Die Verdiesseitigung
Aus "Der Verwüstete Weinberg" von Dietrich von Hildebrand:
>>Es ist kein Zweifel, daß mit der Verlegung des Schwergewichts vom Jenseits in das Diesseits, von der Heiligung der individuellen Person auf die äußere Weltverbesserung, von der Ewigkeit auf die irdische Zukunft, eine Entpersonalisierung und ein Kollektivismus Hand in Hand geht. Sobald die Frage der glorificatio Gottes und der ewigen Seligkeit zurücktritt hinter dem "Fortschritt" der Welt und der Weltverbesserung, wird der letzte Ernst des Schicksals jeder einzelnen Seele nicht mehr verstanden, wird die unvergleichliche Überlegenheit der individuellen Person über alle natürlichen Gemeinschaften nicht mehr erkannt. So sagt Kardinal Newmann: "Die Kirche .. sieht das Tun dieser Welt und das Tun der Seele als einfach inkommensurabel an, wenn man sie ihrer verschiedenen Ordnung nach betrachtet; sie würde lieber die Seele eines einzigen wilden Räubers in Kalabrien oder eines winselnden Bettlers in Palermo retten, als hundert Eisenbahnlinien kreuz und quer durch ganz Italien ziehen oder in allen Einzelheiten eine gesundheitliche Reform in jeder Stadt Siziliens durchführen, es sei denn, diese große nationalen Werke bezweckten darüber hinaus ein geistliches Gut."
Sobald man die unvergleichliche Bedeutung einer unsterblichen Seele gegenüber allen sozialen Verbesserungen und zivilisatorischen Fortschritten nicht mehr sieht, ist man dem Kollektivismus und der Entpersonalisierung zum Opfer gefallen. Man braucht nur an die unseligen Dialoge mit den Kommunisten zu denken, bei denen man durch den äquivoken Gebrauch des Terminus Zukunft eine illusionäre gemeinsame Basis finden will. Hier wird der Primat der Seele des Einzelnen völlig preisgegeben.<<
[DvH zitiert Newman aus "Die Kirche und der Zustand der Welt".]
>>Es ist kein Zweifel, daß mit der Verlegung des Schwergewichts vom Jenseits in das Diesseits, von der Heiligung der individuellen Person auf die äußere Weltverbesserung, von der Ewigkeit auf die irdische Zukunft, eine Entpersonalisierung und ein Kollektivismus Hand in Hand geht. Sobald die Frage der glorificatio Gottes und der ewigen Seligkeit zurücktritt hinter dem "Fortschritt" der Welt und der Weltverbesserung, wird der letzte Ernst des Schicksals jeder einzelnen Seele nicht mehr verstanden, wird die unvergleichliche Überlegenheit der individuellen Person über alle natürlichen Gemeinschaften nicht mehr erkannt. So sagt Kardinal Newmann: "Die Kirche .. sieht das Tun dieser Welt und das Tun der Seele als einfach inkommensurabel an, wenn man sie ihrer verschiedenen Ordnung nach betrachtet; sie würde lieber die Seele eines einzigen wilden Räubers in Kalabrien oder eines winselnden Bettlers in Palermo retten, als hundert Eisenbahnlinien kreuz und quer durch ganz Italien ziehen oder in allen Einzelheiten eine gesundheitliche Reform in jeder Stadt Siziliens durchführen, es sei denn, diese große nationalen Werke bezweckten darüber hinaus ein geistliches Gut."
Sobald man die unvergleichliche Bedeutung einer unsterblichen Seele gegenüber allen sozialen Verbesserungen und zivilisatorischen Fortschritten nicht mehr sieht, ist man dem Kollektivismus und der Entpersonalisierung zum Opfer gefallen. Man braucht nur an die unseligen Dialoge mit den Kommunisten zu denken, bei denen man durch den äquivoken Gebrauch des Terminus Zukunft eine illusionäre gemeinsame Basis finden will. Hier wird der Primat der Seele des Einzelnen völlig preisgegeben.<<
[DvH zitiert Newman aus "Die Kirche und der Zustand der Welt".]
ElsaLaska - 1. Aug, 09:48
Ich habe ihn erst vor knapp zwei Jahren entdeckt. Empfehlenswert ist auch sein Werk "Das Trojanische Pferd in der Stadt Gottes".