klingt, dessen Auspuff irgendwo in der Nähe des ersten Topfes glatt durchgerostet ist, kann ich auch verstehen, wieso man dieses Teil auf Italienisch "il silenziatore" nennt.
Die netten jungen Leuten von zwei Straßen untendrunter, die letztes Jahr das alte Haus an der Ecke renoviert haben, haben jetzt einen winzig kleinen Laden aufgemacht, in dem es nur Orangen von der eigenen Plantage gibt (aus Sizilien. Sie ist Engländerin, er Sizilianer). Zum Essen sind sie nicht ganz so komfortabel, weil die Schale sehr dünn ist, aber die kleinen, billigen, zum Auspressen ergeben eine extrem gute "spremuta". Deshalb gibt es heute, und aus gesundheitlichen Erwägungen, vorm Kamin keinen Rotwein, sondern Orangen.
Außerdem hatte ich heute Mittag schon Rosso Piceno. Zusammen mit einem Kilo Rindfleisch.
Ich habe endlich ein sehr schickes, sehr marchigiani-eingerichtetes Restaurant gefunden, das ausschließlich Produkte aus der Region von glücklichen Tieren bzw. glücklichen Winzern anbietet.
Und dazu auch noch montags geöffnet hat.
ElsaLaska - 9. Jan, 19:19
Italiener nerven insbesondere auf der Autobahn. Ansonsten sind sie ja ein nettes Völkchen, aber geballt auf Raststätten pflegen sie die Kasse zu blockieren, die Espressobar lahm zu legen, herum zu stehen und viel zu viel zu schreien. Wie auch immer, ich hab es dennoch gepackt. Möge mir der Gott des Guten Essen-Gehens im Restaurant und last not least der aperitivo-Gott morgen gegen halb Eins beistehen, auf dass ich nicht in die Vollen gehe. Irgendein niederer Cappuccino-Gott sollte sich vor all dem kurz erbarmen, um mich wieder fit zu machen.
Das Haus ist eiskalt, aber das Todes-Teleskop steht in Bereitschaft, es braucht Batterien und dann sehe ich M19 in nie gekannter Größe. Achso , morgen gibt es noch eine Umfrage zu "Sex-Tipps von Männern" ...
ElsaLaska - 9. Jan, 00:26
"Sie nahm neben mir Platz und strich mir über die Stirn, während die steinalte Cassandra, die den Dienst, im triclinium zu servieren, mit der Herzlichkeit eines Drachen versah, Brot, Öl, geräucherten Fisch und geschnittenes Obst auftischte. Hermes brachte Wein, der nach meinen exakten Anweisungen gewässert worden war - in dem man ihn bei dichtem Nebel aus dem Fenster gehalten hatte."
Aus Die Rache der Flußgötter
J. M. Roberts
ElsaLaska - 9. Jan, 00:09
"Genau. Vor drei Jahren gab es unter dem Aedilen Marcus Aemilius Scaurus eine Säuberung Roms von fremdländischen Kulten. Dein Name stand auf der Liste derjenigen, die aus der Stadt vertrieben wurden, trotzdem treffe ich dich noch immer hier an. Wie kommt das?"
Er machte eine wahrhaft komplexe Geste mit Schultern, Hals und Kopf, die das Unbekannte und Unvermeidliche alles Seienden ebenso andeutete wie die immanente Veränderbarkeit und den willkürlichen Wandel aller Dinge, die, obwohl sie sich veränderten, doch immer die gleichen blieben. Ich kenne kein Volk mit so ausdrucksstarker Gestik wie die Syrer.
aus Der Fluch des Volkstribuns von J. M. Roberts
ElsaLaska - 6. Jan, 23:18
"Ich frage mich, wie es vor 100 Jahren war. Als meine Großmutter noch lebte und 7 Unterröcke trug, und die Lust so verborgen war wie ein Zimmer, das man nicht betreten darf.
Wie angemessen war das damals. Und wie undenkbar waren Scheidungen. Der Geschlechtsverkehr ist nicht die Antwort auf die Fragen unserer Zeit."
Post von Wagner, F. J. Wagner in der BILD.
In der Tat nicht, aber mäßig ausgeübter Geschlechtsverkehr vor dem Verfassen der Kolumne hätte Ihr Blut stärker mit Sauerstoff angereichert und ein bisschen davon vielleicht sogar in relevante Denkzentren des Oberkopfes gespült.
Oma musste sich nicht scheiden lassen, die Jungs sind reihenweise in allen möglichen Kriegen gefallen, so dass man sich schnell und bequem wieder verheiraten konnte, sofern einen jemand mit sechs Kindern noch wollte. Geld war ja keins da, es sei denn, Oma wäre mitsamt ihren Unterröcken auf den Strich gegangen, um sich und ihre Kinder irgendwie durchzubringen. Das war das Szenerio, wenn Oma Glück hatte.
Wenn sie Pech hatte, hängte ihr Opa vor lauter verbotener Lust, die er in irgendeiner verdreckten Absteige ausgelebt hatte, eine Syphilis auf, an der sie - und falls sie gerade schwanger war, auch das Kind - bei lebendigem Leib verfaulte. Vielleicht hat man ihr ja zusätzlich auch noch Malariaerreger injiziert, als zwar leidlich effektive, doch relativ stark mit Nebenwirkungen behaftete Behandlungsmethode.
Und leider galt es doch schon damals:
Die Marokkokrise, der Russisch-Japanische-Krieg, der Blutsonntag vor dem Winterpalast in St. Petersburg warfen dringende Fragen der Zeit auf, die auch trotz noch so verzweifelt vollzogenem Geschlechtsverkehr nicht zu beantworten waren.
Wobei ich den Gedanken an sich sehr inspirierend finde, einen Mahmudedinne.. egal, Kalif Storch also, oder einen Pat Robertson einfach von der Erdoberfläche hinwegpoppen zu können, wenn man wollte.
ElsaLaska - 6. Jan, 19:28
wie man einen Screenshot macht, dann würde ich das jetzt festhalten:
Aktuelles Wetter in Ancona:
RIESENSONNE mit nur EINER einzigen Wolke davor, diese nicht schwarz, sondern fast transparent.
Sonntag früh gehts los, ich hoffe, die Hochdruckwelle hält an.
ElsaLaska - 6. Jan, 10:45
(only for BigBerta)
Chorus:
Who killed Bambi? (9x) (!)
Murder murder murder
Someone should be angry
The crime of the century
Who shot little Bambi
Never trust a hippie
'Cause I love punky Bambi
I'll kill to find the killer
In that rotten roll army
All the spikey punkers
Believers in the ruins
With one big shout
They all cry out
Who killed Bambi?
Who killed Bambi?
Sex Pistols
ElsaLaska - 6. Jan, 00:24