Man fällt mit seinem Enthusiasmus
ja hin und wieder zu Boden. In den nächsten Tagen werde ich eine Hilfsorganisation für Herdenschutzhunde persönlich besuchen, das sind Leute, vor allem auch Frauen, die sich für diese Hunde sehr einsetzen.
Nach diesem Satz "Not ist am Mann" zu schreiben ist vielleicht unangebracht.
Jeder Hund, der aus Lieblosigkeit und Gedankenlosigkeit im Tierheim landet, hat ein schweres Schicksal hinter sich - aber nicht unbedingt vor sich. Herdenschutzhunde oft noch ein schlimmeres und kaum Zukunft- niemand kann sie halten, kaum jemand mit ihnen mal Gassi gehen, sie gelten als schwer vermittelbar und kaum erziehbar, natürlich erst Recht wenn sie alt, krank, bereits missbraucht worden sind. Diese Hunde sind Arbeitshunde, sie sind äußerst schwer zu halten, sie benötigen eine Aufgabe, und die besteht so gut wie nie darin, in einer Mietwohnung Männchen zu machen und Pfoti zu geben - abgesehen davon, dass kaum jemand in der Lage ist, sie dahin zu bringen. (Sieht man von Kindern einmal ab, wie das erste Bild unten beweist)
Herdenschutzhunde wollen und brauchen ihr eigenes Terrain - ein Grundstück, sehr viel Auslauf, am Besten eine Herde zum Betreuen - und da ist das Missverständnis schon da: Sie sind groß, sehen gut aus, man kann bestens mit ihnen repräsentieren, sie sind mächtig und stark! Was viele reizt, aber die wenigsten können ihnen das geben, was sie brauchen: Und das ist nicht: Strenge Worte, Schläge, absoluter Gehorsam, Zwingerhaltung oder, absolut tödlich, eine Schutzhundausbildung.
Ein Beispiel: Rasul pariert nicht. Wenn er etwas tun soll, dann tut er das meist erst, wenn ich ihn schon im Vorfeld mit lobenden Worten bedenke. Auf scharfe Aufforderungen reagiert er nicht, das ist Kangal. Lobe ich ihn fürs Herkommen, obwohl er sich noch gar nicht in Bewegung gesetzt hatte, wird er sich in Bewegung setzen und mein Vertrauen erfüllen. Deutsche Schäferhunde kommen wegen den Leckerli. Kangals, weil ich sie nicht anschreie und sie mich lieben. Wenn ich es richtig angestellt habe.
Herdenschutzhunde sind die ältesten Hunderassen die wir haben: Der türkische Kangal ist mehrere tausend Jahre bei der Arbeit. Werden sie gut behandelt, das heißt mit Liebe und Vertrauen und nicht mit sadistischer Dominanz, schlagen ihre guten Gene durch: Nie wird ein türkischer Kangal, der gut behandelt wurde einem Schutzbefohlenen irgendetwas zu Leide tun.
Das sind: Alte, Gebrechliche, Behinderte, kleine Kinder. Instinktiv erkennt diese Rasse, dass es sich hier um Schwache handelt, deren Schutz und Toleranz und auch Achtung Mission und Lebensaufgabe ist. Oder wie sonst sollten diese riesigen Monsterhunde ihnen anvertraute neugeborene Lämmer behüten und beschützen mit ihrem eigenen Leben sogar vor Bär und Wolf?
Der Mensch indes macht viel kaputt - vielleicht auch unabsichtlich - gottseidank ist mir das nie passiert und ich hatte das Glück mit Sharif und habe das Glück mit Rasul, einen Kangal zu besitzen, der grundgut ist, den Kinder am Schwanz ziehen, am Ohr reißen können, der nie auch nur einmal mißbilligend knurren oder schnappen wird deshalb. Dagegen wird er aber Sorge tragen, dass niemand aggressiv oder übergriffig gegenüber seinen "Leuten" auftreten wird, schon gar nicht gegenüber Schwachen und Unterlegenen. Diesen Hunden ist es egal, ob man nach der Legende "Angst zeigt", was andere Rassen erst recht aggressiv machen würde, sie reagieren nur auf- entgegenbrachten - Aggress , nicht auf Angst.
Sie kennen einfach keine Angst, nur Überlegenheit und das Recht der Schwachen und Unterprivilegierten, das es zu schützen gilt. Sofern man ihr liebenswürdiges Wesen nicht bricht.
