Evangelium nach Matthäus 26,14-25
In jener Zeit ging einer der Zwölf namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern
und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie zahlten ihm dreißig Silberstücke.Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.
Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote gingen die Jünger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?
Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern.
Die Jünger taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.
Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch.
Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern.
Da waren sie sehr betroffen, und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr?
Er antwortete: Der, der die Hand mit mir in die Schüssel getaucht hat, wird mich verraten.
Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
Da fragte Judas, der ihn verriet: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus sagte zu ihm: Du sagst es.
ElsaLaska - 1. Apr, 14:02
>>Mir sei es ferne, mich einer Sache zu rühmen, außer allein des Kreuzes unseren Herren Jesus Christus, "durch welchen mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt", sagt der heilige Apostel Paulus (Gal 6,14). Wie mag das sein, dass der heilige Apostel zu einer solchen Einstellung gelangt ist, in der er sich nichts anderem mehr rühmen will als nur des Kreuzes Christi? Das Kreuz ist allerlei Kummer und Angst und Erniedrigung,wie kann man sich dessen rühmen? Und doch rühmt er sich seiner und mit ihm die anderen Apostel und überhaupt alle Kreuzesträger! Wieso kommen sie dazu? Wie lässt sich die Tatsache erklären, dass die gottweisen Männer fähig waren, die tiefe Bedeutung des Kreuzes zu erfassen, dass sie fähig waren, es zu achten und sich sogar zu rühmen, dass sie gewürdigt worden waren, es zu tragen?
Der Grund dazu ist folgender: Statt Enge sahen sie in ihm Weite, statt Bitternis sahen sie Lieblichkeit und Süße, statt Entehrung und Erniedrigung sahen sie Ruhm und Glorie. Darum vermochten sie sich seiner zu rühmen wie jemand anderes, der stolz ist auf irgendeine prachtvolle Auszeichnung. O, wenn doch der Herr auch uns eine solche Einsicht und Gesinnung gäbe, damit wir die Kraft des Kreuzes recht verstehen und empfinden und anfangen mögen, uns seiner zu rühmen! Über die Bedeutung des Kreuzes lässt sich in aller Kürze Folgendes sagen: Der Herr hat das Heilswerk unserer Erlösung durch seinen Kreuzestod vollzogen. Am Kreuz hat er den Schuldschein unserer Sünden zerrissen. Durch das Kreuz hat er uns mit Gott, demVater versöhnt undhat auf uns alle Gnadengaben und himmlische Segnungen herabgeführt. Doch das bezieht sich auf das Kreuz des Herrn an sich. Denn jeder von uns wird nicht anders seiner heilbringenden Kraft teilhaftig, als dass er sein eigenes Kreuz erkennt und es geduldig auf sich nimmt. Das eigene Kreuz eines jeden überträgt, wenn es sich mit dem Christuskreuz vereinigt, die Kraft des Letzeren auf uns und wird für uns eine Art Kanal, durch den sich vom Kreuz Christi her, wie aus einer Quelle, alle guten und vollkommenen Gaben über uns ergießen. Daraus wird ersichtlich, dass unsere eigenen Kreuze im Heilswerk der Erlösung ebenso unerlässlich sind wie das Christuskreuz. So gesehen ist ein jeder Christ von allen Seiten von Kreuzen umgeben, damit er es nicht nötig hat, sich auf der Suche nach einem anzustrengen und nicht fern bleibt von der heilbringenden Kraft des Kreuzes Christi. Man kann es so ausdrücken: Suchst du nach dem Weg, so schweife nicht umher in der Ferne, richte deinen Blick in die Nähe, nach innen, betrachte dein Kreuz, richte dich nach ihm aus und trage es, wie es sich gebührt, in Übereinstimmung mit dem Christuskreuz - und du wirst zum Heil gelangen. <<
Aus: Klaus Kenneth (Hrsg.): Lebensbuch des Bischofs Theophan der Einsiedler. Vom Gebet und vom Tragen des Kreuzes. Paulus Verlag
ElsaLaska - 31. Mär, 14:17
Evangelium nach Johannes 13,21-33.36-38.
In jener Zeit, als Jesus mit seinen Jüngern bei Tisch war, wurde er im Innersten erschüttert und bekräftigte: Amen, amen, das sage ich euch: Einer von euch wird mich verraten.
Die Jünger blickten sich ratlos an, weil sie nicht wussten, wen er meinte.
Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu; es war der, den Jesus liebte.
Simon Petrus nickte ihm zu, er solle fragen, von wem Jesus spreche.
Da lehnte sich dieser zurück an die Brust Jesu und fragte ihn: Herr, wer ist es?
Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde. Dann tauchte er das Brot ein, nahm es und gab es Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.
Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, fuhr der Satan in ihn. Jesus sagte zu ihm: Was du tun willst, das tu bald!
Aber keiner der Anwesenden verstand, warum er ihm das sagte.
Weil Judas die Kasse hatte, meinten einige, Jesus wolle ihm sagen: Kaufe, was wir zum Fest brauchen!, oder Jesus trage ihm auf, den Armen etwas zu geben.
Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, ging er sofort hinaus. Es war aber Nacht.
Als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht.
Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen.
Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ihr werdet mich suchen, und was ich den Juden gesagt habe, sage ich jetzt auch euch: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen.
Simon Petrus sagte zu ihm: Herr, wohin willst du gehen? Jesus antwortete: Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen. Du wirst mir aber später folgen.
Petrus sagte zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich hingeben.
Jesus entgegnete: Du willst für mich dein Leben hingeben? Amen, amen, das sage ich dir: Noch bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.
ElsaLaska - 31. Mär, 10:45