Papa war ja dann eher platt
nach zwei Riesenportionen Chili con Carne, die er sich großzügig mit Essig verfeinert hatte. Aber ich denke, es hat ihm geschmeckt. Schon gestern Abend schnürte er hoffnungsvoll immer um den Herd herum, an dem ich fuhrwerkte und ellenlang abwürzte, abschmeckte, nachwürzte. Schließlich konnte er einen Teller mit einer winzigen Portion Chili im Versuchsstadium ergattern, löffelte die mit klepperndem Besteck aus und wollte dann gleich noch eine zweite Portion.
Heute Mittag waren es dann zwei riesengroße Teller, ich weiß gar nicht, wo er das hingesteckt hat, und der Nachbarin wollte er auch noch einen Teller empfehlen.
Ich versuche auch insgesamt mehr so in der Richtung damit umzugehen, einfach jeden Tag irgendwie anständig zu gestalten und nicht an die nächsten drei Tage oder die nächste Woche zu denken.
Besonders schön war es, dass wieder Leute heute Abend kamen, um mit ihm zu feiern, die eigentlich gut 18 Jahre bis 20 Jahre jünger sind als er, und ein junges Bald-Ehepaar, die sind in meinem Alter, also Ende Dreißig, die kommen auch immer gerne - auch wenn ich NICHT da bin, sondern einfach, weil es ihnen das wert ist und sie das möchten.
Das ist wunderschön.
Als Papa sich schon längst verabschiedet hatte, saß ich noch mit Mama, die sich gepflegt mit Rotwein die Kante gab und irgendwann meinte:
Weißt du, ich hab so viele Tote, Barbara, an die ich denken muss.
Ja weiß ich. Und es werden immer mehr.
Und ich bin erst halb so alt wie du, Mama.
Heute Mittag waren es dann zwei riesengroße Teller, ich weiß gar nicht, wo er das hingesteckt hat, und der Nachbarin wollte er auch noch einen Teller empfehlen.
Ich versuche auch insgesamt mehr so in der Richtung damit umzugehen, einfach jeden Tag irgendwie anständig zu gestalten und nicht an die nächsten drei Tage oder die nächste Woche zu denken.
Besonders schön war es, dass wieder Leute heute Abend kamen, um mit ihm zu feiern, die eigentlich gut 18 Jahre bis 20 Jahre jünger sind als er, und ein junges Bald-Ehepaar, die sind in meinem Alter, also Ende Dreißig, die kommen auch immer gerne - auch wenn ich NICHT da bin, sondern einfach, weil es ihnen das wert ist und sie das möchten.
Das ist wunderschön.
Als Papa sich schon längst verabschiedet hatte, saß ich noch mit Mama, die sich gepflegt mit Rotwein die Kante gab und irgendwann meinte:
Weißt du, ich hab so viele Tote, Barbara, an die ich denken muss.
Ja weiß ich. Und es werden immer mehr.
Und ich bin erst halb so alt wie du, Mama.
ElsaLaska - 24. Jan, 21:52