in "Liebe in Ruinen", wo der Held in der Klemme sitzt und folgende schöne Reflektion über das Töten in Notwehr anstellt:
"Das Visier meines Karabiners ist auf seinen Hinterhauptsvorsprung gerichtet. Der süßliche Geruch des Benedictine füllt mir die Nase. Ich muß ihn erschießen. Er wird Licht erleben, auflodernde Farben und sonst nichts. Dann also erschießen.
Er hat dreimal versucht, dich zu erschießen, und er würde dich jetzt erschießen. Noch schlimmer, er will dir deine Frau wegnehmen, Frauen.
Der heilige Thomas von Aquino über das Töten in Notwehr: Q.21, Obj. 4, Teil I, Sum. Theol.
Aber hat er irgendwas gesagt über das Schießen von hinten?"
ElsaLaska - 5. Jan, 20:04
Eine schöne Bildzeitungs-Schlagzeile zu diesem Vorgang könnte lauten: "Werden wir jetzt alle Muslime?"
Nein, der Vorfall ereignet sich in Malaysia, die katholische Kirche bringt dort eine mehrsprachige Zeitung heraus, unter anderem auf Bahasa Malaysia, der malayischen Nationalsprache, und auf Bahasa Malaysia heißt Gott eben --- Allah. Nachdem die Regierung die Bahasa-Malaysia-Ausgabe der Zeitung eingestellt hat, da sie argumentierte, die Verwendung des Namens Allah für Gott sei nur Muslimen gestattet (!), klagt die katholische Kirche nun dagegen - es gibt nunmal kein anderes Wort für Gott auf Bahasa Malaysia. [
via Radio Vatikan]
Isses nicht schön!
(Auf Bahasa Malaysia heißen Glühwürmchen übrigens clip-clip, das finde ich auch ganz zauberhaft ... oder war es Bahasa Indonesia?)
ElsaLaska - 2. Jan, 20:25
fand ich aber schon gut. Erstens steht ihr die Brille, sie macht sie freundlicher, und zweitens fand ich schon gleich zu Beginn den Hinweis darauf, dass wir in der Finanzkrise noch auf hohem Niveau jammern, sehr gut. Das hat sie natürlich NICHT so gesagt, aber es ging darum, wie gut es uns angesichts des vielfältigen Leids in der Welt eigentlich doch geht. Dann kamen klare Worte, konkret angekündigte Maßnahmen und der lange Hinweis darauf, auf was wir alles stolz sein können und was (noch) alles sehr gut funktioniert, bei uns.
Dank des Eisregens gab es um Mitternacht auch keine pyrotechnischen Exzesse, Rasul blieb relativ gelassen, interessant ist aber wie in jedem Jahr der Zusammenhang zwischen sozialem Brennpunkt und gehäuftem - und selbstverständlich liegenbleibendem - Feuerwerksmüll.
Fürs Erste reichts mit Linsengerichten und was 2009 betrifft, bin ich nicht wirklich pessimistisch, habe aber irgendwie das tiefsitzende Gefühl, dass es etwas Entscheidendes passieren wird und es hat, wenn ich meinem Neujahrstraum glauben soll, etwas mit exakten Zeitpunkten, die rituell eingehalten werden müssen, zu tun. Wahrscheinlich ist damit aber nur der Zeitpunkt des Zubettgehens gemeint, den ich mal wieder aus reinem Übermut hinauszögere.
ElsaLaska - 2. Jan, 00:50