Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

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Lehrer Lämpel (Gast) - 29. Mär, 22:34

Was WIR für verfolgte Glaubensgeschwister tun können

...ist, für sie zu beten, z.B. vor jeder hl. Messe.
Ich las heute wieder zur Erinnerung und Beherzigung den Satz des jungen deutschen Katholiken Rudolf Gehring:

Beten ist die radikalste Form sich einzumischen.

Sehr wahr und allemal besser, als sich über andere (prominente) Mitchristen nutzlos aufzuregen.

ElsaLaska - 29. Mär, 22:44

Beten ist immer besser

aber jeden Stuss muss man nun auch nicht grad unkommentiert lassen.
Und übrigens schließt sich das eine ja auch nicht vom anderen aus, Herr Lehrer. GELL.
Ursula (Gast) - 29. Mär, 23:02

"Beten, als ob alles Arbeiten nichts nützte; Arbeiten, als ob alles Beten nichts nützte" (D. Bonhoeffer).
Ansonsten: ob Frau Käßmann "Stuss" erzählt hat oder nicht, sie wie oben als "Bischöfin L..." zu verspotten, da ist Fremdschämen angesagt.
ElsaLaska - 30. Mär, 22:04

@Ursula

So oft wie ich mich schon über Frau Käßmann gewundert habe - zum Fremdschämen langt es bei mir nur in gnnz harten Fällen. Aber der ist hiermit endgültig erreicht. Versetzen Sie sich doch mal in Angehörige der Opfer oder in schwerverletzte Verwundete, die ihr Leben lang behindert bleiben. Und dann kommt dieser Quark von wegen "Terroristen lieben"? Natürlich sollen die von mir genannten Personen bitte auf einen Level kommen, wo Verzeihung, Versöhnung und Vergebung möglich ist. Sonst wird man ja nicht mehr glücklich. Das wird man vermutlich eh nicht mehr, aber wenigstens innere Ruhe zurückgewinnen.
Aber "Täter liebhaben" hat mir eine Frau Käßmann gewiss nicht apodiktisch vorzuschreiben. Man stelle sich mal vor, ein solcher Aufruf käme gegenüber den NSU-Terroristen oder gegenüber Pädophilen. Also bitte. Der kommt - völlig zu Recht, aber bezeichnenderweise natürlich auch nicht. Was ist eigentlich so schwer daran, Kriminelle als Kriminelle zu bezeichnen, die man bekämpfen muss? Muss man rechtsextreme Gewalt nicht bekämpfen? Muss man Pädophilie nicht bekämpfen? Man muss. Freilich nicht den einzelnen Menschen. Und es wird mir langsam zuviel, das dazu sagen zu müssen.
Aber islamistischem Terror mit Liebe begegnen? Entschuldigung, das finde ich sehr kraus.
Ursula (Gast) - 31. Mär, 00:04

Elsa:

Ich kann Ihre Kritik an Frau Käßmann gut nachvollziehen, obwohl ich meine, dass sie es so plump nicht gesagt und gemeint hat. Dazu ist sie dann doch zu klug und theologisch versiert. Aber sei's drum.

Mir geht's noch um was anderes. Mich irritiert, dass die Mahnung Jesu "Liebet eure Feinde" mit viel hermeneutischem Aufwand so "interpretiert" wird, dass am Ende rauskommt, dass man sie natürlich nicht "wörtlich" und "diesseitig" nehmen darf, sondern dass das natürlich "anders" gemeint ist, und eigentlich eh erst "im Himmel' gilt etc.
Es ist merkwürdig, dass ich solches von denselben Menschen höre, die darauf insistieren, dass die Aussagen von Paulus etwa zur Homosexualität oder zur Rolle der Frau in der Kirche selbstverständlich wörtlich als Gotteswort zu nehmen sind und uns als Christen zum Gehorsam verpflichten.

Warum sollen die einen biblischen Aussagen so gelten, wie sie dastehen, die anderen, wenn sie aus der Bergpredigt kommen, aber nicht? Weil diese politisch inkorrekt sind (welcher normale Mensch will schon hören, daß er seine Feinde lieben soll...) ??
Imrahil (Gast) - 1. Apr, 15:08

Zur Info: Der Befehl "Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen" ist selbstverständlich, wie der Jurist sagen würde, für uns Christen unmittelbar geltendes Recht. Das müssen wir tatsächlich tun.

Die Rede ist aber von der Liebe zu den Feinden (und, als konkretes Beispiel, vom Gebet für sie). Vom Sentimentalismus nicht. Von "Seid unvernünftig" nicht. Von "Liebt und tut all das, was die sentimentale Öffentlichkeit des 21. Jahrhunderts als Liebe versteht, und nichts von dem, was sie nicht als Liebe versteht" auch nicht.

„In dem Moment, da ich damals aus dem Landungsboot und in Dein MG-Feuer hinaus musste, rief ich Gott an, mir zu helfen, lebendig aus dieser Hölle herauszukommen. Ich gelobte, dafür später Pfarrer zu werden und als solcher anderen Soldaten zu helfen…“ (David Silva, Amerikaner, zu seinem Freund Heinrich Severloh, deutscher MG-Schütze)

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