Nun, ich wollte einen Artikel machen über Leute, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, gerade diese Rassen zu betreuen, zu versorgen und zu vermitteln. Und man sagte mir, man habe keine Interesse daran, an die Öffentlichkeit zu treten. Schon jetzt, als relativ kleiner Nischenverein riefen jeden Tag an die 10 Leute an die mit den unerträglichsten Worten diese Hunde abschieben wollten - die Engagierten sind sich im Klaren darüber, dass die meisten Hunde - ihre Kapazität ist nicht unendlich - eingeschläfert werden.
"Einen Tod muss man sterben", sagte ich, vielleicht kommen ja auch mehr Spenden zusammen, wenn der Verein bekannter wird und Menschen engagieren sich. Vielleicht steigt auch die Anzahl der Leute, die ihre Hunde abschieben wollen, aber das liegt ja nicht am Verein. Ich bin mit mir zu Rate gegangen und ich finde nach wie vor, dass dieses Hilfsprojekt Publicity gebrauchen kann, insbesondere weil sie nicht nur den Weg "Spenden und Mitgliedschaft" gehen, sondern auch anbieten, zugunsten der Hunde und ohne dass es zusätzlich kostet, über Amazon Bücher bestellen zu gehen und so weiter.
Ich selbst besitze nicht nur die Mitgliedschaft, sondern habe eine Patenschaft für notleidende, wundervolle Hunde, die verdient haben, dass sie weiterleben dürfen in Höhe von "nur" 15 Euro im Monat. Auch fünf Euro im Monat hilft diesem Projekt.
Wir haben diese zauberhaften Hunde vor über viertausend Jahren kennen gelernt, sie sind mit uns in den Krieg gezogen und haben mit uns gekämpft, sie haben unsere Herden und unsere Lämmer vor Bär, Wolf und Puma beschützt, sie haben mit uns am Lagerfeuer gelegen und unsere Kinder geliebt, unsere Alten und Schwachen mit Sorgfalt und Achtung behandelt, sie sind für unsere Existenz und die unserer Familien mit dem eigenen Leben eingestanden und haben dafür Räuber, tierische wie menschliche, vertrieben und wenn nötig- getötet, ohne diese Hunde hätten wir gar nicht überlebt.
Ich finde, wir sind ihnen unsere Aufmerksamkeit schuldig.


Quellenangabe: Beide Bilder von E. v.Buchwald auf der zauberhaften Seite: www. sivas-kangal.de
Nach diesem Satz "Not ist am Mann" zu schreiben ist vielleicht unangebracht.
Jeder Hund, der aus Lieblosigkeit und Gedankenlosigkeit im Tierheim landet, hat ein schweres Schicksal hinter sich - aber nicht unbedingt vor sich. Herdenschutzhunde oft noch ein schlimmeres und kaum Zukunft- niemand kann sie halten, kaum jemand mit ihnen mal Gassi gehen, sie gelten als schwer vermittelbar und kaum erziehbar, natürlich erst Recht wenn sie alt, krank, bereits missbraucht worden sind. Diese Hunde sind Arbeitshunde, sie sind äußerst schwer zu halten, sie benötigen eine Aufgabe, und die besteht so gut wie nie darin, in einer Mietwohnung Männchen zu machen und Pfoti zu geben - abgesehen davon, dass kaum jemand in der Lage ist, sie dahin zu bringen. (Sieht man von Kindern einmal ab, wie das erste Bild unten beweist)
Herdenschutzhunde wollen und brauchen ihr eigenes Terrain - ein Grundstück, sehr viel Auslauf, am Besten eine Herde zum Betreuen - und da ist das Missverständnis schon da: Sie sind groß, sehen gut aus, man kann bestens mit ihnen repräsentieren, sie sind mächtig und stark! Was viele reizt, aber die wenigsten können ihnen das geben, was sie brauchen: Und das ist nicht: Strenge Worte, Schläge, absoluter Gehorsam, Zwingerhaltung oder, absolut tödlich, eine Schutzhundausbildung.
Ein Beispiel: Rasul pariert nicht. Wenn er etwas tun soll, dann tut er das meist erst, wenn ich ihn schon im Vorfeld mit lobenden Worten bedenke. Auf scharfe Aufforderungen reagiert er nicht, das ist Kangal. Lobe ich ihn fürs Herkommen, obwohl er sich noch gar nicht in Bewegung gesetzt hatte, wird er sich in Bewegung setzen und mein Vertrauen erfüllen. Deutsche Schäferhunde kommen wegen den Leckerli. Kangals, weil ich sie nicht anschreie und sie mich lieben. Wenn ich es richtig angestellt habe.
