>>Bei den Bodentruppen handelt es sich meist um Infanteristen aus den traditionellen Jägereinheiten. Sie sind bereit, ihr Leben im direkten Feindkontakt einzusetzen.
Ich selbst gehöre zu einer solchen Einheit, aus tiefster Überzeugung, für die Werte einzustehen, die unsere westliche Welt geprägt haben und die nach üblichem Sprachgebrauch als christliche Werte bezeichnet werden, obwohl ich keiner Religionsgemeinschaft angehöre. Mir ist es daher wichtig, diejenigen, die mich stellvertretend in den Krieg ziehen lassen, an ihre Verantwortung zu erinnern. Im Mittelalter war dem Henker in der Kirche ein Sitzplatz zugewiesen, der abseits der anderen lag. Obwohl er zur Gemeinde gehörte und sein blutiges Handwerk im Auftrag der Gesellschaft und öffentlich unter den Augen der Menschen verrichtete, setzte man ihn an den Rand und distanzierte sich damit von ihm. Diese Doppelmoral wird immer noch praktiziert. Man setzt die Leidensfähigkeit und Opferbereitschaft der Soldaten voraus, dennoch bekomme ich oftmals zu hören, dass derjenige, der sich zu dieser Aufgabe bereit erklärt, selbst Schuld ist, wenn ihm etwas zustößt. Wer offen sagt, dass er unter dem leidet, was ihm während seines Dienstes widerfahren ist, wird allzugerne daran erinnert, dass er es freiwillig auf sich genommen und dafür ja auch seinen Sold erhalten hat. Ich bin der Meinung, dass diejenigen, die diesen Dienst in Anspruch nehmen sich mit dem Sold nicht von ihrer Mitverantwortung freigekauft haben. Eine Freiwilligenarmee, die ihre Angehörigen aus der eigenen Bevölkerung heraus rekrutiert, ist keine Söldnerarmee.<<
aus: "Soldatenglück" von Robert Sedlatzek-Müller
ElsaLaska - 31. Mär, 14:42
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sagt Facebook gerade zu mir.
ElsaLaska - 31. Mär, 00:52
Von Rechtsanwalt Heinrich Schmitz (via Facebook).
>>Was haben sie getobt. Hängen sollte er. Endlich war mal wilder Westen in Emden. Und im Netz. Und überhaupt - unsere Justiz, unsere Polizei, unsere Staatsanwaltschaften. Alles Weicheier. Überflüssige Verhinderer der wahren Gerechtigkeit aus den Tiefen des Volkes.
Nach einem Mord an einem 11-jährigen Mädchen am vergangenen Samstag hatte die Polizei am Dienstag einen 17-jährigen Berufsschüler festgenommen, das Amtsgericht Emden erließ am Mittwoch Haftbefehl, die Presse wurde informiert und informierte das Volk.
Ein Haftbefehl kann nach der Strafprozessordnung erlassen werden, wenn der Beschuldigte einer Straftat dringend verdächtig ist und außerdem ein Haftgrund vorliegt. Haftgründe sind Flucht, Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr oder wenn keiner dieser Haftgründe vorliegt , bei Wiederholungsgefahr. Man sollte daher annehmen, dass gegen jemanden gegen den ein Haftbefehl erlassen wird, schon erhebliche Verdachtsmomente vorliegen müssen. Sollte man annehmen. Nun kenne ich zwar nicht die Ermittlungsakte, sondern wie der Rest der Bevölkerung nur die Berichterstattung, aber was da so mitgeteilt wurde, löste schon von Anfang an ein mulmiges Gefühl aus.
Da wurde berichtet, der Verhaftete habe kein Alibi für die Tatzeit. Na sowas. Hatte ich auch nicht. Die Tatsache, dass jemand für eine Tatzeit kein Alibi hat, ist keineswegs ungewöhnlich und alles andere als ein Tatnachweis. Selbst als Indiz taugt so eine Erkenntnis höchstens im Zusammenhang mit irgendwelchen anderen, besseren Indizien, die aber auch nicht übermittelt wurden. Kein Täter hat ein Alibi, aber nicht jeder der kein Alibi hat, ist damit auch ein Täter.
Da hieß es noch, der 17-jährige habe sich auffällig verhalten und in Widersprüche verwickelt. Auch nicht übel. Aber eben auch nichts greifbares. Auffälliges Verhalten ist weder verboten, noch ein Hinweis auf eine Schuld. Widersprüche in polizeilichen Vernehmungen sind auch keine Seltenheit. Oft sind es auch nur Missverständnisse. Lassen sie sich mal vernehmen, macht richtig Spaß, sie sind völlig entspannt, wenn man ihnen vorwirft ein Kind vergewaltigt und danach ermordet zu haben, nicht wahr ? Trotzdem ein Haftbefehl, da vermutete ich zunächst einmal, die hätten da noch was in der Hinterhand, was sie zunächst bewusst vor der Öffentlichkeit nicht nennen wollten, Täterwissen oder was anderes , was man aus vernehmungstaktischen Gründen zurückhält. Pustekuchen.
Und da hatte Emden seinen Mörder. Schwuppdiwupp. So lieben das die Ermittlungsbehörden, schneller Erfolg, gute Presse. Und das Volk erst. Fall erledigt.Gefahr gebannt.
Nur noch ein kleiner Lynchmordaufruf auf facebook und ab zum Polizeipräsidium. So einen muss man doch einfach totschlagen, das macht gute Laune, da steht man auf der Seite der Guten, die eine Schlacht gegen das Böse schlägt.
