Ich stimme dem Artikel zu - Soldaten sind nicht per se Mörder, das zeigt ja auch der Umgang des HERRN mit Vertretern dieses Berufsstandes.
Allerdings müssen sie wie jeder Mensch ihr Handeln letztlich mit Hilfe ihres Gewissens vor GOTT verantworten.
Ein unschätzbare Hilfe zumindest für katholische Soldaten kann die Hl. Beichte sein.
Ich schreibe hier in diesem katholischen Blog aus meiner eigenen Erfahrung als gläubiger Katholik. Ich habe in meinem Leben wiederholt mit Dingen und eigenen Gedanken oder Handlungen zu tun gehabt, die meinem Gewissen zu schaffen machten.
Nach über 7 Jahren "Beichtabstinenz" habe ich durch meine Frau dieses unschätzbare Sakrament "wiederentdeckt".
Ich nehme es inzwischen als Beichtgespräch in einem Kloster in unserem Bistum wahr (zugegeben bisher nicht besonders oft; 1-2mal pro Jahr) und habe eine Empfehlung unseres Alterzbischofs berücksichtigt, sich bei der Hl. Beichte statt wie früher auf vollständige (allerdings oft oberflächliche) Abarbeitung des Beichtspiegels besser nur auf einige einen besonders belastende Dinge zu konzentrieren. Man kann dadurch im Nachhinein viel besser den Erfolg des Sakraments bei sich selbst im eigenen Leben und am eigenen Leibe feststellen.
Die Hl. Beichte ist für mich inzwischen eine Begegnung mit dem barmherzig vom Kreuz blickenden HERRN - ich möchte sie deshalb nicht nur als "Sakrament der Versöhnung" mit GOTT sondern auch als "Sakrament (Gnadengeschenk) der Barmherzigkeit" des HERRN bezeichnen.
Ich habe dabei erfahren, dass es gar nicht unbedingt darauf allein ankommt, was der Beichtvater einem sagt, sondern dass selbst bei scheinbarer Ratlosigkeit desselben der HERR selbst an einem wirkt - das ist geradezu wunderbar.
CHRISTUS hat der heiliggesprochenen polnischen Schwester Faustyna Kowalska u.a. ein kleines Gebet, welches zur Umkehr von Sündern helfen soll, offenbart:
"Oh Blut und Wasser aus dem Herzen Jesu aus Barmherzigkeit für uns entströmt - ich vertraue auf dich."
In diesem Sinne sehe ich u.a. auch die Hl. Beichte.
Die Übergänge von einem seelsorglichen Gespräch hin zu dem Gnadenwirken des HERRN selbst sind darin fließend.
Ich kann nur empfehlen, es selbst auszuprobieren.
Mit Goethe sage ich: Wenn ihr es nicht erfühlt, ihr werdet's nicht erjagen.
Imrahil (Gast) - 24. Jan, 10:17
Wenn mir die Bemerkung erlaubt sein:
Nach 7 Jahren Beichtabstinenz ist es zum einen sehr, sehr schön, wenn einer wieder zum Beichten geht.
Aber dann wäre eine vollständige Abarbeitung des (des?) Beichtspiegels eigentlich schon gefragt.
Das mit dem Konzentrieren auf einen Lebensabschnitt ist - wobei ich diese Empfehlungen bisher immer ignoriert habe - für Leute gedacht, die mit dem allgemeinen Beichtspiegel ohnehin vertraut sind und so...
Habe ebenfalls nach knapp 7 Jahren Drückebergerei wieder zum Beichten angefangen. Dabei zunächst mit einem sehr allgemeinen Beichtspiegel (dem hier http://www.internetpfarre.de/beichte.htm), der m-o-w nur die schweren Sünden aufzählt, angefangen. Meine persönliche Erfahrung mit der Beichte ist natürlich, daß die Sünden vergeben werden: und daneben, daß man lernt, was genau eine Sünde ist und vor allem, was alles keine Sünde ist.
Trennung.
Soldaten sind nicht "nicht per se Mörder", sondern sie sind überhaupt keine Mörder. Punkt. Sie müssen wie jeder Mensch ihr Handeln letztlich mit Hilfe ihres Gewissens vor GOTT verantworten; gewiß. Aber wieso das erwähnen? Die Erwähnung von derlei Selbstverständlichkeiten unterbreitet eben doch so ein Gefühl, daß damit mit ihrem Beruf nicht ganz in Ordnung ist.
Nun würde ich übrigens sogar sagen, daß es tatsächlich spezifische Versuchungen an den Soldaten gibt. Kriegsverbrechen und echter Mord wären da unter anderem auch zu nennen (wer's nicht glaubt, lese die "Stahlgewitter"), was freilich der Pazifist, der überhaupt keinen Unterschied zwischen dem kriegerischen Schießen und dem Kriegsverbrechen macht, nicht sehen kann.
Gast (Gast) - 24. Jan, 11:26
@Imrahil
Mir ging es in meiner Gegenüberstellung meiner früheren und heutigen Beichtpraxis nicht etwa darum den Beichtspiegel zu diskreditieren; ich erforsche mich durchaus wo ich gegen die Gebote verstoßen haben könnte...
Ich bin übrigens auch überzeugt davon, dass mir Gnaden auch bei meiner früheren mechanischeren Beichtpraxis erwuchsen; ich spürte sie nur nicht so.
Durch meine heutige Beichtpraxis habe ich eine bessere Erfolgskontrolle, die übrigens auch sehr motivierend (für künftiges Beichten) wirken kann.
Soldaten oder Polizisten können durch ihren Beruf zu Gewalthandlungen gezwungen sein, die sie im Nachhinein einerseits belasten können aber auch die Gefahr der Gewöhnung und sogar Abstumpfung bergen können - das ist nicht ungefährlich.