Herdenschutzhunde sind die ältesten Hunderassen die wir haben: Der türkische Kangal ist mehrere tausend Jahre bei der Arbeit. Werden sie gut behandelt, das heißt mit Liebe und Vertrauen und nicht mit sadistischer Dominanz, schlagen ihre guten Gene durch: Nie wird ein türkischer Kangal, der gut behandelt wurde einem Schutzbefohlenen irgendetwas zu Leide tun.
Das sind: Alte, Gebrechliche, Behinderte, kleine Kinder. Instinktiv erkennt diese Rasse, dass es sich hier um Schwache handelt, deren Schutz und Toleranz und auch Achtung Mission und Lebensaufgabe ist. Oder wie sonst sollten diese riesigen Monsterhunde ihnen anvertraute neugeborene Lämmer behüten und beschützen mit ihrem eigenen Leben sogar vor Bär und Wolf?
Der Mensch indes macht viel kaputt - vielleicht auch unabsichtlich - gottseidank ist mir das nie passiert und ich hatte das Glück mit Sharif und habe das Glück mit Rasul, einen Kangal zu besitzen, der grundgut ist, den Kinder am Schwanz ziehen, am Ohr reißen können, der nie auch nur einmal mißbilligend knurren oder schnappen wird deshalb. Dagegen wird er aber Sorge tragen, dass niemand aggressiv oder übergriffig gegenüber seinen "Leuten" auftreten wird, schon gar nicht gegenüber Schwachen und Unterlegenen. Diesen Hunden ist es egal, ob man nach der Legende "Angst zeigt", was andere Rassen erst recht aggressiv machen würde, sie reagieren nur auf- entgegenbrachten - Aggress , nicht auf Angst.
Sie kennen einfach keine Angst, nur Überlegenheit und das Recht der Schwachen und Unterprivilegierten, das es zu schützen gilt. Sofern man ihr liebenswürdiges Wesen nicht bricht.
Nun, ich wollte einen Artikel machen über Leute, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, gerade diese Rassen zu betreuen, zu versorgen und zu vermitteln. Und man sagte mir, man habe keine Interesse daran, an die Öffentlichkeit zu treten. Schon jetzt, als relativ kleiner Nischenverein riefen jeden Tag an die 10 Leute an die mit den unerträglichsten Worten diese Hunde abschieben wollten - die Engagierten sind sich im Klaren darüber, dass die meisten Hunde - ihre Kapazität ist nicht unendlich - eingeschläfert werden.
"Einen Tod muss man sterben", sagte ich, vielleicht kommen ja auch mehr Spenden zusammen, wenn der Verein bekannter wird und Menschen engagieren sich. Vielleicht steigt auch die Anzahl der Leute, die ihre Hunde abschieben wollen, aber das liegt ja nicht am Verein. Ich bin mit mir zu Rate gegangen und ich finde nach wie vor, dass dieses Hilfsprojekt Publicity gebrauchen kann, insbesondere weil sie nicht nur den Weg "Spenden und Mitgliedschaft" gehen, sondern auch anbieten, zugunsten der Hunde und ohne dass es zusätzlich kostet, über Amazon Bücher bestellen zu gehen und so weiter.
Ich selbst besitze nicht nur die Mitgliedschaft, sondern habe eine Patenschaft für notleidende, wundervolle Hunde, die verdient haben, dass sie weiterleben dürfen in Höhe von "nur" 15 Euro im Monat. Auch fünf Euro im Monat hilft diesem Projekt.
Wir haben diese zauberhaften Hunde vor über viertausend Jahren kennen gelernt, sie sind mit uns in den Krieg gezogen und haben mit uns gekämpft, sie haben unsere Herden und unsere Lämmer vor Bär, Wolf und Puma beschützt, sie haben mit uns am Lagerfeuer gelegen und unsere Kinder geliebt, unsere Alten und Schwachen mit Sorgfalt und Achtung behandelt, sie sind für unsere Existenz und die unserer Familien mit dem eigenen Leben eingestanden und haben dafür Räuber, tierische wie menschliche, vertrieben und wenn nötig- getötet, ohne diese Hunde hätten wir gar nicht überlebt.
Ich finde, wir sind ihnen unsere Aufmerksamkeit schuldig.


Quellenangabe: Beide Bilder von E. v.Buchwald auf der zauberhaften Seite: www. sivas-kangal.de
ElsaLaska - 19. Sep, 00:21