So sehr ich den Ansatz der Piraten zu "liquid democracy" für die politische Entscheidungsbildung interessant finde, so sehr fürchte ich mich vor einer "liquid justice" , einer Volkswutgerechtigkeit, die blindwütig liquidiert.
Solche idiotischen Lynchmobs sind u.a. damit erklärbar, dass unser Strafrechtssystem noch immer unverstanden ist. Die Unschuldsvermutung wird als kleinkariertes Tintenpissertum verachtet, wir sind der Mob, wir nehmen das Recht in die eigene Hand. Kreuziget ihn.Urteile ergehen doch im Namen des Volkes und wir sind das Volk.
Und dann - blöd aber auch. Ist dieses Dreckschwein doch tatsächlich nachweislich unschuldig. Ja, wie jetzt, so geht das aber nicht. Da war der Mob sich doch so sicher. Der ist es, der muss weg.
Der arme Kerl wird einen Schock für's Leben bekommen haben, dass man ihm eine solche Tat unterstellt hat, schrecklich. Richtig nett ist's auch in der U-Haft nicht, schon gar nicht wenn man mit 17 Jahren dort als kinderfickender Mörder einsitzt. Unschuldsvermutung ach was. Bei solchen Vorwürfe bringen sich Unschuldige auch schon mal um.
Erst gestern fragte ZDF heute bei facebook : "Bewährung für Berliner U-Bahn-Schläger - wirken solche Urteile abschreckend? " und löste damit eine Lawine von abfälligen Kommentaren zur Qualität unserer Justiz aus. Eine Frau Fuehrer schrieb z.B. : " Unser Rechtsstaat ist nicht mehr zu begreifen.Was muss noch alles passieren bis ordl.Urteiile gefällt werden. " An diesem Kommentar ist was Wahres dran, viele Menschen begreifen "unseren Rechtsstaat" nicht und sie begreifen nicht, was für ein Glück sie haben in einem solchen Rechtsstaat leben zu dürfen.
Das könnten wir ändern, wenn das Wissen über den Rechtsstaat und seine Grundregeln von klein auf vermittelt würden. Aber das geschieht nicht. Rechtskundeunterricht ist nur eine freiwillige Mini-AG an manchen Schulen. Die Medien vermitteln den Rechtsstaat gar nicht, lieben aber die Berichterstattung über Mord, Totschlag , Vergewaltigung und Kindesmissbrauch. Das scheint das Volk zu lieben. Das bringt Quoten. Als reale Fälle und dann noch als prickelnde Krimiunterhaltung. Je brutaler um so quotenträchtiger. Wenn es Videos aus Überwachungskameras gibt werden die gerne immer wieder gezeigt. Wenn sonst so über die Justiz berichtet wird, dann meistens unqualifiziert und stets kritisch.Erinnern sie sich daran, dass ein Urteil mal positiv kommentiert wurde ?
Der nachweislich unschuldige 17-jährige Schüler ist zu bedauern, seine Verhaftung möglicherweise auch durch den Öffentlichkeitsdruck auf den Haftrichter voreilig gewesen, und dennoch ist der Ausgang für ihn ein Triumph des Rechtsstaats , ein Beweis dafür, dass die Unschuldsvermutung unverzichtbar ist und niemand als Täter feststeht, bevor er rechtskräftig verurteilt ist. Die Betonung liegt hier auf rechtskräftig, denn es gehört auch zu einem Rechtsstaat, dass der Tatsache, dass auch Richter keine Götter sind und daher irren können, dadurch Rechnung getragen wird, dass auch Urteile durch ein Rechtsmittel überprüft werden können. Vom Angeklagten, wie von der Staatsanwaltschaft. Das garantiert zwar nicht, dass jedes Urteil richtig ist, es minimiert aber das Risiko von krassen Fehlentscheidungen so gut es geht.
Dieses wunderbare System muss vor dem Mob geschützt werden.
Ich wünsche mir, dass derjenige, der per facebook zum Mob aufgerufen hat und alle seine Sympathisanten und Mobteilnehmer die Segnungen des Rechtsstaates zu spüren bekommen. Straftäter müssen verfolgt werden. Die Anstiftung zu einem Lynchmord kann ohne weiteres als Anstiftung zum Mord gewertet werden. Aber das muss dann der gesetzliche Richter entscheiden, kein Mob-Mob.<<
ElsaLaska - 30. Mär, 21:46
Cornelia von medio in mundo hat sich die Mühe gemacht, die Botschaft des Heiligen Vaters, die vatikanischerseits bis jetzt nur in Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch vorliegt, auf Deutsch zu übersetzen.
>>Das Thema des diesjährigen WJT kommt aus dem Mahnruf des Hl. Paulus in seinem Brief an die Philipper: „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit“ (4,4). Freude ist ein zentrales Element christlicher Erfahrung. An jedem Weltjugendtag erfahren wir unermessliche Freude, die Freude der Gemeinschaft, die Freude des Christseins, die Freude des Glaubens. Dies ist eines der Erkennungszeichen dieser Versammlungen. Wir können die große Anziehungskraft sehen, die diese Freude bewirkt. In einer Welt der Sorgen und Ängste ist Freude ein wichtiges Zeugnis der Schönheit und Verlässlichkeit des christlichen Glaubens.<<
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hier bei medioinmundo.
ElsaLaska - 30. Mär, 17:25