Die Fragestellung lautet: Welche Autoren lesen Menschen, die den Autor XY lesen, eigentlich noch?
Eine wunderschöne Spielerei, ich bin auf der Suche nach Thornton Wilder drauf gekommen, aber man kann natürlich auch Peter Handke oder Hera Lind eingeben, dann entfaltet sich eine Graphik mit weiteren Namen.
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Literaturlandkarte
ElsaLaska - 11. Jun, 20:23
>>Don DeLillo gehört in die Reihe der großen Unbekannten der Weltliteratur, die, wie Thomas Pynchon und J.D. Salinger, die Öffentlichkeit meiden. Er gibt keine Statements zu Ereignissen der Zeitgeschichte ab, er zeigt sich nicht bei gesellschaftlichen Veranstaltungen, und er absolviert schon gar keine Auftritte vor laufender Kamera. Die Literatur ist seine Form öffentlicher Stellungnahme, und hinter ihr hat, seiner festen Überzeugung nach, die Person des Autors völlig zurückzutreten, da sie sonst, wie der Held in Valparaiso, medial zerfleddert wird.>>
Norbert Kron: Zur Poetik von Don DeLillo
ElsaLaska - 11. Jun, 19:45
in Deutschland etwas fruchtbarer zu gestalten, in die Bibliothek gegangen.
Im Laufe der letzten Nacht hatte ich schon "Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier ausgelesen - ich werde es ein zweites Mal lesen müssen.
Von Harenberg gibt es jetzt eine riesige Schwarte über den Roman und die Novelle, ich weiß nichtmal, ob es um deutschsprachige Literatur oder um europäische geht, egal, mitgenommen. Zufällig landete ich dann vor den "Angélique"-Bänden von Anne Golon. Die standen ja in den 70ern in jedem Bücherregal, also bei meinen Verwandten jedenfalls. Eigentlich wollte ich es ja nicht wieder lesen, aber als ich wieder auf diese Formulierung vom "schweren, goldkäferfarbenen Haar" stieß, konnte ich einfach nicht widerstehen.
Und als Ausgleich dazu jede Menge Thornton Wilder, dessen "Brücke von San Luis Rey" ich als Kind gelesen habe und mich noch vage daran erinnern kann, dass er Fragestellungen verfolgt, die mich auch beschäftigen.
ElsaLaska - 11. Jun, 18:45
fraglich, ob der Mercedes diese Sache überhaupt überlebt.
Aufenthalt unfreiwillig verlängert (Deutschland). Die Leute in der Gegend um Lörrach sind extrem freundlich. Sehr schöne Landschaft da. An der Haut-Koenigsburg und den Odilienberg auf der französischen Seite zurückgefahren (Ich kann mich im Moment nicht beklagen, ich komme auf der Achse Ba-Wü, Elsass, Alpen, westl. Österreich und die Schweiz doch recht viel rum).
Falls ich tatsächlich an meinem Geburtstag nicht bei Da Michele Fisch essen kann, hab ich mir das südliche Elsass vorgenommen.
Die letzte Zeit hat einige Illusionen, die ich mir über mich selbst und meine Mutter bzw. meinen Vater gemacht hatte, revidiert. Pünktlich vor dem Einschnitt in naher Zukunft.
Nichts Weltbewegendes oder Horribiles, eher Sachen in dieser Art, dass ich sehr lange davon überzeugt war, ich besäße eine Pokerphysiognomie und man sähe mir auf keinen Fall irgend etwas an, was sich in mir drin abspielte. Natürlich ist meine Miene ein offenes Buch und da ich keine Heilige bin, kann man daraus auch allerlei hässliche Gedanken genau in dem Moment ablesen, in dem sie in mir entstehen. Dafür hab ich jetzt fast vierzig Jahre gebraucht.
Immerhin, anderen ist mit sich selbst langweilig, das gibt es ja auch.
ElsaLaska - 11. Jun, 13:47
rinnen gute Vorsätze dahin: Früh ins Bett gehen und nicht NOCH ein Bier trinken.
Es geht einfach nicht. Schon gar nicht, wenn das Bett unterm Dach steht und kein Lüftchen sich regen mag.
Ich habe ja im Hotel (nicht in der Toskana, in Österreich), einen sehr lieben Schweizer kennen gelernt und wir stöhnten immer wegen den hausgemachten Florentinern, die sie einem dort nach fünf Gängen noch anbieten. Da kam er eines Abends mit einem ganzen Teller voll Obstsalat und ohne die obligatorischen zwei Florentiner. Ich zog ihn ein bisschen auf deswegen. (Er nahm das immer mit freundlichem Entzücken auf, dass ich über meinen Tisch hinweg in SEINEN Teller stierte, um herauszufinden, was er sich so auswählte. Das muss man ja auch erstmal aushalten.)
Er ging also nochmal los und kam diesmal mit DREI Florentinern zurück. Während er sich wieder hinsetzte, sagte er in diesem unnachahmlichen Schwyzerdütsch, das auf mich immer so beruhigend wirkt: Sie haben ja Recht, das wäre doch auch Unsinn, da zu widerstehen, oder?
Und das konnte dieser KERL auch noch ganz natürlich und nonchalant so sagen, dass man sich nicht sicher sein konnte, ob er wirklich von den Florentinern spricht oder vielleicht von etwas GANZ andrem...
Geht aber in dieser unverschleimten Liebenswürdigkeit wirklich nur auf Schwyzerdütsch.
Übrigens ist die Beziehung von Urs Meier und Nicole Petignat angeblich am Ende, entnahm ich mit Schrecken einer an der Gotthard-Tankstelle ausliegenden Schweizer Gazette.
ElsaLaska - 8. Jun, 00:14