gleich
so gut harmonieren. Wirklich sehr erfreulich, was die beiden da abliefern. Das einzige Problem ist nur, dass sie beim falschen Verein spielen.
ElsaLaska - 13. Aug, 16:10
in die Lage, dass ein Elternteil tödlich erkrankt, betreut und versorgt werden muss. Fast alle haben Geschwister, sind also keine Einzelkinder wie ich, so dass man die Situation gemeinsam bewältigen kann - im besten Falle. Wir sprachen darüber, auch über die Schwester meines Vaters, die jetzt schon seit Monaten in einer Art Dämmerschlaf im Sterben liegt (wenigstens zuhause), woraufhin meine Mutter den Ausruf tat: Lieber Himmel, was für eine Wäsch (Wäsch meint tatsächlich Wäsche, also einen Aufwand), bis man gekommen und gegangen ist auf dieser Welt. Ich pflichtete ihr, da schlecht gelaunt, spontan zu und meinte: Wirklich ein unverhältnismäßig riesiger Aufwand, wenn man es denn SO betrachtet.
ElsaLaska - 13. Aug, 00:26
ich war für die evangelische Kirche in dem Moment verloren, als ich mit 8 Jahren in einer katholischen Kirche saß und während der ganzen Hochzeitszeremonie statt nach vorne beharrlich zur Seite schaute, um den interessanten Mann, der den Vögeln predigt anzuhimmeln - ein Motiv, das auf die Kanzel geschnitzt war.
ElsaLaska - 13. Aug, 00:21
Neulich, in einem Gespräch mit einem katholischen Pfarrer, über dessen presenza hier zu schreiben sich nicht ziemt, auch aus sachlichen Gründen, kamen wir auf die Lutherbibel. Die einzige deutsche Übersetzung, der es nicht an Saft und Kraft fehlt - eine großartige Leistung. Ja, aber, meinte er, "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln", das kann man doch heute nicht mehr sagen. Die bessere und zeitgemäßere Übersetzung sei doch "Mir wird nichts fehlen". Mitnichten, insistierte ich, ich kenne zwar das Original nicht, "fehlen" mag zwar modern sein, jedoch hat es praktisch überhaupt keine Aussage. Mir fehlt ein Kuli, mir fehlt ein neues Notebook, mir fehlt der Antrieb, mir fehlt ein Konzept, mir fehlt das nötige Kleingeld - bitte! Dagegen "mangeln", ein Mangel, das ist etwas, das über die schiere gegenständliche Abwesenheit eines Dings hinausweist, wenn es an etwas mangelt, dann ist es schlichtweg nicht aufzutreiben, aussichtslos, wenn es an etwas mangelt, kann ich auch nicht geschwind zum Nachbarn und es auftreiben, eben weil Mangel herrscht. Es ist unerreichbar geworden. Und deshalb bedeutet: Mir wird NICHTS mangeln auch etwas ganz anderes als Mir wird nichts fehlen. Und deshalb halte ich von sämtlichen neumodischen Übersetzungen überhaupt nichts. Wir HABEN eine der allerbesten Übersetzungen - weltweit, einmalig, würde ich mal sagen: Also der Urtext oder die 500 Jahre alte Lutherübersetzung, mehr braucht man nicht.
Und das hat auch gar nichts mit dem Hüten von Asche zu tun, sondern mit dem Bewahren der Glut.
ElsaLaska - 12. Aug, 23:57