ist alles möglich.
Früher begann der Tag mit einer Schusswunde, lautet ein sehr interessantes Zitat, das Wolf Wondratschek zugeschrieben wird.
Früher stiegst du in den Regionalzug ein, und da waren lauter Männer ohne Messer.
ElsaLaska - 1. Aug, 18:14