Es gibt nur zwei relevante Spazierwege hier
Das ist ein bisschen das Manko, obwohl man völlig im off lebt, ohne Straßenlampen, ohne Müllabfuhr, ohne eine geteerte Straße am Haus (ringrazio Dio!), ist es ein bisschen schwierig, mit dem Hund zu gehen. Ich kann durch die (geschotterte) Privatstraße laufen, dann durch Armandos Olivenhain bis vor zur geteerten Straße, da kann ich dann nach links - dann komme ich, nachdem ich circa hundert Meter Straße gelaufen bin, auf einen Feldweg, der aber nur benutzbar ist, wenn es nicht geregnet hatte. Dieser Weg führt an einem verwunschen mit Thuja eingewachsenen Landhaus vorbei, das wohl dem Tierarzt gehört, der damals Sharif eingeschläfert hat. Es ist ein wunderschönes Grundstück. Und dann läuft man zwischen frisch gepflügten Äckern, vor einem öffnen sich Berge am Horizont, die Landschaft wird ganz weit und man hat das Gefühl, diesen Weg in alle Ewigkeiten beschreiten zu können, als ginge man auf einer Bahn aus Sternenlicht. Das ist mein Weg der Ewigkeit und Unsterblichkeit. Der Weg des Paradies des Herzens.
Gehe ich dagegen an der geteerten Straße nach Rechts, so laufe ich sicher fünfhundert Meter Straße, komme auch an einem recht guten Restaurant vorbei, das portare via alles verkauft, auch einen sehr guten Landwein in der Fünf-Liter-Buddel, gehe dann wieder rechts rein auf eine Straße, die erst letztes Jahr erstmalig geteert wurde und habe jede Menge soziale Kontakte. Da ist Jack, ein dackelgroßer Schäferhundreplikant, süß anzuschauen, da wirklich gerade dackelhoch, aber sonst original ein Deutscher Schäferhund. Leider immer an der Kette, er büxt gerne aus und mag Rasul sehr. Oma harkt Laub zusammen im offenen Hof mit dem alten Brunnenhäuschen und dem wunderschönen Kakibaum, der schon ganz ohne Blätter da steht aber behangen mit großen, orangerotleuchtenden kugelrunden Früchten , niemand hat Angst vor Rasul, man kennt sich. Im Haus nebenan ein etwas jüngeres Ehepaar und ein wirklich uralter Nonno, der immer Jogginghose und Anzugjacke trägt, an seinem Stock durch den Hof mit der Madonnina schlurft, keine Zähne mehr hat und dem ich immer freundlich winke. Die Leute haben einen sehr alten richtigen Deutschen Schäferhund, auch ein Kumpel von Rasul. Gegenüber von denen noch ein einzelnes Haus, ein Ehepaar von etwa fünfzig Jahren - Sie hat während der WM begeistert Fußball geschaut, er war Gastarbeiter und konnte immer noch "Schaffe! Schaffe!" sagen, so als Gag, wenn wir uns sehen.
Es ging mir wirklich schon schlechter.
Gehe ich dagegen an der geteerten Straße nach Rechts, so laufe ich sicher fünfhundert Meter Straße, komme auch an einem recht guten Restaurant vorbei, das portare via alles verkauft, auch einen sehr guten Landwein in der Fünf-Liter-Buddel, gehe dann wieder rechts rein auf eine Straße, die erst letztes Jahr erstmalig geteert wurde und habe jede Menge soziale Kontakte. Da ist Jack, ein dackelgroßer Schäferhundreplikant, süß anzuschauen, da wirklich gerade dackelhoch, aber sonst original ein Deutscher Schäferhund. Leider immer an der Kette, er büxt gerne aus und mag Rasul sehr. Oma harkt Laub zusammen im offenen Hof mit dem alten Brunnenhäuschen und dem wunderschönen Kakibaum, der schon ganz ohne Blätter da steht aber behangen mit großen, orangerotleuchtenden kugelrunden Früchten , niemand hat Angst vor Rasul, man kennt sich. Im Haus nebenan ein etwas jüngeres Ehepaar und ein wirklich uralter Nonno, der immer Jogginghose und Anzugjacke trägt, an seinem Stock durch den Hof mit der Madonnina schlurft, keine Zähne mehr hat und dem ich immer freundlich winke. Die Leute haben einen sehr alten richtigen Deutschen Schäferhund, auch ein Kumpel von Rasul. Gegenüber von denen noch ein einzelnes Haus, ein Ehepaar von etwa fünfzig Jahren - Sie hat während der WM begeistert Fußball geschaut, er war Gastarbeiter und konnte immer noch "Schaffe! Schaffe!" sagen, so als Gag, wenn wir uns sehen.
Es ging mir wirklich schon schlechter.
ElsaLaska - 18. Nov, 00:40
Wie lange lebst du nun schon in Italien? Du willst bestimmt nicht mehr zurück nach Deutschland, oder?
Lieben Gruss, Viv