Professionelle Hilfe etwa durch gut geschulte Psychologen kann da helfen - aber eben auch - für den gläubigen - die Hl. Beichte.
Auf diesen heute leider etwas in Vergessenheit geratenen Weg wollte ich hinweisen - mehr nicht.
Allerdings müssen sie wie jeder Mensch ihr Handeln letztlich mit Hilfe ihres Gewissens vor GOTT verantworten.
Ein unschätzbare Hilfe zumindest für katholische Soldaten kann die Hl. Beichte sein.
Ich schreibe hier in diesem katholischen Blog aus meiner eigenen Erfahrung als gläubiger Katholik. Ich habe in meinem Leben wiederholt mit Dingen und eigenen Gedanken oder Handlungen zu tun gehabt, die meinem Gewissen zu schaffen machten.
Nach über 7 Jahren "Beichtabstinenz" habe ich durch meine Frau dieses unschätzbare Sakrament "wiederentdeckt".
Ich nehme es inzwischen als Beichtgespräch in einem Kloster in unserem Bistum wahr (zugegeben bisher nicht besonders oft; 1-2mal pro Jahr) und habe eine Empfehlung unseres Alterzbischofs berücksichtigt, sich bei der Hl. Beichte statt wie früher auf vollständige (allerdings oft oberflächliche) Abarbeitung des Beichtspiegels besser nur auf einige einen besonders belastende Dinge zu konzentrieren. Man kann dadurch im Nachhinein viel besser den Erfolg des Sakraments bei sich selbst im eigenen Leben und am eigenen Leibe feststellen.
Die Hl. Beichte ist für mich inzwischen eine Begegnung mit dem barmherzig vom Kreuz blickenden HERRN - ich möchte sie deshalb nicht nur als "Sakrament der Versöhnung" mit GOTT sondern auch als "Sakrament (Gnadengeschenk) der Barmherzigkeit" des HERRN bezeichnen.
Ich habe dabei erfahren, dass es gar nicht unbedingt darauf allein ankommt, was der Beichtvater einem sagt, sondern dass selbst bei scheinbarer Ratlosigkeit desselben der HERR selbst an einem wirkt - das ist geradezu wunderbar.
CHRISTUS hat der heiliggesprochenen polnischen Schwester Faustyna Kowalska u.a. ein kleines Gebet, welches zur Umkehr von Sündern helfen soll, offenbart:
"Oh Blut und Wasser aus dem Herzen Jesu aus Barmherzigkeit für uns entströmt - ich vertraue auf dich."
In diesem Sinne sehe ich u.a. auch die Hl. Beichte.
Die Übergänge von einem seelsorglichen Gespräch hin zu dem Gnadenwirken des HERRN selbst sind darin fließend.
Ich kann nur empfehlen, es selbst auszuprobieren.
Mit Goethe sage ich: Wenn ihr es nicht erfühlt, ihr werdet's nicht erjagen.
Nach 7 Jahren Beichtabstinenz ist es zum einen sehr, sehr schön, wenn einer wieder zum Beichten geht.
Aber dann wäre eine vollständige Abarbeitung des (des?) Beichtspiegels eigentlich schon gefragt.
Das mit dem Konzentrieren auf einen Lebensabschnitt ist - wobei ich diese Empfehlungen bisher immer ignoriert habe - für Leute gedacht, die mit dem allgemeinen Beichtspiegel ohnehin vertraut sind und so...
Habe ebenfalls nach knapp 7 Jahren Drückebergerei wieder zum Beichten angefangen. Dabei zunächst mit einem sehr allgemeinen Beichtspiegel (dem hier http://www.internetpfarre.de/beichte.htm), der m-o-w nur die schweren Sünden aufzählt, angefangen. Meine persönliche Erfahrung mit der Beichte ist natürlich, daß die Sünden vergeben werden: und daneben, daß man lernt, was genau eine Sünde ist und vor allem, was alles keine Sünde ist.
Trennung.
Soldaten sind nicht "nicht per se Mörder", sondern sie sind überhaupt keine Mörder. Punkt. Sie müssen wie jeder Mensch ihr Handeln letztlich mit Hilfe ihres Gewissens vor GOTT verantworten; gewiß. Aber wieso das erwähnen? Die Erwähnung von derlei Selbstverständlichkeiten unterbreitet eben doch so ein Gefühl, daß damit mit ihrem Beruf nicht ganz in Ordnung ist.
Nun würde ich übrigens sogar sagen, daß es tatsächlich spezifische Versuchungen an den Soldaten gibt. Kriegsverbrechen und echter Mord wären da unter anderem auch zu nennen (wer's nicht glaubt, lese die "Stahlgewitter"), was freilich der Pazifist, der überhaupt keinen Unterschied zwischen dem kriegerischen Schießen und dem Kriegsverbrechen macht, nicht sehen kann.
@Imrahil
Ich bin übrigens auch überzeugt davon, dass mir Gnaden auch bei meiner früheren mechanischeren Beichtpraxis erwuchsen; ich spürte sie nur nicht so.
Durch meine heutige Beichtpraxis habe ich eine bessere Erfolgskontrolle, die übrigens auch sehr motivierend (für künftiges Beichten) wirken kann.
Soldaten oder Polizisten können durch ihren Beruf zu Gewalthandlungen gezwungen sein, die sie im Nachhinein einerseits belasten können aber auch die Gefahr der Gewöhnung und sogar Abstumpfung bergen können - das ist nicht ungefährlich.
Professionelle Hilfe etwa durch gut geschulte Psychologen kann da helfen - aber eben auch - für den gläubigen - die Hl. Beichte.
Auf diesen heute leider etwas in Vergessenheit geratenen Weg wollte ich hinweisen - mehr nicht.