Emailentwurf an Mons. Gänswein!
Verehrter Monsignore, geschätzter Dr. Gänswein, lieber Don Giorgio!
Ich führe ein seriöses und in Fachkreisen weithin geschätztes Schwarzwald-Blog. Meine Leserschaft ist aufgeschlossen, überdurchschnittlich gebildet und an kontroversen Diskussionen durchaus interessiert.
Leider, und deshalb wende ich mich heute voller Gottvertrauen an Sie, lieber Don Giorgio, hat mir irgendein Geisteskranker die Statistik versaut, so dass Sie, und ich sage das mit der abgrundtiefsten Empörung, zu der ich im Stande bin, Sie also gleichauf neben "txtjxnx gsxll nxckt" in meiner Suchausdruckstatistik ranken.
Können Sie sich mein Entsetzen vorstellen?
Jedenfalls kann ich seither nicht mehr schlafen. Hätte ich nicht meine Schwarzwald-Bildbände, die einzige willkommene und wohltuende Abwechslung in diesen schweren Tagen, wäre ich sicherlich schon verzweifelt. Gerne erinnere mich hier im italienischen Exil an die unbeschwerten Tage meiner Kindheit auf dem FELDBERG, wo ich Ski fahren lernte. Ich war das bezaubernde kleine Mädchen in der orangenen adidas-Trainingsjacke, mit den langen braunen Haaren, das hartnäckig Schuss fuhr...
Eh, ja wo war ich gleich ...
Jedenfalls, lieber Don Giorgio, dachte ich mir, wo sich doch der Vatikan jetzt den neuen Medien schon so weit geöffnet hat, Ihre Person nun breites öffentliches Interesse erfährt, das sich durchaus zum Wohle der großen Sache einsetzen ließe, wäre es doch an der Zeit, das erste Vatikan-Blog zu eröffnen, geführt von Ihrer Person höchstselbst.
Wir machen eine Kirchenrechtsrubrik, eine "LeserInnen fragen Don Giorgio", eine Freizeitrubrik zur WM, eine Rubrik mit Lieblingsgebeten und eine mit Lieblingsbüchern, eine Rubrik extra für Benedetto, falls er mitbloggen möchte, und natürlich könnten wir das Blog auch mehrsprachig führen.
Ich weiß, was Sie jetzt denken, lieber Don Giorgio! Woher sollen Sie die Zeit dafür auch noch nehmen? Eingespannt in den straff organisierten päpstlichen Tagesablauf, wie Sie es nun einmal sind? Darüber habe ich mir freilich auch schon Gedanken gemacht.
Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist, dass Sie sich eine Privatsekretärin nehmen. Bewerbungsschreiben für diesen Posten inklusive Lebenslauf und Passfoto liegt bei.
Ich würde mich freuen, wieder von Ihnen zu hören, bedanke mich für Ihr Interesse und wünsche Ihnen noch einen anregenden Arbeitstag sowie einen entspannten Feierabend!
Mit vorzüglichen Grüßen
Elsa Laska
Ich führe ein seriöses und in Fachkreisen weithin geschätztes Schwarzwald-Blog. Meine Leserschaft ist aufgeschlossen, überdurchschnittlich gebildet und an kontroversen Diskussionen durchaus interessiert.
Leider, und deshalb wende ich mich heute voller Gottvertrauen an Sie, lieber Don Giorgio, hat mir irgendein Geisteskranker die Statistik versaut, so dass Sie, und ich sage das mit der abgrundtiefsten Empörung, zu der ich im Stande bin, Sie also gleichauf neben "txtjxnx gsxll nxckt" in meiner Suchausdruckstatistik ranken.
Können Sie sich mein Entsetzen vorstellen?
Jedenfalls kann ich seither nicht mehr schlafen. Hätte ich nicht meine Schwarzwald-Bildbände, die einzige willkommene und wohltuende Abwechslung in diesen schweren Tagen, wäre ich sicherlich schon verzweifelt. Gerne erinnere mich hier im italienischen Exil an die unbeschwerten Tage meiner Kindheit auf dem FELDBERG, wo ich Ski fahren lernte. Ich war das bezaubernde kleine Mädchen in der orangenen adidas-Trainingsjacke, mit den langen braunen Haaren, das hartnäckig Schuss fuhr...
Eh, ja wo war ich gleich ...
Jedenfalls, lieber Don Giorgio, dachte ich mir, wo sich doch der Vatikan jetzt den neuen Medien schon so weit geöffnet hat, Ihre Person nun breites öffentliches Interesse erfährt, das sich durchaus zum Wohle der großen Sache einsetzen ließe, wäre es doch an der Zeit, das erste Vatikan-Blog zu eröffnen, geführt von Ihrer Person höchstselbst.
Wir machen eine Kirchenrechtsrubrik, eine "LeserInnen fragen Don Giorgio", eine Freizeitrubrik zur WM, eine Rubrik mit Lieblingsgebeten und eine mit Lieblingsbüchern, eine Rubrik extra für Benedetto, falls er mitbloggen möchte, und natürlich könnten wir das Blog auch mehrsprachig führen.
Ich weiß, was Sie jetzt denken, lieber Don Giorgio! Woher sollen Sie die Zeit dafür auch noch nehmen? Eingespannt in den straff organisierten päpstlichen Tagesablauf, wie Sie es nun einmal sind? Darüber habe ich mir freilich auch schon Gedanken gemacht.
Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist, dass Sie sich eine Privatsekretärin nehmen. Bewerbungsschreiben für diesen Posten inklusive Lebenslauf und Passfoto liegt bei.
Ich würde mich freuen, wieder von Ihnen zu hören, bedanke mich für Ihr Interesse und wünsche Ihnen noch einen anregenden Arbeitstag sowie einen entspannten Feierabend!
Mit vorzüglichen Grüßen
Elsa Laska
ElsaLaska - 30. Mai, 15:28
Herrlich.