Ein wunderschönes und sehr empfehlenswertes Interview
mit Peter Esser, dem Blogger und Karikaturisten von Echo Romeo findet sich heute auf kath.net.
Ein Auszug:
>>kath.net: Wenn Sie an unsere katholische Kirche in Deutschland drei Wünsche freihätten, was würden Sie sich wünschen und was nicht?
Esser: Ich beginne mit dem, was ich mir nicht wünsche: In den letzten Jahren bemerke ich einen Trend zu einem „Strukturalismus“, der das Person-Sein in der Kirche verdrängt. Plötzlich ist für Lieder im Gesangbuch nicht mehr ein Dichter, sondern ein Arbeitskreis zuständig. Und es gibt nicht mehr den Pfarrer, der die Gemeinde leitet, sondern das Pastoralteam. Bitte weniger Strukturgläubigkeit und mehr persönliches Glaubenszeugnis!
Und dann hätte ich zwei Wünsche, die das Tun der Kirche selber betreffen und einen Wunsch, der sich auf mich bezieht.
Zunächst wünschte ich mir eine Ernstnahme des Impulses, den der Papst mit dem Jahr des Glaubens gesetzt hat. Das Jahr des Glaubens darf nicht in einem tristen, selbstreferentiellen „Dialogprozess“ aufgehen.
Ich finde den Vatikan viel zeitgemäßer und moderner als die konkret erlebte Kirche in Deutschland. Die Leute könnten sich doch keinen Lolli dafür kaufen, wenn Priester heiraten dürften. Dass Christus auferstanden ist – und was das für die kleinen und großen Tode, die ich zu sterben habe, bedeutet: Das ist die Botschaft, die den Nerv der Zeit trifft. Das Jahr des Glaubens, gelebt in den drei Grundvollzügen der Kirche martyria, leiturgia, diakonia, das ist mein erster Wunsch.
Zweitens bitte ich die Kirche in Deutschland um die vom Papst in Großbuchstaben angemahnte Katechese zur Korrektur der Wandlungsworte. Ich wünschte mir, die Bischofskonferenz könnte den Papst in seiner Bitte noch übertreffen und nicht nur ein Übersetzungsdetail erklären, sondern den Gläubigen in einer gründlichen Katechese den Sinn der Heiligen Messe als Quelle und Höhepunkt des Lebens der Kirche erschließen.
Die dritte Bitte entstammt der alten Taufliturgie. „Was erbitten Sie von der Kirche Gottes?“ – „Den Glauben.“ Ich bitte die Kirche auch weiterhin um den Glauben. Darum ist mein dritter Wunsch an die Kirche in Deutschland, dass sie mir hilft, selber in Glaube, Hoffnung und Liebe zu wachsen und Jesus Christus auf dem Weg zum Vater nachzufolgen.<<
Complimenti an Petra und Peter! Hier zum ganzen Interview.
Ein Auszug:
>>kath.net: Wenn Sie an unsere katholische Kirche in Deutschland drei Wünsche freihätten, was würden Sie sich wünschen und was nicht?
Esser: Ich beginne mit dem, was ich mir nicht wünsche: In den letzten Jahren bemerke ich einen Trend zu einem „Strukturalismus“, der das Person-Sein in der Kirche verdrängt. Plötzlich ist für Lieder im Gesangbuch nicht mehr ein Dichter, sondern ein Arbeitskreis zuständig. Und es gibt nicht mehr den Pfarrer, der die Gemeinde leitet, sondern das Pastoralteam. Bitte weniger Strukturgläubigkeit und mehr persönliches Glaubenszeugnis!
Und dann hätte ich zwei Wünsche, die das Tun der Kirche selber betreffen und einen Wunsch, der sich auf mich bezieht.
Zunächst wünschte ich mir eine Ernstnahme des Impulses, den der Papst mit dem Jahr des Glaubens gesetzt hat. Das Jahr des Glaubens darf nicht in einem tristen, selbstreferentiellen „Dialogprozess“ aufgehen.
Ich finde den Vatikan viel zeitgemäßer und moderner als die konkret erlebte Kirche in Deutschland. Die Leute könnten sich doch keinen Lolli dafür kaufen, wenn Priester heiraten dürften. Dass Christus auferstanden ist – und was das für die kleinen und großen Tode, die ich zu sterben habe, bedeutet: Das ist die Botschaft, die den Nerv der Zeit trifft. Das Jahr des Glaubens, gelebt in den drei Grundvollzügen der Kirche martyria, leiturgia, diakonia, das ist mein erster Wunsch.
Zweitens bitte ich die Kirche in Deutschland um die vom Papst in Großbuchstaben angemahnte Katechese zur Korrektur der Wandlungsworte. Ich wünschte mir, die Bischofskonferenz könnte den Papst in seiner Bitte noch übertreffen und nicht nur ein Übersetzungsdetail erklären, sondern den Gläubigen in einer gründlichen Katechese den Sinn der Heiligen Messe als Quelle und Höhepunkt des Lebens der Kirche erschließen.
Die dritte Bitte entstammt der alten Taufliturgie. „Was erbitten Sie von der Kirche Gottes?“ – „Den Glauben.“ Ich bitte die Kirche auch weiterhin um den Glauben. Darum ist mein dritter Wunsch an die Kirche in Deutschland, dass sie mir hilft, selber in Glaube, Hoffnung und Liebe zu wachsen und Jesus Christus auf dem Weg zum Vater nachzufolgen.<<
Complimenti an Petra und Peter! Hier zum ganzen Interview.
ElsaLaska - 13. Jul, 16:51
Super!